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Tuesday, 18 December 2018

Rausschieben

Rausschieben, tschja, das mache ich viel.  Wieso mache ich das?



Ich möchte gerne ein Oberteil nähen das mir wirklich gut passt - ein "Template Top", also eine 'Schablone' die ich dann dann immer wieder benützen kann. Das bedeutet den einmaligen Einsatz am Mühe, Arbeit und Zeit um dann Dutzende an Schnitten davon ableiten zu können.

Die Kunst am Nähen ist dass man aus einem zweidimensionalen Stoff mit entsprechenden Abnähern in eine dreidimensionales Dimensionen abändert. Und bei meinen individuellen Körpermaßen ist das keine leichte Sache. Es ist also leider mit viel Frustration verbunden.

Ich hab mehrere Versionen genäht die immer besser werden sollten. Dummerweise hatte ich zwischen den zwei letzten nicht genug geändern und ausversehen nochmal fast dasselbe genäht. Der Grund war dass ich dazwischen zuviel Zeit verfliessen lassen hatte und nicht mehr wusste welche Änderungen schon in der letzte Version eingebaut waren. Deswegen wurde es fast die gleiche.

Ein anderes Oberteil, nicht das Template Top

Danach ging mir dann total die Puste aus um weitere als diese fünf Varianten zu nähen. Jetzt ist es so an die 4-5 Jahre später und ich habe meinen Wunsch immer noch nicht erfüllt obwohl ich einiges mehr genäht hatte.  Ich gebe viel zu schnell wieder auf.  Bis zum nächsten Mal weiss ich nichts mehr und fange deswegen von vorne an.  Immer wieder dasselbe Spiel. Das geht mir unwahrscheinlich auf die Nerven.

Warum schiebe ich Sachen raus?  Warum lass ich mich so leicht von Schwierigkeiten entmutigen? Hab ich Angst vor Versagen (was es ja soweit schon ist)?  Ist es das?

Wäre ein Versagen wirklich so schrecklich?  Nein.

Ich kann sehr gut damit leben etwas nicht hinzubekommen. Das ist es also nicht denke ich. Und "versagen" kann ich es ja auch nennen was bis jetzt noch nicht geklappt hat mit diesem Teil: ich hab viel gelernt.  Ist es vielleicht einfacher mir zu sagen dass ich nicht wieder "dazu gekommen bin" statt dass ich's nicht hin bekommen habe?  Vermutlich.

Es ist ganz schön entmutigend mein Template Top nicht weiter voran gebracht zu haben.  Ich könnte Strategien entwickeln die es mir ermöglichen beim nächsten Mal zu wissen wie weit ich kam: ich könnte es mir aufschreiben.  Genug Notizbücher hab ich ja, die wären super geeignet. Ich hatte auch schon mal eins von Mama geschenkt angefangen - so als Quelle an Inspiration über Projekte die mir vorschweben. Eine der Blusen hatte ich dort schon beschrieben, das kann ich gut in 'Progress Reports' umwandeln.

Eine hiflreiche Strategie hatte ich schon entwickelt und benütze sie immer wieder: Sachen in Winzlingsschrittchen zu machen. Es ist erstaunlich wie sehr es hilft die Schere schon mal auf den Stoff zu legen den ich dann später ausschneiden will. Der Anblick des Teils macht es wirklich leichter sie dann auch in die Hand zu nehmen.


Ein anderer Gedanke: ich muss aktiv Sachen machen wenn ich was lernen will.  Ob ich nun "versage" und etwas nicht hinkriege oder ob was gut läuft, das ist egal. Ich kann nur davon lernen was ich mache.

Wenn ich nachdenke dann kann ich auf Möglichkeiten kommen die ich ausprobieren kann, aber ich lerne dabei noch nicht ob's dann auch funktioniert. Ich kann wirklich nur lernen ob etwas funktioniert wenn ich es mache. Die Logik ist unausweichlich.

Wie sehr habe ich Angst davor etwas zu lernen?  Keine.  Ich freue mich zu lernen. Das ist es also auch nicht.

Ich warte oft auf den Impuls aufzustehen und etwas praktisch zu machen. Wenn ich etwas ohne diesen Impuls mache dann fällt es mir einiges schwerer. Also bin ich nicht gut in Sachen Selbstdisziplin. Nicht gut darin meine Neigung meiner Absicht unterzujochen.

Darüber muss ich noch mal ein bisschen mehr nachdenken.

