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Saturday, 15 May 2021

Neuer Blogname! Hin, her und quirlig

Seit einer Weile ist mir das Wort 'quer' sehr gegen den Strich gegangen. An und für sich ist 'gegen den Strich gehen' eine gute Sache, aber eine mentale Assoziierung mit Querdenkern ist mir ein Graus. 

Also: neuer Name! 

Und quirlig ist auch irgendwie gut. Das gefällt mir sogar mehr und mehr je mehr ich darüber nachdenke. Es schlägt nicht 'bieder' oder 'abgestanden' vor sondern hat mehr zu tun mit stimulieren und in Bewegung sein zu tun. Das finde ich prima!

Die Querdenker wollen sich von anderen abheben, aber statt individuell zu sein normen sie sich. Ich möchte alles Mögliche durchdenken und vor allem aufgeschlossen bleiben - weil man nie auslernt. Das Leben ist hochinteressant und bietet so viele Lernmöglichkeiten dass es wirklich schade ist sich von Neuem abzukapseln weil man an gefasten Meinungen festhalten will. Das ist wie ein Anker der einen in flauem Wasser hält und davon abhält Neues zu sehen.

Der neue Name regt mich auch an wieder schreiben zu wollen. Die Freude am Schreiben habe ich vermisst. Mein grösstes Hindernis sind die Themen: über was möchte ich gerne schreiben?

Ich will aufmerksamer durch das Leben gehen und meine Augen offenhalten. Ich bin sicher ich werde allen möglichen Themen begegnen die in mir den Wunsch wecken was drüber sagen zu wollen. Es ist mir für eine lange Weile nicht eingefallen dass ich auf diesem Blog hier schreiben könnte, aber das lässt sich sehr leicht ändern! 

Ich schalte den Wunsch an in mir, und lasse ihn wirken. Das funktioniert bestimmt. 

Ich hab immer wieder das Bestreben im Internet nach etwas "Interessanten" suchen zu wollen. Es ist verflixt schwierig dieses Bestreben in Suchbegriffe umzuwandeln. Wie definiere ich 'interessant' und was für Themen sind das für mich?

Ich interessiere mich sehr für Zukunftorientiertes: wie die Welt von Morgen sein könnte, was dazu führt, welche interessanten Entwicklungen, Erfindungen und Einsichten zu guten Ergebnissen führen können. Ich bin z.B. an erneuerbarer Energie interessiert, überhaupt auch daran wie Energie gelagert werden kann damit sie jederzeit zu Verfügung gestellt werden kann wie Neuerungen an Batterietechnologie. Hochinteressant.

Das ist nicht das einzige Thema das mich interessiert, nur weiss ich nicht was es sonst noch sein könnte das ich verfolgen will. Also wiederum diesselbe Idee: Augen und Ohren offenhalten! Ich will offen sein alles Mögliche zu entdecken und Ideen bewusst zu werden die ich noch nicht weiter verfolgt habe.

Sunday, 17 March 2019

Nur ein paar Handgriffe auf einmal

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An manche Sachen muss man sich rantasten.  Das fällt mir immer wieder auf.

Ob das nun die Ärmel in der Bluse sind die ich gerade nähe, ein offizieller Antrag für den ich noch nicht den Kopf frei habe, die Stornierung eines Abonnements, oder auch der leidige Zustand meiner Wohnung...

Manches braucht seine Zeit und von diesen Aufgaben gibt es welche vor denen wir uns geradezu grausen.  Die gehen einfach nicht fast wie von selber wenn man sie nur anfangen würde.  Selbst wenn man anfangen kann, da klappt noch nicht so alles.

Das Anfangen selber ist schon das schwerste.

Es stellte sich heraus dass das Ärmeleinsetzen wesentlich einfacher war als befürchtet:  es ist ein Stil der viel einfacher zu nähen ist als normale Ärmel. Ich hatte nur vorher noch nie Tulpenärmel versucht. Ich glaub ich hab mich in die Dinger total verliebt!  Wenn sie auch noch okay zu bügeln sind, dann bin ich ein Riesen Fan. Mal kucken.

Weil das Blog Schreiben so seine Weile dauert und ich gerne Unterbrechungen eingehe in denen ich was anderes mache:

Inzwischen geht's an die Knopflöcher von selbiger Bluse. Die nähe ich auch nicht gerne. Ich weiss aber dass meine Nähmaschine die fast 'von alleine' näht, also eigentlich "ganz einfch" (hüstel). Die einzige Schwierigkeit liegt darin die Abstände der Knopflochpositionen schön genau auszumessen und zu markieren. Und so was läuft oft mal schief wenn man es unter Zeitdruck oder mit wenig Konzentration macht.

Manches braucht einfach seine Zeit. Und das ist einfach so.

Das Geheinis was die ganze Chose einfacher macht und den Einstieg erleichtert: ein paar Handgriffe auf einmal. Wirklich nur ein paar!  Oder sogar auch nur einer, das geht auch. Mit jedem kleinen Bisschen wird alles leichter!

Ich hab immerhin gerade den richtigen Nähfuss an meiner Maschien installiert, das ist oft auch so ein Hindernis. Wenn es einem einfach zuwider ist so was zu machen. Aber nu hab ich!

Abgesteckt sind die Abstände auch schon (hurra!), und es steht dem eigentlichen Nähen nichts im Wege. Noch besser ist es dass die Bluse dann fertig ist. Es gibt sonst nichts weiteres daran zu nähen (naja okay, die Knöppe selber noch aber nix anderes mit Maschine).  Ich brauch mich also nicht zu sorgen dass noch was anderes drohend über mir hängt und mir die Laune verhagelt. Ich muss wirklich nur diese eine Näharbeit machen. Wann auch immer es gut reinpasst. Und das kann bald sein. Und wann es sein wird, dann ist es gut.

~ ~ ~

Die andere Sache die mir zu der Überschrift eingefallen ist, ist auch das Aufräumen. Wenn ich die riesig grosse Aufgabe vor mir sehe dann geht gar nichts.  Das ist ein Riesenberg, und bei dem Gedanken setzt alles aus.

Aber mit ein paar Handgriffen hier und dort, das geht!

Ich kucke auch zur Zeit jetzt immer wieder mal auf Ecken oder auch Stellen am Boden wo etwas stehen könnte dass ich schon lange nicht mehr in Betracht gezogen habe: steht das wirklich dort noch gut, ist es dort aufgeräumt?

Oder hilft es mir tatsächlich viel wenn ich einen anderen, besser geeigneten Ort für diesen Behälter finde?  Weil dann das ganze Zimmer mehr aufgeräumt aussieht also vorher. Das einfach nur Rumstehen hatte den Raum weniger gut aussehen lassen, nur hatte ich das vorher nicht gemerkt.  Deswegen ist es auch so gut mal was umzustellen. Mal die Überlegung haben was wo besser passt, was Sinn macht, wo man weniger drüberfällt.

Das sind grade so die Überlegungen die mir hoffentlich meine Aufgaben leicher von der Hand gehen lassen.

Saturday, 5 January 2019

Gute Gewohnheiten

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Was sind eigentlich gute Gewohnheiten?

Bei schlechten sind wir uns sicherer: das sind Sachen die wir immer wieder machen und die uns total auf den Geist gehen.

Gewohnheiten an sich sind Muster, Verhaltensmuster. Eine Art Routine bei der wir nicht lange überlegen müssen wie wir etwas machen, weil es sich eingefleischt hat.

Menschen mögen es nicht ständig von neuem anfangen zu müssen Erkenntisse zu gewinnen. Stell dir nur vor wir anstrengend es wäre an jedem Verkehrsschild stehen bleiben zu müssen um zu überlegen was es bedeutet. Warst du schon mal in einem fremden Land in dem etwas unter einem Verkehrsschild stand, das du erst lesen musstest und dann übersetzen, bis du es verstanden hast? Mühsam!

Wir versuchen in allem dem wir begegnen Muster zu finden, das passiert so unterschwelig dass es uns gar nicht bewusst ist.

