Embed from Getty Images
Gute Gewohnheiten sind Abkürzungen zu Verhaltensmustern die uns gut tun. Eine Abkürzung deshalb weil wir nicht immer wieder von vorne anfangen müssen und den Kopf zu zerbrechen was wir wie machen wollen. Eine Gewohnheit nimmt es uns ab uns durchringen zu müssen. Eine Gewohnheit ist ein automatisches Verhaltensmuster in das wir verfallen ohne gross drüber nachzudenken. Eine gute Gewohnheit führt dazu dass wir machen was uns gut tut. Und die super schöne Sache daran ist dass wir uns nicht furchtbar anstrengen muss, nicht verrenken, um etwas hinzukriegen was uns sonst so schwer fällt.
Gute Gewohnheiten sind wie ein verlässliches Gerüst auf das wir anderes hängen können. Sie bilden eine Struktur auf die wir uns stützen können. Und ganz ausdrücklich: eine gute Gewohnheit ist keine Zwangsjacke: nur weil ich mir etwas Gut Tuendes angewöhnt habe, heisst noch lange nicht dass ich das machen muss. Ich kann mich immer noch entscheiden. Die Gewohnheit ist da wenn ich sie in Anspruch nehmen will, und das freiwillig.
Aber wie soll das so gehen? Viel Willensstärke zusammenkratzen und dann mit geballten Kräften sich ins Gefecht stürzen?
Das klingt ein bisschen zu anstrengend finde ich. Dann ist das ganze auch schon mit dieser widerwilligen Energie belastet. Wenn man das wieder machen will, dann denkt man ja nur daran wieviel Kraft einen das gekostet hat beim letzten Mal. Also dabei vergeht's mir muss ich sagen. Ich mach das lieber anders.
Ein Beispiel: ich hatte eine Matte (statt Teppich) die leider nicht besonders viel Saugen zu sehen bekommen hat. Das Ding hatte den doofen Nachteil dass sich alles so in die Fasern hineingearbeitet hat es mindestens ein Dreiviertel Stunde brauchte bis es mehr oder weniger wieder krümelfrei war. Ein Alptraum. Hab ich kaum mal gemacht. Das olle Ding ist mir so auf die Nerven gegangen dass ich es mit einem gescheiten Teppich ersetzt habe. Er saugt sich unwahrscheinlich viel schneller! Das ist sogar fast ein Vergnügen (das war humorvoll gemeint).
Das Saugen passierte dann so hin und wieder und nun ja... Dann hatte ich mal an einem Sontag dran gedacht, und dabei fiel mir auf dass das Mal davor auch ein Sontag war. Ach, ist ja praktisch! Dachte ich mir. Dann mach ich das jetzt schon zum zweiten Mal. Hah! Wenn ich das nochmal wiederhole dann ist das dieses Ding von wegen Zwei Mal Wiederholen führt zu einer Gewohnheit?! Dann kuck ich mal wie das bei mir so läuft, das probiere ich aus!
Und das hat tatsächlich funktioniert. Erstaunlich. Inzwischen verbinde ich Sontags mit Teppich saugen. Und was noch schöner ist: ich assoziere das mit diesem wohligen Gefühl das sich bei mir einstellt wenn ich es geschafft habe, wenn der Teppich ohne Krümel ist, und dass ich dabei das Wissen habe dass es mir relativ leicht von der Hand ging. Ach ist das schön!
Und darin liegt das Geheimnis: wenn wir eine nicht so angenehme Sache mit angenehmen Gefühlen assozieren können dann wird das alles auch viel leichter!
Also ist es am besten in sich hinein zu lauschen: geht das grade bei mir? Fühlt sich das okay an? Will ich das wieder so machen? Passt mir z.B. Teppich Saugen am Sontag gut rein? Will ich mir diese Gewohnheit vielleicht lieber ein bisschen anderst angewöhnen? - Ich hab die Wahl: ich kann das ganz bewusst steuern, und ich kann mich auch umentscheiden.
Ich bin ein erwachsener Mensch, ich darf mir Sachen so zurechtlegen wie ich das möchte!
Mir tut es gut mir solche Überlegungen durch den Kopf gehen zu lassen wenn ich nicht gestresst bin, wenn ich Zeit und Muse habe - z.B. wenn ich mit einer Tasse Tee gemütlich sitze und herumsinnieren kann was ich auch immer grad überlegen will. Kein Zwang, kein Druck, keine Erwartung. Praktische Überlegungen: was genau will ich wie machen damit es für mich passt? Du bist der einzige Mensch der das beschliessen kann, du kannst die Erwartungen aussen vor lassen, die von aussen an einen dran schwappen. Nixe da von wegen was man wie tun soll, von wegen Regeln die ein schlauer Ratgeber austeilt als wären sie nicht Blüten sondern Brennnesseln. Mach dir deinen eigenen Kopf. Du darfst.
Manchmal schreib ich mir auch ein paar Notizen auf, Stichworte oder Überlegungen die beim Aufschreiben klarer werden. Ich doodle auch gerne: kleine Zeichnungen bei denen ich mich schön entspannen kann - es tut gut mir beim Kritzeln etwas durch den Kopf gehen zu lassen.
Warum nicht ein Heft anfangen? Ein schönes Heft. Etwas das sich wie gutes Briefpapier anfühlt: ein angenehmer Platz um positive Gedanken aufzunehmen. Ein Heft hat genug Substanz damit man es auch wiederfinden kann und ist dabei besser als einzelne Seiten Papier. Man hat mehr Platz als auf Haftnotizen. Und man kann auch schön kritzeln und doodlen, oder sich Bilder mit dazu reinzukleben, oder was einem auch immer einfällt. Und man kann zurückblättern ('Wie war das noch, was fiel mir da ein?') und sich sogar noch was dazuschreiben, oder was unterstreichen. Ich finde so was sehr hilfreich, vielleicht geht's dir ja auch so.
Viel Erfolg und viel Spass wünsche ich dir!
Was mir so einfällt. Ein bisschen bewusster leben wäre nett. Aufmerksamer, lebendiger, mehr angeschaltet.
Showing posts with label Freude. Show all posts
Showing posts with label Freude. Show all posts
Saturday, 19 January 2019
Sunday, 16 December 2018
Anfänge
Ich will diesen Eintrag doch noch reinstellen obwohl er inzwischen leider überholt ist. Aber es geht ums nähen, und das ist mal was anderes. Ich werde auch bald wieder über mein Handarbeiten reden.
Hurra!
Am 2. Tag des Jahres habe ich angefangen mein erstes Nähprojekt des Jahres auszuschneiden.
Ging zwar mit etwas Schwierigkeiten weil ich beim Ausschneiden des Papierschnitts, noch im letzten Jahr, noch nicht entschieden hatte welche der Grössen ich benützen will. (Mist, dass ich das nicht mehr wusste), deswegen habe ich mich heute etwas vertan. Und die Ärmel sollen kürzer werden was bei diesem Schnitt nicht so leicht ist: man muss die Passe und die Ärmelstücke zusammen nähen und dann an die anderen Teile dranstückeln. Das kann man auf diesem Foto auch ganz gut sehen:
Das ist auch genau das was mich an diesem Schnitt am meisten interessiert: dass es eben nicht Null Acht Fünfzehn ist, sondern was individuelleres. Diese Art Überblusenmuster hab ich sonst nicht gefunden, und ich habe gesucht. Aber das macht es dann auch schwerer das Muster abzuändern weil ich erst beim zusammennähen herausfinden werde wie die Stücke zusammen passen.
Nu ja, Herausforderungen sind gute -forderungen... Die hoffentlich zu Förderung werden: der Förderung meines Wissens und meines Könnens.
Es fühlt sich wirklich total gut an schon so schnell am Anfang des Jahres mit dem zu beginnen was ich viel machen will. Nicht nur dieses Jahr, sondern länger: es gibt sehr viel Stoff den ich aufbrauchen will (ich hab viel zu viel) und ich will dabei lernen. Ich will mir Wissen aneignen und mein Können erweitern - das bringt mir viel Freude.
Bis jetzt hatte ich noch nicht sehr viele Näherfolge, es gab ein paar Projekt die ganz gut waren aber nicht sehr viele. Jedes bisschen das ich nähe ist eine Herausforderung auch an mein Durchhaltevermögen. Ich weiss nicht so recht wie's damit aussieht, ich hätte gern mehr davon.
Ich will mein Durchhaltevermögen entwickeln, und zwar viel mehr, und als verlässlicherere Fähigkeit in mein Arsenal einfügen - meine 'Werkzeugskiste' (tool kit) von dem was ich kann und erreichen kann.
Ist schon mal ein sehr guter Anfang mit dem Ausschneiden.
Am nächsten Tag, 3. Januar, hab ich weitere Stücke ausgeschnitten und auch die Vliesline an die Kopflochleisten gebügelt. Ich muss noch die Stücke für Kragen, Bündchen und Taschen ausschneiden. Es ist 'nur' der Muslin aber wenn er was wird dann will ich ihn gern als dünne Überbluse über Sommerkleidung anziehen können.
Ich hab einen sehr hübschen weissen Stoff im Sinn den ich für das eigentliche Projekt nehmen will aber der ist was ganz besondere und deswegen will ich ihn auch nur verwenden wenn ich mir ziemlich sicher bin dass es das richtige Projekt dafür ist. Das ist ja auch der Grund warum ich es so schwer finde meine Stoffe aufzubrauchen! Ich mach wieder den alten Fehler es perfekt haben zu wollen. Darn.
(Mit Muslin meine ich hier das englische Wort: ein "Entwurf" in Stoff bei dem man sehen kann ob das Muster was ist und einem passt. Das andere englische Wort ist 'Toile')
~ ~ ~ ~ ~
Dez 2018:
Dieser Eintrag ist nun schon von vor fast einem Jahr. Schnell reinstellen bevor er noch mehr veraltet!
Es ist auch interessant to sehen mit welchem Nähprojekt ich dieses Jahr angefangen hatte. Ich habe schon angefangen darüber nachzudenken was ich im neuen Jahr anfangen will.
Das ist der schönste und aufregendste Schritt bei Nähprojekten: wenn noch alles frisch und neu ist und man sich drauf freut was man herstellt - bevor es dann klar wird dass die Realität doch nicht so super ist wie man hoffte.
Ich habe leider einige Sachen genäht die einfach nicht so geworden sind wie ich hoffte. Ich will mehr darauf achten wie die Stofffaser sich für das Projekt eignet. Ich denke das ist mein grösster Fehler.
Der andere ist dass viele Kleidungsstücke die ich nähen will Form und Stil haben die mir nicht wirklich stehen. Diese Überbluse ist viel zu gross, breit und lang - ich ertrinke in ihr ziemlich. Wenn sie aber viel kleiner wäre dann ist das auch nichts bei meiner Körperform: eine sehr umfangreiche Taille mit schmalen Hüften.
