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Gute Gewohnheiten sind Abkürzungen zu Verhaltensmustern die uns gut tun. Eine Abkürzung deshalb weil wir nicht immer wieder von vorne anfangen müssen und den Kopf zu zerbrechen was wir wie machen wollen. Eine Gewohnheit nimmt es uns ab uns durchringen zu müssen. Eine Gewohnheit ist ein automatisches Verhaltensmuster in das wir verfallen ohne gross drüber nachzudenken. Eine gute Gewohnheit führt dazu dass wir machen was uns gut tut. Und die super schöne Sache daran ist dass wir uns nicht furchtbar anstrengen muss, nicht verrenken, um etwas hinzukriegen was uns sonst so schwer fällt.
Gute Gewohnheiten sind wie ein verlässliches Gerüst auf das wir anderes hängen können. Sie bilden eine Struktur auf die wir uns stützen können. Und ganz ausdrücklich: eine gute Gewohnheit ist keine Zwangsjacke: nur weil ich mir etwas Gut Tuendes angewöhnt habe, heisst noch lange nicht dass ich das machen muss. Ich kann mich immer noch entscheiden. Die Gewohnheit ist da wenn ich sie in Anspruch nehmen will, und das freiwillig.
Aber wie soll das so gehen? Viel Willensstärke zusammenkratzen und dann mit geballten Kräften sich ins Gefecht stürzen?
Das klingt ein bisschen zu anstrengend finde ich. Dann ist das ganze auch schon mit dieser widerwilligen Energie belastet. Wenn man das wieder machen will, dann denkt man ja nur daran wieviel Kraft einen das gekostet hat beim letzten Mal. Also dabei vergeht's mir muss ich sagen. Ich mach das lieber anders.
Ein Beispiel: ich hatte eine Matte (statt Teppich) die leider nicht besonders viel Saugen zu sehen bekommen hat. Das Ding hatte den doofen Nachteil dass sich alles so in die Fasern hineingearbeitet hat es mindestens ein Dreiviertel Stunde brauchte bis es mehr oder weniger wieder krümelfrei war. Ein Alptraum. Hab ich kaum mal gemacht. Das olle Ding ist mir so auf die Nerven gegangen dass ich es mit einem gescheiten Teppich ersetzt habe. Er saugt sich unwahrscheinlich viel schneller! Das ist sogar fast ein Vergnügen (das war humorvoll gemeint).
Das Saugen passierte dann so hin und wieder und nun ja... Dann hatte ich mal an einem Sontag dran gedacht, und dabei fiel mir auf dass das Mal davor auch ein Sontag war. Ach, ist ja praktisch! Dachte ich mir. Dann mach ich das jetzt schon zum zweiten Mal. Hah! Wenn ich das nochmal wiederhole dann ist das dieses Ding von wegen Zwei Mal Wiederholen führt zu einer Gewohnheit?! Dann kuck ich mal wie das bei mir so läuft, das probiere ich aus!
Und das hat tatsächlich funktioniert. Erstaunlich. Inzwischen verbinde ich Sontags mit Teppich saugen. Und was noch schöner ist: ich assoziere das mit diesem wohligen Gefühl das sich bei mir einstellt wenn ich es geschafft habe, wenn der Teppich ohne Krümel ist, und dass ich dabei das Wissen habe dass es mir relativ leicht von der Hand ging. Ach ist das schön!
Und darin liegt das Geheimnis: wenn wir eine nicht so angenehme Sache mit angenehmen Gefühlen assozieren können dann wird das alles auch viel leichter!
Also ist es am besten in sich hinein zu lauschen: geht das grade bei mir? Fühlt sich das okay an? Will ich das wieder so machen? Passt mir z.B. Teppich Saugen am Sontag gut rein? Will ich mir diese Gewohnheit vielleicht lieber ein bisschen anderst angewöhnen? - Ich hab die Wahl: ich kann das ganz bewusst steuern, und ich kann mich auch umentscheiden.
Ich bin ein erwachsener Mensch, ich darf mir Sachen so zurechtlegen wie ich das möchte!
Mir tut es gut mir solche Überlegungen durch den Kopf gehen zu lassen wenn ich nicht gestresst bin, wenn ich Zeit und Muse habe - z.B. wenn ich mit einer Tasse Tee gemütlich sitze und herumsinnieren kann was ich auch immer grad überlegen will. Kein Zwang, kein Druck, keine Erwartung. Praktische Überlegungen: was genau will ich wie machen damit es für mich passt? Du bist der einzige Mensch der das beschliessen kann, du kannst die Erwartungen aussen vor lassen, die von aussen an einen dran schwappen. Nixe da von wegen was man wie tun soll, von wegen Regeln die ein schlauer Ratgeber austeilt als wären sie nicht Blüten sondern Brennnesseln. Mach dir deinen eigenen Kopf. Du darfst.
Manchmal schreib ich mir auch ein paar Notizen auf, Stichworte oder Überlegungen die beim Aufschreiben klarer werden. Ich doodle auch gerne: kleine Zeichnungen bei denen ich mich schön entspannen kann - es tut gut mir beim Kritzeln etwas durch den Kopf gehen zu lassen.
Warum nicht ein Heft anfangen? Ein schönes Heft. Etwas das sich wie gutes Briefpapier anfühlt: ein angenehmer Platz um positive Gedanken aufzunehmen. Ein Heft hat genug Substanz damit man es auch wiederfinden kann und ist dabei besser als einzelne Seiten Papier. Man hat mehr Platz als auf Haftnotizen. Und man kann auch schön kritzeln und doodlen, oder sich Bilder mit dazu reinzukleben, oder was einem auch immer einfällt. Und man kann zurückblättern ('Wie war das noch, was fiel mir da ein?') und sich sogar noch was dazuschreiben, oder was unterstreichen. Ich finde so was sehr hilfreich, vielleicht geht's dir ja auch so.
Viel Erfolg und viel Spass wünsche ich dir!
Was mir so einfällt. Ein bisschen bewusster leben wäre nett. Aufmerksamer, lebendiger, mehr angeschaltet.
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Saturday, 19 January 2019
Saturday, 5 January 2019
Gute Gewohnheiten
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Was sind eigentlich gute Gewohnheiten?
Bei schlechten sind wir uns sicherer: das sind Sachen die wir immer wieder machen und die uns total auf den Geist gehen.
Gewohnheiten an sich sind Muster, Verhaltensmuster. Eine Art Routine bei der wir nicht lange überlegen müssen wie wir etwas machen, weil es sich eingefleischt hat.
Menschen mögen es nicht ständig von neuem anfangen zu müssen Erkenntisse zu gewinnen. Stell dir nur vor wir anstrengend es wäre an jedem Verkehrsschild stehen bleiben zu müssen um zu überlegen was es bedeutet. Warst du schon mal in einem fremden Land in dem etwas unter einem Verkehrsschild stand, das du erst lesen musstest und dann übersetzen, bis du es verstanden hast? Mühsam!
Wir versuchen in allem dem wir begegnen Muster zu finden, das passiert so unterschwelig dass es uns gar nicht bewusst ist.
Das passiert auch mit Verhaltensmustern. Wir wollen nicht erst denken müssen um zu Entscheidungen zu kommen wie wir was machen. Wir schätzen Shortcuts. Und die sind unsere Gewohnheiten.
Gewohnheiten ermöglichen es uns schneller zum handeln zu kommen, etwas zu machen ohne lange herumzufackeln.
Es gibt gute Gewohnheiten die uns wirklich helfen und nicht so gute die uns behindern und davon abhalten die Sachen zu machen die uns gut tun und die wir schätzen.
Wenn ich den Tag über daran denke etwas schreiben zu wollen, dann abends nach Hause komme und mich erstmal erschöpft ins Sofa fallen lasse... und prompt den ganzen Abend nicht vom Fernseher los komme. Das würde ich eine schlechte Gewohnheit nennen. Sie hat mich vom Schreiben abgehalten und das war über die lange Zeitspanne, in der mir das viel zu oft passierte, dann sehr entmutigend und sogar deprimierend.
Und das macht schlechte Gewohnheiten aus: wir sind mir ihrem Ergebnis recht unglücklich und wünschen uns das dieses Ding besser laufen würde.
Verzag nicht! Hilfe ist einen Satz weg!
Die wunderbare Sachen mit Gewohnheiten ist dass man sie bewusst formen kann. Sobald man etwas zweimal wiederholt, da wird es schon zur Gewohnheit. Wenn das nicht eine effektive Methode ist!
Stell dir vor dass du jedesmal auf einem Bein hüpft wenn du in ein Zimmer gehts, und das drei mal. Ich bin ziemlich sicher dass du beim vierten Mal in ein Zimmer laufen dich danach fühlst wieder auf einem Bein zu hüpfen. Ich habe absolut keine Ahnung warum jemand auf einem Bein hüpfen wollte (aus Jux und Gaudi vermutlich), aber du verstehst was ich meine.
Eine Gewohnheit ist ein Mechanismus der einem das Leben erleichtert. Was möchtest du gerne schneller und einfacher machen können? Welches Problem möchtest du gerne lösen das durch eine eingefahrene Verhaltensweise ausgelöst wird?
Und wie schaut die Gewohnheit aus die an die Stelle der schlechten Gewohnheit treten kann?
Was möchtest du gerne wie machen?
Was sind eigentlich gute Gewohnheiten?
Bei schlechten sind wir uns sicherer: das sind Sachen die wir immer wieder machen und die uns total auf den Geist gehen.
Gewohnheiten an sich sind Muster, Verhaltensmuster. Eine Art Routine bei der wir nicht lange überlegen müssen wie wir etwas machen, weil es sich eingefleischt hat.
Menschen mögen es nicht ständig von neuem anfangen zu müssen Erkenntisse zu gewinnen. Stell dir nur vor wir anstrengend es wäre an jedem Verkehrsschild stehen bleiben zu müssen um zu überlegen was es bedeutet. Warst du schon mal in einem fremden Land in dem etwas unter einem Verkehrsschild stand, das du erst lesen musstest und dann übersetzen, bis du es verstanden hast? Mühsam!
Wir versuchen in allem dem wir begegnen Muster zu finden, das passiert so unterschwelig dass es uns gar nicht bewusst ist.
Das passiert auch mit Verhaltensmustern. Wir wollen nicht erst denken müssen um zu Entscheidungen zu kommen wie wir was machen. Wir schätzen Shortcuts. Und die sind unsere Gewohnheiten.
Gewohnheiten ermöglichen es uns schneller zum handeln zu kommen, etwas zu machen ohne lange herumzufackeln.
Es gibt gute Gewohnheiten die uns wirklich helfen und nicht so gute die uns behindern und davon abhalten die Sachen zu machen die uns gut tun und die wir schätzen.
Wenn ich den Tag über daran denke etwas schreiben zu wollen, dann abends nach Hause komme und mich erstmal erschöpft ins Sofa fallen lasse... und prompt den ganzen Abend nicht vom Fernseher los komme. Das würde ich eine schlechte Gewohnheit nennen. Sie hat mich vom Schreiben abgehalten und das war über die lange Zeitspanne, in der mir das viel zu oft passierte, dann sehr entmutigend und sogar deprimierend.
Und das macht schlechte Gewohnheiten aus: wir sind mir ihrem Ergebnis recht unglücklich und wünschen uns das dieses Ding besser laufen würde.
Verzag nicht! Hilfe ist einen Satz weg!
Die wunderbare Sachen mit Gewohnheiten ist dass man sie bewusst formen kann. Sobald man etwas zweimal wiederholt, da wird es schon zur Gewohnheit. Wenn das nicht eine effektive Methode ist!
Stell dir vor dass du jedesmal auf einem Bein hüpft wenn du in ein Zimmer gehts, und das drei mal. Ich bin ziemlich sicher dass du beim vierten Mal in ein Zimmer laufen dich danach fühlst wieder auf einem Bein zu hüpfen. Ich habe absolut keine Ahnung warum jemand auf einem Bein hüpfen wollte (aus Jux und Gaudi vermutlich), aber du verstehst was ich meine.
Eine Gewohnheit ist ein Mechanismus der einem das Leben erleichtert. Was möchtest du gerne schneller und einfacher machen können? Welches Problem möchtest du gerne lösen das durch eine eingefahrene Verhaltensweise ausgelöst wird?
Und wie schaut die Gewohnheit aus die an die Stelle der schlechten Gewohnheit treten kann?
Was möchtest du gerne wie machen?
Tuesday, 18 December 2018
Rausschieben
Rausschieben, tschja, das mache ich viel. Wieso mache ich das?
Ich möchte gerne ein Oberteil nähen das mir wirklich gut passt - ein "Template Top", also eine 'Schablone' die ich dann dann immer wieder benützen kann. Das bedeutet den einmaligen Einsatz am Mühe, Arbeit und Zeit um dann Dutzende an Schnitten davon ableiten zu können.