Das passiert auch mit Verhaltensmustern. Wir wollen nicht erst denken müssen um zu Entscheidungen zu kommen wie wir was machen. Wir schätzen Shortcuts. Und die sind unsere Gewohnheiten.

Gewohnheiten ermöglichen es uns schneller zum handeln zu kommen, etwas zu machen ohne lange herumzufackeln.

Es gibt gute Gewohnheiten die uns wirklich helfen und nicht so gute die uns behindern und davon abhalten die Sachen zu machen die uns gut tun und die wir schätzen.

Wenn ich den Tag über daran denke etwas schreiben zu wollen, dann abends nach Hause komme und mich erstmal erschöpft ins Sofa fallen lasse... und prompt den ganzen Abend nicht vom Fernseher los komme. Das würde ich eine schlechte Gewohnheit nennen. Sie hat mich vom Schreiben abgehalten und das war über die lange Zeitspanne, in der mir das viel zu oft passierte, dann sehr entmutigend und sogar deprimierend.

Und das macht schlechte Gewohnheiten aus: wir sind mir ihrem Ergebnis recht unglücklich und wünschen uns das dieses Ding besser laufen würde.

Verzag nicht! Hilfe ist einen Satz weg!

Die wunderbare Sachen mit Gewohnheiten ist dass man sie bewusst formen kann.  Sobald man etwas zweimal wiederholt, da wird es schon zur Gewohnheit. Wenn das nicht eine effektive Methode ist!

Stell dir vor dass du jedesmal auf einem Bein hüpft wenn du in ein Zimmer gehts, und das drei mal. Ich bin ziemlich sicher dass du beim vierten Mal in ein Zimmer laufen dich danach fühlst wieder auf einem Bein zu hüpfen. Ich habe absolut keine Ahnung warum jemand auf einem Bein hüpfen wollte (aus Jux und Gaudi vermutlich), aber du verstehst was ich meine.

Eine Gewohnheit ist ein Mechanismus der einem das Leben erleichtert.  Was möchtest du gerne schneller und einfacher machen können?  Welches Problem möchtest du gerne lösen das durch eine eingefahrene Verhaltensweise ausgelöst wird?

Und wie schaut die Gewohnheit aus die an die Stelle der schlechten Gewohnheit treten kann?

Was möchtest du gerne wie machen?



Sunday, 16 December 2018

Anfänge

Ich will diesen Eintrag doch noch reinstellen obwohl er inzwischen leider überholt ist. Aber es geht ums nähen, und das ist mal was anderes.  Ich werde auch bald wieder über mein Handarbeiten reden.



Hurra!

Am 2. Tag des Jahres habe ich angefangen mein erstes Nähprojekt des Jahres auszuschneiden.

Ging zwar mit etwas Schwierigkeiten weil ich beim Ausschneiden des Papierschnitts, noch im letzten Jahr, noch nicht entschieden hatte welche der Grössen ich benützen will. (Mist, dass ich das nicht mehr wusste), deswegen habe ich mich heute etwas vertan.  Und die Ärmel sollen kürzer werden was bei diesem Schnitt nicht so leicht ist: man muss die Passe und die Ärmelstücke zusammen nähen und dann an die anderen Teile dranstückeln. Das kann man auf diesem Foto auch ganz gut sehen:

Burda 6230 Big blouse

Das ist auch genau das was mich an diesem Schnitt am meisten interessiert: dass es eben nicht Null Acht Fünfzehn ist, sondern was individuelleres.  Diese Art Überblusenmuster hab ich sonst nicht gefunden, und ich habe gesucht.  Aber das macht es dann auch schwerer das Muster abzuändern weil ich erst beim zusammennähen herausfinden werde wie die Stücke zusammen passen.

Nu ja, Herausforderungen sind gute -forderungen...  Die hoffentlich zu Förderung werden: der Förderung meines Wissens und meines Könnens.

Es fühlt sich wirklich total gut an schon so schnell am Anfang des Jahres mit dem zu beginnen was ich viel machen will.  Nicht nur dieses Jahr, sondern länger: es gibt sehr viel Stoff den ich aufbrauchen will (ich hab viel zu viel) und ich will dabei lernen. Ich will mir Wissen aneignen und mein Können erweitern - das bringt mir viel Freude.

Bis jetzt hatte ich noch nicht sehr viele Näherfolge, es gab ein paar Projekt die ganz gut waren aber nicht sehr viele.  Jedes bisschen das ich nähe ist eine Herausforderung auch an mein Durchhaltevermögen. Ich weiss nicht so recht wie's damit aussieht, ich hätte gern mehr davon.

Ich will mein Durchhaltevermögen entwickeln, und zwar viel mehr, und als verlässlicherere Fähigkeit  in mein Arsenal einfügen - meine 'Werkzeugskiste' (tool kit) von dem was ich kann und erreichen kann.

Ist schon mal ein sehr guter Anfang mit dem Ausschneiden.

Am nächsten Tag, 3. Januar, hab ich weitere Stücke ausgeschnitten und auch die Vliesline an die Kopflochleisten gebügelt.  Ich muss noch die Stücke für Kragen, Bündchen und Taschen ausschneiden.  Es ist 'nur' der Muslin aber wenn er was wird dann will ich ihn gern als dünne Überbluse über Sommerkleidung anziehen können.

Ich hab einen sehr hübschen weissen Stoff im Sinn den ich für das eigentliche Projekt nehmen will aber der ist was ganz besondere und deswegen will ich ihn auch nur verwenden wenn ich mir ziemlich sicher bin dass es das richtige Projekt dafür ist.  Das ist ja auch der Grund warum ich es so schwer finde meine Stoffe aufzubrauchen!  Ich mach wieder den alten Fehler es perfekt haben zu wollen. Darn.

(Mit Muslin meine ich hier das englische Wort: ein "Entwurf" in Stoff bei dem man sehen kann ob das Muster was ist und einem passt. Das andere englische Wort ist 'Toile')

~ ~ ~ ~ ~

Dez 2018:

Dieser Eintrag ist nun schon von vor fast einem Jahr. Schnell reinstellen bevor er noch mehr veraltet!

Es ist auch interessant to sehen mit welchem Nähprojekt ich dieses Jahr angefangen hatte. Ich habe schon angefangen darüber nachzudenken was ich im neuen Jahr anfangen will.

Das ist der schönste und aufregendste Schritt bei Nähprojekten: wenn noch alles frisch und neu ist und man sich drauf freut was man herstellt - bevor es dann klar wird dass die Realität doch nicht so super ist wie man hoffte.

Ich habe leider einige Sachen genäht die einfach nicht so geworden sind wie ich hoffte. Ich will mehr darauf achten wie die Stofffaser sich für das Projekt eignet. Ich denke das ist mein grösster Fehler.

Der andere ist dass viele Kleidungsstücke die ich nähen will Form und Stil haben die mir nicht wirklich stehen. Diese Überbluse ist viel zu gross, breit und lang - ich ertrinke in ihr ziemlich. Wenn sie aber viel kleiner wäre dann ist das auch nichts bei meiner Körperform: eine sehr umfangreiche Taille mit schmalen Hüften.

Es ist bei dieser Bluse bei dem Stoffentwurf geblieben: ich habe sie einmal im Sommer getragen als es wirklich gegen Abend etwas frisch wurde. Ein leichter Überwurf über meiner Sommerbekleidung war dann tatsächlich super fürs Sitzen im Garten wie erhofft.

Immerhin ziehe ich einige meiner Röcke an. Das tröstet mich.

Auf ins neue Jahr hoffentlich mit einem Projekt das mehr Erfolg verspricht!  Ich bin ja mal gespannt ob ich inzwischen Formen wähle die mir besser stehen...

Frohes 2019 an alle!

Sunday, 9 September 2018

Weiter geht's

Schön ausbreiten ist immer gut

Hier ist noch ein Beitrag den ich vorbereitet hatte, und wohl aufgehoben hatte:


Ich hab weiteren Papierkram gefunden.  Ich hatte schon einen Karton voll und nochmal eine Handvoll sortiert, am grossen Esstisch an dem es wunderbar ging, - und mir war doch so als wäre da noch einiges mehr!