Es ist bei dieser Bluse bei dem Stoffentwurf geblieben: ich habe sie einmal im Sommer getragen als es wirklich gegen Abend etwas frisch wurde. Ein leichter Überwurf über meiner Sommerbekleidung war dann tatsächlich super fürs Sitzen im Garten wie erhofft.
Immerhin ziehe ich einige meiner Röcke an. Das tröstet mich.
Auf ins neue Jahr hoffentlich mit einem Projekt das mehr Erfolg verspricht! Ich bin ja mal gespannt ob ich inzwischen Formen wähle die mir besser stehen...
Frohes 2019 an alle!
Hurra!
Am 2. Tag des Jahres habe ich angefangen mein erstes Nähprojekt des Jahres auszuschneiden.
Ging zwar mit etwas Schwierigkeiten weil ich beim Ausschneiden des Papierschnitts, noch im letzten Jahr, noch nicht entschieden hatte welche der Grössen ich benützen will. (Mist, dass ich das nicht mehr wusste), deswegen habe ich mich heute etwas vertan. Und die Ärmel sollen kürzer werden was bei diesem Schnitt nicht so leicht ist: man muss die Passe und die Ärmelstücke zusammen nähen und dann an die anderen Teile dranstückeln. Das kann man auf diesem Foto auch ganz gut sehen:
![]() |
| Burda 6230 Big blouse |
Nu ja, Herausforderungen sind gute -forderungen... Die hoffentlich zu Förderung werden: der Förderung meines Wissens und meines Könnens.
Es fühlt sich wirklich total gut an schon so schnell am Anfang des Jahres mit dem zu beginnen was ich viel machen will. Nicht nur dieses Jahr, sondern länger: es gibt sehr viel Stoff den ich aufbrauchen will (ich hab viel zu viel) und ich will dabei lernen. Ich will mir Wissen aneignen und mein Können erweitern - das bringt mir viel Freude.
Bis jetzt hatte ich noch nicht sehr viele Näherfolge, es gab ein paar Projekt die ganz gut waren aber nicht sehr viele. Jedes bisschen das ich nähe ist eine Herausforderung auch an mein Durchhaltevermögen. Ich weiss nicht so recht wie's damit aussieht, ich hätte gern mehr davon.
Ich will mein Durchhaltevermögen entwickeln, und zwar viel mehr, und als verlässlicherere Fähigkeit in mein Arsenal einfügen - meine 'Werkzeugskiste' (tool kit) von dem was ich kann und erreichen kann.
Ist schon mal ein sehr guter Anfang mit dem Ausschneiden.
Am nächsten Tag, 3. Januar, hab ich weitere Stücke ausgeschnitten und auch die Vliesline an die Kopflochleisten gebügelt. Ich muss noch die Stücke für Kragen, Bündchen und Taschen ausschneiden. Es ist 'nur' der Muslin aber wenn er was wird dann will ich ihn gern als dünne Überbluse über Sommerkleidung anziehen können.
Ich hab einen sehr hübschen weissen Stoff im Sinn den ich für das eigentliche Projekt nehmen will aber der ist was ganz besondere und deswegen will ich ihn auch nur verwenden wenn ich mir ziemlich sicher bin dass es das richtige Projekt dafür ist. Das ist ja auch der Grund warum ich es so schwer finde meine Stoffe aufzubrauchen! Ich mach wieder den alten Fehler es perfekt haben zu wollen. Darn.
(Mit Muslin meine ich hier das englische Wort: ein "Entwurf" in Stoff bei dem man sehen kann ob das Muster was ist und einem passt. Das andere englische Wort ist 'Toile')
~ ~ ~ ~ ~
Dez 2018:
Dieser Eintrag ist nun schon von vor fast einem Jahr. Schnell reinstellen bevor er noch mehr veraltet!
Es ist auch interessant to sehen mit welchem Nähprojekt ich dieses Jahr angefangen hatte. Ich habe schon angefangen darüber nachzudenken was ich im neuen Jahr anfangen will.
Das ist der schönste und aufregendste Schritt bei Nähprojekten: wenn noch alles frisch und neu ist und man sich drauf freut was man herstellt - bevor es dann klar wird dass die Realität doch nicht so super ist wie man hoffte.
Ich habe leider einige Sachen genäht die einfach nicht so geworden sind wie ich hoffte. Ich will mehr darauf achten wie die Stofffaser sich für das Projekt eignet. Ich denke das ist mein grösster Fehler.
Der andere ist dass viele Kleidungsstücke die ich nähen will Form und Stil haben die mir nicht wirklich stehen. Diese Überbluse ist viel zu gross, breit und lang - ich ertrinke in ihr ziemlich. Wenn sie aber viel kleiner wäre dann ist das auch nichts bei meiner Körperform: eine sehr umfangreiche Taille mit schmalen Hüften.
Es ist bei dieser Bluse bei dem Stoffentwurf geblieben: ich habe sie einmal im Sommer getragen als es wirklich gegen Abend etwas frisch wurde. Ein leichter Überwurf über meiner Sommerbekleidung war dann tatsächlich super fürs Sitzen im Garten wie erhofft.
Immerhin ziehe ich einige meiner Röcke an. Das tröstet mich.
Auf ins neue Jahr hoffentlich mit einem Projekt das mehr Erfolg verspricht! Ich bin ja mal gespannt ob ich inzwischen Formen wähle die mir besser stehen...
Frohes 2019 an alle!
Sunday, 21 May 2017
Aufgehobenes aufbrauchen
Ach was fällt mir das schwer! Ich hab so einiges das ich deswegen behalte weil ich es bestimmt noch brauchen werde. Wie so sehr viele meiner vielen Stoffe zum nähen und zum quilten.
Ich habe gerade ein grosses Stück Patchwork aus vier Stoffen zusammengesetzt und -genäht. Ich brauche endlich was auf!
Ich hänge dieses Quadrat im Moment über meine Nähmaschine, um Staub abzuhalten. Es ist aber noch nicht fertig: keine Rückseite, kein Rand und kein quilten um die Lagen zusammen zu halten. Ich wollte einen grossen Quilt machen, hab aber nur noch den knall pinken Stoff.
Hier sind noch mehr Bilder:
Das ist das einzelne Motif oben. Sie sind sehr einfach zu machen: endlosen Streifen aus vier Stoffen - in Quadrate schneiden, diese dann wieder kreuzweise schneiden, drehen und wieder aneinander nähen. Ich hab es hauptsächlich deswegen ausprobiert weil ich wissen wollte wie das Muster funktioniert!
Und hier sind sie aneinander genäht:
Ich hab auch gerade sehr hübsche Blechschilder gefunden die ich vor sehr langer Zeit für gut Geld gekauft hatte. Die kleineren mag ich sogar noch sehr gern und frage mich warum ich sie nie aufgehängt habe? Aber die drei etwas grösseren gefallen mir gar nicht mehr: die sind jetzt in der Tüte für den Charity Shop.
Eine langärmlige Bluse habe ich auch geändert, sie hat mir so nicht mehr gefallen und war zu eng oben rum. Ich wollte es nicht wahrhaben aber sie hat mir überhaupt nicht mehr gepasst.
Ich habe die Ärmel rausgetrennt, die Armausschnitte etwas gestaltet (leider funktionieren die Abnäher nicht so gut wie ich hoffte, alles andere ist aber gut) und habe einen wunderschönen neuen Saum gestaltet, zu meinem eigenen Design.
Hier sind die Bilder:
Und so schaut das ganze Teil jetzt aus:
So ein tolles Rot! Dieses Top konnte ich nicht einfach loswerden. Ich habe den Stoff der Ärmel benützt um keilförmige Teile in der obere Seitennaht einsetzen zu können. Jetzt ist es weit genug damit ich es tragen kann.
Ich bin sehr froh über dieses schöne Ergebnis. Es hat sich wirklich gelohnt meine Idee mit der Form dieses Saums in die Wirklichkeit zumzusetzen, und es schnell durchziehen zu können weil ich nicht erst eine Bluse nähen musste: zwei Fliegen mit einer kreativen Klappe!
Inzwischen schaue ich mir die gut 20 Strickprojekte an und fürchte dass es sogar noch mehr sein könnte. Weil es so viele sind bin ich um der Frage herumgeschippert ob ich all diese Projekte auch wirklich beenden werde.
Will ich die auch wirklich tragen? Passt es zu meiner Garderobe, ist es auch wirklich mein Stil? Will ich vielleicht etwas fertig bekommen und in den Charity Shop tragen damit wenigstens jemand anderes sich dran freuen kann? Das wäre gar nicht schlecht: ich hätte Garn aufgebraucht, kein schlechtes Gewissen und hätte mich am stricken gefreut.
Aber mit allen will ich das auch nicht machen. Das ist zuviel Erwartung und Druck. So ein braves Mädchen will ich nicht sein, und das brauche ich auch nicht zu sein. Das wäre ziemlich übel: mich mit solchen künstlichen Erwartungen in etwas zu zwingen. Ich kann die Zeit die ich mit so was widersinningem verschwenden würde viel besser mit anderem verbringen das mir mehr bringt, mehr Spass macht, und das produktiver ist.
Also....
...vielleicht schmeiss ich auch das ein oder andere weg. Das kann ich mir schon erlauben. Vor allem wenn es eine Befreiung darstellt.
Aber welche. Das ist die grosse Frage.
Vielleicht schreibe ich meinen nächsten Blog über diese Projekte, mal sehen.
Ich habe gerade ein grosses Stück Patchwork aus vier Stoffen zusammengesetzt und -genäht. Ich brauche endlich was auf!
Ich hänge dieses Quadrat im Moment über meine Nähmaschine, um Staub abzuhalten. Es ist aber noch nicht fertig: keine Rückseite, kein Rand und kein quilten um die Lagen zusammen zu halten. Ich wollte einen grossen Quilt machen, hab aber nur noch den knall pinken Stoff.
Hier sind noch mehr Bilder:
Das ist das einzelne Motif oben. Sie sind sehr einfach zu machen: endlosen Streifen aus vier Stoffen - in Quadrate schneiden, diese dann wieder kreuzweise schneiden, drehen und wieder aneinander nähen. Ich hab es hauptsächlich deswegen ausprobiert weil ich wissen wollte wie das Muster funktioniert!
Und hier sind sie aneinander genäht:
Ich hab auch gerade sehr hübsche Blechschilder gefunden die ich vor sehr langer Zeit für gut Geld gekauft hatte. Die kleineren mag ich sogar noch sehr gern und frage mich warum ich sie nie aufgehängt habe? Aber die drei etwas grösseren gefallen mir gar nicht mehr: die sind jetzt in der Tüte für den Charity Shop.
Eine langärmlige Bluse habe ich auch geändert, sie hat mir so nicht mehr gefallen und war zu eng oben rum. Ich wollte es nicht wahrhaben aber sie hat mir überhaupt nicht mehr gepasst.
