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Saturday, 15 May 2021

Neuer Blogname! Hin, her und quirlig

Seit einer Weile ist mir das Wort 'quer' sehr gegen den Strich gegangen. An und für sich ist 'gegen den Strich gehen' eine gute Sache, aber eine mentale Assoziierung mit Querdenkern ist mir ein Graus. 

Also: neuer Name! 

Und quirlig ist auch irgendwie gut. Das gefällt mir sogar mehr und mehr je mehr ich darüber nachdenke. Es schlägt nicht 'bieder' oder 'abgestanden' vor sondern hat mehr zu tun mit stimulieren und in Bewegung sein zu tun. Das finde ich prima!

Die Querdenker wollen sich von anderen abheben, aber statt individuell zu sein normen sie sich. Ich möchte alles Mögliche durchdenken und vor allem aufgeschlossen bleiben - weil man nie auslernt. Das Leben ist hochinteressant und bietet so viele Lernmöglichkeiten dass es wirklich schade ist sich von Neuem abzukapseln weil man an gefasten Meinungen festhalten will. Das ist wie ein Anker der einen in flauem Wasser hält und davon abhält Neues zu sehen.

Der neue Name regt mich auch an wieder schreiben zu wollen. Die Freude am Schreiben habe ich vermisst. Mein grösstes Hindernis sind die Themen: über was möchte ich gerne schreiben?

Ich will aufmerksamer durch das Leben gehen und meine Augen offenhalten. Ich bin sicher ich werde allen möglichen Themen begegnen die in mir den Wunsch wecken was drüber sagen zu wollen. Es ist mir für eine lange Weile nicht eingefallen dass ich auf diesem Blog hier schreiben könnte, aber das lässt sich sehr leicht ändern! 

Ich schalte den Wunsch an in mir, und lasse ihn wirken. Das funktioniert bestimmt. 

Ich hab immer wieder das Bestreben im Internet nach etwas "Interessanten" suchen zu wollen. Es ist verflixt schwierig dieses Bestreben in Suchbegriffe umzuwandeln. Wie definiere ich 'interessant' und was für Themen sind das für mich?

Ich interessiere mich sehr für Zukunftorientiertes: wie die Welt von Morgen sein könnte, was dazu führt, welche interessanten Entwicklungen, Erfindungen und Einsichten zu guten Ergebnissen führen können. Ich bin z.B. an erneuerbarer Energie interessiert, überhaupt auch daran wie Energie gelagert werden kann damit sie jederzeit zu Verfügung gestellt werden kann wie Neuerungen an Batterietechnologie. Hochinteressant.

Das ist nicht das einzige Thema das mich interessiert, nur weiss ich nicht was es sonst noch sein könnte das ich verfolgen will. Also wiederum diesselbe Idee: Augen und Ohren offenhalten! Ich will offen sein alles Mögliche zu entdecken und Ideen bewusst zu werden die ich noch nicht weiter verfolgt habe.

Saturday, 19 January 2019

Also gute Gewohnheiten, wie denn?

Embed from Getty Images

Gute Gewohnheiten sind Abkürzungen zu Verhaltensmustern die uns gut tun. Eine Abkürzung deshalb weil wir nicht immer wieder von vorne anfangen müssen und den Kopf zu zerbrechen was wir wie machen wollen. Eine Gewohnheit nimmt es uns ab uns durchringen zu müssen. Eine Gewohnheit ist ein automatisches Verhaltensmuster in das wir verfallen ohne gross drüber nachzudenken. Eine gute Gewohnheit führt dazu dass wir machen was uns gut tut. Und die super schöne Sache daran ist dass wir uns nicht furchtbar anstrengen muss, nicht verrenken, um etwas hinzukriegen was uns sonst so schwer fällt.

Gute Gewohnheiten sind wie ein verlässliches Gerüst auf das wir anderes hängen können. Sie bilden eine Struktur auf die wir uns stützen können. Und ganz ausdrücklich: eine gute Gewohnheit ist keine Zwangsjacke: nur weil ich mir etwas Gut Tuendes angewöhnt habe, heisst noch lange nicht dass ich das machen muss. Ich kann mich immer noch entscheiden. Die Gewohnheit ist da wenn ich sie in Anspruch nehmen will, und das freiwillig.

Aber wie soll das so gehen? Viel Willensstärke zusammenkratzen und dann mit geballten Kräften sich ins Gefecht stürzen?

Das klingt ein bisschen zu anstrengend finde ich. Dann ist das ganze auch schon mit dieser widerwilligen Energie belastet. Wenn man das wieder machen will, dann denkt man ja nur daran wieviel Kraft einen das gekostet hat beim letzten Mal. Also dabei vergeht's mir muss ich sagen. Ich mach das lieber anders.

Ein Beispiel: ich hatte eine Matte (statt Teppich) die leider nicht besonders viel Saugen zu sehen bekommen hat. Das Ding hatte den doofen Nachteil dass sich alles so in die Fasern hineingearbeitet hat es mindestens ein Dreiviertel Stunde brauchte bis es mehr oder weniger wieder krümelfrei war. Ein Alptraum. Hab ich kaum mal gemacht. Das olle Ding ist mir so auf die Nerven gegangen dass ich es mit einem gescheiten Teppich ersetzt habe. Er saugt sich unwahrscheinlich viel schneller! Das ist sogar fast ein Vergnügen (das war humorvoll gemeint).

