Wednesday, 21 May 2014

Sockenschublade

(Die hier meine ich nicht*)

Heute früh hat mich der Rappel gepackt und ich hab meine gesamte Sockenschublade geleert (na, ich will nicht übertreiben: ich hab die meisten Socken rausgenommen aber da hat’s noch welche die sich in die Ecken geklemmt haben).

Ich konnte kein Paar auf Anhieb finden das zusammen gehört.  So was absolut nerviges.  Ich geb mir immer wieder Mühe die Teile zusammen zu bündeln und schön aufgereiht in dieser Schublade aufzubewahren.  Das klappt nur nicht immer und zuletzt müssen sie tierisch durcheinander gekommen sein.  Ich kann mich auch nicht mehr erinnern warum.  Vermutlich hab ich schnell aufräumen wollen – andererseits trockne ich die Paare zusammen wenn sie aus der Maschine kommen und deswegen verstehe ich noch weniger warum die so zusammen gewurschelt sein konnten.

Es ist verblüffend.  Als ob man sich selber ein Bein stellt.

Warum ich das so bemerkesnwert finde und beschreibe:  ich hab dieses Rumgehunze mit diesen ollen alten Socken und dem Tohuwabohu ja so was von satt!  Ich will einfach nicht mehr diesen webgeschobenen Ort haben an dem die Socken hingehen um ignoriert zu werden.  In die abseitigen Windungen des Gedächtnisses verbannt zu werden.

Ich hab es satt: diese dämlichen ollen Dinger müssen weg!

Ich hatte heute früh nicht genug Zeit.  Aber mein Plan ist heute abend mit Genugtuung alle mich beleidigenden Socken wegzuschmeissen.

Ich bin schon immer wieder welche losgeworden die nicht mehr gut genug waren: unstopfbare Löcher, verblichen, verfilzt, nicht mehr in Form, was auch immer: die sind schon weg.

Was ich aber immer noch aufgehoben hatte (und was mich auch so tierisch grantig gemacht hatte heute morgen) das waren die ganzen einzelnen Socken die ich heute rausgefischt hatte und von denen ich wusste dass ich deren anderen noch nicht wieder gefunden hatte.  Die hat bestimmt die Waschmaschine gegessen! Wo die sonst hingekommen sein könnten, ist mir ein absolutes Rätsel.

Ich hab mir sogar was drauf eingebildet (machen wir das nicht zu oft?) dass ich diese einzelnen aufhebe: es gibt kein besseres Gefühl als wenn man zwei “einzelne“ Socken miteinander vereinen kann.  So ein dolles Gefühl aber auch!

Nur ist mir dabei nicht eingefallen dass ich das vereinte Paar  vielleicht gar nicht mehr tragen will?  Ich meine: wie schauen die denn aus?  Sie sind ewig alt und wo sich der zweite auch immer versteckt, der wurde da auch nicht schöner.

Ich brauche es nicht zu erwarten dass ich irgendwann mal wenigstens ein Paar vereinen kann.  Ich kann es nicht gebrauchen alle einzelnen die gesamte Zeit mit mir rumzuschleppen bis ich dann mal irdendwann einen Socken finde.  Das ist doch total dämlich.

Was ich heute abend machen werde ist alle einzelnen Socken wegzuwerfen: und zwar ALLE ohne Ausnahme.  Total alle.  Und einige von den Paaren auch: ich werde mir die besten Paare aufheben, vor allem diejenigen die ich erst vor kurzem gekauft hatte.  Dann lege ich mir einen Packen oder zwei an mehreren Socken zu – und damit hat sich die Sache.

Dann sind sie alle schön neu, wunderbar gebrauchbar, und vor allem zusammen: kein Rumsuchen mehr das nur in Frustration und Ärger über mich selber auswächst.

Eine gesamte Kommodenschublade die total aufgeräumt ist und NUR neue Sachen drin hat: das fühlt sich wie absoluter Luxus an und das zum Preis von ein paar Multipacks an neuen Socken!  Also das leiste ich mir!  Da tue ich mir was gutes.

Warum bin ich auf so was nicht schon früher gekommen?  Warum geb ich mich so oft mit etwas zufrienden das nervt, nicht mehr schön ist und einfach nicht mehr passt?