PS: Von 2D zu 3D ist nicht einfach - vielleicht geht es ja 'einfach' nur um Geduld?  Und wenn ich Winzlingsschritte plane, dann ist da auch klarerwiese einfacher Geduld für ein bisschen aufzubringen. Vielleicht ist das die Erkenntnis die ich suche?

Tuesday, 3 January 2017

Alte Last abwerfen




Heute habe ich einen ganzen Stoss Bedienungsanleitungen gefunden für Geräte die ich gar nicht mehr besitze (also echt, so was!).  Ich hab sie ausserdem auch nur gefunden weil sie in einer Plastikhülle waren die kaputt ging als ich sie heute anfasste.  Sonst wäre ich noch nicht darauf gekommen was alles in der Hülle war.  Ich sah eine Anleitung für eine Nähmaschine die ich noch brauche, ich hatte keine Ahnung mehr was sonst noch drin war.

Diese Anleitungen waren auch recht schwer: es tut ja so gut etwas loszuwerden das man nicht mehr braucht bei dem man auch noch das Gefühl haben kann einiges an Gewicht loszuwerden.  Ich spüre dass es Platz schafft und dass ich weniger rumschleppen werden muss beim nächsten Umzug.

Natürlich war ich sehr überrascht dass ich diesen Stoss unnützen Papier nicht schon viel früher losgeworden bin.  Das prägt sich mir noch mehr ein weil ich heute auch etwas mehr durch einen Küchenschrank geschaut habe in dem hauptsächlich Lebensmittel sind.

Ich hatte vor zwei Wochen schon einige Gewürze weggeworfen die abgelaufen waren - das hat sich super gut angefült: altes zum Ende des Jahres (also letzten Jahres) loszuwerden.  Da will ich weitermachen.

Ich habe ein paar Sachen gefunden die in 2015 und 2014 abgelaufen waren - also weg damit.

Ich denke über beides nach und mir fällt ein: warum schaue ich eigentlich nicht öfter in die Ecken die ich übersehen habe?  Mache ich das mit Absicht oder ist es nur alte Gewohnheit die bequem ist?

Und gibt es eine Entsprechung zu meinem inneren Leben?  Hmm, könnte ich es eventuell sogar andersrum aufbauen: kann ich meine Bereitschaft meine inneren dunklen Ecken anzuschauen und zu untersuchen vielleicht auf mein Umgehen mit meiner äusseren Umwelt anwenden?

Das wäre eine gute Strategie. Das wär sogar super gut.  Ich möchte gern das Gefühl haben Kontrolle über meine Aussenwelt zu erlangen.  Mann, wird sich das total genial anfühlen wenn ich weiss wo meine Sachen sind!  Wenn ich meine Unterlagen und alles Papierzeug durchgeschaut habe, sortiert und eingescannt oder abgelegt. Oh ja, bitte!  Super duper.

Und für den Moment jetzt bin ich auf jeden Fall froh dass ich diese Hülle losgeworden bin: sie ist doch glatt von allein auseinander gefallen!  Ich hab weiterhin die fitzelkleinen Teile davon gefunden, sehr nervig.  Und die Gewürze, Lebensmittel und Anleitungen bin ich auch los!!  Man muss feiern was erfolgreich war.  Juhu!

Was kann ich denn noch weiter loswerden?  Das macht Spass!

Friday, 16 December 2016

Zeit im Griff



Ich hatte früher oft Schwierigkeiten pünktlich zu sein. Ob zum Freunde treffen (was wirklich schönes auf das ich mich freue) oder um rechtzeitig in der Arbeit zu sein (oft nicht sehr mit Freude verbunden).

Ich hab auch immer wieder verschlafen und fand meine Unzuverlässlichkeit wirklich grausig.  Ich musste mir eingestehen dass ich deswegen oft spät zum Arbeitstagsanfang war weil ich eine Riesenresentiment geschoben hatte weil ich dort sein muss und es nicht eingesehen habe Zeit vorher damit zu verschwenden "zu früh" dran zu sein.

Den richtigen oder noch schlimmer sogar: den perfekten Zeitpunkt erwischen zu wollen ist aber ganz schön schwierig und unwahrscheinlich stressig. Das hab ich mir inzwischen abgeschminkt. Lieber etwas früher dran sein und sich keinen Stress machen müssen. Das ist mir viel mehr wert.

Eine gute Arbeit / Freizeit Balance zu haben ist mir sehr wichtig, das ist das grössere, übergeordnete Ziel. Zuviel arbeiten dankt mir niemand und meine eigene Zeit ist mir wichtig.