Das Saugen passierte dann so hin und wieder und nun ja... Dann hatte ich mal an einem Sontag dran gedacht, und dabei fiel mir auf dass das Mal davor auch ein Sontag war. Ach, ist ja praktisch! Dachte ich mir. Dann mach ich das jetzt schon zum zweiten Mal. Hah! Wenn ich das nochmal wiederhole dann ist das dieses Ding von wegen Zwei Mal Wiederholen führt zu einer Gewohnheit?! Dann kuck ich mal wie das bei mir so läuft, das probiere ich aus!

Und das hat tatsächlich funktioniert. Erstaunlich. Inzwischen verbinde ich Sontags mit Teppich saugen. Und was noch schöner ist: ich assoziere das mit diesem wohligen Gefühl das sich bei mir einstellt wenn ich es geschafft habe, wenn der Teppich ohne Krümel ist, und dass ich dabei das Wissen habe dass es mir relativ leicht von der Hand ging. Ach ist das schön!

Und darin liegt das Geheimnis: wenn wir eine nicht so angenehme Sache mit angenehmen Gefühlen assozieren können dann wird das alles auch viel leichter!

Also ist es am besten in sich hinein zu lauschen: geht das grade bei mir? Fühlt sich das okay an? Will ich das wieder so machen? Passt mir z.B. Teppich Saugen am Sontag gut rein? Will ich mir diese Gewohnheit vielleicht lieber ein bisschen anderst angewöhnen? - Ich hab die Wahl: ich kann das ganz bewusst steuern, und ich kann mich auch umentscheiden.

Ich bin ein erwachsener Mensch, ich darf mir Sachen so zurechtlegen wie ich das möchte!

Mir tut es gut mir solche Überlegungen durch den Kopf gehen zu lassen wenn ich nicht gestresst bin, wenn ich Zeit und Muse habe - z.B. wenn ich mit einer Tasse Tee gemütlich sitze und herumsinnieren kann was ich auch immer grad überlegen will. Kein Zwang, kein Druck, keine Erwartung. Praktische Überlegungen: was genau will ich wie machen damit es für mich passt?  Du bist der einzige Mensch der das beschliessen kann, du kannst die Erwartungen aussen vor lassen, die von aussen an einen dran schwappen. Nixe da von wegen was man wie tun soll, von wegen Regeln die ein schlauer Ratgeber austeilt als wären sie nicht Blüten sondern Brennnesseln. Mach dir deinen eigenen Kopf. Du darfst.

Manchmal schreib ich mir auch ein paar Notizen auf, Stichworte oder Überlegungen die beim Aufschreiben klarer werden. Ich doodle auch gerne: kleine Zeichnungen bei denen ich mich schön entspannen kann - es tut gut mir beim Kritzeln etwas durch den Kopf gehen zu lassen.

Warum nicht ein Heft anfangen? Ein schönes Heft. Etwas das sich wie gutes Briefpapier anfühlt: ein angenehmer Platz um positive Gedanken aufzunehmen. Ein Heft hat genug Substanz damit man es auch wiederfinden kann und ist dabei besser als einzelne Seiten Papier. Man hat mehr Platz als auf Haftnotizen. Und man kann auch schön kritzeln und doodlen, oder sich Bilder mit dazu reinzukleben, oder was einem auch immer einfällt. Und man kann zurückblättern ('Wie war das noch, was fiel mir da ein?') und sich sogar noch was dazuschreiben, oder was unterstreichen. Ich finde so was sehr hilfreich, vielleicht geht's dir ja auch so.

Viel Erfolg und viel Spass wünsche ich dir!

Sunday, 21 May 2017

Aufgehobenes aufbrauchen

Ach was fällt mir das schwer!  Ich hab so einiges das ich deswegen behalte weil ich es bestimmt noch brauchen werde.  Wie so sehr viele meiner vielen Stoffe zum nähen und zum quilten.

Ich habe gerade ein grosses Stück Patchwork aus vier Stoffen zusammengesetzt und -genäht. Ich brauche endlich was auf!


Ich hänge dieses Quadrat im Moment über meine Nähmaschine, um Staub abzuhalten.  Es ist aber noch nicht fertig: keine Rückseite, kein Rand und kein quilten um die Lagen zusammen zu halten.  Ich wollte einen grossen Quilt machen, hab aber nur noch den knall pinken Stoff.

Hier sind noch mehr Bilder:


Das ist das einzelne Motif oben. Sie sind sehr einfach zu machen: endlosen Streifen aus vier Stoffen - in Quadrate schneiden, diese dann wieder kreuzweise schneiden, drehen und wieder aneinander nähen. Ich hab es hauptsächlich deswegen ausprobiert weil ich wissen wollte wie das Muster funktioniert!

Und hier sind sie aneinander genäht:



Ich hab auch gerade sehr hübsche Blechschilder gefunden die ich vor sehr langer Zeit für gut Geld gekauft hatte.  Die kleineren mag ich sogar noch sehr gern und frage mich warum ich sie nie aufgehängt habe?  Aber die drei etwas grösseren gefallen mir gar nicht mehr: die sind jetzt in der Tüte für den Charity Shop.


Eine langärmlige Bluse habe ich auch geändert, sie hat mir so nicht mehr gefallen und war zu eng oben rum. Ich wollte es nicht wahrhaben aber sie hat mir überhaupt nicht mehr gepasst.