Das hat mich recht genervt dass ich das weitere Zeug erstens nicht finden konnte, und dass ich die olle Chose zweitens auch noch an mehreren Orten rumstehen hatte. Dieses Verstreute ist dermassen gemein. Grrrh.

Diese Papiere fanden sich dann in Kartons die ich unter Aufbewahrungsbehälter gestellt hatte.  Sie hatten wohl den 'Zweck' (ja ja, als ob!) als Fundament für die anderen Dinger zu fungieren, damit die nicht auf dem Boden standen. Das ist noch mehr total grrrrh!!

Immerhin hab ich sie nun rausgezogen.  In dem Karton ist auch noch alles mögliche drin an Papieren für mein Geschichtsforschungsprojekt, also Sachen die ich brauche.

Und ich hab Steuerbelege und Lohnzettel gefunden die ich glatt grade brauche!  So weit war ich noch gar nicht nach denen suchen zu wollen.  Sehr angenehm sie zu finden bevor es unangenehm wurde. Ich war total hin und weg von dieser wunderbaren Überraschung! Manchmal läuft was wie flüssiger Honig...

Den Ehrgeiz ALLES an Papierkram sortieren zu wollen, den hatte ich denk ich mal noch nie.  Das kam mir immer zu ehrgeizig vor, als ob ich es nie schaffen würde.


Und nun habe ich es geschafft!

Ich muss sagen das ist ein wunderbares Gefühl!  Ich bin voll begeistert. Es fühlt sich so leicht an, so befreit. Ich kann das in meinen Knochen spüren dass es ein irre gutes Erfolgserlebnis ist.  Das möchte ich gerne weiter so machen, vielleicht auch auf anderes anwenden.  Mal die ein oder andere Ecke meines Zimmers aufräumen um Harmonie herzustellen. Aber lieber nicht zu ergeizig sein, da ginge der Schuss in die andere Richtung los. Das weiss ich ohne Zweifel.

Ulkigerweise verursacht das 'allen Papierkram sortieren' auch ein anderes Gefühl: irgendwie fühlt sich das auch als Leere an und ich weiss schon dass ich das gar nicht mag.  Das kann sehr gut der Grund sein warum ich solche Schwierigkeiten mit Aufräumen habe: es fühlt sich dann etwas ungemütlich an. Tschah, wirklich gute Erklärung, hmph.

Das 'alles sortiert' löst so ein Gefühl aus von: ist da wirklich nix mehr das rumliegt?  Hab ich nicht noch wo einen Platz an dem sich Papierzeugs verbirgt? Blöderweise ist das ein Gefühl das ein kleines bisschen beklemmend oder enttäuschend ist: als ob da kein "Schatz" an Papieren mehr ist den man "entdecken" kann.

So ein Blödsinn! Ich hab meinen Papierschatz in Ordnern drin. Ordner die Themen haben, in denen ich sehr gut (und leicht!) meine Schätze wiederfinden kann!  Was hab ich da so ein blödes leeres Gefühl wenn es doch gar nicht stimmt. Also echt, ich muss mich an eine neue Denkweise gewöhnen. Dieser olle Mechanismus nützt mir gar nichts, es ist nur nervig in so ein dämliches Verhaltensmuster zu fallen weil ich daran gewöhnt bin. Grrh.

Hier ist das schöne Fach in das ich alle Papiere lege die noch nicht sortiert sind.  Es sind nicht nur 'unangenehme' Sachen drin (bei denen ich mich überwinden muss sie zu erledigen), sondern auch schöne.  Wie z.B. etwas zur Inspiration, ein Strickmuster, ein Foto, eine Notiz mit Details von einer Freundin... also durchaus Sachen die ich gut gebrauchen kann, und die mir Freude mache wenn ich sie wieder in die Hand nehme.

Ich finde das ist eine gute Mischung.



Sunday, 21 May 2017

Aufgehobenes aufbrauchen

Ach was fällt mir das schwer!  Ich hab so einiges das ich deswegen behalte weil ich es bestimmt noch brauchen werde.  Wie so sehr viele meiner vielen Stoffe zum nähen und zum quilten.

Ich habe gerade ein grosses Stück Patchwork aus vier Stoffen zusammengesetzt und -genäht. Ich brauche endlich was auf!


Ich hänge dieses Quadrat im Moment über meine Nähmaschine, um Staub abzuhalten.  Es ist aber noch nicht fertig: keine Rückseite, kein Rand und kein quilten um die Lagen zusammen zu halten.  Ich wollte einen grossen Quilt machen, hab aber nur noch den knall pinken Stoff.

Hier sind noch mehr Bilder:


Das ist das einzelne Motif oben. Sie sind sehr einfach zu machen: endlosen Streifen aus vier Stoffen - in Quadrate schneiden, diese dann wieder kreuzweise schneiden, drehen und wieder aneinander nähen. Ich hab es hauptsächlich deswegen ausprobiert weil ich wissen wollte wie das Muster funktioniert!

Und hier sind sie aneinander genäht:



Ich hab auch gerade sehr hübsche Blechschilder gefunden die ich vor sehr langer Zeit für gut Geld gekauft hatte.  Die kleineren mag ich sogar noch sehr gern und frage mich warum ich sie nie aufgehängt habe?  Aber die drei etwas grösseren gefallen mir gar nicht mehr: die sind jetzt in der Tüte für den Charity Shop.


Eine langärmlige Bluse habe ich auch geändert, sie hat mir so nicht mehr gefallen und war zu eng oben rum. Ich wollte es nicht wahrhaben aber sie hat mir überhaupt nicht mehr gepasst.

Ich habe die Ärmel rausgetrennt, die Armausschnitte etwas gestaltet (leider funktionieren die Abnäher nicht so gut wie ich hoffte, alles andere ist aber gut) und habe einen wunderschönen neuen Saum gestaltet, zu meinem eigenen Design.

Hier sind die Bilder:

So sah die Bluse vorher aus

Diese Ärmel habe ich rausgetrennt

Nach dem Abnähen der Saumnaht

So schaut der ganze Saum aus
Und so schaut das ganze Teil jetzt aus:


So ein tolles Rot!  Dieses Top konnte ich nicht einfach loswerden.  Ich habe den Stoff der Ärmel benützt um keilförmige Teile in der obere Seitennaht einsetzen zu können.  Jetzt ist es weit genug damit ich es tragen kann.

Ich bin sehr froh über dieses schöne Ergebnis.  Es hat sich wirklich gelohnt meine Idee mit der Form dieses Saums in die Wirklichkeit zumzusetzen, und es schnell durchziehen zu können weil ich nicht erst eine Bluse nähen musste: zwei Fliegen mit einer kreativen Klappe!


Inzwischen schaue ich mir die gut 20 Strickprojekte an und fürchte dass es sogar noch mehr sein könnte. Weil es so viele sind bin ich um der Frage herumgeschippert ob ich all diese Projekte auch wirklich beenden werde.

Will ich die auch wirklich tragen?  Passt es zu meiner Garderobe, ist es auch wirklich mein Stil?  Will ich vielleicht etwas fertig bekommen und in den Charity Shop tragen damit wenigstens jemand anderes sich dran freuen kann?  Das wäre gar nicht schlecht: ich hätte Garn aufgebraucht, kein schlechtes Gewissen und hätte mich am stricken gefreut.

Aber mit allen will ich das auch nicht machen. Das ist zuviel Erwartung und Druck. So ein braves Mädchen will ich nicht sein, und das brauche ich auch nicht zu sein. Das wäre ziemlich übel: mich mit solchen künstlichen Erwartungen in etwas zu zwingen. Ich kann die Zeit die ich mit so was widersinningem verschwenden würde viel besser mit anderem verbringen das mir mehr bringt, mehr Spass macht, und das produktiver ist.

Also....

...vielleicht schmeiss ich auch das ein oder andere weg. Das kann ich mir schon erlauben. Vor allem wenn es eine Befreiung darstellt.

