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Sunday, 23 April 2017

Wofür?

Ich bin heute früh auf eine sehr gute Frage gekommen: wofür mache ich das eigentlich?  Was bringt es mir und was bekomme ich im Austausch?



Es geht mir wieder ums Aufräumen mit der Anmerkung dass ich es doch tatsächlich in den letzten zwei Monaten geschafft habe ALLE meiner Papiere zu sortieren, einzuscannen und abzulegen.  Ich bin sehr stolz auf mich!

Auf diese 'wozu' Frage bin ich über etwas anderes gekommen: das Abnehmen. Nicht relevant aber so lief mein Gedankengang eben.

Ich mache seit 90 Tagen (das sind doch glatt drei Monate, wow!) das Kalorienzählen.  Es funktioniert sehr gut*: ich hab nachhaltig drei Kilos abgenommen und mein App sagt mir dass es 4.5 waren.  Das passt gut: ein halbes Kilo hin oder her kann die Waage sein, und um ein Kilo oder so schwankt man ja oft, das geht rauf und runter wie ein Yoyo.  Aber als Trend hab ich auf jeden Fall drei Kilo abgenommen. Ich bin sehr glücklich darüber.

* Ein paar Tage geht es sehr gut, und dann ist wieder für ein paar Tage der Hund drin. Das ist so ein Auf und Ab! Aber im Moment läuft es okay.

Mir war so ein Mann vor'm inneren Auge der es nicht einsieht Salat zu essen weil es keine "Männersache" sei.  Also ein zweidimensionales Symbol und keine wirkliche Person.  Manchmal kann man Ideen an solchen Einbildungen ganz gut 'abmessen'. So zu sagen. Abwägen und einstufen.

Ich hatte herumsinniert was ich jemandem raten würde der gar nicht empfangsbereit ist bei dem Gedanken seine Essgewohnheiten langzeitig zu ändern und stocksauer reagiert dass er da auf lange Sicht weniger essen soll (oder Salat!).  Ich hab mir diesen Kerl dann so vorgestellt dass er einen Flunsch zieht und kriegerisch wissen will wofür es so was machen sollte.  Was kriegt er dabei heraus?  Was bringt es ihm?

Und das hat die Idee ausgelöst: was bekommen wir im Austausch dafür dass wir viel Arbeit in etwas stecken, uns viel Mühe geben, Zeit und Energie verwenden.  Da muss was dabei herauskommen weil sonst macht man nix mühevolles.  Asketen sind wir keine.

Wenn man sagen würde dass das Ergebnis beim Abnehmen das Abnehmen ist, also das 'funktionelle', dann erschliesst sich einem nicht um was es einem dabei geht.  Nur schnödes 'Abnehmen' wird einen nie motivieren.

Diese eigentlichen, tiefergehenden Ziele sind vermutlich von Mensch zu Mensch verschieden.

Sicher, ich kann nach dem Abnehmen leichter einem Bus hinter herrennen und ihn noch erwischen aber das wird mich nicht so doll motivieren wie zu wissen, zum Beispiel, dass dann meine selbergenähten Klamotten sicher besser über meine Kurven drapieren als wenn ich so gedrungen aussehe.  Es gibt mir mehr Selbstbewusstsein (was ich grad gut gebrauchen kann) und es gibt bestimmt noch andere Vorteile and die ich grad nicht denke.

Und beim Aufräumen eben finde ich Vorteile heraus die mir vorher gar nicht eingefallen sind.  Dass kein loses Papier mehr in irgendwelchen Kartons versteckt liegt, dass ich eine bessere Ahnung habe was wo ist, und was ich habe... das ist ein wunderbares Gefühl!

Ich fühle mich so als ob ich endlich das Saumzeug an das Zeugs lege und mit den Zügeln schnalzen kann, während vorher das Wirrwarr und die Unordnung die Zügel an mir angelegt hatte und mit der Peitsche knallte jedesmal wenn ich was brauchte und danach suchen musste.

Es fühlt sich leichter und befreiend an, ich kann jetzt besser atmen.

Und nun muss ich herausfinden 'wofür' ich das mache.  Das ist mir noch nicht alles eingefallen.

Ich möchte gerne das unordentlich Aussehen meines Zimmers gegen mehr Harmonie eintauschen. Ich will dass das Bild meines äusseren Bereichs mich nicht so verhuscht aussehen und fühlen lässt sondern mir stattdessen eine Erleichterung bringt.

Mit mehr Ordnung (und Harmonie) um mich herum hab ich mehr gedanklichen Platz und auch physischen Raum in dem ich meine Hobbies leichter und besser ausüben kann - ob das nun nähen, stricken und quilten ist, oder am Computer Blogposts zu tippen oder meine geschichtliche Forschung ausüben.  Grade für letztere ist es sehr wichtig zu wissen wo man Dokumente und anderes Ausgedrucktes hat. Sonst macht man es sich recht schwer.

Das was 'herumliegt' liegt da weil ich es doch glatt brauche, nicht ausversehen!  So kann ich leicher sehen was ich bald machen will oder muss.  Der Brief mit dem Arzttermin der hier immer noch lag hat heute endlich ausgelöst dass ich sah dass der Termin noch gar nicht im Kalender eingetragen war - ich dachte ich hätte schon.  Gut dass es erst am Dienstag ist!

Also hab ich bis jetzt drei Sachen entdeckt die ich gegen die Mühe des Aufräumens eintausche: Harmonie, Kontrolle und Übersicht.

Das sind wunderbare Sachen die ein prima Entgelt für meine Arbeit, Mühe und Zeit sind.

Ob es wohl auch eine direkte Auswirkung ist dass ich weiterhin Lust habe einen weiteren kleinen Bereich anzupacken?  Mein Auge fiel auf meine Nähschnittkollektion auf denen einiges draufliegt das ich da wirklich nicht dort lagert wollte...  Wer weiss was ich als nächstes anpacke und wann ich den Impuls dazu bekomme.  Aber ich hab jetzt eine viel bessere Idee warum ich das mache und was es mir nützt.