Ich habe die Ärmel rausgetrennt, die Armausschnitte etwas gestaltet (leider funktionieren die Abnäher nicht so gut wie ich hoffte, alles andere ist aber gut) und habe einen wunderschönen neuen Saum gestaltet, zu meinem eigenen Design.

Hier sind die Bilder:

So sah die Bluse vorher aus

Diese Ärmel habe ich rausgetrennt

Nach dem Abnähen der Saumnaht

So schaut der ganze Saum aus
Und so schaut das ganze Teil jetzt aus:


So ein tolles Rot!  Dieses Top konnte ich nicht einfach loswerden.  Ich habe den Stoff der Ärmel benützt um keilförmige Teile in der obere Seitennaht einsetzen zu können.  Jetzt ist es weit genug damit ich es tragen kann.

Ich bin sehr froh über dieses schöne Ergebnis.  Es hat sich wirklich gelohnt meine Idee mit der Form dieses Saums in die Wirklichkeit zumzusetzen, und es schnell durchziehen zu können weil ich nicht erst eine Bluse nähen musste: zwei Fliegen mit einer kreativen Klappe!


Inzwischen schaue ich mir die gut 20 Strickprojekte an und fürchte dass es sogar noch mehr sein könnte. Weil es so viele sind bin ich um der Frage herumgeschippert ob ich all diese Projekte auch wirklich beenden werde.

Will ich die auch wirklich tragen?  Passt es zu meiner Garderobe, ist es auch wirklich mein Stil?  Will ich vielleicht etwas fertig bekommen und in den Charity Shop tragen damit wenigstens jemand anderes sich dran freuen kann?  Das wäre gar nicht schlecht: ich hätte Garn aufgebraucht, kein schlechtes Gewissen und hätte mich am stricken gefreut.

Aber mit allen will ich das auch nicht machen. Das ist zuviel Erwartung und Druck. So ein braves Mädchen will ich nicht sein, und das brauche ich auch nicht zu sein. Das wäre ziemlich übel: mich mit solchen künstlichen Erwartungen in etwas zu zwingen. Ich kann die Zeit die ich mit so was widersinningem verschwenden würde viel besser mit anderem verbringen das mir mehr bringt, mehr Spass macht, und das produktiver ist.

Also....

...vielleicht schmeiss ich auch das ein oder andere weg. Das kann ich mir schon erlauben. Vor allem wenn es eine Befreiung darstellt.

Aber welche. Das ist die grosse Frage.

Vielleicht schreibe ich meinen nächsten Blog über diese Projekte, mal sehen.

Monday, 1 May 2017

So richtig schön ausbreiten...

Ich hatte einen Blogbetrag vorbereitet und noch nicht reingestellt, so was.  Hier ist er:


Also dieses Aufgeräumtsein hat doch echt was für sich: da ist doch glatt der Zimmerboden angenehm frei wenn ich mich mal wieder so richtig schön ausbreiten will!

Ich kann den Stoff für mein neuestes Nähprojekt auf dem Boden weit genug auslegen um die Box darauf abmessen zu können.



Ich möchte nämlich gerne, schon seit viiiiieeeelllll zu langer Zeit endlich den Karton auf dem mein Fernseher steht mit einer Stoffhülle versehen.  Ich hab im Moment einen Badestrand'schal' (wie heissen die Dinger denn? Ist das ein Sarong? Man wickelt es um sich rum wenn man einen Badeanzug anhat und am Strand etwas bedeckter sein will? Hm) - und ich hatte dann auch noch ein Stück Quiltstoff so irgendwie komisch drumrum genuschelt. Das hatte weder Hand noch Fuss.

Und ich hab doch so viel Stoff dass das eigentlich kein Problem sein sollte! Ä-hem, ja ja: "eigentlich"!  Das kennen wir doch. Pshaw!

Ich hab genug Platz in meinem jetzigen Zimmer dass ich mir auch einen richtigen TV Stand kaufen könnte, also so ein Schränkchen, aber ich hatte so eins schon mal und musste es bei einem Umzug loswerden und hab auch keine Videos mehr die da reingestellt werden könnten. Oder Sky Box oder sonst was. Es kann also auch gut einfach ein Karton sein.



Und diesen spezifischen Karton muss ich behalten weil er der Behälter für meinen Overlocker ist, die Nähmaschine mit der man schöne Säume macht. Den brauche ich.

Warum also nicht zwei Sachen vereinen so dass mir beides nützt?  Ich hab den Karton wenn der Overlocker mal wieder verstaut werden muss, und ich hab was auf das ich den Fernseher stellen kann ob der Overlocker nu drin ist oder auch nicht.  Ich werde mir einfach nur eine Hülle nähen die man über fünf der Seiten zieht, der Boden kann freibleiben.

Und ich brauche Stoff auf!!!  Ist das nicht absolut fantastisch?

Ich bin total begeistert von all diesen Elementen. Ist das gut.


Mein Kartonüberzug für den TV Stand der in seinem eigentlichen Leben der Karton für einen Overlocker ist.  Die weissen Styroporteile sind noch alle drin - der Überzug ist unten offen.  Ich glaube die ungesäumten Kanten hab ich einfach drunter gestopft.

So eine super Lösung gefällt mir total.

Ich könnte auch gut einen Behälter brauchen in dem ich Wollsachen vor Motten schützen kann, das wird eins meiner nächsten Projekte!