Aber welche. Das ist die grosse Frage.

Vielleicht schreibe ich meinen nächsten Blog über diese Projekte, mal sehen.

Friday, 16 December 2016

Zeit im Griff



Ich hatte früher oft Schwierigkeiten pünktlich zu sein. Ob zum Freunde treffen (was wirklich schönes auf das ich mich freue) oder um rechtzeitig in der Arbeit zu sein (oft nicht sehr mit Freude verbunden).

Ich hab auch immer wieder verschlafen und fand meine Unzuverlässlichkeit wirklich grausig.  Ich musste mir eingestehen dass ich deswegen oft spät zum Arbeitstagsanfang war weil ich eine Riesenresentiment geschoben hatte weil ich dort sein muss und es nicht eingesehen habe Zeit vorher damit zu verschwenden "zu früh" dran zu sein.

Den richtigen oder noch schlimmer sogar: den perfekten Zeitpunkt erwischen zu wollen ist aber ganz schön schwierig und unwahrscheinlich stressig. Das hab ich mir inzwischen abgeschminkt. Lieber etwas früher dran sein und sich keinen Stress machen müssen. Das ist mir viel mehr wert.

Eine gute Arbeit / Freizeit Balance zu haben ist mir sehr wichtig, das ist das grössere, übergeordnete Ziel. Zuviel arbeiten dankt mir niemand und meine eigene Zeit ist mir wichtig.

Aber warum war ich auch oft spät dran wenn ich mich mit Freunden treffe? Das ist ein Riesenwiderspruch. Ich hatte für lange Zeit nicht verstanden dass ich einfach kein gutes Gefühl entwickelt hatte Zeit gut einschätzen zu können.

Das Zeitalter der Telefone die Erinnerungen piepsen lassen, ist mir absolut willkommen!  Das ist eine grosse Hilfe.

Dann benütze ich auch gerne die Internetseiten die einem sagen wie lange man von Punkt A bis Punkt B braucht. Das konnte ich auch nie gut einschätzen. Diese Info schätze ich auch sehr.

Dann schau ich mir auch oft Google Street View an bevor ich wo hinfahre wo ich noch nie vorher war: er ist sehr hilfreich zu wissen wie das Gebäude und dessen Umgebung aussieht bevor man hinfährt.

Was hab ich aber früher auch viel Zeit vergeudet mit Sachen die ich entweder nicht in Betracht gezogen hatte (wie ein Haus erkennen können) oder Strecken und öffentliche Transport Zeiten zu unterschätzen. Das geht heute viel leichter.

Mir ist im letzten Jahr zweimal was peinliches passiert: einmal habe ich es total verpasst mich mit einer Freundin zu treffen weil mein Telefon eine falsche Zeit auf dem gesperrtem Bildschirm zeigte, während the Systemzeit die winzig klein in der oberen rechten Ecke ist schon die richtige Zeit zeigte, ich war aber bis dahin nicht draufgekommen dass diese zwei Zeiten nicht immer gleich sind. Sobald ich mein Telefon 'aufwecke' und den Sperrbildschirm wemache, dann ist die grossangezeigte Zeit in der Mitte des Bildschirms richtig. Aber davor nicht. Guter Gott, ich hatte keine Ahnung.

Und dann hab ich mich noch mit einer Freundin getroffen bevor ich einen Arzttermin hatte. Ich wusste genau wann ich von dort losmusste damit ich rechtzeitig zur Praxis komme. Was hab ich geschafft zu machen? Ich hab doch glatt die Zeit auf meinem Telefon falsch abgelesen: statt zu sehen dass es zehr vor zwei Uhr war, dachte ich es sei eine Stunde später. Ich muss irgendwie diese Zahl falsch interpretiert haben.

Mit dem Ergebnis dass ich voller Panik losgesaust bin, auch gottseidank gut durchkam (wenn es wirklich schon eine Stunde später gewesen wäre dann wäre ich zu spät dran gewesen wenn ich denselben Weg wie auf dem Hinweg genommen hätte. Mit zweimal umsteigen auf einer anderen Strecke ging es dann schneller) - und ich stand in der Arztpraxis und wollte auf deren elektronischem Monitor einschecken und hab absolut nicht kappiert warum mir das System sagte dass ich eine 'frühe Ankunft' sei und erst 30 Minuten vor meinem Termin einchecken kann, und nicht jetzt schon.

Das hat mich so sehr verwirrt dass ich erstmal aufs Klo bin (ich hatte ja noch ein paar Minuten Zeit, dachte ich) und es dann wieder versucht hatte. Mit dem gleichen Ergebnis!  Was stand ich da dort als ob mir jemand aufs Hirn gehauen hätte. Ich hab das einfach nicht verstanden.

Dann hab ich auf die Uhr in der Arztpraxis geschaut und DANN erst gemerkt dass es eine Stunde früher war als ich dachte. Und das alles obwohl ich die Zeit auf meiner Uhr (also meinem Telefon) sehen konnte aber weiterhin falsch interpretiert hatte!

Ich war ganz schön sauer auf mich dass ich mich selber um eine Stunde mit meiner guten Freundin gebracht habe. Ich werde mich besser nicht wieder vor einem Arzttermin mit jemandem treffen, ausser es ist in der Nähe, dann panicke ich nicht so leicht.

Also so was.

Fazit: ich finde es schwierig Zeit einzuschätzen und kann meine Hilfemittel gut gebrauchen. Dann muss ich mich noch hüten vor Fehlern - manche kann ich vermeiden sobald ich weiss wie sie passieren, andere kann ich nur verhindern wenn ich jemanden bitte mir zu helfen: ich hätte meiner Freundin klipp und klar sagen sollen um welche Uhrzeit ich los muss damit sie mich bremsen kann wenn ich auf einmal alles durcheinander werfe und mich um eine Stunde verschätze. Ich hoffe sie hat es mir verziehen.

Eins weiss ich: ich will nicht diejenige sein die immer wieder zu spät kommt (oder zu früh geht!) - ich will gerne verlässlich sein. Mein Benehmen kann ich verändern, grad wenn ich gut übe, aber meine Persönlichkeit und Temperament nicht. Es ist eine gute Sache den Unterschied zwischen beiden erkennen zu können.

Wednesday, 14 December 2016

Mehr Harmonie: es klappt! Es klappt!

Hach, ist das toll: ich mache Winzlingsschrittchen die zu mehr Harmonie in meinem Lebensbereich führen. Ist das schön!


Weil Aufräumen so oft diese Riesenanstrengung ist, verleidet mir das es öfter zu machen. Ich muss dann wenn Besuch kommt, weil ich mich sonst schäme wie es bei mir aussieht.

Das wurde mir neulich wieder sehr bewusst als ein Mitbewohner mein Zimmer mit kritischem Blick betrachtete. Das hat sich gar nicht doll angefühlt, vor allem als ich mir vorgestellt hatte wie ich das selber mit den Augen eines anderen sehen würde (man ist sich selber gegenüber ja am kritischsten). Also nach Harmonie schaut es hier nicht wirklich aus.

Wie geht es sonst - wenn nicht als Kraftakt der Riesenaufräumerei?

Winzlingsschrittchen!

Und nu klappt es viel, viel besser!  Mir fällt immer wieder so eine Kleinigkeit auf die nicht dahin gehört wo sie gerade rumpflätzt und sich den Lenz des Lebens macht - sehr oft weiss ich sogar wo das stattt dessen hingehört und viel besser aufgehoben ist. Und wenn ich gar nicht weiss wohin mit dem störenden Teil: dann überlege ich mir wo ich es suchen würde wenn ich es das nächste Mal brauche - dann ist es oft sehr schnell klar wo es hin soll.

Ich kucke mich inzwischen auch immer wieder um um wahrzunehmen was mir sonst entgeht: was eben an kleinen Sachen rumliegt oder welche Ecken und Fleckchen vernachlässigt aussehen (es gibt noch einige davon, den Perfektionismus will ich mir abschminken - also gut so), und dann geh ich hin und trage es dahin weg wo es am Platz ist. Oder räum auch mal ein Fleckchen frei, wische, und verstau meine Besitztümmer wieder. Da kann auch mal was woanders hin. Hurra!