Ich hab das Gefühl dass das einen grossen Unterschied macht, und mir sehr viel bringt.  Ich bin gespannt was mir noch so einfällt das ich vom Aufräumen bekomme!

Hurra!

Wednesday, 8 June 2016

Und noch ein paar Gedanken übers selbe Thema...

Fortgesetzt:

Bei anderen Stoffen hab ich keine Idee was damit tun - nur sind die übrig gebliebenen so schön dass ich es nicht über mich bringe sie zu entsorgen - wenn ich es täte: ich weiss genau dass ich mir das gleiche nochmal kaufen würde. Was dann Grund ist es doch zu behalten. Das ist das Dilemma: ich möchte gerne schöne Sachen haben, aber ich will nicht dass mir die Menge an Sachen dann über den Kopf wächst und mich dieser Übermass emotionell erstickt.

Ich will gerne die Sachen die ich bewusst behalten habe dann mehr schätzen - aus genau dem Grund dass ich das mit dem behalten auch wirklich bewusst gemacht habe.

Und dass ich weiss wo ich sie habe. Ich könnte die allerschönsten Sachen der Welt haben - wenn ich nicht weiss wo sie sind, dann nützen sie mir absolut nix! 

Ein bisschen strategisches Zusammenlegen wäre auch gar nicht übel: wenn ich alle Futterstoffe in eine geschlossene Plastikwanne (die Dinger mit gut schliessendem Deckel) lege, dann finde ich die auch leichter wieder.  Dazu fällt mir ein dass ich so an die 3-4 Futterstoffe angebraucht habe, aber ich hab noch übrig gebliebene Stücke mit denen ich nicht tierisch viel anfangen kann. Aber ich brauche doch mal ein kleines Stück für Sachen wie Futter für einen Hut. Und vielleicht fällt mir auch noch eine Methode ein mehere Futterstoffe in einem Projekt zu verbrauchen?)

Das Problem bleibt das gleiche: schöne Sachen sind schön, mehr schöne Sachen sind noch schöner, aber zu viele Sachen sind zuviel und dann ich leide daran dass es mir über Kopf wuchs.  Und es ist total egal wie Sachen aussehen oder sind wenn ihre Menge nicht mehr aushaltbar ist.


Dann gibt's noch das Problem dass ich immer wieder durch meine Stoffe gekuckt habe um versuchen etwas wegzugeben und los zu werden, und bin auf nichts gestossen dass mir nicht mehr gefällt oder das nicht mehr brauchbar ist.  Aus diesem Grund ist es dann sehr deprimierend wenn ich nach einem Stoff suche den ich aufbrauchen will und mir nichts so recht passt.  Das sollen doch alles Materialien sein die schön sind!  So schön dass ich mich nicht von ihnen trennen kann!

Mach ich zu hohe Ansprüche von dem was ich behalten habe?  Denke ich das müssen Stoffe sein die dann total doll sind?  Und sie sind's doch nicht?  Oder liegt es einfach daran dass ein Projekt alle möglichen Eigenschaften verlangt in einem Stoff den halt nun mal nicht sehr viele Stoffe erfüllen können?

Z.B. ein fester Stoff für einen Rock: er muss dick und fest genug sein um nicht zu schlabbern, jedenfalls für einen gerade geschnittenen Rock.  Knitterfest sollte er dann auch noch sein, und eine Farbe die ich auch für einen Rock mag...

Und damit häufen sich die Eigenschaften durch die recht viele Stoffe ausscheiden.

Was mir mit Blusen und anderem oft als Problem begegnet ist: ich hab oft nicht genug Stoff (und müsste mich dann für eine Kurzarmbluse oder sogar ärmellose entscheiden), und zum anderen Teil hab ich Stoffe die ideal für eine Bluse wären die ich machen will aber die Menge die ich habe ist für ein Kleid geeignet!  Was fang ich mit dem Rest an? Eine zweite Bluse im selben Stoff will ich nicht und ich hab doch auch die Länge gekauft um ein Kleid draus zu machen!

Ach herrje.

Also, das hab ich noch nicht gelöst.  Ich weiss aber auch dass meine Stoffe nocht nicht gut genug katalogisiert habe. Ich weiss nicht gut genug was ich habe, und wieviel davon.

Ach herrje.






Thursday, 24 March 2016

Harmonie ist schöner!


Na so was, diesen Post hier wollte ich schon vor den vier oder so vorigen reinstellen und hab es wohl nicht als beendet betrachet, oder so? Keine Ahnung. Mit Verspätung aber trotzdem:


Diese Woche hatte ich mit einer Freundin gesprochen die ich sehr darüber bewundere dass sie zu einer Therapeutin gegangen ist um einiges durchzusprechen.
Sie hat mir nicht viel darüber gesagt was so im argen lag bei ihr aber sie erzählte einer dritten Freundin was auslöste dass sie hin ging: sie fühlt sich von einigem in ihrem Leben überwältigt und vielleicht auch etwas bedrängt.

Sie hat dann die Therapeutin nicht als solche, in dieser Rolle eben, gesehen sondern nannte sie immer 'die Frau mit der sie Zeugs besprechen geht'. Das hat ihr glaube ich gut getan, dass es sich auch nicht so bierernst angefühlt hat.
Daraus hat sich dann am Ende herausgeschält dass meine Bekannte gerne Hilfe damit hätte dass sie so sehr viel zuhause ansammelt und es nicht den Kram und Gruscht wieder loszuwerden.

Die Therapeutin hat ihr dann Gruppen empfohlen und nun geht sie zu einer dieser Gesprächsrunden. Es war sehr interessant mit ihr darüber zu reden was da bei vielen los ist dass sie zum "Messi" werden. Es sind oft Krisen die das auslösen, es geht um emotionelles das in einem angesprochen ist und das man nicht leicht von alleine lösen kann. Oft ist das Festhalten an diesem ganzen Kram ein Versuch Kontrolle zu behalten oder zu erlangen (und darin liegt die Ironie: genau die Kontrolle verliert man wenn man zuviel Zeug um noch den Überblick zu behalten. Ertrinken in Gerümpel hat nun absolut nichts mehr mit Kontrolle zu tun). Manchmal sind es Erinnerungen an glückliche und gute Zeiten die man versucht festzuhalten... Da ist so einiges los.