Tuesday, 3 January 2017

Alte Last abwerfen




Heute habe ich einen ganzen Stoss Bedienungsanleitungen gefunden für Geräte die ich gar nicht mehr besitze (also echt, so was!).  Ich hab sie ausserdem auch nur gefunden weil sie in einer Plastikhülle waren die kaputt ging als ich sie heute anfasste.  Sonst wäre ich noch nicht darauf gekommen was alles in der Hülle war.  Ich sah eine Anleitung für eine Nähmaschine die ich noch brauche, ich hatte keine Ahnung mehr was sonst noch drin war.

Diese Anleitungen waren auch recht schwer: es tut ja so gut etwas loszuwerden das man nicht mehr braucht bei dem man auch noch das Gefühl haben kann einiges an Gewicht loszuwerden.  Ich spüre dass es Platz schafft und dass ich weniger rumschleppen werden muss beim nächsten Umzug.

Natürlich war ich sehr überrascht dass ich diesen Stoss unnützen Papier nicht schon viel früher losgeworden bin.  Das prägt sich mir noch mehr ein weil ich heute auch etwas mehr durch einen Küchenschrank geschaut habe in dem hauptsächlich Lebensmittel sind.

Ich hatte vor zwei Wochen schon einige Gewürze weggeworfen die abgelaufen waren - das hat sich super gut angefült: altes zum Ende des Jahres (also letzten Jahres) loszuwerden.  Da will ich weitermachen.

Ich habe ein paar Sachen gefunden die in 2015 und 2014 abgelaufen waren - also weg damit.

Ich denke über beides nach und mir fällt ein: warum schaue ich eigentlich nicht öfter in die Ecken die ich übersehen habe?  Mache ich das mit Absicht oder ist es nur alte Gewohnheit die bequem ist?

Und gibt es eine Entsprechung zu meinem inneren Leben?  Hmm, könnte ich es eventuell sogar andersrum aufbauen: kann ich meine Bereitschaft meine inneren dunklen Ecken anzuschauen und zu untersuchen vielleicht auf mein Umgehen mit meiner äusseren Umwelt anwenden?

Das wäre eine gute Strategie. Das wär sogar super gut.  Ich möchte gern das Gefühl haben Kontrolle über meine Aussenwelt zu erlangen.  Mann, wird sich das total genial anfühlen wenn ich weiss wo meine Sachen sind!  Wenn ich meine Unterlagen und alles Papierzeug durchgeschaut habe, sortiert und eingescannt oder abgelegt. Oh ja, bitte!  Super duper.

Und für den Moment jetzt bin ich auf jeden Fall froh dass ich diese Hülle losgeworden bin: sie ist doch glatt von allein auseinander gefallen!  Ich hab weiterhin die fitzelkleinen Teile davon gefunden, sehr nervig.  Und die Gewürze, Lebensmittel und Anleitungen bin ich auch los!!  Man muss feiern was erfolgreich war.  Juhu!

Was kann ich denn noch weiter loswerden?  Das macht Spass!

Thursday, 29 September 2016

Less is More

Ich muss mich immer wieder daran erinnern dass Weniger mehr ist als Mehr. Dass Weniger wesentlich besser ist als wahllos Mehr.

Vor allem beim schreiben: wenn ich mir die Mühe geben kann mir meine Worte so zu überlegen und so zu wählen dass ich meine Gedanken in weniger Worten ausdrücken kann, dann ist das gut für meine Leser und Zuhörer, und es ist auch besser für mich.

Es ist zwar Arbeit meine Worte zu reduzieren und meinen Wortschwall bearbeiten zu müssen, aber das dient auch dazu mir mehr klar zu werden um was es mir geht. Was mir an diesem Thema wichtig ist.

Ich komme mehr ins Reine wenn ich mich mit weniger Ausschmückungen ausdrücken konnte: ich erreiche mehr Klarheit, Erhellung und zum Teil auch mehr Gedankenanstösse die mich auf Neues oder in eine andere Richtung bringen.

In meiner Umgebung ist weniger ja auch so sehr viel mehr: wenn ich in Harmonie leben kann weil es aufgeräumt und ausgewogen aussieht, dann tut mir das so sehr gut.

Ich möchte auch gerne meine Art in Gedankenschwälle auszubrechen bearbeiten damit mein Hirn sich auch mehr aufgeräumt und damit ausgewogen anfühlt: wie im Äusseren so auch im Inneren.

Ich sollte mir das als Schild malen und es an die Wand hängen:

Less is More.


~ ~ ~

Carpe diem.

Monday, 7 July 2014

Tausch

 

 
Es ist ja so befreiend wenn man olles Zeug los wird und mit etwas brauchbarem ersetzt!
 
Ich hab gestern meine alte Handtasche geleert und alles in eine neue gepackt.  Ich benütze nur eine (weil ich zu faul bin alles immer wieder umräumen zu müssen, bzw mir nicht sicher genug bin dass ich dann auch alles zur Hand hätte – ich hätte zu sehr Schiss dass etwas wichtiges zuhause bleibt: Geldbeutel, Ubahnfahrkarte, Hausschlüssel...).
 
Diese ‘neue‘ hab ich auch schon eine Weile, weil ich zwei gekauft hatte.  Dieses Umräumen ist einfach so nervig dass ich gerne mehr als ein Modell habe damit ich eine abgenützte Tasche deren ich mich schämen würde gegen eine austauschen kann die okay ist.  Und bei dem super guten Preis den diese Handtasche gekostet hatte, da wär es sträflich gewesen es bei nur einer Ausgabe zu lassen!  Deswegen ist die Handtasche auch nicht wirklich total neu, ich hatte sie nur noch nie benützt.
 