Dieses Übersehen war mir schon lange bewusst, aber wie lösen hatte sich mir nicht eröffnet. Deswegen ist es super prima und wunderbar aufbauend zu sehen dass mir diese Kleinigkeiten im Moment immer wieder auffallen.

Selbst wenn es nur ein Packen Tempos ist, oder ein paar Strickmarkierer - wenn ich es sehe und wahrnehme dann kann ich es an seinen Platz tragen. Und was da zum Teil mitten im Weg rumliegt ohne dass ich es sehe! Eiderdaus, es ist erstaunlich.

Ich hab gerade ein Knäul Wolle unterm Computermonitor 'gefunden' mit dem ich zuletzt gestrickt hatte. Das ist jetzt im selben Beutel mit der anderen Wolle für das selbe Projekt. Als ob man blind wäre?

Es ist das immer wieder anpacken das einen Unterschied macht. Was für eine Erleichterung das zu erleben! Das baut mich total auf. Ich hoffe das hält lange an. Ich will dem Perfektionismus vorbeugen, der ist ein Hindernis und wirkt damit genau in die falsche Richtung: hemmend.

Inzwischen schaut es schon viel besser aus bei mir - und es bleibt auch länger so als früher.  Die Ecken und Plätze die noch nicht salonfähig sind und die ich leicht übersehe, an die will ich mich peu a peu machen. Nur ja nicht wieder einen Kraftakt: nach denen ist viel zu lange Sendepause.

Ich hab auch Behälter von denen ich mir erhoffte dass in ihnen das Zeug gut aufgehoben ist, - aber die quellen oft über und haben sich so wie ich sie benütze noch nicht bewährt. Es ist halt auch ein Fleck an den ich näher hinkucken werde wenn er dran kommt: ich lege zu leicht Sachen obendrauf: auf den Tisch, oben auf den Drucker oder sonstwo ohne diesen Ramsch gleich wegräumen zu können: Wäsche, Bettwäsche, Papiere, Broschüren, "Abgestelltes"... ich weiss gar nicht was sich sonst noch so ansammelt.

Das kann ich noch nicht sein lassen, das passiert mir immer wieder. Da mache ich wohl einen Schritt und nicht den weiteren: die Sachen weiterbefördern bis sie am richtigen Platz sind. Mal sehen was da noch so dran ist.

Eine andere Sache die schon geholfen hat; ich hab einen schönen Beutel genäht für ein Paar Wildlederschuhe die ich nicht oft anziehe. Sie sind sehr hoch. Der hübsche Beutel schaut wie schmückende Innenausstattung aus, der kann bleiben. Die Idee will ich auf anderes auch anwenden.


Meine angefangenen Nähprojekte landen oft weiss der Teufel wo: unter dem Nähtisch, am Haken der Tür, neben einer Kommode, auf einer anderen Kommode und auch noch im Kleiderschrank. Ich möchte gerne einen schliessbaren Plastikbehälter (in denen grad meine Stoffe sind) dazu umfunktionieren in einem davon meine Nähprojekte aufzubewahren: an einem Ort (und die hängenden Sachen weiter rechts im Kleiderschrank. Also zwei Orte. Okay). Ich bin total scharf darauf soviel Stoffe wie nur möglich aufzubrauchen und hab das Gefühl dass ich mich von anderen trennen werden muss weil mir der ganze Haufen Stoff über den Kopf wächst. Und ich hab oft nicht genau den Art an Stoff (Dicke, Gewicht, Webart, Elastizität, Farbe, Muster usw) wie ich ihn brauche um ein neues Projet daraus zu nähen. Mist.

Ich hatte in den letzten zwei Wochen 3-4 Sachen genäht, darüber bin ich sehr happy.

PS: diese Schuhe die kleine Schritte symbolisieren sollen die hab ich seit letzter Woche nicht mehr: ich hatte das nagende Gefühl dass mit ihnen etwas nicht mehr stimmte und dass ich nur noch nicht entschieden hatte sie wegzuwerfen (warum? Häh?). Also bin ich kurz reingeschlüpft: ein Absatz hat sich an der Sohle gebogen hat und dann konnte ich sie kurzerhand in den Abfall befördert. Was für eine Erleichterung!

Thursday, 29 September 2016

Less is More

Ich muss mich immer wieder daran erinnern dass Weniger mehr ist als Mehr. Dass Weniger wesentlich besser ist als wahllos Mehr.

Vor allem beim schreiben: wenn ich mir die Mühe geben kann mir meine Worte so zu überlegen und so zu wählen dass ich meine Gedanken in weniger Worten ausdrücken kann, dann ist das gut für meine Leser und Zuhörer, und es ist auch besser für mich.

Es ist zwar Arbeit meine Worte zu reduzieren und meinen Wortschwall bearbeiten zu müssen, aber das dient auch dazu mir mehr klar zu werden um was es mir geht. Was mir an diesem Thema wichtig ist.

Ich komme mehr ins Reine wenn ich mich mit weniger Ausschmückungen ausdrücken konnte: ich erreiche mehr Klarheit, Erhellung und zum Teil auch mehr Gedankenanstösse die mich auf Neues oder in eine andere Richtung bringen.

In meiner Umgebung ist weniger ja auch so sehr viel mehr: wenn ich in Harmonie leben kann weil es aufgeräumt und ausgewogen aussieht, dann tut mir das so sehr gut.

Ich möchte auch gerne meine Art in Gedankenschwälle auszubrechen bearbeiten damit mein Hirn sich auch mehr aufgeräumt und damit ausgewogen anfühlt: wie im Äusseren so auch im Inneren.

Ich sollte mir das als Schild malen und es an die Wand hängen:

Less is More.


~ ~ ~

Carpe diem.

Sunday, 24 July 2016

Ach, so geht das auch!

Ich hatte gerade den Gedankenblitz: Aufräumen ist so total richtig schön und kann wunderbar Spass machen in dem Moment des tatsächlichen, aktiven Aufräumens!  Ist das herrlich!

Ich hatte gerade ein paar Seiten an bedruckbaren Etiketten gefunden die ich neulich nicht finden konnte, also war die Freude gross.

Aber! Die Freude hat sich dann nocht gesteigert als ich die Etiketten dann freudestrahlend und rundum glücklich zu meiner Kommode getragen habe und sie zu den anderen Schreibwaren gelegt habe.

Weil ich weiss dass ich sie dann das nächste Mal finden werde! Das ist der Grund.

Und das ist auch der Grund warum Aufräumen so total richtig Spass machen kann: wenn man weiss das man was macht das für einen Probleme löst, Sachen einfacher macht, und dann auch noch die Wohnung harmonischer aussehen lässt weil es nicht mehr rumliegt und Staub fängt.

Ist das nicht eine sagenhaft gute Einsicht und Erfahrung?

Hurra zu plötzlichen Eingebungen!


PS: In anderen Nachrichten: ich kucke mir die Tage ein paar Garne in meinem über alle normalen Masse gewachsenen Garn-Stash an, vor allem die Garne bei denen ich keine Ahnung habe was damit machen, und überlege mir eben diese Frage. Dann schaue ich bei Ravelry nach was Andere damit fabrizieren mit diesem genauen Garn. Und dieses Recherchieren lohnt sich total!

Ich sehe viele Projekte die mich nicht so anmachen, aber es ist immer wieder was dabei das mir einen guten Anstoss gibt: ach sowas kann man aus dieser Wolle machen? Das ist je ne Idee!

Ich werde mir die Daumen drücken dass ich wieder was aufbrauche - andererseits benütze ich eine kreischbunt rosane drei Knäul an Garn das ich vor mindestens fünf Jahren gekauft hatte (gut), und habe eine tolle Idee für Verwendung meines Leinengarns gefunden: einen Strickrock in drei Farben. Damit kann ich das rote Garn verwenden das mich bis jetzt ratloss sein liess. Das schwarze Garn kommt mit dazu, nur die dritte Farbe muss ich mir leider neu kaufen. Ich schau aber erstmal wieviel ich aufbrauche mit dem Schwarz und dem Rot, dann weiss ich wieviel ich brauchen werde.