Die Kunst am Nähen ist dass man aus einem zweidimensionalen Stoff mit entsprechenden Abnähern in eine dreidimensionales Dimensionen abändert. Und bei meinen individuellen Körpermaßen ist das keine leichte Sache. Es ist also leider mit viel Frustration verbunden.
Ich hab mehrere Versionen genäht die immer besser werden sollten. Dummerweise hatte ich zwischen den zwei letzten nicht genug geändern und ausversehen nochmal fast dasselbe genäht. Der Grund war dass ich dazwischen zuviel Zeit verfliessen lassen hatte und nicht mehr wusste welche Änderungen schon in der letzte Version eingebaut waren. Deswegen wurde es fast die gleiche.
Danach ging mir dann total die Puste aus um weitere als diese fünf Varianten zu nähen. Jetzt ist es so an die 4-5 Jahre später und ich habe meinen Wunsch immer noch nicht erfüllt obwohl ich einiges mehr genäht hatte. Ich gebe viel zu schnell wieder auf. Bis zum nächsten Mal weiss ich nichts mehr und fange deswegen von vorne an. Immer wieder dasselbe Spiel. Das geht mir unwahrscheinlich auf die Nerven.
Warum schiebe ich Sachen raus? Warum lass ich mich so leicht von Schwierigkeiten entmutigen? Hab ich Angst vor Versagen (was es ja soweit schon ist)? Ist es das?
Wäre ein Versagen wirklich so schrecklich? Nein.
Ich kann sehr gut damit leben etwas nicht hinzubekommen. Das ist es also nicht denke ich. Und "versagen" kann ich es ja auch nennen was bis jetzt noch nicht geklappt hat mit diesem Teil: ich hab viel gelernt. Ist es vielleicht einfacher mir zu sagen dass ich nicht wieder "dazu gekommen bin" statt dass ich's nicht hin bekommen habe? Vermutlich.
Es ist ganz schön entmutigend mein Template Top nicht weiter voran gebracht zu haben. Ich könnte Strategien entwickeln die es mir ermöglichen beim nächsten Mal zu wissen wie weit ich kam: ich könnte es mir aufschreiben. Genug Notizbücher hab ich ja, die wären super geeignet. Ich hatte auch schon mal eins von Mama geschenkt angefangen - so als Quelle an Inspiration über Projekte die mir vorschweben. Eine der Blusen hatte ich dort schon beschrieben, das kann ich gut in 'Progress Reports' umwandeln.
Eine hiflreiche Strategie hatte ich schon entwickelt und benütze sie immer wieder: Sachen in Winzlingsschrittchen zu machen. Es ist erstaunlich wie sehr es hilft die Schere schon mal auf den Stoff zu legen den ich dann später ausschneiden will. Der Anblick des Teils macht es wirklich leichter sie dann auch in die Hand zu nehmen.
Ein anderer Gedanke: ich muss aktiv Sachen machen wenn ich was lernen will. Ob ich nun "versage" und etwas nicht hinkriege oder ob was gut läuft, das ist egal. Ich kann nur davon lernen was ich mache.
Wenn ich nachdenke dann kann ich auf Möglichkeiten kommen die ich ausprobieren kann, aber ich lerne dabei noch nicht ob's dann auch funktioniert. Ich kann wirklich nur lernen ob etwas funktioniert wenn ich es mache. Die Logik ist unausweichlich.
Wie sehr habe ich Angst davor etwas zu lernen? Keine. Ich freue mich zu lernen. Das ist es also auch nicht.
Ich warte oft auf den Impuls aufzustehen und etwas praktisch zu machen. Wenn ich etwas ohne diesen Impuls mache dann fällt es mir einiges schwerer. Also bin ich nicht gut in Sachen Selbstdisziplin. Nicht gut darin meine Neigung meiner Absicht unterzujochen.
Darüber muss ich noch mal ein bisschen mehr nachdenken.
PS: Von 2D zu 3D ist nicht einfach - vielleicht geht es ja 'einfach' nur um Geduld? Und wenn ich Winzlingsschritte plane, dann ist da auch klarerwiese einfacher Geduld für ein bisschen aufzubringen. Vielleicht ist das die Erkenntnis die ich suche?
Ich möchte gerne ein Oberteil nähen das mir wirklich gut passt - ein "Template Top", also eine 'Schablone' die ich dann dann immer wieder benützen kann. Das bedeutet den einmaligen Einsatz am Mühe, Arbeit und Zeit um dann Dutzende an Schnitten davon ableiten zu können.
Die Kunst am Nähen ist dass man aus einem zweidimensionalen Stoff mit entsprechenden Abnähern in eine dreidimensionales Dimensionen abändert. Und bei meinen individuellen Körpermaßen ist das keine leichte Sache. Es ist also leider mit viel Frustration verbunden.
Ich hab mehrere Versionen genäht die immer besser werden sollten. Dummerweise hatte ich zwischen den zwei letzten nicht genug geändern und ausversehen nochmal fast dasselbe genäht. Der Grund war dass ich dazwischen zuviel Zeit verfliessen lassen hatte und nicht mehr wusste welche Änderungen schon in der letzte Version eingebaut waren. Deswegen wurde es fast die gleiche.
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| Ein anderes Oberteil, nicht das Template Top |
Danach ging mir dann total die Puste aus um weitere als diese fünf Varianten zu nähen. Jetzt ist es so an die 4-5 Jahre später und ich habe meinen Wunsch immer noch nicht erfüllt obwohl ich einiges mehr genäht hatte. Ich gebe viel zu schnell wieder auf. Bis zum nächsten Mal weiss ich nichts mehr und fange deswegen von vorne an. Immer wieder dasselbe Spiel. Das geht mir unwahrscheinlich auf die Nerven.
Warum schiebe ich Sachen raus? Warum lass ich mich so leicht von Schwierigkeiten entmutigen? Hab ich Angst vor Versagen (was es ja soweit schon ist)? Ist es das?
Wäre ein Versagen wirklich so schrecklich? Nein.
Ich kann sehr gut damit leben etwas nicht hinzubekommen. Das ist es also nicht denke ich. Und "versagen" kann ich es ja auch nennen was bis jetzt noch nicht geklappt hat mit diesem Teil: ich hab viel gelernt. Ist es vielleicht einfacher mir zu sagen dass ich nicht wieder "dazu gekommen bin" statt dass ich's nicht hin bekommen habe? Vermutlich.
Es ist ganz schön entmutigend mein Template Top nicht weiter voran gebracht zu haben. Ich könnte Strategien entwickeln die es mir ermöglichen beim nächsten Mal zu wissen wie weit ich kam: ich könnte es mir aufschreiben. Genug Notizbücher hab ich ja, die wären super geeignet. Ich hatte auch schon mal eins von Mama geschenkt angefangen - so als Quelle an Inspiration über Projekte die mir vorschweben. Eine der Blusen hatte ich dort schon beschrieben, das kann ich gut in 'Progress Reports' umwandeln.
Eine hiflreiche Strategie hatte ich schon entwickelt und benütze sie immer wieder: Sachen in Winzlingsschrittchen zu machen. Es ist erstaunlich wie sehr es hilft die Schere schon mal auf den Stoff zu legen den ich dann später ausschneiden will. Der Anblick des Teils macht es wirklich leichter sie dann auch in die Hand zu nehmen.
Ein anderer Gedanke: ich muss aktiv Sachen machen wenn ich was lernen will. Ob ich nun "versage" und etwas nicht hinkriege oder ob was gut läuft, das ist egal. Ich kann nur davon lernen was ich mache.
Wenn ich nachdenke dann kann ich auf Möglichkeiten kommen die ich ausprobieren kann, aber ich lerne dabei noch nicht ob's dann auch funktioniert. Ich kann wirklich nur lernen ob etwas funktioniert wenn ich es mache. Die Logik ist unausweichlich.
Wie sehr habe ich Angst davor etwas zu lernen? Keine. Ich freue mich zu lernen. Das ist es also auch nicht.
Ich warte oft auf den Impuls aufzustehen und etwas praktisch zu machen. Wenn ich etwas ohne diesen Impuls mache dann fällt es mir einiges schwerer. Also bin ich nicht gut in Sachen Selbstdisziplin. Nicht gut darin meine Neigung meiner Absicht unterzujochen.
Darüber muss ich noch mal ein bisschen mehr nachdenken.
PS: Von 2D zu 3D ist nicht einfach - vielleicht geht es ja 'einfach' nur um Geduld? Und wenn ich Winzlingsschritte plane, dann ist da auch klarerwiese einfacher Geduld für ein bisschen aufzubringen. Vielleicht ist das die Erkenntnis die ich suche?
Sunday, 16 December 2018
Anfänge
Ich will diesen Eintrag doch noch reinstellen obwohl er inzwischen leider überholt ist. Aber es geht ums nähen, und das ist mal was anderes. Ich werde auch bald wieder über mein Handarbeiten reden.
Hurra!
Am 2. Tag des Jahres habe ich angefangen mein erstes Nähprojekt des Jahres auszuschneiden.
Ging zwar mit etwas Schwierigkeiten weil ich beim Ausschneiden des Papierschnitts, noch im letzten Jahr, noch nicht entschieden hatte welche der Grössen ich benützen will. (Mist, dass ich das nicht mehr wusste), deswegen habe ich mich heute etwas vertan. Und die Ärmel sollen kürzer werden was bei diesem Schnitt nicht so leicht ist: man muss die Passe und die Ärmelstücke zusammen nähen und dann an die anderen Teile dranstückeln. Das kann man auf diesem Foto auch ganz gut sehen:
Das ist auch genau das was mich an diesem Schnitt am meisten interessiert: dass es eben nicht Null Acht Fünfzehn ist, sondern was individuelleres. Diese Art Überblusenmuster hab ich sonst nicht gefunden, und ich habe gesucht. Aber das macht es dann auch schwerer das Muster abzuändern weil ich erst beim zusammennähen herausfinden werde wie die Stücke zusammen passen.
Nu ja, Herausforderungen sind gute -forderungen... Die hoffentlich zu Förderung werden: der Förderung meines Wissens und meines Könnens.
Es fühlt sich wirklich total gut an schon so schnell am Anfang des Jahres mit dem zu beginnen was ich viel machen will. Nicht nur dieses Jahr, sondern länger: es gibt sehr viel Stoff den ich aufbrauchen will (ich hab viel zu viel) und ich will dabei lernen. Ich will mir Wissen aneignen und mein Können erweitern - das bringt mir viel Freude.
Bis jetzt hatte ich noch nicht sehr viele Näherfolge, es gab ein paar Projekt die ganz gut waren aber nicht sehr viele. Jedes bisschen das ich nähe ist eine Herausforderung auch an mein Durchhaltevermögen. Ich weiss nicht so recht wie's damit aussieht, ich hätte gern mehr davon.
Ich will mein Durchhaltevermögen entwickeln, und zwar viel mehr, und als verlässlicherere Fähigkeit in mein Arsenal einfügen - meine 'Werkzeugskiste' (tool kit) von dem was ich kann und erreichen kann.
Ist schon mal ein sehr guter Anfang mit dem Ausschneiden.
Am nächsten Tag, 3. Januar, hab ich weitere Stücke ausgeschnitten und auch die Vliesline an die Kopflochleisten gebügelt. Ich muss noch die Stücke für Kragen, Bündchen und Taschen ausschneiden. Es ist 'nur' der Muslin aber wenn er was wird dann will ich ihn gern als dünne Überbluse über Sommerkleidung anziehen können.
Ich hab einen sehr hübschen weissen Stoff im Sinn den ich für das eigentliche Projekt nehmen will aber der ist was ganz besondere und deswegen will ich ihn auch nur verwenden wenn ich mir ziemlich sicher bin dass es das richtige Projekt dafür ist. Das ist ja auch der Grund warum ich es so schwer finde meine Stoffe aufzubrauchen! Ich mach wieder den alten Fehler es perfekt haben zu wollen. Darn.
(Mit Muslin meine ich hier das englische Wort: ein "Entwurf" in Stoff bei dem man sehen kann ob das Muster was ist und einem passt. Das andere englische Wort ist 'Toile')
~ ~ ~ ~ ~
Dez 2018:
Dieser Eintrag ist nun schon von vor fast einem Jahr. Schnell reinstellen bevor er noch mehr veraltet!
Es ist auch interessant to sehen mit welchem Nähprojekt ich dieses Jahr angefangen hatte. Ich habe schon angefangen darüber nachzudenken was ich im neuen Jahr anfangen will.
Das ist der schönste und aufregendste Schritt bei Nähprojekten: wenn noch alles frisch und neu ist und man sich drauf freut was man herstellt - bevor es dann klar wird dass die Realität doch nicht so super ist wie man hoffte.
Ich habe leider einige Sachen genäht die einfach nicht so geworden sind wie ich hoffte. Ich will mehr darauf achten wie die Stofffaser sich für das Projekt eignet. Ich denke das ist mein grösster Fehler.