Mit Schuhen hab ich das auch schon gemacht.  Ich hab mir ein zweites Paar gekauft als ich merkte dass das erst wirklich gut passte und super aussah.  Nur hab ich dann leider beide Paare wechselmässig getragen, und die hatten sich dann auch zur selben Zeit abgetragen.  Das war nicht die ursprüngliche Idee: ich wollte das zweite Paar wenn ich das erste loswerden muss.
 
Mit anderen Schuhen später hat es dann nicht so gut geklappt: ich hab mir freudig ein zweites Paar zugelegt, und erst dann festgestellt dass die nicht so super zu tragen waren wie ich dachte. Erfahrungswert.
 
Auf was ich auch gekommen bin: manchmal ist es gar nicht so gut sich Sachen aufzuheben. Nicht nur auf Vorrat haben (wie Lebensmittel die dann prompt ablaufen) sondern zur Seite legen damit man sich weiter darauf freuen kann sie zu benützen.  Vermutlich um’s nicht so schnell ‘leer‘ zu machen.
 
Ich habe wunderschöne Papierservietten, zum Teil von wunderbaren Freunden und Familie geschenkt bekommen, ein oder zwei auch selbst gekauft. Bis ich drauf kam dass ich mich zwar jedes Mal freue wenn ich sie sehe, aber benützt hab ich sie nicht.  Weil ich sie nicht aufbrauchen wollte. Also so was verrücktes!  Wieviele von denen will ich denn haben, so zum nur Bewundern?  Vielleicht sollte ich sie in einem Setzkasten als Ausstellungstück an der Wand hängend zur Schau stellen?  Das meine ich ironisch.
 
Als mir das auffiel hab ich mir dann zwei Packs gegriffen und mit in die Arbeit genommen.  Ich leg oft eine auf das Sandwich das ich esse, oder über mein Telefon.  Das schaut auch so hübsch aus.  Da freu ich mich dann jeden Tag daran die Serviette zu sehen, und nicht nur die paar Male die ich sie sonst gefunden hatte.  Viel besser etwas zu benützen als eben nicht.  Und schöner vom rumliegen werden sie ja auch nicht.
 
Es ist eine wirklich gute Sache sich Sachen ins tägliche Leben zu holen an denen man sich freuen kann.  Das macht Spass, es hebt die Lebensgeister und regt auch noch an andere positive Sachen zu machen.
 
Alles immer wieder mal gegen etwas neues eintauschen!  Gerade dann wenn etwas altes am auseinanderfallen ist.


Friday, 25 April 2014

Minimalistische Garderobe?



Äh, nö, nicht für mich danke.

Vor kurzem habe ich diesen Blog Post gelesen von einer jungen Frau die ihre Klamottenanzahl äusserst gering hält, - eine wirklich sehr minimalistische Garderobe.  Sie hatte geschrieben wie sie es macht ihre Anziehsachen auf nur so sehr wenige Exemplare zu beschränken.  Es war wirklich faszinierened.


Sie schaut ihre Kleidung gegen Ende einer Jahreszeit durch: sie holt alles aus ihrem Schrank heraus (das ist nicht so schwierig, sie hat wirklich wenig Sachen) und prüft dann jedes einzelne Stück ob das auch wieder einen Platz im Schrank erhält, - oder nicht.


Wenn sie etwas für die gesamte Saison nicht getragen hat: weg damit. Wenn es etwas besonderes ist und sie es innerhalb des ganzen letzten Jahres nicht getragen hat: auch weg. Wenn es ein Erbstück ist das nicht weg kann: gut verpacken und im Dachboden verstauen (ich hab aber das Gefühl dass sie da auch nicht viel hat).  Wenn ein Stück Löcher oder Flecken aufweisst die nicht mehr rausgehen: weg.  Wenn etwas kaputt ist das gerichtet werden kann: in den Korb zum flicken. Wenn etwas nicht mehr passt (ausgebeult oder sonst verformt) oder ihr nicht wirklich steht: weg damit.


Wenn es andererseits ein Kleidungsstück ist das sie heiss und innig liebt, das ihr steht und das sie tragen will, - das aber nicht nicht mehr passt oder kaputt ist oder sonst was: dann geht sie los zum Einkaufen um es zu ersetzen.  Aber eben nicht zielloses einkaufen, sondern ganz eine ganz bewusste Suche nach diesem bestimmten Stück.  Irre, was? 

Und das fand ich faszinierend: die bewusste Planung durch die sie zu jedem Stück kam.  Dass alle Sachen ihren Platz in ihrem Schrank und ihrem Leben errungen haben.  Dass es da nichts gab dass nur rumhing und muffige Stimmung verbreitet.  Von daher macht mich diese Vorgehensweise an.  Nur wäre ich nie damit zufrieden nur so an die 15-20 hängende Klamotten und nur 12 zusammengefaltete Sachen zur Verfügung zu haben (das schliesst Unterwäsche nicht mit ein, die hat sie nicht mit fotographiert).  Das fand ich so richtig gut: alles was sie besitzt das passt und steht ihr.  Es ist ganz bestimmt etwas das ihr gefällt (sonst hätte sie nicht ausgerechnet diese bestimmte Klamotte wenn sie doch schon so wenig hat), oder das sie sogar sehr liebt.  Nichts hat Löcher oder peinliche Flecken, sonst wäre es aussortiert: da braucht man sich keine Gedanken machen was machen tragen kann: alles ist in Ordnung und man kann sich schnell eine Klamotte grabschen ohne lange kucken zu müssen.