Friday, 15 July 2016

Gutes kann auch mal zuviel sein


Ich hatte so ein nettes Ereignis: ich hab doch glatt eine ganze Box an Gemüse und Obst gewonnen! In meiner Arbeit hatten wir Wellness Woche – und eine der Herauforderungen war für die fünf Tage vier Gläser Wasser am Tag zu trinken.

Hab ich auch glatt gemacht.  Ich hab brav meine Zeiten aufgeschrieben  und auch wirklich all das Wasser getrunken.  Gut getan hat’s mir auch noch. Obwohl ich die ersten zwei Tage nur noch aufs Klo gerannt bin. Der Trick liegt glaube ich darin dann so wenig heisse Getränke oder Orangensaft wie möglich zu trinken, dann geht’s mit dem Wasserspiegel im Körper etwas besser.

Ich hatte auch sogar gehofft dass ich etwas an dem versprochenen Gemüse gewinne.  Irgendwer muss es ja werden, nicht wahr?  Und ich war dann freudig überrascht eine von so 6-7 Leuten zu sein die jeweils eine Box gewonnen hatten.

Die Sache war dann nur: wie das Ding nachhause bekommen, grad weil ich an dem Abend wegging (im Restaurant wollte ich nicht einen Riesenkarton an Gemüse bringen, wie hätte das denn ausgesehen aber am meisten ging’s mir ums rumschleppen), und dann war auch schon Wochenende. Ich hab sogar noch was von den schönen Gaben in den Kühlschrank in der Firma gestopft.

Dann ab Montag habe ich die Sachen über zwei Tage hinweg heim transportiert. Soviel ich halt tragen konnte. Und hab’s dann auch gottseidank alles in den Kühlschrank zuhause, wenn auch nicht alles ins Gemüsefach gepasst hatte.  Der Riesenstrauch Karotten kam so in den Schrank.

Tschjah... und da lag das Zeug dann.  Mit dem Kohl hatte ich sogar eine Idee: ich könnte in kleinschnippeln, in ein bisschen Wasser garen und dann noch Bröckchen an Schafskäse mitreinschmeissen.

Nur hab ich das vielleicht bald gemacht?  Nein, natürlich nicht.

Und das hat mich total bestürzt, traurig gemacht, niedergeschmettert und geradezu deprimiert. Warum mach ich sowas? Ich hab das Zeug zuhause und dann warte ich nur drauf bis es vergammelt damit ich es endlich wieder wegschmeissen kann ohne was damit gemacht zu haben? Das ist doch kriminell oder!  Furchtbar.

Das ist mir sogar peinlich. Also alles ziemlich negative Gefühle. Und dabei möchte ich doch so gerne Gemüse essen! Das Obst das mit dabei war (Äpfel und eine schöne Mango) hab ich auch gleich gemampft, und gut geschmeckt hat’s!  Aber das Gemüse...

Ich weiss schon dass ich totales Widerstreben gegen die ganze Arbeit habe die damit verbunden ist: die Sachen müssen erst geputzt werden, und geschält, dann irgendwie klein gemacht werden: hacken oder reiben oder weiss der Teufel was. Frag mich nicht. Ich hab da nicht die Idee.

Und noch niederschmetternder ist das Wissen dass man sich mit sowas abplagt wie nochmal was, es dann in Null Komma Nix an Zeit weg isst (wenn es überhaupt essbar ist) und dann muss man hoffen dass es auch nach irgendwas schmeckt.  Ich hatte mir neulich eine Süsskartoffel gekocht, die esse ich gerne – aber ich habe nichts gefunden das ich damit hätte kombinieren können. Ich hatte ich kein anderes Gemüse da.  Der Schafskäse den ich versucht habe, der war’s nicht. Das hat etwas eklig geschmeckt. Andere Marinaden und sonst was waren noch schlimmer. Dann hab ich halt den Rest so runtergewürgt, leider war der dann schon kalt weil ich solange rumprobiert hatte eine gute Kombination mit irgendwas zu finden. Also einen Erfolg kann man das wirklich nicht nennen.

Den Kohl hab ich dann grade noch gerettet: die äusseren Blätter waren total hinüber, manche weiter innen mussten viel vom oberen Rand getrennt werden, aber die allerinnersten, die waren prima. Die Menge war dann sogar perfekt für mich als Einzelperson. Ich hab das dann auch wirklich klein geschnippselt, heissgemacht in einem grossen Topf mit etwas Wasser und dann Schafskäse mit dazu. Leider hatte ich ausnahmsweise mal einen anderen Feta gekauft, der war nicht so schön krümlig sonderen eher so etwas glitschig und ist dann auch nicht so schnell im heissen Gemüse geschmolzen. Schade. Ich werd in Zukunft wieder ‘meinen‘ Käse kaufen.

Mit dieser Box an Gemüse ist mir eines klargeworden: ich fühle mich total überfordert mit so Gemüse umzugehen. Ich weiss nicht zu was so Sachen passen (eine Aubergine war auch drin. Ich glaub die mag ich sowieso nicht, aber ich hätte sie halt meinen Hausgenossen anbieten sollen), noch hab ich die leistete Ahnung wie man sie dann zubereitet.

Zum Rezeptesuchen und kopieren oder runterladen hab ich’s auch nicht gebracht. Dazu hätte ich mich zu schlapp gefühlt wenn ich dran gedacht hätte. Hab ich aber nicht mal. Das war einfach alles zuviel. Ich konnte damit nicht umgehen. Und bei dem Gedanken kommen mir sogar fast die Tränen (also, so was blödes aber auch) weil ich mich dabei recht schlecht fühle. Vollkommen gutes Gemüse wegzuschmeissen nur weil man sich dem ganzen nicht gewachsen fühlt, das ist doch furchtbar, oder?

Was ich gelernt habe ist dass ich mich nicht drauf verlassen kann dass ich dann schon Lust bekomme mich aus meiner Gewohnheitsmulde rauszuwuchten und mich in die ungewohnt/angsteinflössenden Bereiche zu wagen. Das haut nicht hin.  Zuviel Gemüse das auch nicht zusammenpasst, das macht mir zuviel Kopfschmerzen.  Das nächste Mal wenn es ans Gemüse zubereiten geht, da recherchiere ich zuerst mit einer Idee nach was mir zumute ist (also keine Aubergine), schaue was ich mir zutraue – und dann gehe ich einkaufen. Gezielt, mit Plan. Das klingt doch machbar, oder?

Und wenn sich das ganze dann etwas besser anfühlt, dann krieg ich vielleicht auch mehr Lust drauf Gemüse zu kochen, und vielleicht schmeckt’s ja sogar auch noch?

Leicht zuzubereitende Gemüse“rezepte“ sind sehr willkommen. Sie müssen aber wirklich sehr leicht zu machen sein. Mit wenig Zutaten und nicht zuviel Zeit die es braucht. Und dann halt was das man auch ohne anderes dazu essen kann, weil noch mehr Zeug zubereiten müssen, das geht bei mir gar nicht. Das ist nicht drin. Ich kann die schönsten, komplizierten Strickmuster nachstricken, oder auch selber zusammenstellen, aber das Kochen ist total nicht meine Stärke.  Ich hab mehr vergessen als ich jemals wusste.
 
PS Ich hab Rezepte in Anführungszeichen gepackt weil ich fürs Zubereiten auch den persönlichen Touch brauche: wenn’s schon die Rezeptesprache ist, da schalte ich ab, das fühlt sich alles zu kompliziert an.

Wenigstens hat mein Kohl mit Feta geschmeckt, das war eine wirklich nette Überraschung. Da hab ich sogar mal was hingebracht. Hurra!

Wednesday, 8 June 2016

Und noch ein paar Gedanken übers selbe Thema...