Ich habe die Ärmel rausgetrennt, die Armausschnitte etwas gestaltet (leider funktionieren die Abnäher nicht so gut wie ich hoffte, alles andere ist aber gut) und habe einen wunderschönen neuen Saum gestaltet, zu meinem eigenen Design.
Hier sind die Bilder:
![]() |
| So sah die Bluse vorher aus |
![]() |
| Diese Ärmel habe ich rausgetrennt |
![]() |
| Nach dem Abnähen der Saumnaht |
![]() |
| So schaut der ganze Saum aus |
So ein tolles Rot! Dieses Top konnte ich nicht einfach loswerden. Ich habe den Stoff der Ärmel benützt um keilförmige Teile in der obere Seitennaht einsetzen zu können. Jetzt ist es weit genug damit ich es tragen kann.
Ich bin sehr froh über dieses schöne Ergebnis. Es hat sich wirklich gelohnt meine Idee mit der Form dieses Saums in die Wirklichkeit zumzusetzen, und es schnell durchziehen zu können weil ich nicht erst eine Bluse nähen musste: zwei Fliegen mit einer kreativen Klappe!
Inzwischen schaue ich mir die gut 20 Strickprojekte an und fürchte dass es sogar noch mehr sein könnte. Weil es so viele sind bin ich um der Frage herumgeschippert ob ich all diese Projekte auch wirklich beenden werde.
Will ich die auch wirklich tragen? Passt es zu meiner Garderobe, ist es auch wirklich mein Stil? Will ich vielleicht etwas fertig bekommen und in den Charity Shop tragen damit wenigstens jemand anderes sich dran freuen kann? Das wäre gar nicht schlecht: ich hätte Garn aufgebraucht, kein schlechtes Gewissen und hätte mich am stricken gefreut.
Aber mit allen will ich das auch nicht machen. Das ist zuviel Erwartung und Druck. So ein braves Mädchen will ich nicht sein, und das brauche ich auch nicht zu sein. Das wäre ziemlich übel: mich mit solchen künstlichen Erwartungen in etwas zu zwingen. Ich kann die Zeit die ich mit so was widersinningem verschwenden würde viel besser mit anderem verbringen das mir mehr bringt, mehr Spass macht, und das produktiver ist.
Also....
...vielleicht schmeiss ich auch das ein oder andere weg. Das kann ich mir schon erlauben. Vor allem wenn es eine Befreiung darstellt.
Aber welche. Das ist die grosse Frage.
Vielleicht schreibe ich meinen nächsten Blog über diese Projekte, mal sehen.
Monday, 1 May 2017
So richtig schön ausbreiten...
Ich hatte einen Blogbetrag vorbereitet und noch nicht reingestellt, so was. Hier ist er:
Also dieses Aufgeräumtsein hat doch echt was für sich: da ist doch glatt der Zimmerboden angenehm frei wenn ich mich mal wieder so richtig schön ausbreiten will!
Ich kann den Stoff für mein neuestes Nähprojekt auf dem Boden weit genug auslegen um die Box darauf abmessen zu können.
Ich möchte nämlich gerne, schon seit viiiiieeeelllll zu langer Zeit endlich den Karton auf dem mein Fernseher steht mit einer Stoffhülle versehen. Ich hab im Moment einen Badestrand'schal' (wie heissen die Dinger denn? Ist das ein Sarong? Man wickelt es um sich rum wenn man einen Badeanzug anhat und am Strand etwas bedeckter sein will? Hm) - und ich hatte dann auch noch ein Stück Quiltstoff so irgendwie komisch drumrum genuschelt. Das hatte weder Hand noch Fuss.
Und ich hab doch so viel Stoff dass das eigentlich kein Problem sein sollte! Ä-hem, ja ja: "eigentlich"! Das kennen wir doch. Pshaw!
Ich hab genug Platz in meinem jetzigen Zimmer dass ich mir auch einen richtigen TV Stand kaufen könnte, also so ein Schränkchen, aber ich hatte so eins schon mal und musste es bei einem Umzug loswerden und hab auch keine Videos mehr die da reingestellt werden könnten. Oder Sky Box oder sonst was. Es kann also auch gut einfach ein Karton sein.
Und diesen spezifischen Karton muss ich behalten weil er der Behälter für meinen Overlocker ist, die Nähmaschine mit der man schöne Säume macht. Den brauche ich.
Warum also nicht zwei Sachen vereinen so dass mir beides nützt? Ich hab den Karton wenn der Overlocker mal wieder verstaut werden muss, und ich hab was auf das ich den Fernseher stellen kann ob der Overlocker nu drin ist oder auch nicht. Ich werde mir einfach nur eine Hülle nähen die man über fünf der Seiten zieht, der Boden kann freibleiben.
Und ich brauche Stoff auf!!! Ist das nicht absolut fantastisch?
Ich bin total begeistert von all diesen Elementen. Ist das gut.
Mein Kartonüberzug für den TV Stand der in seinem eigentlichen Leben der Karton für einen Overlocker ist. Die weissen Styroporteile sind noch alle drin - der Überzug ist unten offen. Ich glaube die ungesäumten Kanten hab ich einfach drunter gestopft.
So eine super Lösung gefällt mir total.
Ich könnte auch gut einen Behälter brauchen in dem ich Wollsachen vor Motten schützen kann, das wird eins meiner nächsten Projekte!
Also dieses Aufgeräumtsein hat doch echt was für sich: da ist doch glatt der Zimmerboden angenehm frei wenn ich mich mal wieder so richtig schön ausbreiten will!
Ich kann den Stoff für mein neuestes Nähprojekt auf dem Boden weit genug auslegen um die Box darauf abmessen zu können.
Ich möchte nämlich gerne, schon seit viiiiieeeelllll zu langer Zeit endlich den Karton auf dem mein Fernseher steht mit einer Stoffhülle versehen. Ich hab im Moment einen Badestrand'schal' (wie heissen die Dinger denn? Ist das ein Sarong? Man wickelt es um sich rum wenn man einen Badeanzug anhat und am Strand etwas bedeckter sein will? Hm) - und ich hatte dann auch noch ein Stück Quiltstoff so irgendwie komisch drumrum genuschelt. Das hatte weder Hand noch Fuss.
Und ich hab doch so viel Stoff dass das eigentlich kein Problem sein sollte! Ä-hem, ja ja: "eigentlich"! Das kennen wir doch. Pshaw!
Ich hab genug Platz in meinem jetzigen Zimmer dass ich mir auch einen richtigen TV Stand kaufen könnte, also so ein Schränkchen, aber ich hatte so eins schon mal und musste es bei einem Umzug loswerden und hab auch keine Videos mehr die da reingestellt werden könnten. Oder Sky Box oder sonst was. Es kann also auch gut einfach ein Karton sein.
Und diesen spezifischen Karton muss ich behalten weil er der Behälter für meinen Overlocker ist, die Nähmaschine mit der man schöne Säume macht. Den brauche ich.
Warum also nicht zwei Sachen vereinen so dass mir beides nützt? Ich hab den Karton wenn der Overlocker mal wieder verstaut werden muss, und ich hab was auf das ich den Fernseher stellen kann ob der Overlocker nu drin ist oder auch nicht. Ich werde mir einfach nur eine Hülle nähen die man über fünf der Seiten zieht, der Boden kann freibleiben.
Und ich brauche Stoff auf!!! Ist das nicht absolut fantastisch?
Ich bin total begeistert von all diesen Elementen. Ist das gut.
Mein Kartonüberzug für den TV Stand der in seinem eigentlichen Leben der Karton für einen Overlocker ist. Die weissen Styroporteile sind noch alle drin - der Überzug ist unten offen. Ich glaube die ungesäumten Kanten hab ich einfach drunter gestopft.
So eine super Lösung gefällt mir total.
Ich könnte auch gut einen Behälter brauchen in dem ich Wollsachen vor Motten schützen kann, das wird eins meiner nächsten Projekte!
Labels:
Erfolg,
Freude,
gefallen,
glücklich,
gut gelöst,
gute Idee,
Harmonie,
Lösungssuche,
mögliche Lösung,
nähen,
nützlich,
Ordnung,
Sinn,
Strategie,
zufrieden,
Zweck
Sunday, 23 April 2017
Wofür?
Ich bin heute früh auf eine sehr gute Frage gekommen: wofür mache ich das eigentlich? Was bringt es mir und was bekomme ich im Austausch?
Es geht mir wieder ums Aufräumen mit der Anmerkung dass ich es doch tatsächlich in den letzten zwei Monaten geschafft habe ALLE meiner Papiere zu sortieren, einzuscannen und abzulegen. Ich bin sehr stolz auf mich!
Auf diese 'wozu' Frage bin ich über etwas anderes gekommen: das Abnehmen. Nicht relevant aber so lief mein Gedankengang eben.
Ich mache seit 90 Tagen (das sind doch glatt drei Monate, wow!) das Kalorienzählen. Es funktioniert sehr gut*: ich hab nachhaltig drei Kilos abgenommen und mein App sagt mir dass es 4.5 waren. Das passt gut: ein halbes Kilo hin oder her kann die Waage sein, und um ein Kilo oder so schwankt man ja oft, das geht rauf und runter wie ein Yoyo. Aber als Trend hab ich auf jeden Fall drei Kilo abgenommen. Ich bin sehr glücklich darüber.
* Ein paar Tage geht es sehr gut, und dann ist wieder für ein paar Tage der Hund drin. Das ist so ein Auf und Ab! Aber im Moment läuft es okay.
Mir war so ein Mann vor'm inneren Auge der es nicht einsieht Salat zu essen weil es keine "Männersache" sei. Also ein zweidimensionales Symbol und keine wirkliche Person. Manchmal kann man Ideen an solchen Einbildungen ganz gut 'abmessen'. So zu sagen. Abwägen und einstufen.
Ich hatte herumsinniert was ich jemandem raten würde der gar nicht empfangsbereit ist bei dem Gedanken seine Essgewohnheiten langzeitig zu ändern und stocksauer reagiert dass er da auf lange Sicht weniger essen soll (oder Salat!). Ich hab mir diesen Kerl dann so vorgestellt dass er einen Flunsch zieht und kriegerisch wissen will wofür es so was machen sollte. Was kriegt er dabei heraus? Was bringt es ihm?
Und das hat die Idee ausgelöst: was bekommen wir im Austausch dafür dass wir viel Arbeit in etwas stecken, uns viel Mühe geben, Zeit und Energie verwenden. Da muss was dabei herauskommen weil sonst macht man nix mühevolles. Asketen sind wir keine.
Wenn man sagen würde dass das Ergebnis beim Abnehmen das Abnehmen ist, also das 'funktionelle', dann erschliesst sich einem nicht um was es einem dabei geht. Nur schnödes 'Abnehmen' wird einen nie motivieren.