Ich hab oft gefunden dass ich soviel Zeug herumstehen und liegen habe weil ich jeden freien Raum so sah dass da nun Platz ist um was reinzuquetschen. Und dann ist es ja auch kein Wunder dass ich nichts losgeworden bin, weil damit diese komische Sache freiwurde: leerer Platz!

Inzwischen finde ich dass leerer Platz einen sehr wichtigen Zweck hat: der Platz um ein Objekt herum hebt den Wert des Objekt weil wir es besser sehen können, dass es dort glänzen kann.
Das Widersinnige ist ja auch dass um so mehr man an Zeug loswird, um so mehr schätzt man die Sachen die übrig bleiben.

Und das schaut dann auch so schön harmonisch aus! Platz und weniger Sachen.



Der andere Grund warum ich über dieses Thema (schon) wieder reden wollte ist mein Stash, beides an Wolle und an Stoffen. 'Stash' is das schön kurze englische Wort für eine Anhäufung an Zeugs aus dem man schöpfen will wie einem Schatz, - und wenn es der übermässige Stash geworden ist, dann fühlt sich das schon nicht mehr als eine Sammlung an, aber dann zu einem Übermass an Sachen gewachsen ist mit dem man nicht mehr so wirklich zurecht kommt. Stash is allerdings einfach nur die Ansammlung selber, und das übermässig Angehäufte und dann der Stash der ins uferlose angewachsen ist.

So 'n Ding.

Ich habe Schwierigkeiten mit der Unzahl an Wolle und Stoffen die ich besitze. Ich dachte schon dass ich das alles mehr in Griff bekommen hätte (schön wär's), aber leider hab ich seither nochmal einige Behälter gefunden in der NOCH mehr von dem Zeug drin ist!
Ich glaube nicht dass ich das alles jemals aufbrauchen können werde, und noch trauriger ist dass ich es nicht vor mir selber verantworten kann mir etwas neues an Stoff oder Wolle kaufen, schnief! Ich mache das trotzdem und das Gefühl NOCH mehr in mein Zuhause zu stopfen ist gar nicht gut. Das fühlt sich sogar recht mies an.

Ich bin schon einiges losgeworden wenn mir bewusst wurde dass ich diesen Stoff oder dieses Garn nie verwenden werde weil er mir doch nicht gut genug gefällt, oder was ich sonst an Gründen finden konnte. Ich suche angestrengt nach guten Gründen! Das verspreche ich.
Ich hab immer noch viel zu viel.

Eine Methode zum viel verbrauchen ist einfach mit einem Stoff oder Garn loszulegen und draufzu zu machen. Da kann dann keine Organisationsversuche Verzögerungen einführen. Da tut sich schon mal was.



(Ich mache ein anderes Mal weiter, das wurde hier schon zu lange!)

Wednesday, 22 October 2014

Weniger!

Ich habe eine aufregende Entdeckung gemacht: wenn man recht wenig Klamotten hat dann schätzt man sie um so mehr!

Ich trage auch die Kleidungstücke die nach meinem Ausmisten übriggeblieben sind mehr, und was das allerbeste ist: ich finde sie so sehr viel leichter wieder!

Wie befreiend, erleichternd und wohltuend sich das anfühlt!  Ich bin ja so froh dass ich das jetzt rausfinde und nicht erst in zig Jahren!  Okay, hätte ich auch schon früher haben können, aber ich hab nun mal nicht und warum vergossener Milch hinterher heulen?  Das bringt’s nicht.

Jetzt ist besser!

Das ermuntert mich sehr danach auch andere Bereiche meines Wohnens und Lebens in Betracht zu ziehen und überlegen zu können: was davon kann weg damit ich mich leichter und unbeschwerter fühle?  Damit ich so richtig aufatmen kann?

Das sind ganz andere Überlegungen als die wie ich es schaffen kann mich von meinen langgehegten lieben Sachen zu trennen.  Deren Anzahl war zwar eine Bürde und das hab ich auch voll eingesehen, aber ich wusste nicht wie gut es tut wenn man das Übermass los wird.

Es ist wirklich herrlich, ich kann es nur empfehlen!  Ein Riesen Lob aufs Loswerden!!

Hip, hip, hurra und all das.


Zwei der Bereiche die unwahrscheinlich lichter werden müssen sind meine Vorräte an Stoffen und Wolle.  Das üble daran ist dass ich nicht finden kann wonach ich suche wenn ich ein neues Projekt anfangen will.  Ich muss mich dann mit etwas begnügen das mir nicht wirklich vorschwebte.  Das fühlt sich nicht so doll an.

Andererseits habe ich auch einige Stoffe und Garne bei denen ich ganz genau weiss was ich daraus machen will.  Ich hab bestimmte Projekte im Kopf und vor dem inneren Auge – der Trick ist nur zu denen auch zu kommen.

Das ist mir leider schon seit einer Weile klar: ich kann nur eine bestimmte Anzahl an Klamotten und Sachen pro Jahr nähen oder stricken und ich hab genug Vorrat für einiges mehr als 30 Jahre. Ich werde es nie aufbrauchen.

Ich hab schon so ein paar Stoffe und Garne auf einmal mit zu Näh- und Stricktreffen genommen und versucht weiterzugeben.  Zum Teil konnte ich auch, manchmal musste ich einiges wieder mit nachhause nehmen.  Ich hab mich mit dem ganzen Zeug total vertan als ich es gekauft hatte – das war eine Freude!  Nur inzwischen sitze ich auf dem Zeug und weiss nicht was damit tun.

Die letztendliche Lösung ist die Materialien die ich gar nicht mehr brauchen kann und auch nicht loswerden kann, dann halt an charity shops weiterzugeben.  Oder die Stoffe dann halt in den Kleidercontainer am Supermarkt zu schmeissen.  Aber das tut mir schon sehr leid um die schönen Sachen.