Das ist eigentlich kein Luxus sondern etwas das einem sehr gut tut: keine Zeit mit langweiligem Kucken und Prüfen und Überlegen verbringen zu müssen.  Da kann man sich per Farbe aussuchen nach was einem grad ist, und bei so wenig Sachen weiss man auch genau was man hat und wie es kombinierbar ist.

Die Autorin trägt alles im ‘Layer-look‘, wie heisst das noch auf deutsch?  Zwiebel-look ist es ja wohl nicht, oder?  Wenn man ein paar Lagen mehr trägt wenn es kalt ist, und etwas ausziehen kann wenn es einem zu warm wird.  Dieses.
 

Was mit dieser Verfahrensweise auch recht gut klappen müsste ist dass sich so langsam über Zeit weg zeigt was an Klamotten einem steht, gefällt und gut tut.  Wenn man Sachen nicht besonders oft trägt dann weiss man oft nicht dass es gar nicht mehr das richtige für einen ist.  Wenn ein Kleidungsstück eins von recht wenigen ist, dann muss es sich seinen Platz verdienen und auch wirklich was taugen. Das macht mich wirklich an dabei.


Was mir nicht so gut gefallen hat, und warum ich denke dass eine minimalistische Garderobe nichts für ist: mir wurde beim Anblick richtig bange zumute: wo sind denn die ganzen Farben? Die Frau hatte nur so drei: ein Hemd war wunderbar hellblau, etwas anderes hatte diese golden grüne Farbe, also schön satt, und alles andere war “Farbe“ neutral – also weiss, grau, bräunlich, beige, dunkel und schwarz.  Sonst hatte sie keine tatsächlichen Farben. Kein violett, blau, rot, rosa, gelb, orange oder andere Grüns. Das wäre mir zu beschränkt, zu einengend.  Wenn mir nach einer anderen Farbe zumute ist dann möchte ich gern nach dem T-Shirt in dieser Farbe greifen.  Schön wäre natürlich wenn ich etwas anderes als ein T-Shirt in farbigen Farben hätte.  Leider sind die meisten meiner Klamotten schwarz.  Auch sehr langweilig.


Das möchte ich ändern.  Ich will mehr Farbe in meinen tragbaren Klamotten, und ich will weniger haben: keine überwältigende Masse an Zeugs das mir über den Kopf gewachsen ist und einfach nur noch Wust darstellt, eine beschwerende Last.

In der Hinsicht war der Blog Post wirklich sehr interessant: es gibt mir ein paar Ideen auf was ich Acht geben kann wenn es darum geht Kleidung auszusortieren bei denen ich mir im Zweifel bin ob ich sie noch will.

Wollen schon, aber brauchen?

Thursday, 6 March 2014

Oh kuckt mal: Getty Images!

Oh, kuckt mal: man darf nun Getty Images umsonst in Blogs und bei Social Media benützen, wie das hier:


Es gibt bei Getty Images Bilder die das "Embed" Symbol tragen, das schaut so aus: </> und über das kann man dann eben wie hier wunderschöne Bilder zeigen die dann auch den Names des Fotographen tragen und die Möglichkeit dass man durchklicken kann um das Foto von Getty Images zu kaufen.

Super.

Das ist prima.

Was mir noch gut gefallen würde wäre wenn man die Bilder dann auch etwas kleiner zeigen könnte.  Aber nu ja, ich will nicht meckern.  Besonders gross ist dann eben besonders schön.

Hurra.

Wednesday, 5 February 2014

Login

Ich mache diese Sache, dieses Ding das mir gefällt - und auch sehr gut tut.

Ich hatte schon lange vor mir in Sachen Handarbeiten ein aufhängbares Werk zu sticken das ein Motto darstellt. Okay, ich könnte das auch aufschreiben und als Poster aufhängen (hab ich auch schon gemacht) aber als Stickbild finde ich es schöner.


Es dauert nur ganz schön lange bis man so was fertig hat (wenn ich schon angefangen hätte, dann würde das eine absehbare Zeit brauchen, aber so...) und will ich dann genau dieses Motto auch noch?  Und für wie lange?  Und irgendwann will ich dann lieber wieder ein anderes...

Ich hab die moderne Methode für mich entdeckt mit der man das wunderbar praktisch einrichten kann und auch so oft ändern wie man möchte: nicht aufschreiben und aufhängen - sondern als Login Password im Computer benützen.




Eine Phrase die mir Spass macht, die mich anmacht, die mir gut tut: wenn ich das jeden Tag eintippe, dann bleibt die Absicht hinter dieser Phrase auch viel mehr hängen in meinem Unterbewusstsein.  Das nützt dann sogar noch mehr als wenn ich den Spruch an die Wand hänge.

Ich hab auch das Gefühlt dass so ein Motto, mit dem ich mich tagtäglich umgebe und beschäftigte, Einfluss auf mein Leben hat.  Es richtet mein Augenmerk immer wieder auf das wie ich denken will (positiv!) und welche Haltung ich haben will (konstruktiv) und was ich will (schönes) - das kann ganz schön Nachhall haben.

Es fühlt sich an wie gutes Feng Shui.

Ach, die kleinen Vergnügen im Leben!