Der andere ist dass viele Kleidungsstücke die ich nähen will Form und Stil haben die mir nicht wirklich stehen. Diese Überbluse ist viel zu gross, breit und lang - ich ertrinke in ihr ziemlich. Wenn sie aber viel kleiner wäre dann ist das auch nichts bei meiner Körperform: eine sehr umfangreiche Taille mit schmalen Hüften.
Es ist bei dieser Bluse bei dem Stoffentwurf geblieben: ich habe sie einmal im Sommer getragen als es wirklich gegen Abend etwas frisch wurde. Ein leichter Überwurf über meiner Sommerbekleidung war dann tatsächlich super fürs Sitzen im Garten wie erhofft.
Immerhin ziehe ich einige meiner Röcke an. Das tröstet mich.
Auf ins neue Jahr hoffentlich mit einem Projekt das mehr Erfolg verspricht! Ich bin ja mal gespannt ob ich inzwischen Formen wähle die mir besser stehen...
Frohes 2019 an alle!
Hurra!
Am 2. Tag des Jahres habe ich angefangen mein erstes Nähprojekt des Jahres auszuschneiden.
Ging zwar mit etwas Schwierigkeiten weil ich beim Ausschneiden des Papierschnitts, noch im letzten Jahr, noch nicht entschieden hatte welche der Grössen ich benützen will. (Mist, dass ich das nicht mehr wusste), deswegen habe ich mich heute etwas vertan. Und die Ärmel sollen kürzer werden was bei diesem Schnitt nicht so leicht ist: man muss die Passe und die Ärmelstücke zusammen nähen und dann an die anderen Teile dranstückeln. Das kann man auf diesem Foto auch ganz gut sehen:
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| Burda 6230 Big blouse |
Nu ja, Herausforderungen sind gute -forderungen... Die hoffentlich zu Förderung werden: der Förderung meines Wissens und meines Könnens.
Es fühlt sich wirklich total gut an schon so schnell am Anfang des Jahres mit dem zu beginnen was ich viel machen will. Nicht nur dieses Jahr, sondern länger: es gibt sehr viel Stoff den ich aufbrauchen will (ich hab viel zu viel) und ich will dabei lernen. Ich will mir Wissen aneignen und mein Können erweitern - das bringt mir viel Freude.
Bis jetzt hatte ich noch nicht sehr viele Näherfolge, es gab ein paar Projekt die ganz gut waren aber nicht sehr viele. Jedes bisschen das ich nähe ist eine Herausforderung auch an mein Durchhaltevermögen. Ich weiss nicht so recht wie's damit aussieht, ich hätte gern mehr davon.
Ich will mein Durchhaltevermögen entwickeln, und zwar viel mehr, und als verlässlicherere Fähigkeit in mein Arsenal einfügen - meine 'Werkzeugskiste' (tool kit) von dem was ich kann und erreichen kann.
Ist schon mal ein sehr guter Anfang mit dem Ausschneiden.
Am nächsten Tag, 3. Januar, hab ich weitere Stücke ausgeschnitten und auch die Vliesline an die Kopflochleisten gebügelt. Ich muss noch die Stücke für Kragen, Bündchen und Taschen ausschneiden. Es ist 'nur' der Muslin aber wenn er was wird dann will ich ihn gern als dünne Überbluse über Sommerkleidung anziehen können.
Ich hab einen sehr hübschen weissen Stoff im Sinn den ich für das eigentliche Projekt nehmen will aber der ist was ganz besondere und deswegen will ich ihn auch nur verwenden wenn ich mir ziemlich sicher bin dass es das richtige Projekt dafür ist. Das ist ja auch der Grund warum ich es so schwer finde meine Stoffe aufzubrauchen! Ich mach wieder den alten Fehler es perfekt haben zu wollen. Darn.
(Mit Muslin meine ich hier das englische Wort: ein "Entwurf" in Stoff bei dem man sehen kann ob das Muster was ist und einem passt. Das andere englische Wort ist 'Toile')
~ ~ ~ ~ ~
Dez 2018:
Dieser Eintrag ist nun schon von vor fast einem Jahr. Schnell reinstellen bevor er noch mehr veraltet!
Es ist auch interessant to sehen mit welchem Nähprojekt ich dieses Jahr angefangen hatte. Ich habe schon angefangen darüber nachzudenken was ich im neuen Jahr anfangen will.
Das ist der schönste und aufregendste Schritt bei Nähprojekten: wenn noch alles frisch und neu ist und man sich drauf freut was man herstellt - bevor es dann klar wird dass die Realität doch nicht so super ist wie man hoffte.
Ich habe leider einige Sachen genäht die einfach nicht so geworden sind wie ich hoffte. Ich will mehr darauf achten wie die Stofffaser sich für das Projekt eignet. Ich denke das ist mein grösster Fehler.
Der andere ist dass viele Kleidungsstücke die ich nähen will Form und Stil haben die mir nicht wirklich stehen. Diese Überbluse ist viel zu gross, breit und lang - ich ertrinke in ihr ziemlich. Wenn sie aber viel kleiner wäre dann ist das auch nichts bei meiner Körperform: eine sehr umfangreiche Taille mit schmalen Hüften.
Es ist bei dieser Bluse bei dem Stoffentwurf geblieben: ich habe sie einmal im Sommer getragen als es wirklich gegen Abend etwas frisch wurde. Ein leichter Überwurf über meiner Sommerbekleidung war dann tatsächlich super fürs Sitzen im Garten wie erhofft.
Immerhin ziehe ich einige meiner Röcke an. Das tröstet mich.
Auf ins neue Jahr hoffentlich mit einem Projekt das mehr Erfolg verspricht! Ich bin ja mal gespannt ob ich inzwischen Formen wähle die mir besser stehen...
Frohes 2019 an alle!
Sunday, 23 April 2017
Wofür?
Ich bin heute früh auf eine sehr gute Frage gekommen: wofür mache ich das eigentlich? Was bringt es mir und was bekomme ich im Austausch?
Es geht mir wieder ums Aufräumen mit der Anmerkung dass ich es doch tatsächlich in den letzten zwei Monaten geschafft habe ALLE meiner Papiere zu sortieren, einzuscannen und abzulegen. Ich bin sehr stolz auf mich!
Auf diese 'wozu' Frage bin ich über etwas anderes gekommen: das Abnehmen. Nicht relevant aber so lief mein Gedankengang eben.
Ich mache seit 90 Tagen (das sind doch glatt drei Monate, wow!) das Kalorienzählen. Es funktioniert sehr gut*: ich hab nachhaltig drei Kilos abgenommen und mein App sagt mir dass es 4.5 waren. Das passt gut: ein halbes Kilo hin oder her kann die Waage sein, und um ein Kilo oder so schwankt man ja oft, das geht rauf und runter wie ein Yoyo. Aber als Trend hab ich auf jeden Fall drei Kilo abgenommen. Ich bin sehr glücklich darüber.
* Ein paar Tage geht es sehr gut, und dann ist wieder für ein paar Tage der Hund drin. Das ist so ein Auf und Ab! Aber im Moment läuft es okay.
Mir war so ein Mann vor'm inneren Auge der es nicht einsieht Salat zu essen weil es keine "Männersache" sei. Also ein zweidimensionales Symbol und keine wirkliche Person. Manchmal kann man Ideen an solchen Einbildungen ganz gut 'abmessen'. So zu sagen. Abwägen und einstufen.
Ich hatte herumsinniert was ich jemandem raten würde der gar nicht empfangsbereit ist bei dem Gedanken seine Essgewohnheiten langzeitig zu ändern und stocksauer reagiert dass er da auf lange Sicht weniger essen soll (oder Salat!). Ich hab mir diesen Kerl dann so vorgestellt dass er einen Flunsch zieht und kriegerisch wissen will wofür es so was machen sollte. Was kriegt er dabei heraus? Was bringt es ihm?
Und das hat die Idee ausgelöst: was bekommen wir im Austausch dafür dass wir viel Arbeit in etwas stecken, uns viel Mühe geben, Zeit und Energie verwenden. Da muss was dabei herauskommen weil sonst macht man nix mühevolles. Asketen sind wir keine.
Wenn man sagen würde dass das Ergebnis beim Abnehmen das Abnehmen ist, also das 'funktionelle', dann erschliesst sich einem nicht um was es einem dabei geht. Nur schnödes 'Abnehmen' wird einen nie motivieren.
Diese eigentlichen, tiefergehenden Ziele sind vermutlich von Mensch zu Mensch verschieden.
Sicher, ich kann nach dem Abnehmen leichter einem Bus hinter herrennen und ihn noch erwischen aber das wird mich nicht so doll motivieren wie zu wissen, zum Beispiel, dass dann meine selbergenähten Klamotten sicher besser über meine Kurven drapieren als wenn ich so gedrungen aussehe. Es gibt mir mehr Selbstbewusstsein (was ich grad gut gebrauchen kann) und es gibt bestimmt noch andere Vorteile and die ich grad nicht denke.
Und beim Aufräumen eben finde ich Vorteile heraus die mir vorher gar nicht eingefallen sind. Dass kein loses Papier mehr in irgendwelchen Kartons versteckt liegt, dass ich eine bessere Ahnung habe was wo ist, und was ich habe... das ist ein wunderbares Gefühl!
Ich fühle mich so als ob ich endlich das Saumzeug an das Zeugs lege und mit den Zügeln schnalzen kann, während vorher das Wirrwarr und die Unordnung die Zügel an mir angelegt hatte und mit der Peitsche knallte jedesmal wenn ich was brauchte und danach suchen musste.
Es fühlt sich leichter und befreiend an, ich kann jetzt besser atmen.
Und nun muss ich herausfinden 'wofür' ich das mache. Das ist mir noch nicht alles eingefallen.
Ich möchte gerne das unordentlich Aussehen meines Zimmers gegen mehr Harmonie eintauschen. Ich will dass das Bild meines äusseren Bereichs mich nicht so verhuscht aussehen und fühlen lässt sondern mir stattdessen eine Erleichterung bringt.
Mit mehr Ordnung (und Harmonie) um mich herum hab ich mehr gedanklichen Platz und auch physischen Raum in dem ich meine Hobbies leichter und besser ausüben kann - ob das nun nähen, stricken und quilten ist, oder am Computer Blogposts zu tippen oder meine geschichtliche Forschung ausüben. Grade für letztere ist es sehr wichtig zu wissen wo man Dokumente und anderes Ausgedrucktes hat. Sonst macht man es sich recht schwer.
Das was 'herumliegt' liegt da weil ich es doch glatt brauche, nicht ausversehen! So kann ich leicher sehen was ich bald machen will oder muss. Der Brief mit dem Arzttermin der hier immer noch lag hat heute endlich ausgelöst dass ich sah dass der Termin noch gar nicht im Kalender eingetragen war - ich dachte ich hätte schon. Gut dass es erst am Dienstag ist!
Also hab ich bis jetzt drei Sachen entdeckt die ich gegen die Mühe des Aufräumens eintausche: Harmonie, Kontrolle und Übersicht.
Das sind wunderbare Sachen die ein prima Entgelt für meine Arbeit, Mühe und Zeit sind.
Ob es wohl auch eine direkte Auswirkung ist dass ich weiterhin Lust habe einen weiteren kleinen Bereich anzupacken? Mein Auge fiel auf meine Nähschnittkollektion auf denen einiges draufliegt das ich da wirklich nicht dort lagert wollte... Wer weiss was ich als nächstes anpacke und wann ich den Impuls dazu bekomme. Aber ich hab jetzt eine viel bessere Idee warum ich das mache und was es mir nützt.
Ich hab das Gefühl dass das einen grossen Unterschied macht, und mir sehr viel bringt. Ich bin gespannt was mir noch so einfällt das ich vom Aufräumen bekomme!
Hurra!
Es geht mir wieder ums Aufräumen mit der Anmerkung dass ich es doch tatsächlich in den letzten zwei Monaten geschafft habe ALLE meiner Papiere zu sortieren, einzuscannen und abzulegen. Ich bin sehr stolz auf mich!
Auf diese 'wozu' Frage bin ich über etwas anderes gekommen: das Abnehmen. Nicht relevant aber so lief mein Gedankengang eben.
Ich mache seit 90 Tagen (das sind doch glatt drei Monate, wow!) das Kalorienzählen. Es funktioniert sehr gut*: ich hab nachhaltig drei Kilos abgenommen und mein App sagt mir dass es 4.5 waren. Das passt gut: ein halbes Kilo hin oder her kann die Waage sein, und um ein Kilo oder so schwankt man ja oft, das geht rauf und runter wie ein Yoyo. Aber als Trend hab ich auf jeden Fall drei Kilo abgenommen. Ich bin sehr glücklich darüber.
* Ein paar Tage geht es sehr gut, und dann ist wieder für ein paar Tage der Hund drin. Das ist so ein Auf und Ab! Aber im Moment läuft es okay.