Die ollen Teile hab ich ja schon vor langem auf die Weise entsorgt, es sind die schöneren Sachen die übrig geblieben sind.  Quilten ist eine gute Methode viel Stoff auf einmal aufzubrauchen: um die Patchworkteile für Quilts zu machen, da geht schon einiges an Stoff und vor allem auch kleinere Stücke von vielen Stoffen dabei drauf.  Ich sollte, und will ja auch!, mich auf Projekte einstellen die kleiner sind: nicht nur die grossen Quilts die ein ganzes Bette bedecken, sondern Taschen und Stoffbeutel, Kosmetiktaschen, Platz Sets, Tischläufer, was zum Aufhängen, Kissenbezüge... Da gibt es einiges.  Sogar so Sachen wie Beutel für Wäscheklammern oder Etuis für Scheren oder sonst was!  Sogar Hausschuhe oder Krawatten – naja, an so was mach ich mich eher nicht, lieber Taschen!

Mal sehen wie das läuft.

 
Der nächste Schritt wird es sein mein Zimmer so einzuräumen dass ich sehr leichten Zugang zu meinen ganzen Näh- und Stricksachen habe. Ich bin erst vor kurzem umgezogen und noch nicht so eingerichtet dass ich auch tatsächlich das finde was ich brauche.  Da passiert es dann dass ich was anfange und nicht weiterkomme weil ich den Markierstift nicht finden kann, oder finde es ungemein schwieriger ohne einen Auftrenner zu leben.

Sobald die Handwerker da waren und das Fenster gerichtet haben: ab da will ich mich wieder drauf stürzen.

Wünscht mir Glück! Und natürlich auch gutes Vorankommen – was ich auch allen wünschen möchte die diesen Blogpost lesen sollten.  Was liegt bei dir so an, was willst du verringern oder bewältigen? Irgendwelche schöne Pläne um etwas zu machen?

Monday, 6 October 2014

Weitere Überlegungen

Wie geht das eigentlich uns zu bessern mit etwas das wir früher nicht konnten?



Ich überlege immer noch warum mir das Aufräumen so schwer fällt und das wird noch ne ganze Weile so weitergehen: an was liegt es?  Vielleicht bin ich ja nur furchtbar faul und will nicht aufräumen?  Das könnte schon sein.
Der Punkt der diese Überlegung aufhellen könnte ist dass es für mich früher z.B. wahnsinnig schwierig war pünktlich zu sein.  Ich kam nie früh genug an und hab mich ständig über mich selber geärgert.  Und andere damit geärgert.

Das ist heute viel besser.  Eine Freundin fragte mich neulich was sich für mich geändert hat seit ich das besser hinbekomme (!) Das ist eine interessante Frage!  Da wäre ich nie drauf gekommen mich das zu fragen.
Da gibt es mehrere Punkte: ich will nicht immer wieder die Leute enttäuschen die sich mit mir treffen wollen – das fühlt sich gar nicht gut an als der Mensch gesehen zu werden der einfach nicht zuverlässlig ist.  Ich hab mich von mir selber enttäuscht gefühlt und das sass mir im Nacken.  Scheussliches Gefühl.

Und dann hab ich herausgefunden dass ich versucht hatte zu dem “perfekten“ Zeitpunkt loszugehen.  Damit ich nicht zu früh da stehe und mir die Beine in den Bauch stehe.  Das hat sich angefühlt als ob es vergeudete Zeit war.  Grad wenn es drum ging rechtzeitig in der Arbeit sein zu müssen.  Den Druck mochte ich gar nicht.  Das mir aber das zu spät kommen noch mehr auf dem Magen lag, das hab ich irgendwie nicht auf die Reihe gekriegt.  Viel angenehmer etwas Zeit zu haben zum verschnaufen, einen Kaffe machen, oder sogar als ich mal ewig zu früh dran war (so an die 20 Minuten), da hab ich mich einfach hingesetzt und gestrickt.  Das hat Spass gemacht!

Aber zu diesem vemeindlichen “perfekten“ Zeitpunkt los zu wollen, das war eine viel zu hohe Erwartung.  Heute hab ich da noch einen Grund weniger: sobald ich irgendwo etwas Zeit habe, da kucke ich mir irre gerne meinen Twitterfeed an.  Problem gelöst!


Das Aufräumen läuft da auf anderen Schienen.  Es ist schon sehr entmutigend wenn sich das als diese Herkulesarbeit anfühlt: man fühlt sich als würde man ständig aufräumen und wird damit nie fertig.  Es ist nie fertig aufgeräumt.  Da ist immer und immer wieder mehr zu tun!  Es fühlt sich endlos und undankbar an.

Vielleicht liegt die Lösung in einer guten Strategie die ich anwenden kann damit ich dieser Hoffnungslosigkeit nicht mehr so arg ausgesetzt bin?  Vielleicht gelingt es mir ja weniger Unordnung zu kreiieren?  Meistens ist es so dass ein paar Handgriffe später alles schon wieder total durcheinander ist und wieder die tierische Anstrengung erfordert schon wieder aufräumen zu müssen.  Das hab ich ja so was von satt.  Nervig.

Ich habe es mir mit manchen Sachen angewohnt die Strategie von “Echtzeit“ anzuwenden: wenn man schon mal was macht (etwas weglegen) dann soll es auch zählen.  Wenn ich also meine Schere weglege dann lege ich sie sehr oft dahin wo sie hingehört.  Ausser ich weiss ich brauch sie gleich noch mal.  Aber sonst ist sie weggelegt.  Das tut gut.

Ein Gegenstand ist nur dann aufgeräumt wenn er an seinem richtigen Platz ist.  Dafür muss ich entschieden haben was der richtige Platz ist.  Manche Sachen wandern von einem Ort zum anderen und ich wundere mich warum: ich hatte aber nie entschieden wo das Teil "leben" sollte. Natürlich war's dann nirgendwo an seinem richtigen Platz. Ist ja logisch.

Eine weitere gute Strategie scheint mir zu sein weniger Sachen zu haben die sich gegenseitig im Weg umgehen können. Ist ja auch weniger zum wieder aufräumen.  Dann sollte dann alles was ich behalte einen wirklich wichtigen Zweck haben und eine geschätzte Funktion erfüllen.  Da geht's also schon wieder darum mir was zu überlegen und bewusster mit diesen Objekten umzugehen.  Sehr interessant.