Aber warum war ich auch oft spät dran wenn ich mich mit Freunden treffe? Das ist ein Riesenwiderspruch. Ich hatte für lange Zeit nicht verstanden dass ich einfach kein gutes Gefühl entwickelt hatte Zeit gut einschätzen zu können.

Das Zeitalter der Telefone die Erinnerungen piepsen lassen, ist mir absolut willkommen!  Das ist eine grosse Hilfe.

Dann benütze ich auch gerne die Internetseiten die einem sagen wie lange man von Punkt A bis Punkt B braucht. Das konnte ich auch nie gut einschätzen. Diese Info schätze ich auch sehr.

Dann schau ich mir auch oft Google Street View an bevor ich wo hinfahre wo ich noch nie vorher war: er ist sehr hilfreich zu wissen wie das Gebäude und dessen Umgebung aussieht bevor man hinfährt.

Was hab ich aber früher auch viel Zeit vergeudet mit Sachen die ich entweder nicht in Betracht gezogen hatte (wie ein Haus erkennen können) oder Strecken und öffentliche Transport Zeiten zu unterschätzen. Das geht heute viel leichter.

Mir ist im letzten Jahr zweimal was peinliches passiert: einmal habe ich es total verpasst mich mit einer Freundin zu treffen weil mein Telefon eine falsche Zeit auf dem gesperrtem Bildschirm zeigte, während the Systemzeit die winzig klein in der oberen rechten Ecke ist schon die richtige Zeit zeigte, ich war aber bis dahin nicht draufgekommen dass diese zwei Zeiten nicht immer gleich sind. Sobald ich mein Telefon 'aufwecke' und den Sperrbildschirm wemache, dann ist die grossangezeigte Zeit in der Mitte des Bildschirms richtig. Aber davor nicht. Guter Gott, ich hatte keine Ahnung.

Und dann hab ich mich noch mit einer Freundin getroffen bevor ich einen Arzttermin hatte. Ich wusste genau wann ich von dort losmusste damit ich rechtzeitig zur Praxis komme. Was hab ich geschafft zu machen? Ich hab doch glatt die Zeit auf meinem Telefon falsch abgelesen: statt zu sehen dass es zehr vor zwei Uhr war, dachte ich es sei eine Stunde später. Ich muss irgendwie diese Zahl falsch interpretiert haben.

Mit dem Ergebnis dass ich voller Panik losgesaust bin, auch gottseidank gut durchkam (wenn es wirklich schon eine Stunde später gewesen wäre dann wäre ich zu spät dran gewesen wenn ich denselben Weg wie auf dem Hinweg genommen hätte. Mit zweimal umsteigen auf einer anderen Strecke ging es dann schneller) - und ich stand in der Arztpraxis und wollte auf deren elektronischem Monitor einschecken und hab absolut nicht kappiert warum mir das System sagte dass ich eine 'frühe Ankunft' sei und erst 30 Minuten vor meinem Termin einchecken kann, und nicht jetzt schon.

Das hat mich so sehr verwirrt dass ich erstmal aufs Klo bin (ich hatte ja noch ein paar Minuten Zeit, dachte ich) und es dann wieder versucht hatte. Mit dem gleichen Ergebnis!  Was stand ich da dort als ob mir jemand aufs Hirn gehauen hätte. Ich hab das einfach nicht verstanden.

Dann hab ich auf die Uhr in der Arztpraxis geschaut und DANN erst gemerkt dass es eine Stunde früher war als ich dachte. Und das alles obwohl ich die Zeit auf meiner Uhr (also meinem Telefon) sehen konnte aber weiterhin falsch interpretiert hatte!

Ich war ganz schön sauer auf mich dass ich mich selber um eine Stunde mit meiner guten Freundin gebracht habe. Ich werde mich besser nicht wieder vor einem Arzttermin mit jemandem treffen, ausser es ist in der Nähe, dann panicke ich nicht so leicht.

Also so was.

Fazit: ich finde es schwierig Zeit einzuschätzen und kann meine Hilfemittel gut gebrauchen. Dann muss ich mich noch hüten vor Fehlern - manche kann ich vermeiden sobald ich weiss wie sie passieren, andere kann ich nur verhindern wenn ich jemanden bitte mir zu helfen: ich hätte meiner Freundin klipp und klar sagen sollen um welche Uhrzeit ich los muss damit sie mich bremsen kann wenn ich auf einmal alles durcheinander werfe und mich um eine Stunde verschätze. Ich hoffe sie hat es mir verziehen.