Diese eigentlichen, tiefergehenden Ziele sind vermutlich von Mensch zu Mensch verschieden.
Sicher, ich kann nach dem Abnehmen leichter einem Bus hinter herrennen und ihn noch erwischen aber das wird mich nicht so doll motivieren wie zu wissen, zum Beispiel, dass dann meine selbergenähten Klamotten sicher besser über meine Kurven drapieren als wenn ich so gedrungen aussehe. Es gibt mir mehr Selbstbewusstsein (was ich grad gut gebrauchen kann) und es gibt bestimmt noch andere Vorteile and die ich grad nicht denke.
Und beim Aufräumen eben finde ich Vorteile heraus die mir vorher gar nicht eingefallen sind. Dass kein loses Papier mehr in irgendwelchen Kartons versteckt liegt, dass ich eine bessere Ahnung habe was wo ist, und was ich habe... das ist ein wunderbares Gefühl!
Ich fühle mich so als ob ich endlich das Saumzeug an das Zeugs lege und mit den Zügeln schnalzen kann, während vorher das Wirrwarr und die Unordnung die Zügel an mir angelegt hatte und mit der Peitsche knallte jedesmal wenn ich was brauchte und danach suchen musste.
Es fühlt sich leichter und befreiend an, ich kann jetzt besser atmen.
Und nun muss ich herausfinden 'wofür' ich das mache. Das ist mir noch nicht alles eingefallen.
Ich möchte gerne das unordentlich Aussehen meines Zimmers gegen mehr Harmonie eintauschen. Ich will dass das Bild meines äusseren Bereichs mich nicht so verhuscht aussehen und fühlen lässt sondern mir stattdessen eine Erleichterung bringt.
Mit mehr Ordnung (und Harmonie) um mich herum hab ich mehr gedanklichen Platz und auch physischen Raum in dem ich meine Hobbies leichter und besser ausüben kann - ob das nun nähen, stricken und quilten ist, oder am Computer Blogposts zu tippen oder meine geschichtliche Forschung ausüben. Grade für letztere ist es sehr wichtig zu wissen wo man Dokumente und anderes Ausgedrucktes hat. Sonst macht man es sich recht schwer.
Das was 'herumliegt' liegt da weil ich es doch glatt brauche, nicht ausversehen! So kann ich leicher sehen was ich bald machen will oder muss. Der Brief mit dem Arzttermin der hier immer noch lag hat heute endlich ausgelöst dass ich sah dass der Termin noch gar nicht im Kalender eingetragen war - ich dachte ich hätte schon. Gut dass es erst am Dienstag ist!
Also hab ich bis jetzt drei Sachen entdeckt die ich gegen die Mühe des Aufräumens eintausche: Harmonie, Kontrolle und Übersicht.
Das sind wunderbare Sachen die ein prima Entgelt für meine Arbeit, Mühe und Zeit sind.
Ob es wohl auch eine direkte Auswirkung ist dass ich weiterhin Lust habe einen weiteren kleinen Bereich anzupacken? Mein Auge fiel auf meine Nähschnittkollektion auf denen einiges draufliegt das ich da wirklich nicht dort lagert wollte... Wer weiss was ich als nächstes anpacke und wann ich den Impuls dazu bekomme. Aber ich hab jetzt eine viel bessere Idee warum ich das mache und was es mir nützt.
Ich hab das Gefühl dass das einen grossen Unterschied macht, und mir sehr viel bringt. Ich bin gespannt was mir noch so einfällt das ich vom Aufräumen bekomme!
Hurra!
Es geht mir wieder ums Aufräumen mit der Anmerkung dass ich es doch tatsächlich in den letzten zwei Monaten geschafft habe ALLE meiner Papiere zu sortieren, einzuscannen und abzulegen. Ich bin sehr stolz auf mich!
Auf diese 'wozu' Frage bin ich über etwas anderes gekommen: das Abnehmen. Nicht relevant aber so lief mein Gedankengang eben.
Ich mache seit 90 Tagen (das sind doch glatt drei Monate, wow!) das Kalorienzählen. Es funktioniert sehr gut*: ich hab nachhaltig drei Kilos abgenommen und mein App sagt mir dass es 4.5 waren. Das passt gut: ein halbes Kilo hin oder her kann die Waage sein, und um ein Kilo oder so schwankt man ja oft, das geht rauf und runter wie ein Yoyo. Aber als Trend hab ich auf jeden Fall drei Kilo abgenommen. Ich bin sehr glücklich darüber.
* Ein paar Tage geht es sehr gut, und dann ist wieder für ein paar Tage der Hund drin. Das ist so ein Auf und Ab! Aber im Moment läuft es okay.
Mir war so ein Mann vor'm inneren Auge der es nicht einsieht Salat zu essen weil es keine "Männersache" sei. Also ein zweidimensionales Symbol und keine wirkliche Person. Manchmal kann man Ideen an solchen Einbildungen ganz gut 'abmessen'. So zu sagen. Abwägen und einstufen.
Ich hatte herumsinniert was ich jemandem raten würde der gar nicht empfangsbereit ist bei dem Gedanken seine Essgewohnheiten langzeitig zu ändern und stocksauer reagiert dass er da auf lange Sicht weniger essen soll (oder Salat!). Ich hab mir diesen Kerl dann so vorgestellt dass er einen Flunsch zieht und kriegerisch wissen will wofür es so was machen sollte. Was kriegt er dabei heraus? Was bringt es ihm?
Und das hat die Idee ausgelöst: was bekommen wir im Austausch dafür dass wir viel Arbeit in etwas stecken, uns viel Mühe geben, Zeit und Energie verwenden. Da muss was dabei herauskommen weil sonst macht man nix mühevolles. Asketen sind wir keine.
Wenn man sagen würde dass das Ergebnis beim Abnehmen das Abnehmen ist, also das 'funktionelle', dann erschliesst sich einem nicht um was es einem dabei geht. Nur schnödes 'Abnehmen' wird einen nie motivieren.
Diese eigentlichen, tiefergehenden Ziele sind vermutlich von Mensch zu Mensch verschieden.
Sicher, ich kann nach dem Abnehmen leichter einem Bus hinter herrennen und ihn noch erwischen aber das wird mich nicht so doll motivieren wie zu wissen, zum Beispiel, dass dann meine selbergenähten Klamotten sicher besser über meine Kurven drapieren als wenn ich so gedrungen aussehe. Es gibt mir mehr Selbstbewusstsein (was ich grad gut gebrauchen kann) und es gibt bestimmt noch andere Vorteile and die ich grad nicht denke.
Und beim Aufräumen eben finde ich Vorteile heraus die mir vorher gar nicht eingefallen sind. Dass kein loses Papier mehr in irgendwelchen Kartons versteckt liegt, dass ich eine bessere Ahnung habe was wo ist, und was ich habe... das ist ein wunderbares Gefühl!
Ich fühle mich so als ob ich endlich das Saumzeug an das Zeugs lege und mit den Zügeln schnalzen kann, während vorher das Wirrwarr und die Unordnung die Zügel an mir angelegt hatte und mit der Peitsche knallte jedesmal wenn ich was brauchte und danach suchen musste.
Es fühlt sich leichter und befreiend an, ich kann jetzt besser atmen.
Und nun muss ich herausfinden 'wofür' ich das mache. Das ist mir noch nicht alles eingefallen.
Ich möchte gerne das unordentlich Aussehen meines Zimmers gegen mehr Harmonie eintauschen. Ich will dass das Bild meines äusseren Bereichs mich nicht so verhuscht aussehen und fühlen lässt sondern mir stattdessen eine Erleichterung bringt.
Mit mehr Ordnung (und Harmonie) um mich herum hab ich mehr gedanklichen Platz und auch physischen Raum in dem ich meine Hobbies leichter und besser ausüben kann - ob das nun nähen, stricken und quilten ist, oder am Computer Blogposts zu tippen oder meine geschichtliche Forschung ausüben. Grade für letztere ist es sehr wichtig zu wissen wo man Dokumente und anderes Ausgedrucktes hat. Sonst macht man es sich recht schwer.
Das was 'herumliegt' liegt da weil ich es doch glatt brauche, nicht ausversehen! So kann ich leicher sehen was ich bald machen will oder muss. Der Brief mit dem Arzttermin der hier immer noch lag hat heute endlich ausgelöst dass ich sah dass der Termin noch gar nicht im Kalender eingetragen war - ich dachte ich hätte schon. Gut dass es erst am Dienstag ist!
Also hab ich bis jetzt drei Sachen entdeckt die ich gegen die Mühe des Aufräumens eintausche: Harmonie, Kontrolle und Übersicht.
Das sind wunderbare Sachen die ein prima Entgelt für meine Arbeit, Mühe und Zeit sind.
Ob es wohl auch eine direkte Auswirkung ist dass ich weiterhin Lust habe einen weiteren kleinen Bereich anzupacken? Mein Auge fiel auf meine Nähschnittkollektion auf denen einiges draufliegt das ich da wirklich nicht dort lagert wollte... Wer weiss was ich als nächstes anpacke und wann ich den Impuls dazu bekomme. Aber ich hab jetzt eine viel bessere Idee warum ich das mache und was es mir nützt.
Ich hab das Gefühl dass das einen grossen Unterschied macht, und mir sehr viel bringt. Ich bin gespannt was mir noch so einfällt das ich vom Aufräumen bekomme!
Hurra!
Friday, 10 February 2017
Ich forsche wieder: zurück zu einem alten Hobby
Ich hab so die Angewohnheit durch meine Hobbies und Interessen zu rangieren: mal das für eine Weile, dann wieder ein anderes Hobby, dann zurück zu einem Interesse dass mich for geraumer Zeit gefesselt hat.
Und hurra!
Ich bin wieder bei meinen Nachforschungen angelangt. Ich hatte drei Jahre reingesteckt zu versuchen über eine Mary Squire heraus mehr zu finden die im späten 18ten Jahrhundert Almshäuser in Walthamstow, Ost London (damals noch Essex) gegründet hat.
Ich hatte damals nicht die Kirchenbucheintragung ihrer Heirat finden können was das fehlende Dokument ist um ihren Mädchennamen zu erfahren.
Als letztes hatte ich das Testament ihres Mannes gefunden der 35 vor ihr gestorben war. Das hat mir dann die Pfarrei gegeben in der sie wohnten. Und das war was mir fehlte um zu wissen welche Heiratseintragung die richtige war!
Also hat's diesmal nicht viel bebraucht um es zu finden. Die Unterschriften waren nicht total gleich aber doch recht ähnlich. Deswegen hatte ich es auch verworfen dass das die richtigen Leute waren - jetzt weiss ich es weil der Pfarreiname es mir bestätigt.