Verblüffend.

Ich hasse in alten Gewohnheiten zu versinken und mir dessen zu wenig bewusst zu sein.  Das ist auch die Absicht dieses Blogs: aufmerksamer zu sein und mir bewusst zu werden damit ich ein paar Sachen lösen kann. Mein Lebensumfeld zu verbessern indem ich ein bisschen drüber nachdenke was da so alles unbemerkt abläuft.  Bissel mehr Aufmerksamkeit drauf geben mir was gutes zu tun.

Hurra!

Ich kann’s nicht erwarten nachhause zu kommen und die ollen Dinger loszuwerden.

So, und nu recherchiere ich was die Multipacksocken kosten!

Hollereiderljö...
 
 
*: Und die Socken die ich meine sind alle gekauften, nicht meine selbergemachten - die will ich nicht wegschmeissen.  Von denen hab ich auch alle Paare zusammen und die sind nicht in derselben Schublade.  Das dumme ist nur das ich diese Woche eine Motte in deren Nähe gesehen habe.  Wenn die meine schönen Socken gefressen haben, dann bin ich aber sauer!  (Ich hab noch nicht gekuckt, ich hab zu sehr Schiss davor was ich finden werde)

Friday, 25 April 2014

Minimalistische Garderobe?



Äh, nö, nicht für mich danke.

Vor kurzem habe ich diesen Blog Post gelesen von einer jungen Frau die ihre Klamottenanzahl äusserst gering hält, - eine wirklich sehr minimalistische Garderobe.  Sie hatte geschrieben wie sie es macht ihre Anziehsachen auf nur so sehr wenige Exemplare zu beschränken.  Es war wirklich faszinierened.


Sie schaut ihre Kleidung gegen Ende einer Jahreszeit durch: sie holt alles aus ihrem Schrank heraus (das ist nicht so schwierig, sie hat wirklich wenig Sachen) und prüft dann jedes einzelne Stück ob das auch wieder einen Platz im Schrank erhält, - oder nicht.


Wenn sie etwas für die gesamte Saison nicht getragen hat: weg damit. Wenn es etwas besonderes ist und sie es innerhalb des ganzen letzten Jahres nicht getragen hat: auch weg. Wenn es ein Erbstück ist das nicht weg kann: gut verpacken und im Dachboden verstauen (ich hab aber das Gefühl dass sie da auch nicht viel hat).  Wenn ein Stück Löcher oder Flecken aufweisst die nicht mehr rausgehen: weg.  Wenn etwas kaputt ist das gerichtet werden kann: in den Korb zum flicken. Wenn etwas nicht mehr passt (ausgebeult oder sonst verformt) oder ihr nicht wirklich steht: weg damit.


Wenn es andererseits ein Kleidungsstück ist das sie heiss und innig liebt, das ihr steht und das sie tragen will, - das aber nicht nicht mehr passt oder kaputt ist oder sonst was: dann geht sie los zum Einkaufen um es zu ersetzen.  Aber eben nicht zielloses einkaufen, sondern ganz eine ganz bewusste Suche nach diesem bestimmten Stück.  Irre, was? 

Und das fand ich faszinierend: die bewusste Planung durch die sie zu jedem Stück kam.  Dass alle Sachen ihren Platz in ihrem Schrank und ihrem Leben errungen haben.  Dass es da nichts gab dass nur rumhing und muffige Stimmung verbreitet.  Von daher macht mich diese Vorgehensweise an.  Nur wäre ich nie damit zufrieden nur so an die 15-20 hängende Klamotten und nur 12 zusammengefaltete Sachen zur Verfügung zu haben (das schliesst Unterwäsche nicht mit ein, die hat sie nicht mit fotographiert).  Das fand ich so richtig gut: alles was sie besitzt das passt und steht ihr.  Es ist ganz bestimmt etwas das ihr gefällt (sonst hätte sie nicht ausgerechnet diese bestimmte Klamotte wenn sie doch schon so wenig hat), oder das sie sogar sehr liebt.  Nichts hat Löcher oder peinliche Flecken, sonst wäre es aussortiert: da braucht man sich keine Gedanken machen was machen tragen kann: alles ist in Ordnung und man kann sich schnell eine Klamotte grabschen ohne lange kucken zu müssen.