Ich möchte sehr gern eine Strategie anwenden zum entrümpeln: "Ein Teil rein? Dann auch ein Teil raus". Wenn ich mir was neues zulege dann muss ich etwas anderes loswerden.
Ich brauche ein bisschen mehr Stauraum (unterm Bett und als Stapel an Kartons) aber ich muss ganz arg aufpassen dass ich diese Behälter nicht einfach vollmache weil ich sie habe.  Da muss dann jedes einzelne Teil den Test der Notwendigkeit bestehen. Nicht nur dass es was taugt sondern dass es zwingend notewendig ist - das ist die Frage.

Ich hab das Gefühl dass ich mir vieles zugelegt habe weil ich konnte. Weil ich es als Bereicherung gesehen habe die ich nicht missen will.  Als ob ich mein Happiness damit messe wieviel ich mir leisten kann.  Das ist absoluter Schmarren! So denke ich sonst nicht, also warum dann mit Besitztümern?
Und da ist es mir dann aufgefallen: als ich beim Umziehen alles mögliche losgeworden bin - das hat sich so angefühlt als würde ich einen Teil von mir selber (so als ob etwas ein Stück meines Körpers wäre) von mir abreissen und verschmähen. Also so was!

Da betrachte ich meine Besitztümer als die Summe dessen was ich auf dieser Erde mein eigen nennen kann. Da hab ich mich dann doch recht nahe am Wasser gebaut gefühlt - ich fing schier zum heulen an.  Gottseidank hat's nicht lange gedauert und dann hab ich mich wieder beruhigt.  Wie oft geht es mir so dass ich etwas tatsächlich vermisse nachdem ich es wegschmeisse? Kaum jemals (ein Kleid hätte ich gerne wieder, aber es ist wirklich nur eins!) - und noch wichtiger: an wieviele Sachen kann ich mich erinnern die ich losgeworden bin?

Hah! An kaum was. Und wenn dann aus dem Grund weil mich dieses Teil furchtbar geärgert hat - aber ganz bestimmt nicht weil ich es vermissen würde.  Also bin ich doch ganz gut zu unterscheiden ob was aus meinem Leben verschwinden kann.  Da sollte ich ein bisschen mehr Vertrauen in die Fähigkeit haben!


Ich bin ja mal gespannt ob mir noch mehr zu diesem Thema einfällt.
 
 

Friday, 23 May 2014

Meine Kleidung bin Ich

Das ergibt natürlich keinen Sinn, erst mal, und grammatisch falsch ist die Überschrift vermutlich auch.


 

Ich glaube ich bin endlich draufgekommen warum mich meine alten Klamotten in so eine stinkige Stimmung versetzen.  Es fiel mir wie aus dem Nichts ein: die Kleider die wir tragen sind Ausdruck unserere Persönlichkeit.
 
Olle, langeweilige, ausgewachsene, verformte Kleidung?  Was sagt das denn nicht nur über mich in Hinsicht auf die Gewohnheiten in die ich falle, sondern was sagt das über meine Persönlichkeit aus?  Ach herrje, das ist ja furchtbar!

Kein Wunder dass ich mich immer mehr stinkig fühle.
 
Ich hab nicht nur alte Klamotten, und die wenigst guten Exemplare zieh ich ja auch schon lange nicht mehr an – dass sie mich anöden muss auch der Grund sein warum ich sie nicht trage (aha!).  Aber so ein paar Sachen trage ich immer wieder und nicht nur weil sie mir gefallen.  Sondern weil sie praktisch sind: langärmlig wenn es zu kühl ist um etwas kurzärmeliges zu tragen, warm und kuschelig wenn’s zu kalt wäre für etwas aus Seide, schön kühl und dünn aus Baumwolle wenn’s zu heiss ist um etwas wolliges zu tragen...  Das ist es warum ich altes zu lange anziehe: schiere Gewohnheit.
 
Es gibt auch Lieblingsstücke die ich aufheben und auch tragen werde egal ob sie nicht mehr so doll sind, das ist mir dann egal.  Über was ich gerade hauptsächlich nachdenke das sind die Sachen die ich nicht wirklich “wähle“ anzuziehen: in die schlüpfe ich hinein in der Früh weil es sie gibt, weil sie passen, und weil sie den praktischen Grund erfüllen warm oder kühl genug zu sein.  Aber eine bewusste Entscheidung treffe ich eigentlich eher nicht. Ähem.
 
Ausmisten ist eine wirklich prima Gelegenheit mal zur Abwechslung zu überlegen und schauen ob mir ein Kleidungsstück gefällt wenn ich mir das in Hinsicht als Ausdruck meiner Persönlichkeit ansehe.
 
Da wird es dann hoffentlich weniger eine Rolle spielen mir zu denken dass ich etwas noch ‘gebrauchen‘ kann, ich meine damit: dass es noch einen praktischen Zweck hat.  Das hat ein Rupfensack auch aber den werde ich nicht tragen wollen – warum tue ich es mir dann an alltes Zeug noch aufzutragen selbst wenn es im figürlichen Sinn zum Sack geworden ist?
 
Das brav gestreifte wollige Oberteil? Ürgh, nee, das bin ich nicht.  Das mittelblaue Stück mit den Falten am Ausschnitt? Also das schaut zu matronenhaft aus, das bin ich auch nicht. Ein langweiliger schwarzer Faltenrock in einem rutschigen Material? Nee, auch nicht, weg damit.
 
Ich denke also dass ich nochmal eine Kategorie dazufügen kann wenn es ums aussortieren geht: nicht nur – passt es? – ist es noch gute Qualität? – sieht es gut aus? Und dann eben: – drückt es auch das über mich aus wie ich bin? Oder würde es viel besser an jemandem anderen aussehen der ganz anderst ist als ich?
 
Ja? Na dann weg damit.
 
Ohne schlechtes Gewissen.  Weil eine Verkleidung tragen zu müssen nur weil man sich von etwas noch nicht getrennt hat, das ist kein gutes Ding. 
 