Mir war so ein Mann vor'm inneren Auge der es nicht einsieht Salat zu essen weil es keine "Männersache" sei. Also ein zweidimensionales Symbol und keine wirkliche Person. Manchmal kann man Ideen an solchen Einbildungen ganz gut 'abmessen'. So zu sagen. Abwägen und einstufen.
Ich hatte herumsinniert was ich jemandem raten würde der gar nicht empfangsbereit ist bei dem Gedanken seine Essgewohnheiten langzeitig zu ändern und stocksauer reagiert dass er da auf lange Sicht weniger essen soll (oder Salat!). Ich hab mir diesen Kerl dann so vorgestellt dass er einen Flunsch zieht und kriegerisch wissen will wofür es so was machen sollte. Was kriegt er dabei heraus? Was bringt es ihm?
Und das hat die Idee ausgelöst: was bekommen wir im Austausch dafür dass wir viel Arbeit in etwas stecken, uns viel Mühe geben, Zeit und Energie verwenden. Da muss was dabei herauskommen weil sonst macht man nix mühevolles. Asketen sind wir keine.
Wenn man sagen würde dass das Ergebnis beim Abnehmen das Abnehmen ist, also das 'funktionelle', dann erschliesst sich einem nicht um was es einem dabei geht. Nur schnödes 'Abnehmen' wird einen nie motivieren.
Diese eigentlichen, tiefergehenden Ziele sind vermutlich von Mensch zu Mensch verschieden.
Sicher, ich kann nach dem Abnehmen leichter einem Bus hinter herrennen und ihn noch erwischen aber das wird mich nicht so doll motivieren wie zu wissen, zum Beispiel, dass dann meine selbergenähten Klamotten sicher besser über meine Kurven drapieren als wenn ich so gedrungen aussehe. Es gibt mir mehr Selbstbewusstsein (was ich grad gut gebrauchen kann) und es gibt bestimmt noch andere Vorteile and die ich grad nicht denke.
Und beim Aufräumen eben finde ich Vorteile heraus die mir vorher gar nicht eingefallen sind. Dass kein loses Papier mehr in irgendwelchen Kartons versteckt liegt, dass ich eine bessere Ahnung habe was wo ist, und was ich habe... das ist ein wunderbares Gefühl!
Ich fühle mich so als ob ich endlich das Saumzeug an das Zeugs lege und mit den Zügeln schnalzen kann, während vorher das Wirrwarr und die Unordnung die Zügel an mir angelegt hatte und mit der Peitsche knallte jedesmal wenn ich was brauchte und danach suchen musste.
Es fühlt sich leichter und befreiend an, ich kann jetzt besser atmen.
Und nun muss ich herausfinden 'wofür' ich das mache. Das ist mir noch nicht alles eingefallen.
Ich möchte gerne das unordentlich Aussehen meines Zimmers gegen mehr Harmonie eintauschen. Ich will dass das Bild meines äusseren Bereichs mich nicht so verhuscht aussehen und fühlen lässt sondern mir stattdessen eine Erleichterung bringt.
Mit mehr Ordnung (und Harmonie) um mich herum hab ich mehr gedanklichen Platz und auch physischen Raum in dem ich meine Hobbies leichter und besser ausüben kann - ob das nun nähen, stricken und quilten ist, oder am Computer Blogposts zu tippen oder meine geschichtliche Forschung ausüben. Grade für letztere ist es sehr wichtig zu wissen wo man Dokumente und anderes Ausgedrucktes hat. Sonst macht man es sich recht schwer.
Das was 'herumliegt' liegt da weil ich es doch glatt brauche, nicht ausversehen! So kann ich leicher sehen was ich bald machen will oder muss. Der Brief mit dem Arzttermin der hier immer noch lag hat heute endlich ausgelöst dass ich sah dass der Termin noch gar nicht im Kalender eingetragen war - ich dachte ich hätte schon. Gut dass es erst am Dienstag ist!
Also hab ich bis jetzt drei Sachen entdeckt die ich gegen die Mühe des Aufräumens eintausche: Harmonie, Kontrolle und Übersicht.
Das sind wunderbare Sachen die ein prima Entgelt für meine Arbeit, Mühe und Zeit sind.
Ob es wohl auch eine direkte Auswirkung ist dass ich weiterhin Lust habe einen weiteren kleinen Bereich anzupacken? Mein Auge fiel auf meine Nähschnittkollektion auf denen einiges draufliegt das ich da wirklich nicht dort lagert wollte... Wer weiss was ich als nächstes anpacke und wann ich den Impuls dazu bekomme. Aber ich hab jetzt eine viel bessere Idee warum ich das mache und was es mir nützt.
Ich hab das Gefühl dass das einen grossen Unterschied macht, und mir sehr viel bringt. Ich bin gespannt was mir noch so einfällt das ich vom Aufräumen bekomme!
Hurra!
Tuesday, 21 March 2017
Also, dann mach ich es halt...
Ich bin grad irgendwie gnatschig drauf. Meine Hauptaufgabe (Jobsuche) läuft grad nicht so gut weil es sich nicht so anfühlt als ob bald was passiert, und dann war da auch noch das graue Wetter und eher Verhau in der Bude, und mit dem hat es was spezifisches auf sich...
Ich hab's doch glatt geschafft mir (viele) meiner Papierkramsachen zu schnappen, ins Esszimmer zu tragen und das ganze Zeug auf dem sehr grossen Esstisch auszubreiten.
Das hat super geklappt: ich konnte genug Stapel machen um noch zu wissen was wo lag und dann auch schon anfangen manches abzuheften: die ausgedruckten Strickanleitungen und Muster in den Ordner den ich auch mitgenommen hatte, so kleineres Zeug das ich noch weiter im Original haben will zum inspirieren, oder weil es eine Urkunde oder so was ist, die dann in andere Ordner die dafür gedacht sind.
Zum Teil hab ich auch Plastikhüllen und Abhefter und so was gefunden (also Bürobedarf) was ich zuerst auch gestapelt hatte, und dann super gut gebrauchen konnte.
Manche Rubriken blieben in Stapeln: die paar Lieferscheine von Onlinebestellungen die noch übrig waren weil ich andere schon eingescannt hatte, die hab ich dann auch recht schnell erledigt: was weg ist das ist weg und das kann mir dann nicht mehr auf den Geist gehn!
Und mir eben nicht aufs Gemüt schlagen, wie diese blöde Malaise die mich grad recht anödet.
Es blieb leider noch einiges liegen das ich nach zwei Tagen auf dem Esstisch (die Leute wollen so ein Teil ja für den eigentlichen Zweck benützen) dann mit in mein Zimmer schleppte und dort auf dem Boden ausgebreitet hatte - in der Annahme dass ich es dann schneller wegsortieren kann.
Ja Pustekuchen! Da lag es gut. {hüstel}
Dann hatte ich doch mal einen Ordner rausgezogen, anderes umgebeut, usw, und damit eher noch mehr Unordnung verursacht. Ach ist das aber was von wäh!
Vorhin gerade hat es mir dann so gereicht dass ich mir die Papiere über irgendwas mit Rente geschnappt habe und sie halt doch grade einscanne - mit der Schwierigkeit dass manches einseitig und anderes doppelseitig ist. Dann halt in Grüppchen und die paar leeren Seiten die werde ich los wenn ich wieder ein Programm habe dass das kann. Geht auch.
Das lustige (dämliche?) das mich davon abgehalten hat es zu machen? Weil das Scannen so lange dauert. Ho-hum, ich kann ja die Zeit währenddessen benützen etwas zu machen das mir Spass macht? Das geht doch, net wohr? Also echt.
So was wie diesen Blogeintrag zu schreiben, das macht doch Spass! Und ich hatte auch so einen netten Austausch in den Comments - ach ist das schön! Da fühlt man sich mit diesem Zeugs nicht so alleine.
Aber was hab ich mich auch überwinden müssen dieses Pippifaxeinscannen zu machen! Gott.
Und was nu diesen kleinen einseitig/doppelseitigen Stapel an Papieren angeht: fertig ist die Laube! Ist echt super, baut mich total auf.
Ich hab's doch glatt geschafft mir (viele) meiner Papierkramsachen zu schnappen, ins Esszimmer zu tragen und das ganze Zeug auf dem sehr grossen Esstisch auszubreiten.
Das hat super geklappt: ich konnte genug Stapel machen um noch zu wissen was wo lag und dann auch schon anfangen manches abzuheften: die ausgedruckten Strickanleitungen und Muster in den Ordner den ich auch mitgenommen hatte, so kleineres Zeug das ich noch weiter im Original haben will zum inspirieren, oder weil es eine Urkunde oder so was ist, die dann in andere Ordner die dafür gedacht sind.
Zum Teil hab ich auch Plastikhüllen und Abhefter und so was gefunden (also Bürobedarf) was ich zuerst auch gestapelt hatte, und dann super gut gebrauchen konnte.
Manche Rubriken blieben in Stapeln: die paar Lieferscheine von Onlinebestellungen die noch übrig waren weil ich andere schon eingescannt hatte, die hab ich dann auch recht schnell erledigt: was weg ist das ist weg und das kann mir dann nicht mehr auf den Geist gehn!
Und mir eben nicht aufs Gemüt schlagen, wie diese blöde Malaise die mich grad recht anödet.
Es blieb leider noch einiges liegen das ich nach zwei Tagen auf dem Esstisch (die Leute wollen so ein Teil ja für den eigentlichen Zweck benützen) dann mit in mein Zimmer schleppte und dort auf dem Boden ausgebreitet hatte - in der Annahme dass ich es dann schneller wegsortieren kann.
Ja Pustekuchen! Da lag es gut. {hüstel}
Dann hatte ich doch mal einen Ordner rausgezogen, anderes umgebeut, usw, und damit eher noch mehr Unordnung verursacht. Ach ist das aber was von wäh!
Vorhin gerade hat es mir dann so gereicht dass ich mir die Papiere über irgendwas mit Rente geschnappt habe und sie halt doch grade einscanne - mit der Schwierigkeit dass manches einseitig und anderes doppelseitig ist. Dann halt in Grüppchen und die paar leeren Seiten die werde ich los wenn ich wieder ein Programm habe dass das kann. Geht auch.
Das lustige (dämliche?) das mich davon abgehalten hat es zu machen? Weil das Scannen so lange dauert. Ho-hum, ich kann ja die Zeit währenddessen benützen etwas zu machen das mir Spass macht? Das geht doch, net wohr? Also echt.
So was wie diesen Blogeintrag zu schreiben, das macht doch Spass! Und ich hatte auch so einen netten Austausch in den Comments - ach ist das schön! Da fühlt man sich mit diesem Zeugs nicht so alleine.
Aber was hab ich mich auch überwinden müssen dieses Pippifaxeinscannen zu machen! Gott.
Und was nu diesen kleinen einseitig/doppelseitigen Stapel an Papieren angeht: fertig ist die Laube! Ist echt super, baut mich total auf.
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Friday, 10 February 2017
Ich forsche wieder: zurück zu einem alten Hobby
Ich hab so die Angewohnheit durch meine Hobbies und Interessen zu rangieren: mal das für eine Weile, dann wieder ein anderes Hobby, dann zurück zu einem Interesse dass mich for geraumer Zeit gefesselt hat.
Und hurra!
Ich bin wieder bei meinen Nachforschungen angelangt. Ich hatte drei Jahre reingesteckt zu versuchen über eine Mary Squire heraus mehr zu finden die im späten 18ten Jahrhundert Almshäuser in Walthamstow, Ost London (damals noch Essex) gegründet hat.
Ich hatte damals nicht die Kirchenbucheintragung ihrer Heirat finden können was das fehlende Dokument ist um ihren Mädchennamen zu erfahren.
Als letztes hatte ich das Testament ihres Mannes gefunden der 35 vor ihr gestorben war. Das hat mir dann die Pfarrei gegeben in der sie wohnten. Und das war was mir fehlte um zu wissen welche Heiratseintragung die richtige war!
Also hat's diesmal nicht viel bebraucht um es zu finden. Die Unterschriften waren nicht total gleich aber doch recht ähnlich. Deswegen hatte ich es auch verworfen dass das die richtigen Leute waren - jetzt weiss ich es weil der Pfarreiname es mir bestätigt.
Und dann hab ich auch gleich noch (naja ein paar Tage später) die Taufe der Mary Barrow gefunden! Das war doch glatt, sage und schreibe, auch in Walthamstow! Sie hatte doch tatsächlich selber eine Verbindung und nicht nur über ihren verstorbenen Mann. Das macht wirklich viel Sinn.
Ich hatte gestern abend eine halbe Stunde warten müssen um jemanden zu treffen und hatte meinen Kindle nicht mit dabei. Meinem Telefon ging der Saft aus also nix Lektüre oder sonst was zu tun haben. Das war langweilig. Also zog ich meinen Schreibblock raus den ich mit dabei hatte (ich war in der British Library recherchieren) und hab mir Notizen gemacht was ich noch also nachschauen, erforschen und herausfinden kann.