Das ist eigentlich kein Luxus sondern etwas das einem sehr gut tut: keine Zeit mit langweiligem Kucken und Prüfen und Überlegen verbringen zu müssen.  Da kann man sich per Farbe aussuchen nach was einem grad ist, und bei so wenig Sachen weiss man auch genau was man hat und wie es kombinierbar ist.

Die Autorin trägt alles im ‘Layer-look‘, wie heisst das noch auf deutsch?  Zwiebel-look ist es ja wohl nicht, oder?  Wenn man ein paar Lagen mehr trägt wenn es kalt ist, und etwas ausziehen kann wenn es einem zu warm wird.  Dieses.
 

Was mit dieser Verfahrensweise auch recht gut klappen müsste ist dass sich so langsam über Zeit weg zeigt was an Klamotten einem steht, gefällt und gut tut.  Wenn man Sachen nicht besonders oft trägt dann weiss man oft nicht dass es gar nicht mehr das richtige für einen ist.  Wenn ein Kleidungsstück eins von recht wenigen ist, dann muss es sich seinen Platz verdienen und auch wirklich was taugen. Das macht mich wirklich an dabei.


Was mir nicht so gut gefallen hat, und warum ich denke dass eine minimalistische Garderobe nichts für ist: mir wurde beim Anblick richtig bange zumute: wo sind denn die ganzen Farben? Die Frau hatte nur so drei: ein Hemd war wunderbar hellblau, etwas anderes hatte diese golden grüne Farbe, also schön satt, und alles andere war “Farbe“ neutral – also weiss, grau, bräunlich, beige, dunkel und schwarz.  Sonst hatte sie keine tatsächlichen Farben. Kein violett, blau, rot, rosa, gelb, orange oder andere Grüns. Das wäre mir zu beschränkt, zu einengend.  Wenn mir nach einer anderen Farbe zumute ist dann möchte ich gern nach dem T-Shirt in dieser Farbe greifen.  Schön wäre natürlich wenn ich etwas anderes als ein T-Shirt in farbigen Farben hätte.  Leider sind die meisten meiner Klamotten schwarz.  Auch sehr langweilig.


Das möchte ich ändern.  Ich will mehr Farbe in meinen tragbaren Klamotten, und ich will weniger haben: keine überwältigende Masse an Zeugs das mir über den Kopf gewachsen ist und einfach nur noch Wust darstellt, eine beschwerende Last.

In der Hinsicht war der Blog Post wirklich sehr interessant: es gibt mir ein paar Ideen auf was ich Acht geben kann wenn es darum geht Kleidung auszusortieren bei denen ich mir im Zweifel bin ob ich sie noch will.

Wollen schon, aber brauchen?

Wednesday, 26 March 2014

Stimmt für das beste Online Video! Die sind prima

Ist das nicht herrlich?

Jemand netter den ich kenne hat diesen und noch drei andere Beiträger erstellt. Die vier Videos sind in den Wettbewerb aufgenommen worden und wir können für sie stimmen. Das nennt sich wohl 'Voting' auf Neudeutsch (aha).


Dieses Video über den Alphornbauer hat mir am meisten gefallen. Die Schleckerfrauen waren auch nicht schlecht! Es geht doch nichts darüber sein Leben in die Hand zu nehmen und was damit zu machen.
Kuckt sie an. Stimmt mit am wenn ihr wollt - wählen kann man noch bis 20. April (Ostern).

Hier sind die Power Frauen:

Sunday, 16 March 2014

Die Farben in meiner Garderobe

Zum Thema des letzten Blogbeitrags fällt mir ein dass ich schon darüber geschrieben habe was ich an guten Farben schon in meiner Garderobe habe.

Ich will das nicht alles wiederholen oder übersetzen weil es leider auf englisch ist, der Beitrag hat zuviele Bilder die ich nicht noch mal raufladen will.

Also am besten durchklicken um die Bilder zu bewundern.

Es ist dieser Eintrag hier...

Ich hab schon ein paar schöne Farben?  Herausforderung: was trag ich dazu?


Die "Mood Boards" Auslagemontagen müssen her.