Und diese Überlegung öffnet ein weiteres Fenster zu meinen Plänen mich mit wenigen guten Sachen einzudecken die meine neue, rundum brauchbare Garderobe bilden sollen (entweder durch kaufen oder selber nähen) – ich will nicht nur nach geeigneten Farben suchen (die mich anmachen und in denen ich mich wohlfühle) sondern auch Klamottenstile die ich daraufhin ausprobieren kann wie sie zu mir passen, ob ich sie als Ausdruck von mir als wohltuend empfinde.
 
Ich will mich nicht mit “ehrgeizigen“ Kleidungsstücken eindenken und dann feststellen dass ich sie nie trage.  Selbst wenn man nicht weiss warum einem etwas nicht gefällt – man trägt es trotzdem recht wenig.  Eine bessere Ahnung zu haben warum sollte mich aber ermuntern mich nach den best geeigneten Sachen umzusehen, nicht nach hochmodischem oder nach einem Stil den ich früher getragen habe, aus dem ich herausgewachsen bin.
 
Ich habe vor kurzem gekuckt was mir gut steht in Hinsicht auf meine Körperform (Apfel).  Es ist nett draufzukommen dass ich sehr gut kurze Röcke und tiefe aber schmale V-Ausschnitte tragen kann – nur nicht Klamotten die eine deutliche horizontale Linie an der Taille betonen, wie es ein Gürtel tut. Längeres Gewand wie eine Strickjacke die vorne offen ist aber in einem Wasserfall fällt, oder ein langes Tuch das über die Taille fällt – das ist gar nicht schlecht.  Überhaupt mehrere dünne Lagen.  Oder höhere Taillen, wie die Empire Dress Linie die viel höher sitzt: ich kann ausprobieren ob es mir auch gefällt.  Und vor allem Blickfang am Ausschnitt: ob es Schmuck ist (schön klotzig), oder etwas appliziertes am Oberteil, oder ein schöner Kragen, Konstrastfarbe oder einen anderen Stoff zwischen Busen und Hals, oder etwas strukturiertes – das kann ich alles ausprobieren.  Sehen wie’s aussieht und wie es mir gefällt.
 
Hurra!

Wednesday, 21 May 2014

Sockenschublade

(Die hier meine ich nicht*)

Heute früh hat mich der Rappel gepackt und ich hab meine gesamte Sockenschublade geleert (na, ich will nicht übertreiben: ich hab die meisten Socken rausgenommen aber da hat’s noch welche die sich in die Ecken geklemmt haben).

Ich konnte kein Paar auf Anhieb finden das zusammen gehört.  So was absolut nerviges.  Ich geb mir immer wieder Mühe die Teile zusammen zu bündeln und schön aufgereiht in dieser Schublade aufzubewahren.  Das klappt nur nicht immer und zuletzt müssen sie tierisch durcheinander gekommen sein.  Ich kann mich auch nicht mehr erinnern warum.  Vermutlich hab ich schnell aufräumen wollen – andererseits trockne ich die Paare zusammen wenn sie aus der Maschine kommen und deswegen verstehe ich noch weniger warum die so zusammen gewurschelt sein konnten.

Es ist verblüffend.  Als ob man sich selber ein Bein stellt.

Warum ich das so bemerkesnwert finde und beschreibe:  ich hab dieses Rumgehunze mit diesen ollen alten Socken und dem Tohuwabohu ja so was von satt!  Ich will einfach nicht mehr diesen webgeschobenen Ort haben an dem die Socken hingehen um ignoriert zu werden.  In die abseitigen Windungen des Gedächtnisses verbannt zu werden.

Ich hab es satt: diese dämlichen ollen Dinger müssen weg!

Ich hatte heute früh nicht genug Zeit.  Aber mein Plan ist heute abend mit Genugtuung alle mich beleidigenden Socken wegzuschmeissen.

Ich bin schon immer wieder welche losgeworden die nicht mehr gut genug waren: unstopfbare Löcher, verblichen, verfilzt, nicht mehr in Form, was auch immer: die sind schon weg.

Was ich aber immer noch aufgehoben hatte (und was mich auch so tierisch grantig gemacht hatte heute morgen) das waren die ganzen einzelnen Socken die ich heute rausgefischt hatte und von denen ich wusste dass ich deren anderen noch nicht wieder gefunden hatte.  Die hat bestimmt die Waschmaschine gegessen! Wo die sonst hingekommen sein könnten, ist mir ein absolutes Rätsel.

Ich hab mir sogar was drauf eingebildet (machen wir das nicht zu oft?) dass ich diese einzelnen aufhebe: es gibt kein besseres Gefühl als wenn man zwei “einzelne“ Socken miteinander vereinen kann.  So ein dolles Gefühl aber auch!

Nur ist mir dabei nicht eingefallen dass ich das vereinte Paar  vielleicht gar nicht mehr tragen will?  Ich meine: wie schauen die denn aus?  Sie sind ewig alt und wo sich der zweite auch immer versteckt, der wurde da auch nicht schöner.

Ich brauche es nicht zu erwarten dass ich irgendwann mal wenigstens ein Paar vereinen kann.  Ich kann es nicht gebrauchen alle einzelnen die gesamte Zeit mit mir rumzuschleppen bis ich dann mal irdendwann einen Socken finde.  Das ist doch total dämlich.

Was ich heute abend machen werde ist alle einzelnen Socken wegzuwerfen: und zwar ALLE ohne Ausnahme.  Total alle.  Und einige von den Paaren auch: ich werde mir die besten Paare aufheben, vor allem diejenigen die ich erst vor kurzem gekauft hatte.  Dann lege ich mir einen Packen oder zwei an mehreren Socken zu – und damit hat sich die Sache.

Dann sind sie alle schön neu, wunderbar gebrauchbar, und vor allem zusammen: kein Rumsuchen mehr das nur in Frustration und Ärger über mich selber auswächst.

Eine gesamte Kommodenschublade die total aufgeräumt ist und NUR neue Sachen drin hat: das fühlt sich wie absoluter Luxus an und das zum Preis von ein paar Multipacks an neuen Socken!  Also das leiste ich mir!  Da tue ich mir was gutes.