Und dann hab ich auch gleich noch (naja ein paar Tage später) die Taufe der Mary Barrow gefunden! Das war doch glatt, sage und schreibe, auch in Walthamstow! Sie hatte doch tatsächlich selber eine Verbindung und nicht nur über ihren verstorbenen Mann. Das macht wirklich viel Sinn.
Ich hatte gestern abend eine halbe Stunde warten müssen um jemanden zu treffen und hatte meinen Kindle nicht mit dabei. Meinem Telefon ging der Saft aus also nix Lektüre oder sonst was zu tun haben. Das war langweilig. Also zog ich meinen Schreibblock raus den ich mit dabei hatte (ich war in der British Library recherchieren) und hab mir Notizen gemacht was ich noch also nachschauen, erforschen und herausfinden kann.
Da kam einiges zusammen (ich hab manches davon schon nur muss meine alten Notizen durchforschen um zu sehen was ich habe). Dann kann ich sehr bald damit anfangen alles nieder zu schreiben. Ich will es nicht als gesammeltes Werk machen weil ich nie fertig werden würde. Aber als Blog: das ist genau das richtige Format.
Ich werde mit dem Hause und der Plakette anfangen die mich damals drauf gebracht hat mehr über dieses Gebäude wissen zu wollen und als als "drei Monate" Projekt herzunehmen (Ha, als ob!). Das wird ein guter Anfang.
Dann kann ich über alle möglichen Themen schreiben über die ich was weiss. Und darauf freue ich mich total!
Hier ist the Blog Adresse:
http://localhistorylondon.blogspot.co.uk/
Und hurra!
Ich bin wieder bei meinen Nachforschungen angelangt. Ich hatte drei Jahre reingesteckt zu versuchen über eine Mary Squire heraus mehr zu finden die im späten 18ten Jahrhundert Almshäuser in Walthamstow, Ost London (damals noch Essex) gegründet hat.
Ich hatte damals nicht die Kirchenbucheintragung ihrer Heirat finden können was das fehlende Dokument ist um ihren Mädchennamen zu erfahren.
Als letztes hatte ich das Testament ihres Mannes gefunden der 35 vor ihr gestorben war. Das hat mir dann die Pfarrei gegeben in der sie wohnten. Und das war was mir fehlte um zu wissen welche Heiratseintragung die richtige war!
Also hat's diesmal nicht viel bebraucht um es zu finden. Die Unterschriften waren nicht total gleich aber doch recht ähnlich. Deswegen hatte ich es auch verworfen dass das die richtigen Leute waren - jetzt weiss ich es weil der Pfarreiname es mir bestätigt.
![]() |
| Was für eine wunderbare Entdeckung: St Mary Walthamstow! |
Ich hatte gestern abend eine halbe Stunde warten müssen um jemanden zu treffen und hatte meinen Kindle nicht mit dabei. Meinem Telefon ging der Saft aus also nix Lektüre oder sonst was zu tun haben. Das war langweilig. Also zog ich meinen Schreibblock raus den ich mit dabei hatte (ich war in der British Library recherchieren) und hab mir Notizen gemacht was ich noch also nachschauen, erforschen und herausfinden kann.
Da kam einiges zusammen (ich hab manches davon schon nur muss meine alten Notizen durchforschen um zu sehen was ich habe). Dann kann ich sehr bald damit anfangen alles nieder zu schreiben. Ich will es nicht als gesammeltes Werk machen weil ich nie fertig werden würde. Aber als Blog: das ist genau das richtige Format.
Ich werde mit dem Hause und der Plakette anfangen die mich damals drauf gebracht hat mehr über dieses Gebäude wissen zu wollen und als als "drei Monate" Projekt herzunehmen (Ha, als ob!). Das wird ein guter Anfang.
Dann kann ich über alle möglichen Themen schreiben über die ich was weiss. Und darauf freue ich mich total!
Hier ist the Blog Adresse:
http://localhistorylondon.blogspot.co.uk/
Labels:
begeistert,
Blog,
entdecken,
Erfolg,
Forschungsprojekt,
Fotos,
Freude,
gefallen,
glücklich,
Grund,
gute Idee,
gute Laune,
lernen,
Lösungssuche,
planen,
positiv,
rätseln,
recherchieren,
Spass,
Strategie
Tuesday, 3 January 2017
Alte Last abwerfen
Heute habe ich einen ganzen Stoss Bedienungsanleitungen gefunden für Geräte die ich gar nicht mehr besitze (also echt, so was!). Ich hab sie ausserdem auch nur gefunden weil sie in einer Plastikhülle waren die kaputt ging als ich sie heute anfasste. Sonst wäre ich noch nicht darauf gekommen was alles in der Hülle war. Ich sah eine Anleitung für eine Nähmaschine die ich noch brauche, ich hatte keine Ahnung mehr was sonst noch drin war.
Diese Anleitungen waren auch recht schwer: es tut ja so gut etwas loszuwerden das man nicht mehr braucht bei dem man auch noch das Gefühl haben kann einiges an Gewicht loszuwerden. Ich spüre dass es Platz schafft und dass ich weniger rumschleppen werden muss beim nächsten Umzug.
Natürlich war ich sehr überrascht dass ich diesen Stoss unnützen Papier nicht schon viel früher losgeworden bin. Das prägt sich mir noch mehr ein weil ich heute auch etwas mehr durch einen Küchenschrank geschaut habe in dem hauptsächlich Lebensmittel sind.
Ich hatte vor zwei Wochen schon einige Gewürze weggeworfen die abgelaufen waren - das hat sich super gut angefült: altes zum Ende des Jahres (also letzten Jahres) loszuwerden. Da will ich weitermachen.
Ich habe ein paar Sachen gefunden die in 2015 und 2014 abgelaufen waren - also weg damit.
Ich denke über beides nach und mir fällt ein: warum schaue ich eigentlich nicht öfter in die Ecken die ich übersehen habe? Mache ich das mit Absicht oder ist es nur alte Gewohnheit die bequem ist?
Und gibt es eine Entsprechung zu meinem inneren Leben? Hmm, könnte ich es eventuell sogar andersrum aufbauen: kann ich meine Bereitschaft meine inneren dunklen Ecken anzuschauen und zu untersuchen vielleicht auf mein Umgehen mit meiner äusseren Umwelt anwenden?
Das wäre eine gute Strategie. Das wär sogar super gut. Ich möchte gern das Gefühl haben Kontrolle über meine Aussenwelt zu erlangen. Mann, wird sich das total genial anfühlen wenn ich weiss wo meine Sachen sind! Wenn ich meine Unterlagen und alles Papierzeug durchgeschaut habe, sortiert und eingescannt oder abgelegt. Oh ja, bitte! Super duper.
Und für den Moment jetzt bin ich auf jeden Fall froh dass ich diese Hülle losgeworden bin: sie ist doch glatt von allein auseinander gefallen! Ich hab weiterhin die fitzelkleinen Teile davon gefunden, sehr nervig. Und die Gewürze, Lebensmittel und Anleitungen bin ich auch los!! Man muss feiern was erfolgreich war. Juhu!
Was kann ich denn noch weiter loswerden? Das macht Spass!
Labels:
aufräumen,
begeistert,
Erfolg,
Freude,
life skills,
neue Erfahrung,
nützlich,
Ordnung,
planen,
Spass,
Strategie
Monday, 2 January 2017
Ruhezeit
Es ist wirklich wichtig sich immer wieder die Zeit zu nehmen nichts zu machen. Nichts machen zu müssen. Ruhezeit, Zeit zum entspannen, ausruhen, sich erholen.
Es tut mir so sehr gut mir selber die Erlaubnis zu geben abzuschalten. Nur die Erwartung an mich selber zu setzen das zu machen was mir einfällt, was mich anmacht, was mir gut tut. Und sonst gar nix. So gut!
Ich nehme mir zwei Wochen Ferien, dann Urlaub zuhause über Weihnachten, und dann kann die Jobsuche anfangen. Aber nicht vorher. So will ich das.
Eine Sache mache ich in dieser Zeit die ich nicht machen muss, die mir aber überraschenderweise gut tut: ich will früh aufstehen. Noch nicht um 7 Uhr in der Früh: das war dir Uhrzeit zu der ich aus dem Haus musste als ich gearbeitet hatte, geschweige denn um 6 Uhr: die Uhrzeit zu der ich aufstehen musste. Ich möchte gern um 8 Uhr aufstehen und stelle fest dass ich oft so um 7 Uhr oder früher wach werde. Aber aufstehen brauche ich noch nicht als nehme ich mir die Zeit auch. Eben auch zum ausruhen, entspannen, mir die Zeit nehmen.
Ich will gern um oder auch vor 8 Uhr aufstehen weil ich dann die Stunden mit Tageslicht nützen kann - nähen geht am besten wenn es hell ist und ich sehen kann was ich tue. Bei künstlichem Licht kann man die Farbe von Nähfaden und Stoff nicht aufeinander abstimmen, und ich finde dass es wesentlich mehr Konzentration braucht nach Sonnenuntergang zu nähen.
Im Dezember geht die Sonne um 4 Uhr unter (in Grossbritannien, wo ich lebe) und erst so kurz nach 7 Uhr in der Früh auf. Da ist der Tag nicht sehr lange. Ich will die Stunden mit Tageslicht ausnützen.
Wenn ich dann mal verschlafe dann ist das okay. Das ist mir einmal passiert nachdem ich nachts nicht gut geschlafen habe. Ich gehe inzwischen auch eher früher ins Bett damit ich auch gern in der Früh aufstehe: ausgeschlafen und guter Laune. Na ja, guter Laune dann wenn das Wetter nicht zu verhangen und zu grau ist. Mit ein bisschen Sonne fühlt man sich wie ein anderer Mensch.
Das nähen und stricken tut mir auch total gut: ich kann sehen was ich mit meiner Zeit mache weil ein handfestes, greifbares und hoffentlich brauchbares Ergebnis dabei rauskommt.
Labels:
Absicht,
entspannen,
Freude,
gefallen,
glücklich,
gute Idee,
gute Laune,
lernen,
neue Erfahrung,
planen,
Sinn,
Zeit,
Zweck
Sunday, 24 July 2016
Ach, so geht das auch!
Ich hatte gerade den Gedankenblitz: Aufräumen ist so total richtig schön und kann wunderbar Spass machen in dem Moment des tatsächlichen, aktiven Aufräumens! Ist das herrlich!
Ich hatte gerade ein paar Seiten an bedruckbaren Etiketten gefunden die ich neulich nicht finden konnte, also war die Freude gross.
Aber! Die Freude hat sich dann nocht gesteigert als ich die Etiketten dann freudestrahlend und rundum glücklich zu meiner Kommode getragen habe und sie zu den anderen Schreibwaren gelegt habe.
Weil ich weiss dass ich sie dann das nächste Mal finden werde! Das ist der Grund.