PS: Ich benütze natürlich keine dieser beiden Phrasen (oder Varianten davon) im wirklichen Leben, das ist hoffentlich ohne Frage klar. Das wäre a wengerle bescheuert von mir.

Thursday, 30 January 2014

When you can, you teach

Gestern abend habe ich sowas wie einen Kursabend geführt - im Rahmen meiner Nähgruppe.  Ich habe eine bestimmte Methode ein Nähmuster abzuändern zum besseren Passen vorgestellt.


Ich hatte Notizen vorbereitet und eine Schablone ausgeteilt damit jeder mitarbeiten konnte um die Methode zu lernen.  Da ging es um Linien einzeichnen, schneiden, Stücke arrangieren und dann wieder festkleben.  Ich glaube die Übung hat die Methode recht gut rübergebracht.

Ich hatte schon mal ein paar Leuten von der Gruppe gezeigt wie es geht aber nicht als Kursabend bei dem die Teilnehmer sich das praktisch erarbeiten.  Ich hab den Leuten wirklich was beigebracht, und nicht nur mal eben gezeigt.

Ich war recht nervös davor.  Ich wusste zwar dass ich meine Sache verstehe und dachte auch das ich das vermittlen kann, aber man weiss nie wie es läuft und ob man auch wirklich das sagt und rüber bringen kann das man ausdrücken will.

Es lief denke ich wirklich ganz gut.  Weil wir doch einige Leute waren, 14 insgesamt, musste ich dasselbe zwei Mal sagen damit beide Hälften der Gruppe das auch hören konnte, - einmal nach links gerichtet, und einmal nach rechts.  Das war ulkig.  Wir hatten einen Punkt bei dem meine Erklärung vom nächsten Schritt nicht gleich verstanden wurde - manche hatten dann anderen gesagt um was es geht, aber leider falsch.  An dem Punkt sind wir also etwas stecken geblieben.

Weil es wichtig war dieses Element richtig hinzukriegen bin ich dann aufgestanden und habe mir das Papier an dem jeder arbeitete angeschaut um sicher zu gehen dass auch alle das richtige vor sich liegen hatten.  Das hätte sonst nicht funktioniert.

Aber bis auf den Knackpunkt lief alles wirklich ganz gut.  Die Leuten schienen gut mitarbeiten zu können und es auch verstanden zu haben.  Die Kommentare danach waren recht positiv und ich denke dass es den meisten etwas gebracht hat.

Der Nachweis dafür wird darin liegen ob die Teilnehmer die Methode dann auch für sich anwenden können in Zukunft. Wenn sie es versuchen dann sollte das auch gut klappen: wenn man selber etwas ausprobiert kann man es sich immer besser merken als wenn nur jemand zeigt was man machen soll.

Aber so wie wir das gemacht haben, da konnte jeder praktisch arbeiten und die geschnittene Schablone (das sollte das Nähmuster darstellen) und auch die Notizen mitnehmen.  Die sollten es auch den Gruppenmitgliedern ermöglichen sich das nochmal zuhause zu erarbeiten wenn sie das dann bei eigenen Nähprojekten anwenden wollen.

Es wäre wirklich schön ein paar Sachen zu sehen bei denen diese Methode ein besseres Passen des Kleidungstücks ermöglicht hat.

Es hat so viel Spass gemacht dass ich am überlegen bin was ich als nächstes vermittlen kann!  Da eröffnet sich für was an Möglichkeiten, es wird spannend zu sehen ob ich wieder etwas mache, und was es sein wird.

Ich bin gespannt.

PS Ich werde noch irgendwas an Foto finden.

Die Überschrift soll auf einen ganz blöden Spruch zielen: "Those who can't, teach" - 'diejenigen die sonst nix können, die werden Lehrer'. Dämlich, was?  Ich meine meine Überschrift als: 'Wenn du was kannst, dann gieb es weiter' - viel besser, nicht?

Friday, 24 January 2014

Wirklich 'handy'

Da gibt es eine Sache die mich sehr happy macht.  

Das Internet. Und mein Telefon.
Beides aus sehr ähnlichen Gründen.


 


Durch das Internet kann ich mir Information ranholen die irgendwo draussen in der weiten Welt sind – solang meine Finger über eine funktionierende Tastatur tanzen können (und ich mich nicht zu sehr verhaue) and mein Bildschirm mir die Seiten zeigt die da laden... das Ganze liefert mir eine Unmenge an Info direkt in meine Zimmer.  Informationen am Ende meiner Fingerspitzen. Nu ja, eher eine nicht unweite Distanz vor meiner Nasenspitze aber ich will mal nicht zu penibel sein (ausnahmsweise).

Über meine Telefon krieg auch einiges an Infos.  Meinen geliebten Twitterfeed, das Internet auch (wenn das auch so eine mühsame Quälerei ist bis die Seite mal steht. Finden muss man sie ja auch noch). Ich kann Emails empfangen, tippen und verschicken; ich kann Textnachrichten austauschen; ich kann das Ding SOGAR!, nee echt, ich staune: zum telefonieren benützen.  Mach ich allerdings nicht sehr oft.  Das wär ja zu logisch.

Da gibt es einige Apps die man runterladen kann (ich komme an Businfo dran wenn die Ubahn streikt, ich finde das nächste Klo, ich kann Ladenöffnungszeiten nachschauen bevor ich mich wieder auf die Hufe schwinge, z.B. in einem Cafe in dem ich grad Zuflucht genommen habe) – das mach ich aber nicht sehr oft weil ich die oft nicht wieder los werde wenn ich sie doch nicht brauche. Ist dann auch nur Gerümpel das im Weg rumhängt. Nee.