Warum bin ich auf so was nicht schon früher gekommen?  Warum geb ich mich so oft mit etwas zufrienden das nervt, nicht mehr schön ist und einfach nicht mehr passt?

Verblüffend.

Ich hasse in alten Gewohnheiten zu versinken und mir dessen zu wenig bewusst zu sein.  Das ist auch die Absicht dieses Blogs: aufmerksamer zu sein und mir bewusst zu werden damit ich ein paar Sachen lösen kann. Mein Lebensumfeld zu verbessern indem ich ein bisschen drüber nachdenke was da so alles unbemerkt abläuft.  Bissel mehr Aufmerksamkeit drauf geben mir was gutes zu tun.

Hurra!

Ich kann’s nicht erwarten nachhause zu kommen und die ollen Dinger loszuwerden.

So, und nu recherchiere ich was die Multipacksocken kosten!

Hollereiderljö...
 
 
*: Und die Socken die ich meine sind alle gekauften, nicht meine selbergemachten - die will ich nicht wegschmeissen.  Von denen hab ich auch alle Paare zusammen und die sind nicht in derselben Schublade.  Das dumme ist nur das ich diese Woche eine Motte in deren Nähe gesehen habe.  Wenn die meine schönen Socken gefressen haben, dann bin ich aber sauer!  (Ich hab noch nicht gekuckt, ich hab zu sehr Schiss davor was ich finden werde)

Friday, 25 April 2014

Minimalistische Garderobe?



Äh, nö, nicht für mich danke.

Vor kurzem habe ich diesen Blog Post gelesen von einer jungen Frau die ihre Klamottenanzahl äusserst gering hält, - eine wirklich sehr minimalistische Garderobe.  Sie hatte geschrieben wie sie es macht ihre Anziehsachen auf nur so sehr wenige Exemplare zu beschränken.  Es war wirklich faszinierened.


Sie schaut ihre Kleidung gegen Ende einer Jahreszeit durch: sie holt alles aus ihrem Schrank heraus (das ist nicht so schwierig, sie hat wirklich wenig Sachen) und prüft dann jedes einzelne Stück ob das auch wieder einen Platz im Schrank erhält, - oder nicht.


Wenn sie etwas für die gesamte Saison nicht getragen hat: weg damit. Wenn es etwas besonderes ist und sie es innerhalb des ganzen letzten Jahres nicht getragen hat: auch weg. Wenn es ein Erbstück ist das nicht weg kann: gut verpacken und im Dachboden verstauen (ich hab aber das Gefühl dass sie da auch nicht viel hat).  Wenn ein Stück Löcher oder Flecken aufweisst die nicht mehr rausgehen: weg.  Wenn etwas kaputt ist das gerichtet werden kann: in den Korb zum flicken. Wenn etwas nicht mehr passt (ausgebeult oder sonst verformt) oder ihr nicht wirklich steht: weg damit.


Wenn es andererseits ein Kleidungsstück ist das sie heiss und innig liebt, das ihr steht und das sie tragen will, - das aber nicht nicht mehr passt oder kaputt ist oder sonst was: dann geht sie los zum Einkaufen um es zu ersetzen.  Aber eben nicht zielloses einkaufen, sondern ganz eine ganz bewusste Suche nach diesem bestimmten Stück.  Irre, was? 

Und das fand ich faszinierend: die bewusste Planung durch die sie zu jedem Stück kam.  Dass alle Sachen ihren Platz in ihrem Schrank und ihrem Leben errungen haben.  Dass es da nichts gab dass nur rumhing und muffige Stimmung verbreitet.  Von daher macht mich diese Vorgehensweise an.  Nur wäre ich nie damit zufrieden nur so an die 15-20 hängende Klamotten und nur 12 zusammengefaltete Sachen zur Verfügung zu haben (das schliesst Unterwäsche nicht mit ein, die hat sie nicht mit fotographiert).  Das fand ich so richtig gut: alles was sie besitzt das passt und steht ihr.  Es ist ganz bestimmt etwas das ihr gefällt (sonst hätte sie nicht ausgerechnet diese bestimmte Klamotte wenn sie doch schon so wenig hat), oder das sie sogar sehr liebt.  Nichts hat Löcher oder peinliche Flecken, sonst wäre es aussortiert: da braucht man sich keine Gedanken machen was machen tragen kann: alles ist in Ordnung und man kann sich schnell eine Klamotte grabschen ohne lange kucken zu müssen.


Das ist eigentlich kein Luxus sondern etwas das einem sehr gut tut: keine Zeit mit langweiligem Kucken und Prüfen und Überlegen verbringen zu müssen.  Da kann man sich per Farbe aussuchen nach was einem grad ist, und bei so wenig Sachen weiss man auch genau was man hat und wie es kombinierbar ist.

Die Autorin trägt alles im ‘Layer-look‘, wie heisst das noch auf deutsch?  Zwiebel-look ist es ja wohl nicht, oder?  Wenn man ein paar Lagen mehr trägt wenn es kalt ist, und etwas ausziehen kann wenn es einem zu warm wird.  Dieses.
 

Was mit dieser Verfahrensweise auch recht gut klappen müsste ist dass sich so langsam über Zeit weg zeigt was an Klamotten einem steht, gefällt und gut tut.  Wenn man Sachen nicht besonders oft trägt dann weiss man oft nicht dass es gar nicht mehr das richtige für einen ist.  Wenn ein Kleidungsstück eins von recht wenigen ist, dann muss es sich seinen Platz verdienen und auch wirklich was taugen. Das macht mich wirklich an dabei.


Was mir nicht so gut gefallen hat, und warum ich denke dass eine minimalistische Garderobe nichts für ist: mir wurde beim Anblick richtig bange zumute: wo sind denn die ganzen Farben? Die Frau hatte nur so drei: ein Hemd war wunderbar hellblau, etwas anderes hatte diese golden grüne Farbe, also schön satt, und alles andere war “Farbe“ neutral – also weiss, grau, bräunlich, beige, dunkel und schwarz.  Sonst hatte sie keine tatsächlichen Farben. Kein violett, blau, rot, rosa, gelb, orange oder andere Grüns. Das wäre mir zu beschränkt, zu einengend.  Wenn mir nach einer anderen Farbe zumute ist dann möchte ich gern nach dem T-Shirt in dieser Farbe greifen.  Schön wäre natürlich wenn ich etwas anderes als ein T-Shirt in farbigen Farben hätte.  Leider sind die meisten meiner Klamotten schwarz.  Auch sehr langweilig.