Und das ist auch der Grund warum Aufräumen so total richtig Spass machen kann: wenn man weiss das man was macht das für einen Probleme löst, Sachen einfacher macht, und dann auch noch die Wohnung harmonischer aussehen lässt weil es nicht mehr rumliegt und Staub fängt.
Ist das nicht eine sagenhaft gute Einsicht und Erfahrung?
Hurra zu plötzlichen Eingebungen!
PS: In anderen Nachrichten: ich kucke mir die Tage ein paar Garne in meinem über alle normalen Masse gewachsenen Garn-Stash an, vor allem die Garne bei denen ich keine Ahnung habe was damit machen, und überlege mir eben diese Frage. Dann schaue ich bei Ravelry nach was Andere damit fabrizieren mit diesem genauen Garn. Und dieses Recherchieren lohnt sich total!
Ich sehe viele Projekte die mich nicht so anmachen, aber es ist immer wieder was dabei das mir einen guten Anstoss gibt: ach sowas kann man aus dieser Wolle machen? Das ist je ne Idee!
Ich werde mir die Daumen drücken dass ich wieder was aufbrauche - andererseits benütze ich eine kreischbunt rosane drei Knäul an Garn das ich vor mindestens fünf Jahren gekauft hatte (gut), und habe eine tolle Idee für Verwendung meines Leinengarns gefunden: einen Strickrock in drei Farben. Damit kann ich das rote Garn verwenden das mich bis jetzt ratloss sein liess. Das schwarze Garn kommt mit dazu, nur die dritte Farbe muss ich mir leider neu kaufen. Ich schau aber erstmal wieviel ich aufbrauche mit dem Schwarz und dem Rot, dann weiss ich wieviel ich brauchen werde.
Ich hatte gerade ein paar Seiten an bedruckbaren Etiketten gefunden die ich neulich nicht finden konnte, also war die Freude gross.
Aber! Die Freude hat sich dann nocht gesteigert als ich die Etiketten dann freudestrahlend und rundum glücklich zu meiner Kommode getragen habe und sie zu den anderen Schreibwaren gelegt habe.
Weil ich weiss dass ich sie dann das nächste Mal finden werde! Das ist der Grund.
Und das ist auch der Grund warum Aufräumen so total richtig Spass machen kann: wenn man weiss das man was macht das für einen Probleme löst, Sachen einfacher macht, und dann auch noch die Wohnung harmonischer aussehen lässt weil es nicht mehr rumliegt und Staub fängt.
Ist das nicht eine sagenhaft gute Einsicht und Erfahrung?
Hurra zu plötzlichen Eingebungen!
PS: In anderen Nachrichten: ich kucke mir die Tage ein paar Garne in meinem über alle normalen Masse gewachsenen Garn-Stash an, vor allem die Garne bei denen ich keine Ahnung habe was damit machen, und überlege mir eben diese Frage. Dann schaue ich bei Ravelry nach was Andere damit fabrizieren mit diesem genauen Garn. Und dieses Recherchieren lohnt sich total!
Ich sehe viele Projekte die mich nicht so anmachen, aber es ist immer wieder was dabei das mir einen guten Anstoss gibt: ach sowas kann man aus dieser Wolle machen? Das ist je ne Idee!
Ich werde mir die Daumen drücken dass ich wieder was aufbrauche - andererseits benütze ich eine kreischbunt rosane drei Knäul an Garn das ich vor mindestens fünf Jahren gekauft hatte (gut), und habe eine tolle Idee für Verwendung meines Leinengarns gefunden: einen Strickrock in drei Farben. Damit kann ich das rote Garn verwenden das mich bis jetzt ratloss sein liess. Das schwarze Garn kommt mit dazu, nur die dritte Farbe muss ich mir leider neu kaufen. Ich schau aber erstmal wieviel ich aufbrauche mit dem Schwarz und dem Rot, dann weiss ich wieviel ich brauchen werde.
Wednesday, 1 June 2016
Harmonie tut mir gut
Was ich gelernt
habe: ich bin nicht perfekt, und ich will auch nicht perfekt sein! (‘perfekt
sein' ist mir ein Gräuel)
So bin ich an den
Gedanken gekommen:
Ich schätze es
sehr wenn die Harmonie um mich herum herscht und sich alles so schön ausgewogen
anfühlt: ein aufgeräumter Lebensraum der unbelastet von Chaos des
herumliegenden Gruschtes ist. Das ist ein schönes Leben!
Ich hab dieses
Problem mit Sachen die liegen bleiben und das Problem ist dass das Zeug dann
auch ewig liegen bleibt. Als ob es
angewurzelt ist an welchem Ort es auch immer mal zu liegen kam! Furchtbar.
Ich wälze Sachen manchmal um, oft schiebe ich sie auch nur von einem
Fleckchen zu anderen, oder ich beuge um.
Also eigentlich
stecke ich ganz schön was an Arbeit rein um das Zeug rumliegen zu haben!
Was ist der Unterschied
zwischen rumliegen und mir ein Grauen sein, und aufgeräumt zu sein und mir
damit gut tun?
Wenn Sachen an
ihrem richtigen Platz sind, dann sind sie aufgeräumt – sie fühlen sich
harmonisch an. Ich muss mir überlegen
welcher Platz für eine Sache der richtige Platz ist, ohne geht das nicht. Das ist der erste Schritt. Gleiches zu gleichem fühlt sich auch sehr gut
an: dann finde ich das Zeug auch leichter wieder und damit fällt
auch ganz schön was an Last von mir ab.
Das ‘aufräumen‘
scheitert oft daran dass es sich nach so einem Kraftakt anfühlt. Dass man sich so verausgaben muss. Aber die Sache
ist die: wenn ich ein bisschen was auf einmal anpacke dann geht das viel
leichter. Dann fühlt es sich nicht nach
brutal viel Arbeit an.
Ich hatte am
Samstag eine Freundin zu einer Nähsession eingeladen, - ich wollte mich nicht schämen, und auch den vorhandenden Raum gut nützen
können. Es hat auch gut mit dem Aufräumen geklappt: ich hatte nicht alles bis
zum letzten Drücker liegen gelassen sondern frühzeitig angefangen Sachen an
ihren rechten Platz zu legen. Das hat gut
getan.
Wir haben
zusammen genäht, abgemessen, den Schnitt abgeändert
und Fotos aufgenommen. Da hat es sich
dann doch etwas gerächt dass ich das letzte Zeug doch nur in eine Ecke
gestopft hatte: die Ecke hat es verhindert dass ich leicht die Schubladen
meiner Nähkommode aufmachen konnte. Upps. Das merke ich mir fürs nächste
Mal.
Es hat sich gut
angefühlt dass wir uns in dem Zimmer rühren konnten. Die Nähmaschine, der Spiegel
und das Bügelbrett waren alle gut zugänglich.
Da kann ich mir verzeihen dass es die Nähkommode nicht war. Drei
Sachen von vieren ist schon ganz schön gut!
Nun ist die
Nähsession vorbei und das Zimmer ist noch (relativ) gut aufgeräumt. Ich möchte es so gerne auch so halten! Dass es weiterhin harmonisch ist und ich
nicht in Chaos untergehe.
Aber der Mensch
ist ein Gewohnheitstier und natürlich hab ich gleich wieder angefangen Sachen
rauszuziehen die dann fast alle wieder liegen geblieben sind. Manche weil ich sie nicht richtig aufgeräumt hatte und etwas brauchte und dann wieder nicht
wusste wohin damit (aha, Schritt 1: ich muss mich entscheiden: wo ist der
richtige Platz!?) und anderes weil ich es nicht gleich wieder weg tun wollte.
Ich hab Bücher mit
Strickmustern, Wolle, Nadeln und andere Strickangaben rausgezogen. Ich konnte mich nicht recht entscheiden
welches Garn ich in welchem Muster stricken wollte. Dass die Sachen erstmal offen rumlagen hat
mir für kurze Zeit auch gut getan: ich konnte alles anschauen was mich
angemacht hat – es war alles schön in meienm Blickfeld damit ich mich
entscheiden konnte.
Leider passiert dann dieses
Dings – ich merke nicht wann der Zeitpunkt ist wenn das Zeug rumliegt obwohl
ich es nicht mehr im Blickfeld gebrauchen kann. Es ist mir wohl auch nicht klar wann ich mich
etwas anderem zugewendet habe und aufgehört habe diese Sache zu machen. Das fällt mir erst nach einer ganzen Weile
auf.
Und ich muss ja auch nicht
von mir verlangen dass ich alles aufräume sobald die Minute da ist in der ich
Zeugs nicht mehr brauche! Es reicht doch
auch wenn mein Blick auf etwas fällt und mir einfällt dass ich das nicht
rumliegen haben brauche.
Und dann räume ich ein oder
zwei Sachen auf einmal auf. Es muss wirklich
nicht gleich alles in einem Schwung sein!
Das ist zuviel Kraftakt.
Und dann gibt’s noch eine
Überlegung auf die ich mit meinem Strickzeugs dem rausgezogenen gekommen bin:
wenn ich sofort aufräume sobald mir auffällt dass was da liegt – bis alles
wieder wie in einem Showhaus in der Ausstellung aussieht – da würde ich mich
auch nicht wohlfühlen. Es muss okay sein
wenn ein bisschen was rumliegt, das lässt den Raum dann wohnlich aussehen. Wenn alles weggesperrt ist dann ist das auch
nicht doll.
Aber den Anspruch zu haben
dass immer gleich wieder alles weggekommt, und dass es dann der Riesenaufwand
an Kraft ist: nein, das ist mir zu blöd. Perfekt bin ich nun mal nicht, und ich
will es auch gar nicht sein!
Das wäre ja gräuslich.
Fazit:
- Mich für den richtigen Platz für etwas entscheiden
- Immer wieder mal gescheit hinschauen um zu sehen was Chaos ist und weg kann (und was schön wohnlich aussieht)
- ...und dann nur ein paar Sachen auf einmal aufräumen. Ich kann sowas auch auf mehrere Male anpacken, so geht es auch!
- Und freuen! Dass es so schön aussieht und ich mich wohlfühle!
Wednesday, 23 March 2016
Diese kleinen Errungenschaften
Hurra! Ich bin wieder daran Sachen zu erledigen und so ein bisschen hier und ein bisschen dort alles mögliche aufzuarbeiten.
Ist das ein tolles Gefühl!
Ich hab es geschafft zwei selbst gestrickte Spitzenschals zu reparieren: eins hatte nur ein kleines Löchlein wo der Faden gerissen war, das andere was ein komplizierter Schal mit mindestens zwei Mottenlöcher.