Ein Smartphone ist auf eine Weise noch besser als das Internet zuhause weil man es mit sich rumträgt und diese Sachen machen kann ohne dass man an einen festen Ort gebunden ist. Sehr praktisch.

Heute hab ich herausgefunden wie man Kontakte im Telefonbuch löscht (okay, okay, ich hab das Ding schon fast ein Jahr, aber Eile mit Weile, ja?  Wie schon mal gesagt: besser spät als nie).  Wie man das mit Texts macht hatte ich schon mal gewusst und hatte heute Gelegenheit das wieder zu entdecken. Hurra.


 
Aber was mir mit meinem Telefon besondere Freude gemacht hat, und es immer noch tut, ist folgendes. Da muss ich nur eben ein janz kleenes bisscken ausholen. Okay?

Also.  Ich mag Winter nicht besonders gerne.  Die Kälte ist nicht so doll, Regen und schlechtes Wetter verhageln einem die Laune, aber das Schimmste ist die Dunkelheit: wenn es im Dezember schon vor 4 Uhr nachmittags dunkel wird und man morgens noch ewig lange Kunstlicht braucht – das macht mir echt was aus. Was noch mehr nervt ist wenn man morgens im Dunkeln arbeiten geht und dann im Dunkeln wieder heimgeht.  Das fühlt sich so vermaledeit trostlos an.

Wissen fühlt sich an wie Macht.  Vielleicht eher wie Kontrolle?  Auf jeden Fall weiss ich gern wann die Sonne auf- und untergeht.  Wenn ich weiss dass es am 7. Februar um 7.30 hell wird, und dann ist es hell bis um 5 Uhr, da kann ich mich drauf einstellen und am Tageslicht freuen.  Die Webseite mit der Info hab ich schon lange als Lesezeichen angelegt.  Und durchklicken um nachzukucken, das tue ich auch immer wieder.

Wär‘s aber nicht prima wenn ich das auch unterwegs machen kann wenn mir die Dunkelheit mal wieder total auf den Senkel geht?   Zum aufmuntern?  Also hab ich nach einer App gekuckt die mir eine ähnliche Liste gibt wie die Webseite zuhause.  Hab aber keine gefunden.

Hmph.

Dann fiel mir ein dass ein Sonnenaufgangs und –untergangs App auch nicht so super handlich ist: man muss sich reinwählen, warten bis es läd, dann vermutlich das Datum eingeben das man wissen will, warten bis das wieder läd... usw, usf.  Auch nicht berauschend.

Aber ich kann was anderes machen. Ha-hah!  Zuhaus hab ich eine Liste an diesen Daten & Zeiten die ich wissen will. Und die Liste ist auch nur eine Grafik.  Also nix wirklich aufwendiges.  Und genau das will ich unterwegs nachkucken können.

Warum lade ich das nicht einfach, als Grafik, als Foto, auf mein Telefon?  Ist doch total einfach.  Sehr simpel zu benützen: Telefon anmachen, auf den Ordner tippen, Grafik finden, Zeit nachkucken.  Gemacht.  Ohne langes rumhängen.

Dieses hier:



Ist doch genial, oder?

Ist ein bisserl dämlich dass mir das nicht schon vorher eingefallen ist.  Aber wie das Motto so schön sagt: besser später draufkommen als gar nicht einfallen.  Ist ja sowas von wahr.

Und nu weiss ich immer wann es wieder hell wird.  Was mir eine Mordsfreude bereitet.  Ich kann mir nicht helfen: wenn’s schon dunkel werden muss, dann weiss ich gerne wann.

Wie erwähnt gibt mir das ein Gefühl an Kontrolle.  Selbst wenn die illusorisch ist.  Einstellen kann ich mich drauf statt mich davon unangenehm überraschen lassen zu müssen.

Heiderl-jö!  Oder auf Englisch: yuppidoo.

Wie ich mein Telefon zu einer weiteren sehr praktischen Sache benütze, das heb ich mir für einen anderen Blogbeitrag auf.  Ich muss ja auch nicht gleich alles auf einmal erzählen nur weil es mir einfällt.

Der Titel hier soll übrigens ein Wortspiel sein: das Wort ‘handy‘ hat auf englisch wirklich absolut, total und überhaupt nix (aber schon ganz und gar NICHTS) mit einem Telefon zu tun.  Eventuell noch mit einer Hand, aber damit hört’s dann schon auf. Telefon oder Mobiltelefon?  Was hat ‘handy‘ damit zu tun?  Absolut nada. Bupkes (oder ich  seh ich grad, besser ist: gornischt).

Auf deutsch übersetzt sich das Adjektiv ‘handy‘ mit praktisch, handlich, nützlich, von Nutzen, dienlich, passend, geschickt, griffig, parat, zur Hand...  Und ein Telefon ist das zwar, aber so heissen tut’s auf englisch nicht.  Und mit dem Wortspiel komme ich mir vermutlich ein paar Grad witziger vor als ich es tatsächlichbin. Ähem.  Nuja...

Das Foto hab ich inzwischen auch in den Beitrag geladen.  Und die Links zum Wörterbuch und zu diesen Sonnenaufgangszeiten usw sind auch da: in dem Bereich für "Weiteres".  Hier rechts in der Spalte unter meinem Profil, da müssten die stehen.

Die kleinen Freuden im Leben!