Wednesday, 12 March 2014

Meine Klamotten und was ich mit ihnen will



Wenn ich mir Kleidung zulege, dann kaufe ich was mir gefällt – manchmal nähe oder stricke ich mir auch etwas zum tragen.  Das mache ich vom Bauchgefühl heraus: was mich auch immer anspricht.  Das ist es was mir an meiner Vorgehensweise gefällt und gut tut. 

Was mir daran nicht wirklich passt und nicht gut tut, ist dass ich mir Klamotten einhandle die sich in ihrer Gesamtheit irgendwie so zusammen gewürfelt anfühlen.  Da hat nichts so wirklich Hand und Fuss, es ist alles so recht zufällig und unüberlegt.  Einiges passt zu nichts anderem, anderes trage ich ständig aber vieles nimmt einfach nur Platz im Schrank weg ohne sich den zu verdienen.  Ich hab es satt.  Das passt mir einfach nicht mehr.

Ich möchte meine Garderobe etwas mehr planen - ohne die Spantanität zu verlieren.  Ich denke dass ich beides auch ganz gut miteinander vereinen kann. 

Es macht auch Spass mir zu überlegen was ich gerne hätte dass dann gut zu meinem anderen Gewand passt, eine Ergänzung, ein gute Zufügung.   Das würde mir wirklich in den Plan passen, das gefällt mir. 

Dann fängt’s an interessant zu werden: was möchte ich denn gerne?  Weiss ich das überhaupt? 

Es ist wirklich ulkig, aber da bin ich mir gar nicht so sicher. 

Was steht mir denn?  Es gibt vieles das nicht super doll an mir aussieht, und diese Stil Klamotten trage ich dann auch sehr wenig.  Ist ja klar.  Nur war es mir nicht klar dass sie mir nicht super-duper stehen würden als ich sie mir zugelegt habe.  Da ist ein Plan eine wirklich gute Sache: ein paar Regeln die es einfacher machen zu entscheiden ob es sich lohnt etwas zu kaufen (oder sogar zu nähen!) oder eben nicht.  Da fühl ich mich dann auch im Hirn und im Bauch nicht so furchtbar hin- und hergerissen weil ich dann weiss warum mir etwas gut tut, und warum nicht.

Wenn ich nur so loslege dann kann das daneben gehen.  Und das ist besonders schade wenn ich mir sogar die Mühe mache etwas zu schneidern – wenn es dann nicht wirklich das richtige ist (Farbe, Schnitt, Stil, sonst was) dann macht meine Stimmung Flaute, und ich wusste nicht mal genau warum eigentlich.  Das ist eine Wohltat mir das mal klar zu machen – ich hab wirklich das Gefühl dass sich das lohnt.

So, was hätte ich den nun gerne? 

Der andere Gesichtspunkt der da sehr mit reinspielt ist die massige Anzahl an Stoffen und Wolle die ich mir gesammelt habe über die letzte paar Jahre.  Ich spüre den Drang diesen Vorrat so weit es möglich ist aufzubrauchen: in dem ich nähe und stricke.  Was aber wenn es Materalien sind in denen ich gar nichts haben will? 

Es ist eindeutig: der Plan muss her sonst wird das weiterhin ganz schön unzufriedenstellend.  Und wie. 

Am besten ist es mir zu überlegen welche bestimmten Klamotten mir gut gefallen, gut stehen und die eine super Basis für die geplante Garderobe bilden.  Und mit Garderobe meine ich nicht den Schrank sondern die Ausstattung an Anziehsachen die den Kern bilden werden auf die ich weitere Klamotten beziehen kann – so eine Kerngarderobe an Sachen die ich wirklich mag und die ich ergänzen kann. 

Zuletzt hatte ich mir einen schön kräftig pinkfarbenen Mini Rock genäht.  In einem Schottenkaro bei dem mir die Farbe so gut gefällt und dass es ein Muster ist.  Ich hab auch die Seitennähte gut gemacht: die Karos laufen fast zusammen (die zweite Seitennaht lief schon viel besser als die erste!). Er ist ein kleines bisserl kurz herausgekommen, so 2-3 cm kürzer als ich wollte, aber ich kann ihn trotzdem anziehen.  Da zeig ich halt mal ein bisschen mehr Bein, die sind nicht schlecht, die kann ich schon herzeigen. 