Ach was hasse ich doch die Motten! Sollen sie sich in was anderes reinfressen, aber nicht in meine schönen selbstgemachten Sachen! Statt nur so 2-3 Löchern, hab ich doch glatt sechs gefunden! Ich bin sehr froh dass ich grad in dem Schwung drin war. Für den anderen mit dem gerissenen Faden musste ich mir behelfen in dem ich farblich passenden Nähfaden genommen habe: ich hatte alle Wolle aufgebraucht und konnte mir nicht vorstellen da nochmal was aufzumachen und so abzuketten dass ich genug losen Faden gewonnen hätte. Deswegen hat das ja auch so lange gedauert.
Dann hab ich mich an einen schwarzen Pullover gemacht an dem viel weniger noch zu machen war als ich mich erinnern konnte, das war auch so ziemlich ruckzuck getan - das hatte auch wieder an etwas gehakt das ich nicht wirklich lösen konnte: ich hatte vor sieben Jahren einen Fehler gemacht beim Rückenteil stricken und musste das wieder aufrebeln. Die Wolle blieb dann sehr gekringelt und sieht nicht mehr glatt aus neugestrickt. Ich frag mich ob sich das mit waschen wieder legt. Nun ja, das ist etwas das ich nicht lösen kann und muss das einfach so hinnehmen wenn ich den Pulli tragen will. Sei's drum.
Was noch?
Ich hatte einen schwarzen Rock angefangen zu nähen (eigentlich sollte ich ja meine alten Projekte beenden aber soweit ich das bestimmen kann zählt für mich aller Fortschritt! Ob mit neuen oder alten Sachen - alles ermuntert mich) - und den hab ich auch fertig genäht! Schön ist er auch geworden, nur ist er zu weit an der Taille! Er rutscht mir unter den Bauch. Ach herrje. Da will ich nochmal dran: es gibt zwischen den vorderen drei Panelen die zwei Saumstellen an denen ich gut diese 3 cm abnähen kann - das sollte kein grosses Ding sein. Solange ich das nicht aufschiebe!
Aber dafür ist der Stoff zu schön, und der Rock ist recht erfolgsversprechend - und das ist es was mich anspornt: wenn ich sehen kann dass bei meinen Bemühungen auch was raus kommt!
Also, was hab ich gelernt?
Wenn eine Sache schwierig wird und ich nicht so recht sehe wie das lösen kann, dann bleibt das oft liegen. Auch wenn ich fürchte dass es recht lange dauern wird, dann auch. Die weitere Schwierigkeit bei diesen Sachen ist es dass ich dann vergesse was ich auf die Seite gelegt habe. Ich komm gar nicht mehr drauf was ich rumliegen habe bei dem ein bisschen kucken und überlegen weiterhilft.
Ich komme vor allem nicht drauf dass so was aufgeschobenes vermutlich gar nicht viel braucht um vollendet zu warden, damit fängt das Haken an. Die Sachen zu vergessen macht es dann noch schwieriger.
Warum ich das wohl mache? Ich schiebe da Zeugs in ein schwarzes Loch das immer grösser wird bis ich etwas daraus hervorhole, und hab damit aus dem Kopf draussen was ich da als 'schwierig' sehe. Es könnte gut das Bestreben sein unangenehmes wegzuschieben.
Zu oft ist man aber auch in einer Stimmung in der dann gar nichts geht. Um so besser wenn ich die Zeiten nützen kann in denen es funktioniert!
Ein Formular hab ich ausgefüllt um ein Zeugnis zu ersetzen dass ich nun schon seit Jahren suche, - ich hab sogar herausgefunden dass ich auch relative leicht eine Kopie anfordern kann. Also mache ich jetzt beides. Das fühlt sich so super und befreiend an dass ich das angepackt habe und dass da was dabei herauskommt!
Dann hatte ich von meiner Arztpraxis nun schon den dritten Schriftbogen angefordert um mich online bei denen zu registrieren. Damit werde ich dann auch Termine übers Internet ausmachen können. Das hatte ich ein Jahr vor mir hergeschoben weil es mit den ersten beiden Schreiben nicht geklappt hat das rechtzeitig durchzuziehen. Ich hatte das beide Male zu spät versucht. Einen davon hatte ich auch verschusselt und es dann gar nicht mehr probiert. Gute Sache dass sie das beim Arzt anstandslos gemacht haben, da gibt es genug Leute und fiel nicht wirklich auf. Sonst hätte ich das bis heute nicht gemacht weil es mir zu peinlich gewesen wäre!
Da geht es wieder um dieselbe Sache: wenn sich etwas als zu schwierig anfühlt, als unangenehm. Dann ist es ja auch kein Wunder warum ich sowas nicht so leicht schaffe, nicht wahr?
Aus dem Grund kann ich Druck von mir nehmen - die Lösung des Problems besteht darin mir einzugestehen dass es nunmal um was schwieriges, unangenehmes geht dass ich nunmal nicht so einfach anpacke...
Vielleicht nützt es mir was wenn ich mir den Schwierigkeitsgrad meiner 'zu erledigenden Sachen' überlege und dann so einteile dass ich mir ein oder zwei einfache Sachen mit einer recht unangenehmen Sache vornehme. Die leichteren Sachen können mir dann das Erfolgserlebnis geben dass ich dann für die schwierige Sache brauchen kann. Vielleicht geht es so?
Ist das ein tolles Gefühl!
Ich hab es geschafft zwei selbst gestrickte Spitzenschals zu reparieren: eins hatte nur ein kleines Löchlein wo der Faden gerissen war, das andere was ein komplizierter Schal mit mindestens zwei Mottenlöcher.
Ach was hasse ich doch die Motten! Sollen sie sich in was anderes reinfressen, aber nicht in meine schönen selbstgemachten Sachen! Statt nur so 2-3 Löchern, hab ich doch glatt sechs gefunden! Ich bin sehr froh dass ich grad in dem Schwung drin war. Für den anderen mit dem gerissenen Faden musste ich mir behelfen in dem ich farblich passenden Nähfaden genommen habe: ich hatte alle Wolle aufgebraucht und konnte mir nicht vorstellen da nochmal was aufzumachen und so abzuketten dass ich genug losen Faden gewonnen hätte. Deswegen hat das ja auch so lange gedauert.
Dann hab ich mich an einen schwarzen Pullover gemacht an dem viel weniger noch zu machen war als ich mich erinnern konnte, das war auch so ziemlich ruckzuck getan - das hatte auch wieder an etwas gehakt das ich nicht wirklich lösen konnte: ich hatte vor sieben Jahren einen Fehler gemacht beim Rückenteil stricken und musste das wieder aufrebeln. Die Wolle blieb dann sehr gekringelt und sieht nicht mehr glatt aus neugestrickt. Ich frag mich ob sich das mit waschen wieder legt. Nun ja, das ist etwas das ich nicht lösen kann und muss das einfach so hinnehmen wenn ich den Pulli tragen will. Sei's drum.
Ich hatte einen schwarzen Rock angefangen zu nähen (eigentlich sollte ich ja meine alten Projekte beenden aber soweit ich das bestimmen kann zählt für mich aller Fortschritt! Ob mit neuen oder alten Sachen - alles ermuntert mich) - und den hab ich auch fertig genäht! Schön ist er auch geworden, nur ist er zu weit an der Taille! Er rutscht mir unter den Bauch. Ach herrje. Da will ich nochmal dran: es gibt zwischen den vorderen drei Panelen die zwei Saumstellen an denen ich gut diese 3 cm abnähen kann - das sollte kein grosses Ding sein. Solange ich das nicht aufschiebe!
Aber dafür ist der Stoff zu schön, und der Rock ist recht erfolgsversprechend - und das ist es was mich anspornt: wenn ich sehen kann dass bei meinen Bemühungen auch was raus kommt!
Also, was hab ich gelernt?
Wenn eine Sache schwierig wird und ich nicht so recht sehe wie das lösen kann, dann bleibt das oft liegen. Auch wenn ich fürchte dass es recht lange dauern wird, dann auch. Die weitere Schwierigkeit bei diesen Sachen ist es dass ich dann vergesse was ich auf die Seite gelegt habe. Ich komm gar nicht mehr drauf was ich rumliegen habe bei dem ein bisschen kucken und überlegen weiterhilft.
Ich komme vor allem nicht drauf dass so was aufgeschobenes vermutlich gar nicht viel braucht um vollendet zu warden, damit fängt das Haken an. Die Sachen zu vergessen macht es dann noch schwieriger.
Warum ich das wohl mache? Ich schiebe da Zeugs in ein schwarzes Loch das immer grösser wird bis ich etwas daraus hervorhole, und hab damit aus dem Kopf draussen was ich da als 'schwierig' sehe. Es könnte gut das Bestreben sein unangenehmes wegzuschieben.
Zu oft ist man aber auch in einer Stimmung in der dann gar nichts geht. Um so besser wenn ich die Zeiten nützen kann in denen es funktioniert!
Ein Formular hab ich ausgefüllt um ein Zeugnis zu ersetzen dass ich nun schon seit Jahren suche, - ich hab sogar herausgefunden dass ich auch relative leicht eine Kopie anfordern kann. Also mache ich jetzt beides. Das fühlt sich so super und befreiend an dass ich das angepackt habe und dass da was dabei herauskommt!
Dann hatte ich von meiner Arztpraxis nun schon den dritten Schriftbogen angefordert um mich online bei denen zu registrieren. Damit werde ich dann auch Termine übers Internet ausmachen können. Das hatte ich ein Jahr vor mir hergeschoben weil es mit den ersten beiden Schreiben nicht geklappt hat das rechtzeitig durchzuziehen. Ich hatte das beide Male zu spät versucht. Einen davon hatte ich auch verschusselt und es dann gar nicht mehr probiert. Gute Sache dass sie das beim Arzt anstandslos gemacht haben, da gibt es genug Leute und fiel nicht wirklich auf. Sonst hätte ich das bis heute nicht gemacht weil es mir zu peinlich gewesen wäre!
Da geht es wieder um dieselbe Sache: wenn sich etwas als zu schwierig anfühlt, als unangenehm. Dann ist es ja auch kein Wunder warum ich sowas nicht so leicht schaffe, nicht wahr?
Aus dem Grund kann ich Druck von mir nehmen - die Lösung des Problems besteht darin mir einzugestehen dass es nunmal um was schwieriges, unangenehmes geht dass ich nunmal nicht so einfach anpacke...
Vielleicht nützt es mir was wenn ich mir den Schwierigkeitsgrad meiner 'zu erledigenden Sachen' überlege und dann so einteile dass ich mir ein oder zwei einfache Sachen mit einer recht unangenehmen Sache vornehme. Die leichteren Sachen können mir dann das Erfolgserlebnis geben dass ich dann für die schwierige Sache brauchen kann. Vielleicht geht es so?