Da kam einiges zusammen (ich hab manches davon schon nur muss meine alten Notizen durchforschen um zu sehen was ich habe). Dann kann ich sehr bald damit anfangen alles nieder zu schreiben. Ich will es nicht als gesammeltes Werk machen weil ich nie fertig werden würde. Aber als Blog: das ist genau das richtige Format.
Ich werde mit dem Hause und der Plakette anfangen die mich damals drauf gebracht hat mehr über dieses Gebäude wissen zu wollen und als als "drei Monate" Projekt herzunehmen (Ha, als ob!). Das wird ein guter Anfang.
Dann kann ich über alle möglichen Themen schreiben über die ich was weiss. Und darauf freue ich mich total!
Hier ist the Blog Adresse:
http://localhistorylondon.blogspot.co.uk/
Und hurra!
Ich bin wieder bei meinen Nachforschungen angelangt. Ich hatte drei Jahre reingesteckt zu versuchen über eine Mary Squire heraus mehr zu finden die im späten 18ten Jahrhundert Almshäuser in Walthamstow, Ost London (damals noch Essex) gegründet hat.
Ich hatte damals nicht die Kirchenbucheintragung ihrer Heirat finden können was das fehlende Dokument ist um ihren Mädchennamen zu erfahren.
Als letztes hatte ich das Testament ihres Mannes gefunden der 35 vor ihr gestorben war. Das hat mir dann die Pfarrei gegeben in der sie wohnten. Und das war was mir fehlte um zu wissen welche Heiratseintragung die richtige war!
Also hat's diesmal nicht viel bebraucht um es zu finden. Die Unterschriften waren nicht total gleich aber doch recht ähnlich. Deswegen hatte ich es auch verworfen dass das die richtigen Leute waren - jetzt weiss ich es weil der Pfarreiname es mir bestätigt.
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| Was für eine wunderbare Entdeckung: St Mary Walthamstow! |
Ich hatte gestern abend eine halbe Stunde warten müssen um jemanden zu treffen und hatte meinen Kindle nicht mit dabei. Meinem Telefon ging der Saft aus also nix Lektüre oder sonst was zu tun haben. Das war langweilig. Also zog ich meinen Schreibblock raus den ich mit dabei hatte (ich war in der British Library recherchieren) und hab mir Notizen gemacht was ich noch also nachschauen, erforschen und herausfinden kann.
Da kam einiges zusammen (ich hab manches davon schon nur muss meine alten Notizen durchforschen um zu sehen was ich habe). Dann kann ich sehr bald damit anfangen alles nieder zu schreiben. Ich will es nicht als gesammeltes Werk machen weil ich nie fertig werden würde. Aber als Blog: das ist genau das richtige Format.
Ich werde mit dem Hause und der Plakette anfangen die mich damals drauf gebracht hat mehr über dieses Gebäude wissen zu wollen und als als "drei Monate" Projekt herzunehmen (Ha, als ob!). Das wird ein guter Anfang.
Dann kann ich über alle möglichen Themen schreiben über die ich was weiss. Und darauf freue ich mich total!
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Monday, 2 January 2017
Ruhezeit
Es ist wirklich wichtig sich immer wieder die Zeit zu nehmen nichts zu machen. Nichts machen zu müssen. Ruhezeit, Zeit zum entspannen, ausruhen, sich erholen.
Es tut mir so sehr gut mir selber die Erlaubnis zu geben abzuschalten. Nur die Erwartung an mich selber zu setzen das zu machen was mir einfällt, was mich anmacht, was mir gut tut. Und sonst gar nix. So gut!
Ich nehme mir zwei Wochen Ferien, dann Urlaub zuhause über Weihnachten, und dann kann die Jobsuche anfangen. Aber nicht vorher. So will ich das.
Eine Sache mache ich in dieser Zeit die ich nicht machen muss, die mir aber überraschenderweise gut tut: ich will früh aufstehen. Noch nicht um 7 Uhr in der Früh: das war dir Uhrzeit zu der ich aus dem Haus musste als ich gearbeitet hatte, geschweige denn um 6 Uhr: die Uhrzeit zu der ich aufstehen musste. Ich möchte gern um 8 Uhr aufstehen und stelle fest dass ich oft so um 7 Uhr oder früher wach werde. Aber aufstehen brauche ich noch nicht als nehme ich mir die Zeit auch. Eben auch zum ausruhen, entspannen, mir die Zeit nehmen.
Ich will gern um oder auch vor 8 Uhr aufstehen weil ich dann die Stunden mit Tageslicht nützen kann - nähen geht am besten wenn es hell ist und ich sehen kann was ich tue. Bei künstlichem Licht kann man die Farbe von Nähfaden und Stoff nicht aufeinander abstimmen, und ich finde dass es wesentlich mehr Konzentration braucht nach Sonnenuntergang zu nähen.
Im Dezember geht die Sonne um 4 Uhr unter (in Grossbritannien, wo ich lebe) und erst so kurz nach 7 Uhr in der Früh auf. Da ist der Tag nicht sehr lange. Ich will die Stunden mit Tageslicht ausnützen.
Wenn ich dann mal verschlafe dann ist das okay. Das ist mir einmal passiert nachdem ich nachts nicht gut geschlafen habe. Ich gehe inzwischen auch eher früher ins Bett damit ich auch gern in der Früh aufstehe: ausgeschlafen und guter Laune. Na ja, guter Laune dann wenn das Wetter nicht zu verhangen und zu grau ist. Mit ein bisschen Sonne fühlt man sich wie ein anderer Mensch.
Das nähen und stricken tut mir auch total gut: ich kann sehen was ich mit meiner Zeit mache weil ein handfestes, greifbares und hoffentlich brauchbares Ergebnis dabei rauskommt.
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Wednesday, 14 December 2016
Mehr Harmonie: es klappt! Es klappt!
Hach, ist das toll: ich mache Winzlingsschrittchen die zu mehr Harmonie in meinem Lebensbereich führen. Ist das schön!
Weil Aufräumen so oft diese Riesenanstrengung ist, verleidet mir das es öfter zu machen. Ich muss dann wenn Besuch kommt, weil ich mich sonst schäme wie es bei mir aussieht.
Das wurde mir neulich wieder sehr bewusst als ein Mitbewohner mein Zimmer mit kritischem Blick betrachtete. Das hat sich gar nicht doll angefühlt, vor allem als ich mir vorgestellt hatte wie ich das selber mit den Augen eines anderen sehen würde (man ist sich selber gegenüber ja am kritischsten). Also nach Harmonie schaut es hier nicht wirklich aus.
Wie geht es sonst - wenn nicht als Kraftakt der Riesenaufräumerei?
Winzlingsschrittchen!
Und nu klappt es viel, viel besser! Mir fällt immer wieder so eine Kleinigkeit auf die nicht dahin gehört wo sie gerade rumpflätzt und sich den Lenz des Lebens macht - sehr oft weiss ich sogar wo das stattt dessen hingehört und viel besser aufgehoben ist. Und wenn ich gar nicht weiss wohin mit dem störenden Teil: dann überlege ich mir wo ich es suchen würde wenn ich es das nächste Mal brauche - dann ist es oft sehr schnell klar wo es hin soll.
Ich kucke mich inzwischen auch immer wieder um um wahrzunehmen was mir sonst entgeht: was eben an kleinen Sachen rumliegt oder welche Ecken und Fleckchen vernachlässigt aussehen (es gibt noch einige davon, den Perfektionismus will ich mir abschminken - also gut so), und dann geh ich hin und trage es dahin weg wo es am Platz ist. Oder räum auch mal ein Fleckchen frei, wische, und verstau meine Besitztümmer wieder. Da kann auch mal was woanders hin. Hurra!
Dieses Übersehen war mir schon lange bewusst, aber wie lösen hatte sich mir nicht eröffnet. Deswegen ist es super prima und wunderbar aufbauend zu sehen dass mir diese Kleinigkeiten im Moment immer wieder auffallen.
Selbst wenn es nur ein Packen Tempos ist, oder ein paar Strickmarkierer - wenn ich es sehe und wahrnehme dann kann ich es an seinen Platz tragen. Und was da zum Teil mitten im Weg rumliegt ohne dass ich es sehe! Eiderdaus, es ist erstaunlich.
Ich hab gerade ein Knäul Wolle unterm Computermonitor 'gefunden' mit dem ich zuletzt gestrickt hatte. Das ist jetzt im selben Beutel mit der anderen Wolle für das selbe Projekt. Als ob man blind wäre?
Es ist das immer wieder anpacken das einen Unterschied macht. Was für eine Erleichterung das zu erleben! Das baut mich total auf. Ich hoffe das hält lange an. Ich will dem Perfektionismus vorbeugen, der ist ein Hindernis und wirkt damit genau in die falsche Richtung: hemmend.
Inzwischen schaut es schon viel besser aus bei mir - und es bleibt auch länger so als früher. Die Ecken und Plätze die noch nicht salonfähig sind und die ich leicht übersehe, an die will ich mich peu a peu machen. Nur ja nicht wieder einen Kraftakt: nach denen ist viel zu lange Sendepause.
Ich hab auch Behälter von denen ich mir erhoffte dass in ihnen das Zeug gut aufgehoben ist, - aber die quellen oft über und haben sich so wie ich sie benütze noch nicht bewährt. Es ist halt auch ein Fleck an den ich näher hinkucken werde wenn er dran kommt: ich lege zu leicht Sachen obendrauf: auf den Tisch, oben auf den Drucker oder sonstwo ohne diesen Ramsch gleich wegräumen zu können: Wäsche, Bettwäsche, Papiere, Broschüren, "Abgestelltes"... ich weiss gar nicht was sich sonst noch so ansammelt.
Das kann ich noch nicht sein lassen, das passiert mir immer wieder. Da mache ich wohl einen Schritt und nicht den weiteren: die Sachen weiterbefördern bis sie am richtigen Platz sind. Mal sehen was da noch so dran ist.
Eine andere Sache die schon geholfen hat; ich hab einen schönen Beutel genäht für ein Paar Wildlederschuhe die ich nicht oft anziehe. Sie sind sehr hoch. Der hübsche Beutel schaut wie schmückende Innenausstattung aus, der kann bleiben. Die Idee will ich auf anderes auch anwenden.
Meine angefangenen Nähprojekte landen oft weiss der Teufel wo: unter dem Nähtisch, am Haken der Tür, neben einer Kommode, auf einer anderen Kommode und auch noch im Kleiderschrank. Ich möchte gerne einen schliessbaren Plastikbehälter (in denen grad meine Stoffe sind) dazu umfunktionieren in einem davon meine Nähprojekte aufzubewahren: an einem Ort (und die hängenden Sachen weiter rechts im Kleiderschrank. Also zwei Orte. Okay). Ich bin total scharf darauf soviel Stoffe wie nur möglich aufzubrauchen und hab das Gefühl dass ich mich von anderen trennen werden muss weil mir der ganze Haufen Stoff über den Kopf wächst. Und ich hab oft nicht genau den Art an Stoff (Dicke, Gewicht, Webart, Elastizität, Farbe, Muster usw) wie ich ihn brauche um ein neues Projet daraus zu nähen. Mist.
Ich hatte in den letzten zwei Wochen 3-4 Sachen genäht, darüber bin ich sehr happy.
PS: diese Schuhe die kleine Schritte symbolisieren sollen die hab ich seit letzter Woche nicht mehr: ich hatte das nagende Gefühl dass mit ihnen etwas nicht mehr stimmte und dass ich nur noch nicht entschieden hatte sie wegzuwerfen (warum? Häh?). Also bin ich kurz reingeschlüpft: ein Absatz hat sich an der Sohle gebogen hat und dann konnte ich sie kurzerhand in den Abfall befördert. Was für eine Erleichterung!
Das wurde mir neulich wieder sehr bewusst als ein Mitbewohner mein Zimmer mit kritischem Blick betrachtete. Das hat sich gar nicht doll angefühlt, vor allem als ich mir vorgestellt hatte wie ich das selber mit den Augen eines anderen sehen würde (man ist sich selber gegenüber ja am kritischsten). Also nach Harmonie schaut es hier nicht wirklich aus.
Wie geht es sonst - wenn nicht als Kraftakt der Riesenaufräumerei?
Winzlingsschrittchen!
Und nu klappt es viel, viel besser! Mir fällt immer wieder so eine Kleinigkeit auf die nicht dahin gehört wo sie gerade rumpflätzt und sich den Lenz des Lebens macht - sehr oft weiss ich sogar wo das stattt dessen hingehört und viel besser aufgehoben ist. Und wenn ich gar nicht weiss wohin mit dem störenden Teil: dann überlege ich mir wo ich es suchen würde wenn ich es das nächste Mal brauche - dann ist es oft sehr schnell klar wo es hin soll.