Das möchte ich ändern.  Ich will mehr Farbe in meinen tragbaren Klamotten, und ich will weniger haben: keine überwältigende Masse an Zeugs das mir über den Kopf gewachsen ist und einfach nur noch Wust darstellt, eine beschwerende Last.

In der Hinsicht war der Blog Post wirklich sehr interessant: es gibt mir ein paar Ideen auf was ich Acht geben kann wenn es darum geht Kleidung auszusortieren bei denen ich mir im Zweifel bin ob ich sie noch will.

Wollen schon, aber brauchen?

Wednesday, 12 March 2014

Meine Klamotten und was ich mit ihnen will



Wenn ich mir Kleidung zulege, dann kaufe ich was mir gefällt – manchmal nähe oder stricke ich mir auch etwas zum tragen.  Das mache ich vom Bauchgefühl heraus: was mich auch immer anspricht.  Das ist es was mir an meiner Vorgehensweise gefällt und gut tut. 

Was mir daran nicht wirklich passt und nicht gut tut, ist dass ich mir Klamotten einhandle die sich in ihrer Gesamtheit irgendwie so zusammen gewürfelt anfühlen.  Da hat nichts so wirklich Hand und Fuss, es ist alles so recht zufällig und unüberlegt.  Einiges passt zu nichts anderem, anderes trage ich ständig aber vieles nimmt einfach nur Platz im Schrank weg ohne sich den zu verdienen.  Ich hab es satt.  Das passt mir einfach nicht mehr.

Ich möchte meine Garderobe etwas mehr planen - ohne die Spantanität zu verlieren.  Ich denke dass ich beides auch ganz gut miteinander vereinen kann. 

Es macht auch Spass mir zu überlegen was ich gerne hätte dass dann gut zu meinem anderen Gewand passt, eine Ergänzung, ein gute Zufügung.   Das würde mir wirklich in den Plan passen, das gefällt mir. 

Dann fängt’s an interessant zu werden: was möchte ich denn gerne?  Weiss ich das überhaupt? 

Es ist wirklich ulkig, aber da bin ich mir gar nicht so sicher. 

Was steht mir denn?  Es gibt vieles das nicht super doll an mir aussieht, und diese Stil Klamotten trage ich dann auch sehr wenig.  Ist ja klar.  Nur war es mir nicht klar dass sie mir nicht super-duper stehen würden als ich sie mir zugelegt habe.  Da ist ein Plan eine wirklich gute Sache: ein paar Regeln die es einfacher machen zu entscheiden ob es sich lohnt etwas zu kaufen (oder sogar zu nähen!) oder eben nicht.  Da fühl ich mich dann auch im Hirn und im Bauch nicht so furchtbar hin- und hergerissen weil ich dann weiss warum mir etwas gut tut, und warum nicht.

Wenn ich nur so loslege dann kann das daneben gehen.  Und das ist besonders schade wenn ich mir sogar die Mühe mache etwas zu schneidern – wenn es dann nicht wirklich das richtige ist (Farbe, Schnitt, Stil, sonst was) dann macht meine Stimmung Flaute, und ich wusste nicht mal genau warum eigentlich.  Das ist eine Wohltat mir das mal klar zu machen – ich hab wirklich das Gefühl dass sich das lohnt.

So, was hätte ich den nun gerne? 

Der andere Gesichtspunkt der da sehr mit reinspielt ist die massige Anzahl an Stoffen und Wolle die ich mir gesammelt habe über die letzte paar Jahre.  Ich spüre den Drang diesen Vorrat so weit es möglich ist aufzubrauchen: in dem ich nähe und stricke.  Was aber wenn es Materalien sind in denen ich gar nichts haben will? 

Es ist eindeutig: der Plan muss her sonst wird das weiterhin ganz schön unzufriedenstellend.  Und wie. 

Am besten ist es mir zu überlegen welche bestimmten Klamotten mir gut gefallen, gut stehen und die eine super Basis für die geplante Garderobe bilden.  Und mit Garderobe meine ich nicht den Schrank sondern die Ausstattung an Anziehsachen die den Kern bilden werden auf die ich weitere Klamotten beziehen kann – so eine Kerngarderobe an Sachen die ich wirklich mag und die ich ergänzen kann. 

Zuletzt hatte ich mir einen schön kräftig pinkfarbenen Mini Rock genäht.  In einem Schottenkaro bei dem mir die Farbe so gut gefällt und dass es ein Muster ist.  Ich hab auch die Seitennähte gut gemacht: die Karos laufen fast zusammen (die zweite Seitennaht lief schon viel besser als die erste!). Er ist ein kleines bisserl kurz herausgekommen, so 2-3 cm kürzer als ich wollte, aber ich kann ihn trotzdem anziehen.  Da zeig ich halt mal ein bisschen mehr Bein, die sind nicht schlecht, die kann ich schon herzeigen. 

Ich kann schwarz dazu anziehen, und grau. Weiss auch. Ein mittleres Blau ist okay, grün ginge auch. Andere Schattierungen rosa und pink (ich meine eigentlich wie hell oder dunkel die Farbe ist, nicht den ton selber) die gingen auch.  Ach und violett!

Ich kann meine Sachen durchforsten um zu schauen was zu diesem Rock passt. 

Ich habe einige Sachen die schwarz sind.  Andere neutrale Farben auch.  Die wirkliche Herausforderung wird darin liegen farbige Farben zu finden und zu wissen zu welchen bestimmten Klamotten ich sie tragen können werde.

Vielleicht muss ich mir eine Liste mit Fotos machen?  Im Computer am besten.  Vielleicht als ‘mood board‘?  Ich meine eine bildliche Darstellung in der alles mögliche zu sehen ist.

 

Das ist ne Idee...