Ich kann schwarz dazu anziehen, und grau. Weiss auch. Ein mittleres Blau ist okay, grün ginge auch. Andere Schattierungen rosa und pink (ich meine eigentlich wie hell oder dunkel die Farbe ist, nicht den ton selber) die gingen auch.  Ach und violett!

Ich kann meine Sachen durchforsten um zu schauen was zu diesem Rock passt. 

Ich habe einige Sachen die schwarz sind.  Andere neutrale Farben auch.  Die wirkliche Herausforderung wird darin liegen farbige Farben zu finden und zu wissen zu welchen bestimmten Klamotten ich sie tragen können werde.

Vielleicht muss ich mir eine Liste mit Fotos machen?  Im Computer am besten.  Vielleicht als ‘mood board‘?  Ich meine eine bildliche Darstellung in der alles mögliche zu sehen ist.

 

Das ist ne Idee...

 

 

Thursday, 6 March 2014

Oh kuckt mal: Getty Images!

Oh, kuckt mal: man darf nun Getty Images umsonst in Blogs und bei Social Media benützen, wie das hier:


Es gibt bei Getty Images Bilder die das "Embed" Symbol tragen, das schaut so aus: </> und über das kann man dann eben wie hier wunderschöne Bilder zeigen die dann auch den Names des Fotographen tragen und die Möglichkeit dass man durchklicken kann um das Foto von Getty Images zu kaufen.

Super.

Das ist prima.

Was mir noch gut gefallen würde wäre wenn man die Bilder dann auch etwas kleiner zeigen könnte.  Aber nu ja, ich will nicht meckern.  Besonders gross ist dann eben besonders schön.

Hurra.

Friday, 21 February 2014

Da muss was her!

Ich wollte diesen Blog Post schon als 'Da muss was weg!' betiteln, aber das ist mir zu negativ.  Das was her muss ist Harmonie und die Abwesenheit von Gerümpel.

Ich hab es ja sowas von satt dieses ganze 'Zeugs' im Weg liegen und stehen zu haben - es reicht!



Es war grad am Mittwoch, den 19. dass ich so darüber nachgedacht hatte was mich im Moment am meisten beschäftigt.  Und das ist 'das Aufräumen'.

Das klingt nach nicht sehr viel und nichts weltbewegendem, aber für mich ist es sehr wichtig.  Das ist das was jetzt grad dran kommt, dran ist, und das ich einfach hinkriegen will.

Muss, auch!

Auf Englisch nennt sich diese Sache die man als Gerümpel, Zeugs, Sachen, das kunterbunt herumliegende Allerlei nennen kann: 'Clutter'.  Und wenn was cluttert dann ist das dieses vollmüllen des Lebensraums - lauter Gegenstände von denen man mal dachte dass man sie haben will, und die inzwischen zu einem Hindernis geworden sind der verhindert dass man seinen Wohnbereich geniesen kann.

Ich denk da schon sehr lange drüber nach - und vor allem rede ich immer wieder wie absolut besessen davon dass ich so wahnsinnig gerne aufräumen will (vermutlich eher: alles aufgeräumt haben will) und wie ich das bewerkstelligen kann.

Bis jetzt scheint es nämlich damit absolut nicht zu klappen.  Was Ursache totalen Ärgers für mich ist. 

Warum kann ich das nicht?  Oder eher: warum räume ich nicht mehr auf und halte es dann aufgeräumt?  Ist mir das zu steril wenn alles schön an seinem Platz ist?  Ist das das Problem?


Ich hab neulich was entdeckt - das macht mich sehr happy.

Ich habe bemerkt dass ich mein Badezimmerregal (auf dem viele meiner Badezimmersachen stehen) so gut entrümpelt habe dass dort kein Gegenstand mehr ist den ich nicht benütze. Glaube ich jedenfalls mal.  Hundert pro bin ich noch nicht überzeugt weil ich immerhin vor kurzem ein Stück alter Seife gefunden habe die ich wirklich nicht mehr nehme und auch schon lang nicht mehr benützt habe.  Die passt da also nicht rein.  Es könnte schon sein dass da unbemerkt noch so 1-2 Sachen rumlauern... Unbedingt bald nachkucken!