Ich kucke mich inzwischen auch immer wieder um um wahrzunehmen was mir sonst entgeht: was eben an kleinen Sachen rumliegt oder welche Ecken und Fleckchen vernachlässigt aussehen (es gibt noch einige davon, den Perfektionismus will ich mir abschminken - also gut so), und dann geh ich hin und trage es dahin weg wo es am Platz ist. Oder räum auch mal ein Fleckchen frei, wische, und verstau meine Besitztümmer wieder. Da kann auch mal was woanders hin. Hurra!
Dieses Übersehen war mir schon lange bewusst, aber wie lösen hatte sich mir nicht eröffnet. Deswegen ist es super prima und wunderbar aufbauend zu sehen dass mir diese Kleinigkeiten im Moment immer wieder auffallen.
Selbst wenn es nur ein Packen Tempos ist, oder ein paar Strickmarkierer - wenn ich es sehe und wahrnehme dann kann ich es an seinen Platz tragen. Und was da zum Teil mitten im Weg rumliegt ohne dass ich es sehe! Eiderdaus, es ist erstaunlich.
Ich hab gerade ein Knäul Wolle unterm Computermonitor 'gefunden' mit dem ich zuletzt gestrickt hatte. Das ist jetzt im selben Beutel mit der anderen Wolle für das selbe Projekt. Als ob man blind wäre?
Es ist das immer wieder anpacken das einen Unterschied macht. Was für eine Erleichterung das zu erleben! Das baut mich total auf. Ich hoffe das hält lange an. Ich will dem Perfektionismus vorbeugen, der ist ein Hindernis und wirkt damit genau in die falsche Richtung: hemmend.
Inzwischen schaut es schon viel besser aus bei mir - und es bleibt auch länger so als früher. Die Ecken und Plätze die noch nicht salonfähig sind und die ich leicht übersehe, an die will ich mich peu a peu machen. Nur ja nicht wieder einen Kraftakt: nach denen ist viel zu lange Sendepause.
Ich hab auch Behälter von denen ich mir erhoffte dass in ihnen das Zeug gut aufgehoben ist, - aber die quellen oft über und haben sich so wie ich sie benütze noch nicht bewährt. Es ist halt auch ein Fleck an den ich näher hinkucken werde wenn er dran kommt: ich lege zu leicht Sachen obendrauf: auf den Tisch, oben auf den Drucker oder sonstwo ohne diesen Ramsch gleich wegräumen zu können: Wäsche, Bettwäsche, Papiere, Broschüren, "Abgestelltes"... ich weiss gar nicht was sich sonst noch so ansammelt.
Das kann ich noch nicht sein lassen, das passiert mir immer wieder. Da mache ich wohl einen Schritt und nicht den weiteren: die Sachen weiterbefördern bis sie am richtigen Platz sind. Mal sehen was da noch so dran ist.
Eine andere Sache die schon geholfen hat; ich hab einen schönen Beutel genäht für ein Paar Wildlederschuhe die ich nicht oft anziehe. Sie sind sehr hoch. Der hübsche Beutel schaut wie schmückende Innenausstattung aus, der kann bleiben. Die Idee will ich auf anderes auch anwenden.
Ich hatte in den letzten zwei Wochen 3-4 Sachen genäht, darüber bin ich sehr happy.
PS: diese Schuhe die kleine Schritte symbolisieren sollen die hab ich seit letzter Woche nicht mehr: ich hatte das nagende Gefühl dass mit ihnen etwas nicht mehr stimmte und dass ich nur noch nicht entschieden hatte sie wegzuwerfen (warum? Häh?). Also bin ich kurz reingeschlüpft: ein Absatz hat sich an der Sohle gebogen hat und dann konnte ich sie kurzerhand in den Abfall befördert. Was für eine Erleichterung!
Sunday, 24 July 2016
Ach, so geht das auch!
Ich hatte gerade den Gedankenblitz: Aufräumen ist so total richtig schön und kann wunderbar Spass machen in dem Moment des tatsächlichen, aktiven Aufräumens! Ist das herrlich!
Ich hatte gerade ein paar Seiten an bedruckbaren Etiketten gefunden die ich neulich nicht finden konnte, also war die Freude gross.
Aber! Die Freude hat sich dann nocht gesteigert als ich die Etiketten dann freudestrahlend und rundum glücklich zu meiner Kommode getragen habe und sie zu den anderen Schreibwaren gelegt habe.
Weil ich weiss dass ich sie dann das nächste Mal finden werde! Das ist der Grund.
Und das ist auch der Grund warum Aufräumen so total richtig Spass machen kann: wenn man weiss das man was macht das für einen Probleme löst, Sachen einfacher macht, und dann auch noch die Wohnung harmonischer aussehen lässt weil es nicht mehr rumliegt und Staub fängt.
Ist das nicht eine sagenhaft gute Einsicht und Erfahrung?
Hurra zu plötzlichen Eingebungen!
PS: In anderen Nachrichten: ich kucke mir die Tage ein paar Garne in meinem über alle normalen Masse gewachsenen Garn-Stash an, vor allem die Garne bei denen ich keine Ahnung habe was damit machen, und überlege mir eben diese Frage. Dann schaue ich bei Ravelry nach was Andere damit fabrizieren mit diesem genauen Garn. Und dieses Recherchieren lohnt sich total!
Ich sehe viele Projekte die mich nicht so anmachen, aber es ist immer wieder was dabei das mir einen guten Anstoss gibt: ach sowas kann man aus dieser Wolle machen? Das ist je ne Idee!
Ich werde mir die Daumen drücken dass ich wieder was aufbrauche - andererseits benütze ich eine kreischbunt rosane drei Knäul an Garn das ich vor mindestens fünf Jahren gekauft hatte (gut), und habe eine tolle Idee für Verwendung meines Leinengarns gefunden: einen Strickrock in drei Farben. Damit kann ich das rote Garn verwenden das mich bis jetzt ratloss sein liess. Das schwarze Garn kommt mit dazu, nur die dritte Farbe muss ich mir leider neu kaufen. Ich schau aber erstmal wieviel ich aufbrauche mit dem Schwarz und dem Rot, dann weiss ich wieviel ich brauchen werde.
Ich hatte gerade ein paar Seiten an bedruckbaren Etiketten gefunden die ich neulich nicht finden konnte, also war die Freude gross.
Aber! Die Freude hat sich dann nocht gesteigert als ich die Etiketten dann freudestrahlend und rundum glücklich zu meiner Kommode getragen habe und sie zu den anderen Schreibwaren gelegt habe.
Weil ich weiss dass ich sie dann das nächste Mal finden werde! Das ist der Grund.
Und das ist auch der Grund warum Aufräumen so total richtig Spass machen kann: wenn man weiss das man was macht das für einen Probleme löst, Sachen einfacher macht, und dann auch noch die Wohnung harmonischer aussehen lässt weil es nicht mehr rumliegt und Staub fängt.
Ist das nicht eine sagenhaft gute Einsicht und Erfahrung?
Hurra zu plötzlichen Eingebungen!
PS: In anderen Nachrichten: ich kucke mir die Tage ein paar Garne in meinem über alle normalen Masse gewachsenen Garn-Stash an, vor allem die Garne bei denen ich keine Ahnung habe was damit machen, und überlege mir eben diese Frage. Dann schaue ich bei Ravelry nach was Andere damit fabrizieren mit diesem genauen Garn. Und dieses Recherchieren lohnt sich total!
Ich sehe viele Projekte die mich nicht so anmachen, aber es ist immer wieder was dabei das mir einen guten Anstoss gibt: ach sowas kann man aus dieser Wolle machen? Das ist je ne Idee!
Ich werde mir die Daumen drücken dass ich wieder was aufbrauche - andererseits benütze ich eine kreischbunt rosane drei Knäul an Garn das ich vor mindestens fünf Jahren gekauft hatte (gut), und habe eine tolle Idee für Verwendung meines Leinengarns gefunden: einen Strickrock in drei Farben. Damit kann ich das rote Garn verwenden das mich bis jetzt ratloss sein liess. Das schwarze Garn kommt mit dazu, nur die dritte Farbe muss ich mir leider neu kaufen. Ich schau aber erstmal wieviel ich aufbrauche mit dem Schwarz und dem Rot, dann weiss ich wieviel ich brauchen werde.
Wednesday, 8 June 2016
Und noch ein paar Gedanken übers selbe Thema...
Fortgesetzt:
Bei anderen Stoffen hab ich keine Idee was damit tun - nur sind die übrig gebliebenen so schön dass ich es nicht über mich bringe sie zu entsorgen - wenn ich es täte: ich weiss genau dass ich mir das gleiche nochmal kaufen würde. Was dann Grund ist es doch zu behalten. Das ist das Dilemma: ich möchte gerne schöne Sachen haben, aber ich will nicht dass mir die Menge an Sachen dann über den Kopf wächst und mich dieser Übermass emotionell erstickt.
Ich will gerne die Sachen die ich bewusst behalten habe dann mehr schätzen - aus genau dem Grund dass ich das mit dem behalten auch wirklich bewusst gemacht habe.
Und dass ich weiss wo ich sie habe. Ich könnte die allerschönsten Sachen der Welt haben - wenn ich nicht weiss wo sie sind, dann nützen sie mir absolut nix!
Ein bisschen strategisches Zusammenlegen wäre auch gar nicht übel: wenn ich alle Futterstoffe in eine geschlossene Plastikwanne (die Dinger mit gut schliessendem Deckel) lege, dann finde ich die auch leichter wieder. Dazu fällt mir ein dass ich so an die 3-4 Futterstoffe angebraucht habe, aber ich hab noch übrig gebliebene Stücke mit denen ich nicht tierisch viel anfangen kann. Aber ich brauche doch mal ein kleines Stück für Sachen wie Futter für einen Hut. Und vielleicht fällt mir auch noch eine Methode ein mehere Futterstoffe in einem Projekt zu verbrauchen?)
Das Problem bleibt das gleiche: schöne Sachen sind schön, mehr schöne Sachen sind noch schöner, aber zu viele Sachen sind zuviel und dann ich leide daran dass es mir über Kopf wuchs. Und es ist total egal wie Sachen aussehen oder sind wenn ihre Menge nicht mehr aushaltbar ist.
Dann gibt's noch das Problem dass ich immer wieder durch meine Stoffe gekuckt habe um versuchen etwas wegzugeben und los zu werden, und bin auf nichts gestossen dass mir nicht mehr gefällt oder das nicht mehr brauchbar ist. Aus diesem Grund ist es dann sehr deprimierend wenn ich nach einem Stoff suche den ich aufbrauchen will und mir nichts so recht passt. Das sollen doch alles Materialien sein die schön sind! So schön dass ich mich nicht von ihnen trennen kann!
Mach ich zu hohe Ansprüche von dem was ich behalten habe? Denke ich das müssen Stoffe sein die dann total doll sind? Und sie sind's doch nicht? Oder liegt es einfach daran dass ein Projekt alle möglichen Eigenschaften verlangt in einem Stoff den halt nun mal nicht sehr viele Stoffe erfüllen können?
Z.B. ein fester Stoff für einen Rock: er muss dick und fest genug sein um nicht zu schlabbern, jedenfalls für einen gerade geschnittenen Rock. Knitterfest sollte er dann auch noch sein, und eine Farbe die ich auch für einen Rock mag...
Und damit häufen sich die Eigenschaften durch die recht viele Stoffe ausscheiden.
Was mir mit Blusen und anderem oft als Problem begegnet ist: ich hab oft nicht genug Stoff (und müsste mich dann für eine Kurzarmbluse oder sogar ärmellose entscheiden), und zum anderen Teil hab ich Stoffe die ideal für eine Bluse wären die ich machen will aber die Menge die ich habe ist für ein Kleid geeignet! Was fang ich mit dem Rest an? Eine zweite Bluse im selben Stoff will ich nicht und ich hab doch auch die Länge gekauft um ein Kleid draus zu machen!
Ach herrje.
Also, das hab ich noch nicht gelöst. Ich weiss aber auch dass meine Stoffe nocht nicht gut genug katalogisiert habe. Ich weiss nicht gut genug was ich habe, und wieviel davon.
Ach herrje.
Wednesday, 1 June 2016
Harmonie tut mir gut
Was ich gelernt
habe: ich bin nicht perfekt, und ich will auch nicht perfekt sein! (‘perfekt
sein' ist mir ein Gräuel)
So bin ich an den
Gedanken gekommen:
Ich schätze es
sehr wenn die Harmonie um mich herum herscht und sich alles so schön ausgewogen
anfühlt: ein aufgeräumter Lebensraum der unbelastet von Chaos des
herumliegenden Gruschtes ist. Das ist ein schönes Leben!
Ich hab dieses
Problem mit Sachen die liegen bleiben und das Problem ist dass das Zeug dann
auch ewig liegen bleibt. Als ob es
angewurzelt ist an welchem Ort es auch immer mal zu liegen kam! Furchtbar.
Ich wälze Sachen manchmal um, oft schiebe ich sie auch nur von einem
Fleckchen zu anderen, oder ich beuge um.