Eins weiss ich: ich will nicht diejenige sein die immer wieder zu spät kommt (oder zu früh geht!) - ich will gerne verlässlich sein. Mein Benehmen kann ich verändern, grad wenn ich gut übe, aber meine Persönlichkeit und Temperament nicht. Es ist eine gute Sache den Unterschied zwischen beiden erkennen zu können.

Thursday, 29 September 2016

Less is More

Ich muss mich immer wieder daran erinnern dass Weniger mehr ist als Mehr. Dass Weniger wesentlich besser ist als wahllos Mehr.

Vor allem beim schreiben: wenn ich mir die Mühe geben kann mir meine Worte so zu überlegen und so zu wählen dass ich meine Gedanken in weniger Worten ausdrücken kann, dann ist das gut für meine Leser und Zuhörer, und es ist auch besser für mich.

Es ist zwar Arbeit meine Worte zu reduzieren und meinen Wortschwall bearbeiten zu müssen, aber das dient auch dazu mir mehr klar zu werden um was es mir geht. Was mir an diesem Thema wichtig ist.

Ich komme mehr ins Reine wenn ich mich mit weniger Ausschmückungen ausdrücken konnte: ich erreiche mehr Klarheit, Erhellung und zum Teil auch mehr Gedankenanstösse die mich auf Neues oder in eine andere Richtung bringen.

In meiner Umgebung ist weniger ja auch so sehr viel mehr: wenn ich in Harmonie leben kann weil es aufgeräumt und ausgewogen aussieht, dann tut mir das so sehr gut.

Ich möchte auch gerne meine Art in Gedankenschwälle auszubrechen bearbeiten damit mein Hirn sich auch mehr aufgeräumt und damit ausgewogen anfühlt: wie im Äusseren so auch im Inneren.

Ich sollte mir das als Schild malen und es an die Wand hängen:

Less is More.


~ ~ ~

Carpe diem.

Monday, 6 October 2014

Weitere Überlegungen

Wie geht das eigentlich uns zu bessern mit etwas das wir früher nicht konnten?



Ich überlege immer noch warum mir das Aufräumen so schwer fällt und das wird noch ne ganze Weile so weitergehen: an was liegt es?  Vielleicht bin ich ja nur furchtbar faul und will nicht aufräumen?  Das könnte schon sein.
Der Punkt der diese Überlegung aufhellen könnte ist dass es für mich früher z.B. wahnsinnig schwierig war pünktlich zu sein.  Ich kam nie früh genug an und hab mich ständig über mich selber geärgert.  Und andere damit geärgert.

Das ist heute viel besser.  Eine Freundin fragte mich neulich was sich für mich geändert hat seit ich das besser hinbekomme (!) Das ist eine interessante Frage!  Da wäre ich nie drauf gekommen mich das zu fragen.
Da gibt es mehrere Punkte: ich will nicht immer wieder die Leute enttäuschen die sich mit mir treffen wollen – das fühlt sich gar nicht gut an als der Mensch gesehen zu werden der einfach nicht zuverlässlig ist.  Ich hab mich von mir selber enttäuscht gefühlt und das sass mir im Nacken.  Scheussliches Gefühl.

Und dann hab ich herausgefunden dass ich versucht hatte zu dem “perfekten“ Zeitpunkt loszugehen.  Damit ich nicht zu früh da stehe und mir die Beine in den Bauch stehe.  Das hat sich angefühlt als ob es vergeudete Zeit war.  Grad wenn es drum ging rechtzeitig in der Arbeit sein zu müssen.  Den Druck mochte ich gar nicht.  Das mir aber das zu spät kommen noch mehr auf dem Magen lag, das hab ich irgendwie nicht auf die Reihe gekriegt.  Viel angenehmer etwas Zeit zu haben zum verschnaufen, einen Kaffe machen, oder sogar als ich mal ewig zu früh dran war (so an die 20 Minuten), da hab ich mich einfach hingesetzt und gestrickt.  Das hat Spass gemacht!

Aber zu diesem vemeindlichen “perfekten“ Zeitpunkt los zu wollen, das war eine viel zu hohe Erwartung.  Heute hab ich da noch einen Grund weniger: sobald ich irgendwo etwas Zeit habe, da kucke ich mir irre gerne meinen Twitterfeed an.  Problem gelöst!


Das Aufräumen läuft da auf anderen Schienen.  Es ist schon sehr entmutigend wenn sich das als diese Herkulesarbeit anfühlt: man fühlt sich als würde man ständig aufräumen und wird damit nie fertig.  Es ist nie fertig aufgeräumt.  Da ist immer und immer wieder mehr zu tun!  Es fühlt sich endlos und undankbar an.