Fortgesetzt:

Bei anderen Stoffen hab ich keine Idee was damit tun - nur sind die übrig gebliebenen so schön dass ich es nicht über mich bringe sie zu entsorgen - wenn ich es täte: ich weiss genau dass ich mir das gleiche nochmal kaufen würde. Was dann Grund ist es doch zu behalten. Das ist das Dilemma: ich möchte gerne schöne Sachen haben, aber ich will nicht dass mir die Menge an Sachen dann über den Kopf wächst und mich dieser Übermass emotionell erstickt.

Ich will gerne die Sachen die ich bewusst behalten habe dann mehr schätzen - aus genau dem Grund dass ich das mit dem behalten auch wirklich bewusst gemacht habe.

Und dass ich weiss wo ich sie habe. Ich könnte die allerschönsten Sachen der Welt haben - wenn ich nicht weiss wo sie sind, dann nützen sie mir absolut nix! 

Ein bisschen strategisches Zusammenlegen wäre auch gar nicht übel: wenn ich alle Futterstoffe in eine geschlossene Plastikwanne (die Dinger mit gut schliessendem Deckel) lege, dann finde ich die auch leichter wieder.  Dazu fällt mir ein dass ich so an die 3-4 Futterstoffe angebraucht habe, aber ich hab noch übrig gebliebene Stücke mit denen ich nicht tierisch viel anfangen kann. Aber ich brauche doch mal ein kleines Stück für Sachen wie Futter für einen Hut. Und vielleicht fällt mir auch noch eine Methode ein mehere Futterstoffe in einem Projekt zu verbrauchen?)

Das Problem bleibt das gleiche: schöne Sachen sind schön, mehr schöne Sachen sind noch schöner, aber zu viele Sachen sind zuviel und dann ich leide daran dass es mir über Kopf wuchs.  Und es ist total egal wie Sachen aussehen oder sind wenn ihre Menge nicht mehr aushaltbar ist.


Dann gibt's noch das Problem dass ich immer wieder durch meine Stoffe gekuckt habe um versuchen etwas wegzugeben und los zu werden, und bin auf nichts gestossen dass mir nicht mehr gefällt oder das nicht mehr brauchbar ist.  Aus diesem Grund ist es dann sehr deprimierend wenn ich nach einem Stoff suche den ich aufbrauchen will und mir nichts so recht passt.  Das sollen doch alles Materialien sein die schön sind!  So schön dass ich mich nicht von ihnen trennen kann!

Mach ich zu hohe Ansprüche von dem was ich behalten habe?  Denke ich das müssen Stoffe sein die dann total doll sind?  Und sie sind's doch nicht?  Oder liegt es einfach daran dass ein Projekt alle möglichen Eigenschaften verlangt in einem Stoff den halt nun mal nicht sehr viele Stoffe erfüllen können?

Z.B. ein fester Stoff für einen Rock: er muss dick und fest genug sein um nicht zu schlabbern, jedenfalls für einen gerade geschnittenen Rock.  Knitterfest sollte er dann auch noch sein, und eine Farbe die ich auch für einen Rock mag...

Und damit häufen sich die Eigenschaften durch die recht viele Stoffe ausscheiden.

Was mir mit Blusen und anderem oft als Problem begegnet ist: ich hab oft nicht genug Stoff (und müsste mich dann für eine Kurzarmbluse oder sogar ärmellose entscheiden), und zum anderen Teil hab ich Stoffe die ideal für eine Bluse wären die ich machen will aber die Menge die ich habe ist für ein Kleid geeignet!  Was fang ich mit dem Rest an? Eine zweite Bluse im selben Stoff will ich nicht und ich hab doch auch die Länge gekauft um ein Kleid draus zu machen!

Ach herrje.

Also, das hab ich noch nicht gelöst.  Ich weiss aber auch dass meine Stoffe nocht nicht gut genug katalogisiert habe. Ich weiss nicht gut genug was ich habe, und wieviel davon.

Ach herrje.






Wednesday, 1 June 2016

Harmonie tut mir gut

Was ich gelernt habe: ich bin nicht perfekt, und ich will auch nicht perfekt sein! (‘perfekt sein' ist mir ein Gräuel)
 
So bin ich an den Gedanken gekommen:
 
Ich schätze es sehr wenn die Harmonie um mich herum herscht und sich alles so schön ausgewogen anfühlt: ein aufgeräumter Lebensraum der unbelastet von Chaos des herumliegenden Gruschtes ist. Das ist ein schönes Leben!
 
Ich hab dieses Problem mit Sachen die liegen bleiben und das Problem ist dass das Zeug dann auch ewig liegen bleibt.  Als ob es angewurzelt ist an welchem Ort es auch immer mal zu liegen kam!  Furchtbar.  Ich wälze Sachen manchmal um, oft schiebe ich sie auch nur von einem Fleckchen zu anderen, oder ich beuge um.
 
Also eigentlich stecke ich ganz schön was an Arbeit rein um das Zeug rumliegen zu haben!
 
Was ist der Unterschied zwischen rumliegen und mir ein Grauen sein, und aufgeräumt zu sein und mir damit gut tun?
 
Wenn Sachen an ihrem richtigen Platz sind, dann sind sie aufgeräumt – sie fühlen sich harmonisch an.  Ich muss mir überlegen welcher Platz für eine Sache der richtige Platz ist, ohne geht das nicht.  Das ist der erste Schritt.  Gleiches zu gleichem fühlt sich auch sehr gut an: dann finde ich das Zeug auch leichter wieder und damit fällt auch ganz schön was an Last von mir ab.
 
Das ‘aufräumen‘ scheitert oft daran dass es sich nach so einem Kraftakt anfühlt.  Dass man sich so verausgaben muss.  Aber die Sache ist die: wenn ich ein bisschen was auf einmal anpacke dann geht das viel leichter.  Dann fühlt es sich nicht nach brutal viel Arbeit an. 
 
Ich hatte am Samstag eine Freundin zu einer Nähsession eingeladen, - ich wollte mich nicht schämen, und auch den vorhandenden Raum gut nützen können. Es hat auch gut mit dem Aufräumen geklappt: ich hatte nicht alles bis zum letzten Drücker liegen gelassen sondern frühzeitig angefangen Sachen an ihren rechten Platz zu legen.  Das hat gut getan.
 
Wir haben zusammen genäht, abgemessen, den Schnitt abgeändert und Fotos aufgenommen.  Da hat es sich dann doch etwas gerächt dass ich das letzte Zeug doch nur in eine Ecke gestopft hatte: die Ecke hat es verhindert dass ich leicht die Schubladen meiner Nähkommode aufmachen konnte. Upps. Das merke ich mir fürs nächste Mal.
 
Es hat sich gut angefühlt dass wir uns in dem Zimmer rühren konnten. Die Nähmaschine, der Spiegel und das Bügelbrett waren alle gut zugänglich.  Da kann ich mir verzeihen dass es die Nähkommode nicht war. Drei Sachen von vieren ist schon ganz schön gut!
 
Nun ist die Nähsession vorbei und das Zimmer ist noch (relativ) gut aufgeräumt.  Ich möchte es so gerne auch so halten!  Dass es weiterhin harmonisch ist und ich nicht in Chaos untergehe.
 
Aber der Mensch ist ein Gewohnheitstier und natürlich hab ich gleich wieder angefangen Sachen rauszuziehen die dann fast alle wieder liegen geblieben sind.  Manche weil ich sie nicht richtig aufgeräumt hatte und etwas brauchte und dann wieder nicht wusste wohin damit (aha, Schritt 1: ich muss mich entscheiden: wo ist der richtige Platz!?) und anderes weil ich es nicht gleich wieder weg tun wollte.
 
Ich hab Bücher mit Strickmustern, Wolle, Nadeln und andere Strickangaben rausgezogen.  Ich konnte mich nicht recht entscheiden welches Garn ich in welchem Muster stricken wollte.  Dass die Sachen erstmal offen rumlagen hat mir für kurze Zeit auch gut getan: ich konnte alles anschauen was mich angemacht hat – es war alles schön in meienm Blickfeld damit ich mich entscheiden konnte.
 