Also eigentlich
stecke ich ganz schön was an Arbeit rein um das Zeug rumliegen zu haben!
Was ist der Unterschied
zwischen rumliegen und mir ein Grauen sein, und aufgeräumt zu sein und mir
damit gut tun?
Wenn Sachen an
ihrem richtigen Platz sind, dann sind sie aufgeräumt – sie fühlen sich
harmonisch an. Ich muss mir überlegen
welcher Platz für eine Sache der richtige Platz ist, ohne geht das nicht. Das ist der erste Schritt. Gleiches zu gleichem fühlt sich auch sehr gut
an: dann finde ich das Zeug auch leichter wieder und damit fällt
auch ganz schön was an Last von mir ab.
Das ‘aufräumen‘
scheitert oft daran dass es sich nach so einem Kraftakt anfühlt. Dass man sich so verausgaben muss. Aber die Sache
ist die: wenn ich ein bisschen was auf einmal anpacke dann geht das viel
leichter. Dann fühlt es sich nicht nach
brutal viel Arbeit an.
Ich hatte am
Samstag eine Freundin zu einer Nähsession eingeladen, - ich wollte mich nicht schämen, und auch den vorhandenden Raum gut nützen
können. Es hat auch gut mit dem Aufräumen geklappt: ich hatte nicht alles bis
zum letzten Drücker liegen gelassen sondern frühzeitig angefangen Sachen an
ihren rechten Platz zu legen. Das hat gut
getan.
Wir haben
zusammen genäht, abgemessen, den Schnitt abgeändert
und Fotos aufgenommen. Da hat es sich
dann doch etwas gerächt dass ich das letzte Zeug doch nur in eine Ecke
gestopft hatte: die Ecke hat es verhindert dass ich leicht die Schubladen
meiner Nähkommode aufmachen konnte. Upps. Das merke ich mir fürs nächste
Mal.
Es hat sich gut
angefühlt dass wir uns in dem Zimmer rühren konnten. Die Nähmaschine, der Spiegel
und das Bügelbrett waren alle gut zugänglich.
Da kann ich mir verzeihen dass es die Nähkommode nicht war. Drei
Sachen von vieren ist schon ganz schön gut!
Nun ist die
Nähsession vorbei und das Zimmer ist noch (relativ) gut aufgeräumt. Ich möchte es so gerne auch so halten! Dass es weiterhin harmonisch ist und ich
nicht in Chaos untergehe.
Aber der Mensch
ist ein Gewohnheitstier und natürlich hab ich gleich wieder angefangen Sachen
rauszuziehen die dann fast alle wieder liegen geblieben sind. Manche weil ich sie nicht richtig aufgeräumt hatte und etwas brauchte und dann wieder nicht
wusste wohin damit (aha, Schritt 1: ich muss mich entscheiden: wo ist der
richtige Platz!?) und anderes weil ich es nicht gleich wieder weg tun wollte.
Ich hab Bücher mit
Strickmustern, Wolle, Nadeln und andere Strickangaben rausgezogen. Ich konnte mich nicht recht entscheiden
welches Garn ich in welchem Muster stricken wollte. Dass die Sachen erstmal offen rumlagen hat
mir für kurze Zeit auch gut getan: ich konnte alles anschauen was mich
angemacht hat – es war alles schön in meienm Blickfeld damit ich mich
entscheiden konnte.
Leider passiert dann dieses
Dings – ich merke nicht wann der Zeitpunkt ist wenn das Zeug rumliegt obwohl
ich es nicht mehr im Blickfeld gebrauchen kann. Es ist mir wohl auch nicht klar wann ich mich
etwas anderem zugewendet habe und aufgehört habe diese Sache zu machen. Das fällt mir erst nach einer ganzen Weile
auf.
Und ich muss ja auch nicht
von mir verlangen dass ich alles aufräume sobald die Minute da ist in der ich
Zeugs nicht mehr brauche! Es reicht doch
auch wenn mein Blick auf etwas fällt und mir einfällt dass ich das nicht
rumliegen haben brauche.
Und dann räume ich ein oder
zwei Sachen auf einmal auf. Es muss wirklich
nicht gleich alles in einem Schwung sein!
Das ist zuviel Kraftakt.
Und dann gibt’s noch eine
Überlegung auf die ich mit meinem Strickzeugs dem rausgezogenen gekommen bin:
wenn ich sofort aufräume sobald mir auffällt dass was da liegt – bis alles
wieder wie in einem Showhaus in der Ausstellung aussieht – da würde ich mich
auch nicht wohlfühlen. Es muss okay sein
wenn ein bisschen was rumliegt, das lässt den Raum dann wohnlich aussehen. Wenn alles weggesperrt ist dann ist das auch
nicht doll.
Aber den Anspruch zu haben
dass immer gleich wieder alles weggekommt, und dass es dann der Riesenaufwand
an Kraft ist: nein, das ist mir zu blöd. Perfekt bin ich nun mal nicht, und ich
will es auch gar nicht sein!
Das wäre ja gräuslich.
Fazit:
- Mich für den richtigen Platz für etwas entscheiden
- Immer wieder mal gescheit hinschauen um zu sehen was Chaos ist und weg kann (und was schön wohnlich aussieht)
- ...und dann nur ein paar Sachen auf einmal aufräumen. Ich kann sowas auch auf mehrere Male anpacken, so geht es auch!
- Und freuen! Dass es so schön aussieht und ich mich wohlfühle!
Thursday, 24 March 2016
Harmonie ist schöner!
Na so was, diesen Post hier wollte ich schon vor den vier oder so vorigen reinstellen und hab es wohl nicht als beendet betrachet, oder so? Keine Ahnung. Mit Verspätung aber trotzdem:
Sie hat mir nicht viel darüber gesagt was so im argen lag bei ihr aber sie erzählte einer dritten Freundin was auslöste dass sie hin ging: sie fühlt sich von einigem in ihrem Leben überwältigt und vielleicht auch etwas bedrängt.
Sie hat dann die Therapeutin nicht als solche, in dieser Rolle eben, gesehen sondern nannte sie immer 'die Frau mit der sie Zeugs besprechen geht'. Das hat ihr glaube ich gut getan, dass es sich auch nicht so bierernst angefühlt hat.
Daraus hat sich dann am Ende herausgeschält dass meine Bekannte gerne Hilfe damit hätte dass sie so sehr viel zuhause ansammelt und es nicht den Kram und Gruscht wieder loszuwerden.
Die Therapeutin hat ihr dann Gruppen empfohlen und nun geht sie zu einer dieser Gesprächsrunden. Es war sehr interessant mit ihr darüber zu reden was da bei vielen los ist dass sie zum "Messi" werden. Es sind oft Krisen die das auslösen, es geht um emotionelles das in einem angesprochen ist und das man nicht leicht von alleine lösen kann. Oft ist das Festhalten an diesem ganzen Kram ein Versuch Kontrolle zu behalten oder zu erlangen (und darin liegt die Ironie: genau die Kontrolle verliert man wenn man zuviel Zeug um noch den Überblick zu behalten. Ertrinken in Gerümpel hat nun absolut nichts mehr mit Kontrolle zu tun). Manchmal sind es Erinnerungen an glückliche und gute Zeiten die man versucht festzuhalten... Da ist so einiges los.
Ich hab oft gefunden dass ich soviel Zeug herumstehen und liegen habe weil ich jeden freien Raum so sah dass da nun Platz ist um was reinzuquetschen. Und dann ist es ja auch kein Wunder dass ich nichts losgeworden bin, weil damit diese komische Sache freiwurde: leerer Platz!
Inzwischen finde ich dass leerer Platz einen sehr wichtigen Zweck hat: der Platz um ein Objekt herum hebt den Wert des Objekt weil wir es besser sehen können, dass es dort glänzen kann.
Das Widersinnige ist ja auch dass um so mehr man an Zeug loswird, um so mehr schätzt man die Sachen die übrig bleiben.
Und das schaut dann auch so schön harmonisch aus! Platz und weniger Sachen.
Der andere Grund warum ich über dieses Thema (schon) wieder reden wollte ist mein Stash, beides an Wolle und an Stoffen. 'Stash' is das schön kurze englische Wort für eine Anhäufung an Zeugs aus dem man schöpfen will wie einem Schatz, - und wenn es der übermässige Stash geworden ist, dann fühlt sich das schon nicht mehr als eine Sammlung an, aber dann zu einem Übermass an Sachen gewachsen ist mit dem man nicht mehr so wirklich zurecht kommt. Stash is allerdings einfach nur die Ansammlung selber, und das übermässig Angehäufte und dann der Stash der ins uferlose angewachsen ist.
So 'n Ding.
Ich habe Schwierigkeiten mit der Unzahl an Wolle und Stoffen die ich besitze. Ich dachte schon dass ich das alles mehr in Griff bekommen hätte (schön wär's), aber leider hab ich seither nochmal einige Behälter gefunden in der NOCH mehr von dem Zeug drin ist!
Ich glaube nicht dass ich das alles jemals aufbrauchen können werde, und noch trauriger ist dass ich es nicht vor mir selber verantworten kann mir etwas neues an Stoff oder Wolle kaufen, schnief! Ich mache das trotzdem und das Gefühl NOCH mehr in mein Zuhause zu stopfen ist gar nicht gut. Das fühlt sich sogar recht mies an.
Ich bin schon einiges losgeworden wenn mir bewusst wurde dass ich diesen Stoff oder dieses Garn nie verwenden werde weil er mir doch nicht gut genug gefällt, oder was ich sonst an Gründen finden konnte. Ich suche angestrengt nach guten Gründen! Das verspreche ich.
Ich hab immer noch viel zu viel.
Eine Methode zum viel verbrauchen ist einfach mit einem Stoff oder Garn loszulegen und draufzu zu machen. Da kann dann keine Organisationsversuche Verzögerungen einführen. Da tut sich schon mal was.
(Ich mache ein anderes Mal weiter, das wurde hier schon zu lange!)
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Wednesday, 23 March 2016
Diese kleinen Errungenschaften
Hurra! Ich bin wieder daran Sachen zu erledigen und so ein bisschen hier und ein bisschen dort alles mögliche aufzuarbeiten.
Ist das ein tolles Gefühl!
Ich hab es geschafft zwei selbst gestrickte Spitzenschals zu reparieren: eins hatte nur ein kleines Löchlein wo der Faden gerissen war, das andere was ein komplizierter Schal mit mindestens zwei Mottenlöcher.
Ach was hasse ich doch die Motten! Sollen sie sich in was anderes reinfressen, aber nicht in meine schönen selbstgemachten Sachen! Statt nur so 2-3 Löchern, hab ich doch glatt sechs gefunden! Ich bin sehr froh dass ich grad in dem Schwung drin war. Für den anderen mit dem gerissenen Faden musste ich mir behelfen in dem ich farblich passenden Nähfaden genommen habe: ich hatte alle Wolle aufgebraucht und konnte mir nicht vorstellen da nochmal was aufzumachen und so abzuketten dass ich genug losen Faden gewonnen hätte. Deswegen hat das ja auch so lange gedauert.
Dann hab ich mich an einen schwarzen Pullover gemacht an dem viel weniger noch zu machen war als ich mich erinnern konnte, das war auch so ziemlich ruckzuck getan - das hatte auch wieder an etwas gehakt das ich nicht wirklich lösen konnte: ich hatte vor sieben Jahren einen Fehler gemacht beim Rückenteil stricken und musste das wieder aufrebeln. Die Wolle blieb dann sehr gekringelt und sieht nicht mehr glatt aus neugestrickt. Ich frag mich ob sich das mit waschen wieder legt. Nun ja, das ist etwas das ich nicht lösen kann und muss das einfach so hinnehmen wenn ich den Pulli tragen will. Sei's drum.
Was noch?
Ich hatte einen schwarzen Rock angefangen zu nähen (eigentlich sollte ich ja meine alten Projekte beenden aber soweit ich das bestimmen kann zählt für mich aller Fortschritt! Ob mit neuen oder alten Sachen - alles ermuntert mich) - und den hab ich auch fertig genäht! Schön ist er auch geworden, nur ist er zu weit an der Taille! Er rutscht mir unter den Bauch. Ach herrje. Da will ich nochmal dran: es gibt zwischen den vorderen drei Panelen die zwei Saumstellen an denen ich gut diese 3 cm abnähen kann - das sollte kein grosses Ding sein. Solange ich das nicht aufschiebe!
Aber dafür ist der Stoff zu schön, und der Rock ist recht erfolgsversprechend - und das ist es was mich anspornt: wenn ich sehen kann dass bei meinen Bemühungen auch was raus kommt!
Also, was hab ich gelernt?
Wenn eine Sache schwierig wird und ich nicht so recht sehe wie das lösen kann, dann bleibt das oft liegen. Auch wenn ich fürchte dass es recht lange dauern wird, dann auch. Die weitere Schwierigkeit bei diesen Sachen ist es dass ich dann vergesse was ich auf die Seite gelegt habe. Ich komm gar nicht mehr drauf was ich rumliegen habe bei dem ein bisschen kucken und überlegen weiterhilft.