Was mich daran so gut stimmt: es tut ja so wahnsinning, tierisch gut zu sehen und wissen und zu merken dass da kein Gerümpel in dem Bereich mehr rumlungert und mir das Leben schwer macht!  Da ist alles okay!  Alles ist an seinem Platz, ich gebrauche alles, und ich weiss dass ich mich erstmal nicht drum kümmern brauche ob da irgendwas ist bei dem ich mir den Kopf zerbrechen muss ob ich's mir erlauben kann es aufzuheben, oder ob es doch weg kann.  So eine Wohltat!

Ist das vielleicht herrlich.

Und so will ich es im Rest meines Bereiches auch haben.  Meine Strategie ist es dieses Prinzip des Badezimmerregals auf einen anderen Bereich anzuwenden.  Es muss auch gar kein riesig grosser Bereich sein, ich will da ganz bescheiden weitermachen und mich dann über Erfolge freuen können.  Ich brauch echt nicht auf das Grosse schielen und mich niedermachen solange ich noch nicht alles erledigt habe.

Das hört vermutlich nie auf, weil da immer wieder was dazu kommt.

Ist es das vielleicht was mich da so abhält?  Dass es sich als endlos und undankbar anfühlt?  So als ob da nie was endgültiges draus wird, dass es immer nur zeitweilig bleiben wird?  Ist das das Problem - nervt mich das schon so an dass ich's nicht mal anfange um zu sehen wie weit ich komme?

Hm, das stimmt nun auch wieder nicht so ganz.  Anfangen tue ich immer wieder.  Und es freut mich auch dass ich immer wieder mal anpacke und was wegräume.

Es tut mir auch sehr gut dass ich nicht nur mit einem kleinen Teil in der Gegend rumrenne um es wegzulegen, und dann erst ein Zweites finde dass ich da auch hätte hinbringen können - die meiste Zeit gehe ich da schon eher effizienter vor.  Nicht zu viel kopfloses Rumrennen.

Aber dass ich mir meinen Lebensraum auch immer wieder so schnell vollstelle!  Das ist schon total frustrierend.

Ich glaube ich benütze meinen Bereich nicht so gut und effektiv wie ich das gerne tun möchte.

Ich stopfe die Plätze voll an denen man etwas aufbewahren kann (Regale, unterm Bett, Möbel) und rage dann in den Bereich rein den ich eigentlich aktiv benützen möchte anstelle dort den Rest des Zeugs aufzubewahren (der ja dann eindeutig zu viel ist).  Eine ganzer Stapel Kartons sollte aber eigentlich ins Regal - nur ist das leider schon voll.

Ich kuck auch immer wieder ob ich Bücher wegtun kann.  Ich bin schon so viele Videos losgeworden - voran geht was, aber halt absolut nicht genug.

Es hift auch nichts dass sich meine Leidenschaften immer wieder ändern: wenn ich sehr viel von einer Sache gesammelt habe (z.B. Strickwolle), dann schwenke ich auf einmal auf nähen und viel zu viele Stoffe um.  Herrje.  So was blödes.

Ich hab noch ein praktisches Problem bemerkt: ich habe viele meiner Handarbeitssachen in zu kleinen Kartons die dann unglaublich unordentlich aussehen weil sie nicht einheitlich genug sind, und ihre aufgestapelte Anhäufung ist total kunterbunt. Kein schöner gesamtheitlicher Eindruck.

Sobald ich diese Sachen in die neue Nähkommode einräumen kann, bekomme ich erstens Platz und ich weiss dann auch was ich habe.  Sieben mal elastischen schwarzen Faden brauche ich nicht, da kann ich was davon loswerden.  Und das braucht dann alles so viel Zeit!

Ich bin schon ein paar alte Näh- und Strickzeitschriften losgeworden, unzählige Knäule Wolle, Stoffe die ich nicht benützen werde, usw usf.  Ich hab sehr viel an alten Klamotten aussortiert, und Schnickschnack auch.  Diese beiden Sachen sind die einfachsten.

Am schwersten fällt es mir mich von Sachen zu trennen die ich aufhebe einfach weil sie mir gehören, das ist tierisch schwierig.

Bald mehr!