Vielleicht liegt die Lösung in einer guten Strategie die ich anwenden kann damit ich dieser Hoffnungslosigkeit nicht mehr so arg ausgesetzt bin?  Vielleicht gelingt es mir ja weniger Unordnung zu kreiieren?  Meistens ist es so dass ein paar Handgriffe später alles schon wieder total durcheinander ist und wieder die tierische Anstrengung erfordert schon wieder aufräumen zu müssen.  Das hab ich ja so was von satt.  Nervig.

Ich habe es mir mit manchen Sachen angewohnt die Strategie von “Echtzeit“ anzuwenden: wenn man schon mal was macht (etwas weglegen) dann soll es auch zählen.  Wenn ich also meine Schere weglege dann lege ich sie sehr oft dahin wo sie hingehört.  Ausser ich weiss ich brauch sie gleich noch mal.  Aber sonst ist sie weggelegt.  Das tut gut.

Ein Gegenstand ist nur dann aufgeräumt wenn er an seinem richtigen Platz ist.  Dafür muss ich entschieden haben was der richtige Platz ist.  Manche Sachen wandern von einem Ort zum anderen und ich wundere mich warum: ich hatte aber nie entschieden wo das Teil "leben" sollte. Natürlich war's dann nirgendwo an seinem richtigen Platz. Ist ja logisch.

Eine weitere gute Strategie scheint mir zu sein weniger Sachen zu haben die sich gegenseitig im Weg umgehen können. Ist ja auch weniger zum wieder aufräumen.  Dann sollte dann alles was ich behalte einen wirklich wichtigen Zweck haben und eine geschätzte Funktion erfüllen.  Da geht's also schon wieder darum mir was zu überlegen und bewusster mit diesen Objekten umzugehen.  Sehr interessant.


Ich möchte sehr gern eine Strategie anwenden zum entrümpeln: "Ein Teil rein? Dann auch ein Teil raus". Wenn ich mir was neues zulege dann muss ich etwas anderes loswerden.
Ich brauche ein bisschen mehr Stauraum (unterm Bett und als Stapel an Kartons) aber ich muss ganz arg aufpassen dass ich diese Behälter nicht einfach vollmache weil ich sie habe.  Da muss dann jedes einzelne Teil den Test der Notwendigkeit bestehen. Nicht nur dass es was taugt sondern dass es zwingend notewendig ist - das ist die Frage.

Ich hab das Gefühl dass ich mir vieles zugelegt habe weil ich konnte. Weil ich es als Bereicherung gesehen habe die ich nicht missen will.  Als ob ich mein Happiness damit messe wieviel ich mir leisten kann.  Das ist absoluter Schmarren! So denke ich sonst nicht, also warum dann mit Besitztümern?
Und da ist es mir dann aufgefallen: als ich beim Umziehen alles mögliche losgeworden bin - das hat sich so angefühlt als würde ich einen Teil von mir selber (so als ob etwas ein Stück meines Körpers wäre) von mir abreissen und verschmähen. Also so was!

Da betrachte ich meine Besitztümer als die Summe dessen was ich auf dieser Erde mein eigen nennen kann. Da hab ich mich dann doch recht nahe am Wasser gebaut gefühlt - ich fing schier zum heulen an.  Gottseidank hat's nicht lange gedauert und dann hab ich mich wieder beruhigt.  Wie oft geht es mir so dass ich etwas tatsächlich vermisse nachdem ich es wegschmeisse? Kaum jemals (ein Kleid hätte ich gerne wieder, aber es ist wirklich nur eins!) - und noch wichtiger: an wieviele Sachen kann ich mich erinnern die ich losgeworden bin?

Hah! An kaum was. Und wenn dann aus dem Grund weil mich dieses Teil furchtbar geärgert hat - aber ganz bestimmt nicht weil ich es vermissen würde.  Also bin ich doch ganz gut zu unterscheiden ob was aus meinem Leben verschwinden kann.  Da sollte ich ein bisschen mehr Vertrauen in die Fähigkeit haben!


Ich bin ja mal gespannt ob mir noch mehr zu diesem Thema einfällt.
 
 

Friday, 21 February 2014

Da muss was her!

Ich wollte diesen Blog Post schon als 'Da muss was weg!' betiteln, aber das ist mir zu negativ.  Das was her muss ist Harmonie und die Abwesenheit von Gerümpel.

Ich hab es ja sowas von satt dieses ganze 'Zeugs' im Weg liegen und stehen zu haben - es reicht!



Es war grad am Mittwoch, den 19. dass ich so darüber nachgedacht hatte was mich im Moment am meisten beschäftigt.  Und das ist 'das Aufräumen'.