Labels:
Absicht,
Angst überwinden,
Einsicht,
Erfolg,
Freude,
Grund,
lernen,
Lösungssuche,
nähen,
Zweck
Sunday, 5 October 2014
Das olle Zeug macht mich nicht an
Mir ist ein Grund eingefallen warum es so schädlich ist Altes aufzuheben um es aufzuheben anstelle es sich zu erlauben etwas Neues zu wollen und sich zugestehen. Olles, altes Zeug das es einfach nicht mehr tut für einen: das entzieht einem Energie und Freude. Neues das uns anmacht: da ist dieses Kribbeln da – da lebt einem die Seele auf in der prickelnden Begeisterung dass da etwas ist das einem gut tut und einen anspricht!
Mir ist das gerade aufgefallen nachdem ich in Gedanken meine Riesenansammlung an Wolle durchgegangen bin. Eine Freundin hat der Strickgruppe ein Muster als Knit Along vorgeschlagen. Hmm, was ist das auf Deutsch? Da wird vermutlich der englische Ausdruck benützt. Ein “Strick-Entlang“ (ähem) ist wenn mehrere Leute zur gleichen Zeit etwas stricken, oft das gleiche Muster oder sonst etwas unter einem bestimmten Thema, sozusagen “nebeneinander her“, also ‘along‘. Ich hoffe das macht Sinn. Gibt es auch als Sew Along, oder Crochet Along usw.
Das Muster ist der Stitch Block Cowl (hier: Stitch Block Cowl bei Ravelry.com, ein Muster von Purl Bee) - für den braucht man drei Farben. Ich kann einen Nackenwärmer sehr gut gebrauchen, die Muster schauen interessant aus und bei diesem Gruppenunternehmen teilzunehmen ist eine echt nette Idee. Man will ja nicht unfreundlich sein! Ich freu mich darauf den Schwierigkeitsgrad der Muster zu meistern. Das kann ich mir nicht entgehen lassen!
Da stellte sich dann nur die Frage: welche Wolle nehme ich? Und obwohl ich einen irrsinnigen Berg an “Möglichkeiten“ angesammelt hatte, hab ich trotzdem nicht total genau das Garn das ich gerne benützen wollte. Jedenfalls nicht in drei Farben. Ätzend. Und so nervig!
Meine Idealvorstellung an Wolle hab ich nicht. Ach. Zwei Möglichkeiten gibt es aber bei beiden ist es nicht wirklich die Qualität an Wolle die man für einen Cowl braucht. Ich hab sogar mit dem Gedanken gespielt ein naturbelassenes Garn in drei Farben zu färben (ich will das Garn aber für Schultertücher, also doch nicht) oder sogar einen wenig geliebten Pullover wieder aufzutrennen. Was auch Unsinn ist.
Ein weiterer Vorteil das Uschi Garn zu nehmen ist dass es zwar hervorragend für Socken ist aber nicht so super doll für Spitzenschals. Aber für einen Cowl passt es prima!
Und das macht mich an: Freude zu haben ein Projekt zu planen und auch noch vernünftig sein und was mit dem Wollgebirge anfangen damit es mich nicht erstickt.
Ausserdem hab ich ein paar Garne identifiziert bei denen ich nicht untröstlich wäre sie weiterzugeben. Nix wie weg mit den Teilen!
Warum auf diesen
Energieschub verzichten? Das wäre
Bescheidenheit die einem Lebensfreude abzieht.
Mir ist das gerade aufgefallen nachdem ich in Gedanken meine Riesenansammlung an Wolle durchgegangen bin. Eine Freundin hat der Strickgruppe ein Muster als Knit Along vorgeschlagen. Hmm, was ist das auf Deutsch? Da wird vermutlich der englische Ausdruck benützt. Ein “Strick-Entlang“ (ähem) ist wenn mehrere Leute zur gleichen Zeit etwas stricken, oft das gleiche Muster oder sonst etwas unter einem bestimmten Thema, sozusagen “nebeneinander her“, also ‘along‘. Ich hoffe das macht Sinn. Gibt es auch als Sew Along, oder Crochet Along usw.
Das Muster ist der Stitch Block Cowl (hier: Stitch Block Cowl bei Ravelry.com, ein Muster von Purl Bee) - für den braucht man drei Farben. Ich kann einen Nackenwärmer sehr gut gebrauchen, die Muster schauen interessant aus und bei diesem Gruppenunternehmen teilzunehmen ist eine echt nette Idee. Man will ja nicht unfreundlich sein! Ich freu mich darauf den Schwierigkeitsgrad der Muster zu meistern. Das kann ich mir nicht entgehen lassen!
Da stellte sich dann nur die Frage: welche Wolle nehme ich? Und obwohl ich einen irrsinnigen Berg an “Möglichkeiten“ angesammelt hatte, hab ich trotzdem nicht total genau das Garn das ich gerne benützen wollte. Jedenfalls nicht in drei Farben. Ätzend. Und so nervig!
Aber ich bin wirklich absolut wild entschlossen nicht wieder neues Garn zu kaufen* - das hätte ich
ungebremst gemacht bevor ich umgezogen bin.
Inzwischen hab ich einfach keinen Platz mehr für die Wolle die ich sowie so schon habe, also
muss es was von diesem gebunkerten Vorrat sein. Muss. Aber
tierisch begeistert bin ich nicht.
Meine Idealvorstellung an Wolle hab ich nicht. Ach. Zwei Möglichkeiten gibt es aber bei beiden ist es nicht wirklich die Qualität an Wolle die man für einen Cowl braucht. Ich hab sogar mit dem Gedanken gespielt ein naturbelassenes Garn in drei Farben zu färben (ich will das Garn aber für Schultertücher, also doch nicht) oder sogar einen wenig geliebten Pullover wieder aufzutrennen. Was auch Unsinn ist.
Dann fiel mir eine dritte Möglichkeit ein: Uschi Sockengarn das ich in hellgrau, dunkelgrau und blau habe: drei Farben die mich tatsächlich begeistern (hallelujah. Das war dann auch der Auslöser für diesen Blog Post) nur ist es zu dünn, aber ich kann es auch doppelt nehmen! Die Qualität ist auch gut für diese Art Cowl.
Ein weiterer Vorteil das Uschi Garn zu nehmen ist dass es zwar hervorragend für Socken ist aber nicht so super doll für Spitzenschals. Aber für einen Cowl passt es prima!
Hurra! Ich bin ja so froh dass mir dieses Garn
eingefallen ist: ich kann es endlich für etwas benützen das mich tatsächlich
begeistert (ist das herrlich!) und muss es nicht für etwas hernehmen nur damit
ich es aufbrauche.
Und das macht mich an: Freude zu haben ein Projekt zu planen und auch noch vernünftig sein und was mit dem Wollgebirge anfangen damit es mich nicht erstickt.
Ausserdem hab ich ein paar Garne identifiziert bei denen ich nicht untröstlich wäre sie weiterzugeben. Nix wie weg mit den Teilen!
[Nachsatz: ich hab leider doch eine neue Wolle gekauft. Das silber sah zu dem blau und dunkelgrau einfach zu leuchtend aus. Das neue Garn hat mehrere blaue Töne, auch nicht das total wahre aber leider muss ich jetzt noch mehr aufbrauchen also muss das genügen. Herrjeh aber auch!]
Labels:
ansprechend,
begeistert,
Farben,
Freude,
gefallen,
gut gelöst,
gute Laune,
Kleidung,
planen,
Sinn,
Spass,
Zweck
Monday, 7 July 2014
Tausch
Es ist ja so
befreiend wenn man olles Zeug los wird und mit etwas brauchbarem ersetzt!
Ich hab gestern
meine alte Handtasche geleert und alles in eine neue gepackt. Ich benütze nur eine (weil ich zu faul bin
alles immer wieder umräumen zu müssen, bzw mir nicht sicher genug bin dass ich
dann auch alles zur Hand hätte – ich hätte zu sehr Schiss dass etwas wichtiges
zuhause bleibt: Geldbeutel, Ubahnfahrkarte, Hausschlüssel...).
Diese ‘neue‘ hab
ich auch schon eine Weile, weil ich zwei gekauft hatte. Dieses Umräumen ist einfach so nervig dass
ich gerne mehr als ein Modell habe damit ich eine abgenützte Tasche deren ich
mich schämen würde gegen eine austauschen kann die okay ist. Und bei dem super guten Preis den diese
Handtasche gekostet hatte, da wär es sträflich gewesen es bei nur einer Ausgabe
zu lassen! Deswegen ist die Handtasche
auch nicht wirklich total neu, ich hatte sie nur noch nie benützt.
Mit Schuhen hab
ich das auch schon gemacht. Ich hab mir
ein zweites Paar gekauft als ich merkte dass das erst wirklich gut passte und
super aussah. Nur hab ich dann leider
beide Paare wechselmässig getragen, und die hatten sich dann auch zur selben
Zeit abgetragen. Das war nicht die ursprüngliche
Idee: ich wollte das zweite Paar wenn ich das erste loswerden muss.
Mit anderen
Schuhen später hat es dann nicht so gut geklappt: ich hab mir freudig ein
zweites Paar zugelegt, und erst dann festgestellt dass die nicht so super zu
tragen waren wie ich dachte. Erfahrungswert.
Auf was ich auch
gekommen bin: manchmal ist es gar nicht so gut sich Sachen aufzuheben. Nicht
nur auf Vorrat haben (wie Lebensmittel die dann prompt ablaufen) sondern zur
Seite legen damit man sich weiter darauf freuen kann sie zu benützen. Vermutlich um’s nicht so schnell ‘leer‘ zu
machen.
Ich habe
wunderschöne Papierservietten, zum Teil von wunderbaren Freunden und Familie
geschenkt bekommen, ein oder zwei auch selbst gekauft. Bis ich drauf kam dass
ich mich zwar jedes Mal freue wenn ich sie sehe, aber benützt hab ich sie
nicht. Weil ich sie nicht aufbrauchen
wollte. Also so was verrücktes! Wieviele
von denen will ich denn haben, so zum nur Bewundern? Vielleicht sollte ich sie in einem Setzkasten
als Ausstellungstück an der Wand hängend zur Schau stellen? Das meine ich ironisch.
Als mir das
auffiel hab ich mir dann zwei Packs gegriffen und mit in die Arbeit
genommen. Ich leg oft eine auf das
Sandwich das ich esse, oder über mein Telefon.
Das schaut auch so hübsch aus. Da
freu ich mich dann jeden Tag daran die Serviette zu sehen, und nicht nur die
paar Male die ich sie sonst gefunden hatte.
Viel besser etwas zu benützen als eben nicht. Und schöner vom rumliegen werden sie ja auch
nicht.
Es ist eine
wirklich gute Sache sich Sachen ins tägliche Leben zu holen an denen man sich
freuen kann. Das macht Spass, es hebt
die Lebensgeister und regt auch noch an andere positive Sachen zu machen.
Alles immer wieder
mal gegen etwas neues eintauschen! Gerade
dann wenn etwas altes am auseinanderfallen ist.
Subscribe to:
Posts (Atom)


