Leider passiert dann dieses Dings – ich merke nicht wann der Zeitpunkt ist wenn das Zeug rumliegt obwohl ich es nicht mehr im Blickfeld gebrauchen kann.  Es ist mir wohl auch nicht klar wann ich mich etwas anderem zugewendet habe und aufgehört habe diese Sache zu machen.  Das fällt mir erst nach einer ganzen Weile auf.
 
Und ich muss ja auch nicht von mir verlangen dass ich alles aufräume sobald die Minute da ist in der ich Zeugs nicht mehr brauche!  Es reicht doch auch wenn mein Blick auf etwas fällt und mir einfällt dass ich das nicht rumliegen haben brauche.
 
Und dann räume ich ein oder zwei Sachen auf einmal auf.  Es muss wirklich nicht gleich alles in einem Schwung sein!  Das ist zuviel Kraftakt.
 
Und dann gibt’s noch eine Überlegung auf die ich mit meinem Strickzeugs dem rausgezogenen gekommen bin: wenn ich sofort aufräume sobald mir auffällt dass was da liegt – bis alles wieder wie in einem Showhaus in der Ausstellung aussieht – da würde ich mich auch nicht wohlfühlen.  Es muss okay sein wenn ein bisschen was rumliegt, das lässt den Raum dann wohnlich aussehen.  Wenn alles weggesperrt ist dann ist das auch nicht doll.
 
Aber den Anspruch zu haben dass immer gleich wieder alles weggekommt, und dass es dann der Riesenaufwand an Kraft ist: nein, das ist mir zu blöd. Perfekt bin ich nun mal nicht, und ich will es auch gar nicht sein!
 
Das wäre ja gräuslich.
 
 
Fazit:
 
  1. Mich für den richtigen Platz für etwas entscheiden
  2. Immer wieder mal gescheit hinschauen um zu sehen was Chaos ist und weg kann (und was schön wohnlich aussieht)
  3. ...und dann nur ein paar Sachen auf einmal aufräumen.  Ich kann sowas auch auf mehrere Male anpacken, so geht es auch!
     
  4. Und freuen!  Dass es so schön aussieht und ich mich wohlfühle!

Wednesday, 23 March 2016

Diese kleinen Errungenschaften

Hurra! Ich bin wieder daran Sachen zu erledigen und so ein bisschen hier und ein bisschen dort alles mögliche aufzuarbeiten.

Ist das ein tolles Gefühl!



Ich hab es geschafft zwei selbst gestrickte Spitzenschals zu reparieren: eins hatte nur ein kleines Löchlein wo der Faden gerissen war, das andere was ein komplizierter Schal mit mindestens zwei Mottenlöcher.

Ach was hasse ich doch die Motten! Sollen sie sich in was anderes reinfressen, aber nicht in meine schönen selbstgemachten Sachen! Statt nur so 2-3 Löchern, hab ich doch glatt sechs gefunden! Ich bin sehr froh dass ich grad in dem Schwung drin war. Für den anderen mit dem gerissenen Faden musste ich mir behelfen in dem ich farblich passenden Nähfaden genommen habe: ich hatte alle Wolle aufgebraucht und konnte mir nicht vorstellen da nochmal was aufzumachen und so abzuketten dass ich genug losen Faden gewonnen hätte. Deswegen hat das ja auch so lange gedauert.

Dann hab ich mich an einen schwarzen Pullover gemacht an dem viel weniger noch zu machen war als ich mich erinnern konnte, das war auch so ziemlich ruckzuck getan - das hatte auch wieder an etwas gehakt das ich nicht wirklich lösen konnte: ich hatte vor sieben Jahren einen Fehler gemacht beim Rückenteil stricken und musste das wieder aufrebeln. Die Wolle blieb dann sehr gekringelt und sieht nicht mehr glatt aus neugestrickt. Ich frag mich ob sich das mit waschen wieder legt. Nun ja, das ist etwas das ich nicht lösen kann und muss das einfach so hinnehmen wenn ich den Pulli tragen will. Sei's drum.



Was noch?

Ich hatte einen schwarzen Rock angefangen zu nähen (eigentlich sollte ich ja meine alten Projekte beenden aber soweit ich das bestimmen kann zählt für mich aller Fortschritt! Ob mit neuen oder alten Sachen - alles ermuntert mich) - und den hab ich auch fertig genäht! Schön ist er auch geworden, nur ist er zu weit an der Taille! Er rutscht mir unter den Bauch. Ach herrje. Da will ich nochmal dran: es gibt zwischen den vorderen drei Panelen die zwei Saumstellen an denen ich gut diese 3 cm abnähen kann - das sollte kein grosses Ding sein. Solange ich das nicht aufschiebe!

Aber dafür ist der Stoff zu schön, und der Rock ist recht erfolgsversprechend - und das ist es was mich anspornt: wenn ich sehen kann dass bei meinen Bemühungen auch was raus kommt!

Also, was hab ich gelernt?

Wenn eine Sache schwierig wird und ich nicht so recht sehe wie das lösen kann, dann bleibt das oft liegen. Auch wenn ich fürchte dass es recht lange dauern wird, dann auch. Die weitere Schwierigkeit bei diesen Sachen ist es dass ich dann vergesse was ich auf die Seite gelegt habe. Ich komm gar nicht mehr drauf was ich rumliegen habe bei dem ein bisschen kucken und überlegen weiterhilft.

Ich komme vor allem nicht drauf dass so was aufgeschobenes vermutlich gar nicht viel braucht um vollendet zu warden, damit fängt das Haken an. Die Sachen zu vergessen macht es dann noch schwieriger.

Warum ich das wohl mache?  Ich schiebe da Zeugs in ein schwarzes Loch das immer grösser wird bis ich etwas daraus hervorhole, und hab damit aus dem Kopf draussen was ich da als 'schwierig' sehe. Es könnte gut das Bestreben sein unangenehmes wegzuschieben.

Zu oft ist man aber auch in einer Stimmung in der dann gar nichts geht. Um so besser wenn ich die Zeiten nützen kann in denen es funktioniert!

Ein Formular hab ich ausgefüllt um ein Zeugnis zu ersetzen dass ich nun schon seit Jahren suche, - ich hab sogar herausgefunden dass ich auch relative leicht eine Kopie anfordern kann. Also mache ich jetzt beides. Das fühlt sich so super und befreiend an dass ich das angepackt habe und dass da was dabei herauskommt!

Dann hatte ich von meiner Arztpraxis nun schon den dritten Schriftbogen angefordert um mich online bei denen zu registrieren. Damit werde ich dann auch Termine übers Internet ausmachen können. Das hatte ich ein Jahr vor mir hergeschoben weil es mit den ersten beiden Schreiben nicht geklappt hat das rechtzeitig durchzuziehen. Ich hatte das beide Male zu spät versucht. Einen davon hatte ich auch verschusselt und es dann gar nicht mehr probiert. Gute Sache dass sie das beim Arzt anstandslos gemacht haben, da gibt es genug Leute und fiel nicht wirklich auf. Sonst hätte ich das bis heute nicht gemacht weil es mir zu peinlich gewesen wäre!

Da geht es wieder um dieselbe Sache: wenn sich etwas als zu schwierig anfühlt, als unangenehm. Dann ist es ja auch kein Wunder warum ich sowas nicht so leicht schaffe, nicht wahr?


Aus dem Grund kann ich Druck von mir nehmen - die Lösung des Problems besteht darin mir einzugestehen dass es nunmal um was schwieriges, unangenehmes geht dass ich nunmal nicht so einfach anpacke...

Vielleicht nützt es mir was wenn ich mir den Schwierigkeitsgrad meiner 'zu erledigenden Sachen' überlege und dann so einteile dass ich mir ein oder zwei einfache Sachen mit einer recht unangenehmen Sache vornehme. Die leichteren Sachen können mir dann das Erfolgserlebnis geben dass ich dann für die schwierige Sache brauchen kann. Vielleicht geht es so?