Das klingt nach nicht sehr viel und nichts weltbewegendem, aber für mich ist es sehr wichtig.  Das ist das was jetzt grad dran kommt, dran ist, und das ich einfach hinkriegen will.

Muss, auch!

Auf Englisch nennt sich diese Sache die man als Gerümpel, Zeugs, Sachen, das kunterbunt herumliegende Allerlei nennen kann: 'Clutter'.  Und wenn was cluttert dann ist das dieses vollmüllen des Lebensraums - lauter Gegenstände von denen man mal dachte dass man sie haben will, und die inzwischen zu einem Hindernis geworden sind der verhindert dass man seinen Wohnbereich geniesen kann.

Ich denk da schon sehr lange drüber nach - und vor allem rede ich immer wieder wie absolut besessen davon dass ich so wahnsinnig gerne aufräumen will (vermutlich eher: alles aufgeräumt haben will) und wie ich das bewerkstelligen kann.

Bis jetzt scheint es nämlich damit absolut nicht zu klappen.  Was Ursache totalen Ärgers für mich ist. 

Warum kann ich das nicht?  Oder eher: warum räume ich nicht mehr auf und halte es dann aufgeräumt?  Ist mir das zu steril wenn alles schön an seinem Platz ist?  Ist das das Problem?


Ich hab neulich was entdeckt - das macht mich sehr happy.

Ich habe bemerkt dass ich mein Badezimmerregal (auf dem viele meiner Badezimmersachen stehen) so gut entrümpelt habe dass dort kein Gegenstand mehr ist den ich nicht benütze. Glaube ich jedenfalls mal.  Hundert pro bin ich noch nicht überzeugt weil ich immerhin vor kurzem ein Stück alter Seife gefunden habe die ich wirklich nicht mehr nehme und auch schon lang nicht mehr benützt habe.  Die passt da also nicht rein.  Es könnte schon sein dass da unbemerkt noch so 1-2 Sachen rumlauern... Unbedingt bald nachkucken!

Was mich daran so gut stimmt: es tut ja so wahnsinning, tierisch gut zu sehen und wissen und zu merken dass da kein Gerümpel in dem Bereich mehr rumlungert und mir das Leben schwer macht!  Da ist alles okay!  Alles ist an seinem Platz, ich gebrauche alles, und ich weiss dass ich mich erstmal nicht drum kümmern brauche ob da irgendwas ist bei dem ich mir den Kopf zerbrechen muss ob ich's mir erlauben kann es aufzuheben, oder ob es doch weg kann.  So eine Wohltat!

Ist das vielleicht herrlich.

Und so will ich es im Rest meines Bereiches auch haben.  Meine Strategie ist es dieses Prinzip des Badezimmerregals auf einen anderen Bereich anzuwenden.  Es muss auch gar kein riesig grosser Bereich sein, ich will da ganz bescheiden weitermachen und mich dann über Erfolge freuen können.  Ich brauch echt nicht auf das Grosse schielen und mich niedermachen solange ich noch nicht alles erledigt habe.

Das hört vermutlich nie auf, weil da immer wieder was dazu kommt.

Ist es das vielleicht was mich da so abhält?  Dass es sich als endlos und undankbar anfühlt?  So als ob da nie was endgültiges draus wird, dass es immer nur zeitweilig bleiben wird?  Ist das das Problem - nervt mich das schon so an dass ich's nicht mal anfange um zu sehen wie weit ich komme?

Hm, das stimmt nun auch wieder nicht so ganz.  Anfangen tue ich immer wieder.  Und es freut mich auch dass ich immer wieder mal anpacke und was wegräume.

Es tut mir auch sehr gut dass ich nicht nur mit einem kleinen Teil in der Gegend rumrenne um es wegzulegen, und dann erst ein Zweites finde dass ich da auch hätte hinbringen können - die meiste Zeit gehe ich da schon eher effizienter vor.  Nicht zu viel kopfloses Rumrennen.

Aber dass ich mir meinen Lebensraum auch immer wieder so schnell vollstelle!  Das ist schon total frustrierend.

Ich glaube ich benütze meinen Bereich nicht so gut und effektiv wie ich das gerne tun möchte.

Ich stopfe die Plätze voll an denen man etwas aufbewahren kann (Regale, unterm Bett, Möbel) und rage dann in den Bereich rein den ich eigentlich aktiv benützen möchte anstelle dort den Rest des Zeugs aufzubewahren (der ja dann eindeutig zu viel ist).  Eine ganzer Stapel Kartons sollte aber eigentlich ins Regal - nur ist das leider schon voll.