Ich komme vor allem nicht drauf dass so was aufgeschobenes vermutlich gar nicht viel braucht um vollendet zu warden, damit fängt das Haken an. Die Sachen zu vergessen macht es dann noch schwieriger.
Warum ich das wohl mache? Ich schiebe da Zeugs in ein schwarzes Loch das immer grösser wird bis ich etwas daraus hervorhole, und hab damit aus dem Kopf draussen was ich da als 'schwierig' sehe. Es könnte gut das Bestreben sein unangenehmes wegzuschieben.
Zu oft ist man aber auch in einer Stimmung in der dann gar nichts geht. Um so besser wenn ich die Zeiten nützen kann in denen es funktioniert!
Ein Formular hab ich ausgefüllt um ein Zeugnis zu ersetzen dass ich nun schon seit Jahren suche, - ich hab sogar herausgefunden dass ich auch relative leicht eine Kopie anfordern kann. Also mache ich jetzt beides. Das fühlt sich so super und befreiend an dass ich das angepackt habe und dass da was dabei herauskommt!
Dann hatte ich von meiner Arztpraxis nun schon den dritten Schriftbogen angefordert um mich online bei denen zu registrieren. Damit werde ich dann auch Termine übers Internet ausmachen können. Das hatte ich ein Jahr vor mir hergeschoben weil es mit den ersten beiden Schreiben nicht geklappt hat das rechtzeitig durchzuziehen. Ich hatte das beide Male zu spät versucht. Einen davon hatte ich auch verschusselt und es dann gar nicht mehr probiert. Gute Sache dass sie das beim Arzt anstandslos gemacht haben, da gibt es genug Leute und fiel nicht wirklich auf. Sonst hätte ich das bis heute nicht gemacht weil es mir zu peinlich gewesen wäre!
Da geht es wieder um dieselbe Sache: wenn sich etwas als zu schwierig anfühlt, als unangenehm. Dann ist es ja auch kein Wunder warum ich sowas nicht so leicht schaffe, nicht wahr?
Aus dem Grund kann ich Druck von mir nehmen - die Lösung des Problems besteht darin mir einzugestehen dass es nunmal um was schwieriges, unangenehmes geht dass ich nunmal nicht so einfach anpacke...
Vielleicht nützt es mir was wenn ich mir den Schwierigkeitsgrad meiner 'zu erledigenden Sachen' überlege und dann so einteile dass ich mir ein oder zwei einfache Sachen mit einer recht unangenehmen Sache vornehme. Die leichteren Sachen können mir dann das Erfolgserlebnis geben dass ich dann für die schwierige Sache brauchen kann. Vielleicht geht es so?
Ist das ein tolles Gefühl!
Ich hab es geschafft zwei selbst gestrickte Spitzenschals zu reparieren: eins hatte nur ein kleines Löchlein wo der Faden gerissen war, das andere was ein komplizierter Schal mit mindestens zwei Mottenlöcher.
Ach was hasse ich doch die Motten! Sollen sie sich in was anderes reinfressen, aber nicht in meine schönen selbstgemachten Sachen! Statt nur so 2-3 Löchern, hab ich doch glatt sechs gefunden! Ich bin sehr froh dass ich grad in dem Schwung drin war. Für den anderen mit dem gerissenen Faden musste ich mir behelfen in dem ich farblich passenden Nähfaden genommen habe: ich hatte alle Wolle aufgebraucht und konnte mir nicht vorstellen da nochmal was aufzumachen und so abzuketten dass ich genug losen Faden gewonnen hätte. Deswegen hat das ja auch so lange gedauert.
Dann hab ich mich an einen schwarzen Pullover gemacht an dem viel weniger noch zu machen war als ich mich erinnern konnte, das war auch so ziemlich ruckzuck getan - das hatte auch wieder an etwas gehakt das ich nicht wirklich lösen konnte: ich hatte vor sieben Jahren einen Fehler gemacht beim Rückenteil stricken und musste das wieder aufrebeln. Die Wolle blieb dann sehr gekringelt und sieht nicht mehr glatt aus neugestrickt. Ich frag mich ob sich das mit waschen wieder legt. Nun ja, das ist etwas das ich nicht lösen kann und muss das einfach so hinnehmen wenn ich den Pulli tragen will. Sei's drum.
Ich hatte einen schwarzen Rock angefangen zu nähen (eigentlich sollte ich ja meine alten Projekte beenden aber soweit ich das bestimmen kann zählt für mich aller Fortschritt! Ob mit neuen oder alten Sachen - alles ermuntert mich) - und den hab ich auch fertig genäht! Schön ist er auch geworden, nur ist er zu weit an der Taille! Er rutscht mir unter den Bauch. Ach herrje. Da will ich nochmal dran: es gibt zwischen den vorderen drei Panelen die zwei Saumstellen an denen ich gut diese 3 cm abnähen kann - das sollte kein grosses Ding sein. Solange ich das nicht aufschiebe!
Aber dafür ist der Stoff zu schön, und der Rock ist recht erfolgsversprechend - und das ist es was mich anspornt: wenn ich sehen kann dass bei meinen Bemühungen auch was raus kommt!
Also, was hab ich gelernt?
Wenn eine Sache schwierig wird und ich nicht so recht sehe wie das lösen kann, dann bleibt das oft liegen. Auch wenn ich fürchte dass es recht lange dauern wird, dann auch. Die weitere Schwierigkeit bei diesen Sachen ist es dass ich dann vergesse was ich auf die Seite gelegt habe. Ich komm gar nicht mehr drauf was ich rumliegen habe bei dem ein bisschen kucken und überlegen weiterhilft.
Ich komme vor allem nicht drauf dass so was aufgeschobenes vermutlich gar nicht viel braucht um vollendet zu warden, damit fängt das Haken an. Die Sachen zu vergessen macht es dann noch schwieriger.
Warum ich das wohl mache? Ich schiebe da Zeugs in ein schwarzes Loch das immer grösser wird bis ich etwas daraus hervorhole, und hab damit aus dem Kopf draussen was ich da als 'schwierig' sehe. Es könnte gut das Bestreben sein unangenehmes wegzuschieben.
Zu oft ist man aber auch in einer Stimmung in der dann gar nichts geht. Um so besser wenn ich die Zeiten nützen kann in denen es funktioniert!
Ein Formular hab ich ausgefüllt um ein Zeugnis zu ersetzen dass ich nun schon seit Jahren suche, - ich hab sogar herausgefunden dass ich auch relative leicht eine Kopie anfordern kann. Also mache ich jetzt beides. Das fühlt sich so super und befreiend an dass ich das angepackt habe und dass da was dabei herauskommt!
Dann hatte ich von meiner Arztpraxis nun schon den dritten Schriftbogen angefordert um mich online bei denen zu registrieren. Damit werde ich dann auch Termine übers Internet ausmachen können. Das hatte ich ein Jahr vor mir hergeschoben weil es mit den ersten beiden Schreiben nicht geklappt hat das rechtzeitig durchzuziehen. Ich hatte das beide Male zu spät versucht. Einen davon hatte ich auch verschusselt und es dann gar nicht mehr probiert. Gute Sache dass sie das beim Arzt anstandslos gemacht haben, da gibt es genug Leute und fiel nicht wirklich auf. Sonst hätte ich das bis heute nicht gemacht weil es mir zu peinlich gewesen wäre!
Da geht es wieder um dieselbe Sache: wenn sich etwas als zu schwierig anfühlt, als unangenehm. Dann ist es ja auch kein Wunder warum ich sowas nicht so leicht schaffe, nicht wahr?
Aus dem Grund kann ich Druck von mir nehmen - die Lösung des Problems besteht darin mir einzugestehen dass es nunmal um was schwieriges, unangenehmes geht dass ich nunmal nicht so einfach anpacke...
Vielleicht nützt es mir was wenn ich mir den Schwierigkeitsgrad meiner 'zu erledigenden Sachen' überlege und dann so einteile dass ich mir ein oder zwei einfache Sachen mit einer recht unangenehmen Sache vornehme. Die leichteren Sachen können mir dann das Erfolgserlebnis geben dass ich dann für die schwierige Sache brauchen kann. Vielleicht geht es so?
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Absicht,
Angst überwinden,
Einsicht,
Erfolg,
Freude,
Grund,
lernen,
Lösungssuche,
nähen,
Zweck
Saturday, 14 March 2015
Umzugstag
Heute ist Umzugstag. Ich ziehe wieder um. Hoffentlich für etwas länger als diesmal: in sechs Monaten wieder umziehen zehrt echt an einem. Eine Erkältung droht auch noch auszubrechen, das kann ich im Moment gar nicht gebrauchen - ich ignoriere es also entschlossen und kämpfe mich durch. Ich werde dann vermutlich am anderen Ende ins Bett fallen und mich der Erkältung ergeben aber das steht auf einem anderen Blatt.
Erstmal ist umziehen angesagt.
Es lief bis jetzt alles ganz gut: ich habe das neue Zimmer angeboten bekommen dass ich so sehr gern wollte. Die Nachmieterin kann auch dann einziehen wenn ich umziehen muss: eine Woche später als zuerst ausgemacht. Die Umzugsfirma die ich auch das letzte Mal benützt hatte, die haben auch Zeit und sogar nochmal den Zeitpunkt auf später am Tag verlegt, was mir äusserst gut reinpasst.
Ich brauche mir kein Self Storage Lagerplatz zu mieten weil im neuen, grossen Zimmer alles reinpassen wird das ich habe. Und ich habe leider verdammt viel. Ich schäme mich inzwischen fast dafür wieviele Stoffe und wieviel Wolle ich angesammelt habe. Ich hatte schon so gut anderes ausgemistet: die Hälfte meiner Klamotten, viele Schuhe, fast alle Videos, einige DVDs und CDs und hab mit dem Papierkram angefangen. Also ist schon einiges weg. Ich dachte allerdings dass ich schon sehr viel mehr losgeworden bin.
Ja Pustekuchen!
Ich hab vermutlich dieselbe Anzahl Umzugskartons wie beim letzten Mal. Ich versteh das eigentlich nicht. Hab ich mir soviel neues zugelegt in nur sechs Monaten? Das kann's aber doch auch nicht sein?
Vielleicht hängt es aber daran dass ich dieses Mal 'mit mehr Luft' gepackt habe. Einige meiner Kartons sind nicht ganz so voll wie davor weil ich meine hübschen Aufbewahrungskartons, je einen, in einen Umzugskarton verfrachtet habe, mit anderem ausgestopft, und zukleben. Das ging wunderbar schnell. Aber ob in den hübschen Kartons vielleicht doch noch etwas Platz war? Das weiss ich nicht.
Bin mal gespannt wie es dann nach dem umziehen aussieht.
So, und nu ran an die letzten paar Sachen. Ich hoffe es sind wirklich nur 'ein paar'.
Erstmal ist umziehen angesagt.
Es lief bis jetzt alles ganz gut: ich habe das neue Zimmer angeboten bekommen dass ich so sehr gern wollte. Die Nachmieterin kann auch dann einziehen wenn ich umziehen muss: eine Woche später als zuerst ausgemacht. Die Umzugsfirma die ich auch das letzte Mal benützt hatte, die haben auch Zeit und sogar nochmal den Zeitpunkt auf später am Tag verlegt, was mir äusserst gut reinpasst.
Ich brauche mir kein Self Storage Lagerplatz zu mieten weil im neuen, grossen Zimmer alles reinpassen wird das ich habe. Und ich habe leider verdammt viel. Ich schäme mich inzwischen fast dafür wieviele Stoffe und wieviel Wolle ich angesammelt habe. Ich hatte schon so gut anderes ausgemistet: die Hälfte meiner Klamotten, viele Schuhe, fast alle Videos, einige DVDs und CDs und hab mit dem Papierkram angefangen. Also ist schon einiges weg. Ich dachte allerdings dass ich schon sehr viel mehr losgeworden bin.
Ja Pustekuchen!
Ich hab vermutlich dieselbe Anzahl Umzugskartons wie beim letzten Mal. Ich versteh das eigentlich nicht. Hab ich mir soviel neues zugelegt in nur sechs Monaten? Das kann's aber doch auch nicht sein?
Vielleicht hängt es aber daran dass ich dieses Mal 'mit mehr Luft' gepackt habe. Einige meiner Kartons sind nicht ganz so voll wie davor weil ich meine hübschen Aufbewahrungskartons, je einen, in einen Umzugskarton verfrachtet habe, mit anderem ausgestopft, und zukleben. Das ging wunderbar schnell. Aber ob in den hübschen Kartons vielleicht doch noch etwas Platz war? Das weiss ich nicht.
Bin mal gespannt wie es dann nach dem umziehen aussieht.
So, und nu ran an die letzten paar Sachen. Ich hoffe es sind wirklich nur 'ein paar'.
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