Ich kuck auch immer wieder ob ich Bücher wegtun kann.  Ich bin schon so viele Videos losgeworden - voran geht was, aber halt absolut nicht genug.

Es hift auch nichts dass sich meine Leidenschaften immer wieder ändern: wenn ich sehr viel von einer Sache gesammelt habe (z.B. Strickwolle), dann schwenke ich auf einmal auf nähen und viel zu viele Stoffe um.  Herrje.  So was blödes.

Ich hab noch ein praktisches Problem bemerkt: ich habe viele meiner Handarbeitssachen in zu kleinen Kartons die dann unglaublich unordentlich aussehen weil sie nicht einheitlich genug sind, und ihre aufgestapelte Anhäufung ist total kunterbunt. Kein schöner gesamtheitlicher Eindruck.

Sobald ich diese Sachen in die neue Nähkommode einräumen kann, bekomme ich erstens Platz und ich weiss dann auch was ich habe.  Sieben mal elastischen schwarzen Faden brauche ich nicht, da kann ich was davon loswerden.  Und das braucht dann alles so viel Zeit!

Ich bin schon ein paar alte Näh- und Strickzeitschriften losgeworden, unzählige Knäule Wolle, Stoffe die ich nicht benützen werde, usw usf.  Ich hab sehr viel an alten Klamotten aussortiert, und Schnickschnack auch.  Diese beiden Sachen sind die einfachsten.

Am schwersten fällt es mir mich von Sachen zu trennen die ich aufhebe einfach weil sie mir gehören, das ist tierisch schwierig.

Bald mehr!



Tuesday, 21 January 2014

Vorbereiten


Ach, das ist eine wirklich gute Sache: ich hab doch glatt jetzt schon (Sonntag) dran gedacht einen Gutschein in meine Tasche zu stecken, den ich dann am Mittwoch brauchen werde.
Ist das toll diese Sorge nicht mehr im Kopf rum spuken zu haben dass ich den vergessen könnte mitzunehmen und mich dann beschämt bei dem Termin dafür entschuldigen müsste und mir das alles fürchterlich peinlich ist. Nur weil ich mal wieder nicht dran gedacht habe obwohl ich es schon seit Tagen wusste dass ich ihn brauchen werde.
Ich weiss auch nicht warum es mir früher nicht möglich war solche Sachen besser vorzubereiten. Vielleicht hatte ich gedacht dass ich so was wie den Gutschein mitnehmen nur am Vorabend machen kann? Dass das dann die perfekte Zeit ist, und dass es mir unbewusst irgendwie “gemogelt“ vorkam wenn ich das schon vorher, vor dem “perfekten Zeitpunkt“ vorbereitet habe?
Also so ein Blödsinn.  Nicht dur das: kompletter Schwachsinn. Ist doch echt beknackt.
Ich scheine unmenschliche Taten von mir selber zu verlangen in dem ich Sachen nur zu bestimmten Zeiten mache während ich es mir nicht erlaube das alles ein bisschen effektiver aufzuziehen in dem ich es dann mache wenn es mir einfällt?
Oder was da auch immer los ist hat doch nichts mit dem perfekten Zeitpunkt zu tun.  Vielleicht ist es mir auch einfach nur immer wieder entfallen so was wie 'Gutschein einstecken' frühzeitig zu machen.  Ich habe schon lange unter dieser furchtbaren Vergesslichkeit gelitten.
Es ist so als würde da was in meinem Kopf abgehen dass sobald mir ein Gedanke in den Kopf schiesst wie: ‘Ach ja, Gutschein mitnehmen‘ – dass ich diesen Gedanken dann “wegstecke“, etwas mache dass sich wie ein Verbannen oder so anfühlt, ein Ausklammern.  Weil es eine Aufgabe ist die ich bewältigen muss, und von daher keinen Spass machen kann, und von daher solange wir nur möglich herausgezögert werden muss?
Was dann erst dazu führt dass dieses “keinen Spass machen“ erst über mich hereinbricht statt schon am Anfang. Am Anfang (der Zeitpunkt zu dem mir klar wurde dass ich diese Sache brauche) war noch alles wertfrei: ‘Ach ja, muss ich machen‘.  Das Problem scheint erst mit dem wegschieben anzufangen und nicht schon mit der Aufgabe selber.
Und nachdem mir das nun klar geworden ist, da kann ich doch so eine Aufgabe wie 'Gutschein einstecken' auch gleich machen. Ich hab’s dann nicht nur aus dem Kopf weg, es kann dann nicht mehr in Unmasse and Schwierigkeit ausufern, und vor allem macht es so sehr Spass etwas früher als später vorzubereiten!




In der Tatsache sitze ich inzwischen da und denk mir: ‘Hah! Den Gutschein, den hab ich schon dabei, hah! Ach ist das prima.‘ Das ist vielleicht ein Supergefühl! Und mehr.
Bereitet mir wirklich eine ablsolute Freude. Ich glaub so was mache ich mehr und öfter. Das passt mir gut rein.
Und so kann man schlechte Gewohnheiten in gute umwandeln und es ändert sich doch glatt was. Ach, ist das toll!
Auf englisch nennt man das life skills.  Ach, das übersetzt sich als Lebenskompetenzen!  (Vielen Dank dict.cc Wörterbuch). Das haut hin.
Was noch.


Ich hatte auch die Karten zu zwei Events verlegt gehabt. Das heisst sie lagen tatsächlich vor mir auf meinem Schreibtisch, nur hatte ich es mal wieder (das ist so ‘n Ding für nen anderen Tag) geschafft die gesamte Oberfläche mit Strickzeug, Schreibzeug, Schnittmustern, und anderem “Zeug“ zu belegen und diesen Umschlag dabei zu verbuddeln.
Immerhin war es mir möglich einiges vom dem Tisch abzutragen – das hat sich angefühlt wie eine grössere Umgrabungaktion, so wie mit einem Bagger im Strassenbau, huch – und dabei habe ich den Umschlag gefunden.
Den hab ich erstmal hochkant an meinen Lautsprecher dran gestellt, weil ich die kostbaren Karten noch nicht in der Handtasche mit mir rumtragen wollte. Dabei fiel mir auf dass ich den Gedanken daran wo der Umschlag ist dann auch im Kopf weggesteckt hatte: als ob ich das besonders umsichtig weglegen will und es dabei aber vor mir selber verstecke. Wenn etwas besonders gut “weggelegt“ ist, dann ist es oft auch aus meinem Gedächtnis weg. Ungut.
Diesen Umschlag hab ich inzwischen doch in meine Tasche getan obwohl das erste Ereignis erst am 27. ist. Es ist mir lieber zu wissen dass ich sie griffbereit habe wo immer ich hingehe als sie “sicher“ zuhause zu wissen (und möglicherweise vergesse).
Noch eine gute Nachricht: ich hab’s doch gestern abend auch glatt geschafft etwas anderes vorzubereiten.  Am 28. werde ich sowas wie einen Kursabend geben, also andere in etwas unterrichten das ich kann und für die anderen neu ist. Gestern abend hab ich mich hingesetzt und den Text getippt den ich ihnen geben will.  Die Instruktionen wie man das macht.  Es ist eine Methode einen Nähschnitt so abzuändern dass er besser passt um die Oberweite um.  Es nennt sich FBA.
Ich brauch noch anderes dazu, aber dass ich den Text schon entworfen habe (eine Woche bevor das stattfindet!) das freut mich ungemein.
Ich hab’s mal wieder besonders ausführlich gemacht (das ist ja so was von typisch für mich, seufz) aber dann haben die Leute die Möglichkeit sich selber kürzere Notizen zu schreiben, oder Teile mit Highlighter anstreichen oder sonst was.  Bei so einer Sache ist mehr besser als zu wenig.  Ist meine ausgesprochene Meinung.
Mal  kucken wie das mit den anderen Teilen für diesen FBA Abend laufen wird.  Ich brauch noch eine Skizze von dem Schnittteil, und dann will ich noch Thesa, Bleistifte und Lineale mitbringen für den Fall dass zu viele das vergessen.  Sie sollten wissen dass sie es brauchen werden (wenn sie die Erklärung um was es geht und wie ich es mir vorstelle auch gut durchgelesen haben. Das ist nicht gesagt) – aber man weiss ja nie.  Wär schade wenn es nicht gut läuft weil zu viele nicht das richtige Werkzeug dabei haben.
Bin ja mal gespannt.


PS: Und gestern abend hab ich dran gedacht ein Medikament mitzunehmen dass ich beim heutigen Arzttermin brauche. So was ist mir ja noch gar nie geglückt! Ich hab sonst immer raten müssen: 'Wie hiess das Teil den gleich nochmal, irgendwas mit P? Em...' So in der Richtung.
Ich hab die Packung zum ersten Mal mit dabei. Kleine Wunder können sogar geschehen, ist das herrlich. Ich lerne dazu. Eiderdaus.