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Sunday, 9 September 2018

Weiter geht's

Schön ausbreiten ist immer gut

Hier ist noch ein Beitrag den ich vorbereitet hatte, und wohl aufgehoben hatte:


Ich hab weiteren Papierkram gefunden.  Ich hatte schon einen Karton voll und nochmal eine Handvoll sortiert, am grossen Esstisch an dem es wunderbar ging, - und mir war doch so als wäre da noch einiges mehr!

Das hat mich recht genervt dass ich das weitere Zeug erstens nicht finden konnte, und dass ich die olle Chose zweitens auch noch an mehreren Orten rumstehen hatte. Dieses Verstreute ist dermassen gemein. Grrrh.

Diese Papiere fanden sich dann in Kartons die ich unter Aufbewahrungsbehälter gestellt hatte.  Sie hatten wohl den 'Zweck' (ja ja, als ob!) als Fundament für die anderen Dinger zu fungieren, damit die nicht auf dem Boden standen. Das ist noch mehr total grrrrh!!

Immerhin hab ich sie nun rausgezogen.  In dem Karton ist auch noch alles mögliche drin an Papieren für mein Geschichtsforschungsprojekt, also Sachen die ich brauche.

Und ich hab Steuerbelege und Lohnzettel gefunden die ich glatt grade brauche!  So weit war ich noch gar nicht nach denen suchen zu wollen.  Sehr angenehm sie zu finden bevor es unangenehm wurde. Ich war total hin und weg von dieser wunderbaren Überraschung! Manchmal läuft was wie flüssiger Honig...

Den Ehrgeiz ALLES an Papierkram sortieren zu wollen, den hatte ich denk ich mal noch nie.  Das kam mir immer zu ehrgeizig vor, als ob ich es nie schaffen würde.


Und nun habe ich es geschafft!

Ich muss sagen das ist ein wunderbares Gefühl!  Ich bin voll begeistert. Es fühlt sich so leicht an, so befreit. Ich kann das in meinen Knochen spüren dass es ein irre gutes Erfolgserlebnis ist.  Das möchte ich gerne weiter so machen, vielleicht auch auf anderes anwenden.  Mal die ein oder andere Ecke meines Zimmers aufräumen um Harmonie herzustellen. Aber lieber nicht zu ergeizig sein, da ginge der Schuss in die andere Richtung los. Das weiss ich ohne Zweifel.

Ulkigerweise verursacht das 'allen Papierkram sortieren' auch ein anderes Gefühl: irgendwie fühlt sich das auch als Leere an und ich weiss schon dass ich das gar nicht mag.  Das kann sehr gut der Grund sein warum ich solche Schwierigkeiten mit Aufräumen habe: es fühlt sich dann etwas ungemütlich an. Tschah, wirklich gute Erklärung, hmph.

Das 'alles sortiert' löst so ein Gefühl aus von: ist da wirklich nix mehr das rumliegt?  Hab ich nicht noch wo einen Platz an dem sich Papierzeugs verbirgt? Blöderweise ist das ein Gefühl das ein kleines bisschen beklemmend oder enttäuschend ist: als ob da kein "Schatz" an Papieren mehr ist den man "entdecken" kann.

So ein Blödsinn! Ich hab meinen Papierschatz in Ordnern drin. Ordner die Themen haben, in denen ich sehr gut (und leicht!) meine Schätze wiederfinden kann!  Was hab ich da so ein blödes leeres Gefühl wenn es doch gar nicht stimmt. Also echt, ich muss mich an eine neue Denkweise gewöhnen. Dieser olle Mechanismus nützt mir gar nichts, es ist nur nervig in so ein dämliches Verhaltensmuster zu fallen weil ich daran gewöhnt bin. Grrh.

Hier ist das schöne Fach in das ich alle Papiere lege die noch nicht sortiert sind.  Es sind nicht nur 'unangenehme' Sachen drin (bei denen ich mich überwinden muss sie zu erledigen), sondern auch schöne.  Wie z.B. etwas zur Inspiration, ein Strickmuster, ein Foto, eine Notiz mit Details von einer Freundin... also durchaus Sachen die ich gut gebrauchen kann, und die mir Freude mache wenn ich sie wieder in die Hand nehme.

Ich finde das ist eine gute Mischung.



Monday, 1 May 2017

So richtig schön ausbreiten...

Ich hatte einen Blogbetrag vorbereitet und noch nicht reingestellt, so was.  Hier ist er:


Also dieses Aufgeräumtsein hat doch echt was für sich: da ist doch glatt der Zimmerboden angenehm frei wenn ich mich mal wieder so richtig schön ausbreiten will!

Ich kann den Stoff für mein neuestes Nähprojekt auf dem Boden weit genug auslegen um die Box darauf abmessen zu können.



Ich möchte nämlich gerne, schon seit viiiiieeeelllll zu langer Zeit endlich den Karton auf dem mein Fernseher steht mit einer Stoffhülle versehen.  Ich hab im Moment einen Badestrand'schal' (wie heissen die Dinger denn? Ist das ein Sarong? Man wickelt es um sich rum wenn man einen Badeanzug anhat und am Strand etwas bedeckter sein will? Hm) - und ich hatte dann auch noch ein Stück Quiltstoff so irgendwie komisch drumrum genuschelt. Das hatte weder Hand noch Fuss.

Und ich hab doch so viel Stoff dass das eigentlich kein Problem sein sollte! Ä-hem, ja ja: "eigentlich"!  Das kennen wir doch. Pshaw!

Ich hab genug Platz in meinem jetzigen Zimmer dass ich mir auch einen richtigen TV Stand kaufen könnte, also so ein Schränkchen, aber ich hatte so eins schon mal und musste es bei einem Umzug loswerden und hab auch keine Videos mehr die da reingestellt werden könnten. Oder Sky Box oder sonst was. Es kann also auch gut einfach ein Karton sein.



Und diesen spezifischen Karton muss ich behalten weil er der Behälter für meinen Overlocker ist, die Nähmaschine mit der man schöne Säume macht. Den brauche ich.

Warum also nicht zwei Sachen vereinen so dass mir beides nützt?  Ich hab den Karton wenn der Overlocker mal wieder verstaut werden muss, und ich hab was auf das ich den Fernseher stellen kann ob der Overlocker nu drin ist oder auch nicht.  Ich werde mir einfach nur eine Hülle nähen die man über fünf der Seiten zieht, der Boden kann freibleiben.

Und ich brauche Stoff auf!!!  Ist das nicht absolut fantastisch?

Ich bin total begeistert von all diesen Elementen. Ist das gut.


Mein Kartonüberzug für den TV Stand der in seinem eigentlichen Leben der Karton für einen Overlocker ist.  Die weissen Styroporteile sind noch alle drin - der Überzug ist unten offen.  Ich glaube die ungesäumten Kanten hab ich einfach drunter gestopft.

So eine super Lösung gefällt mir total.

Ich könnte auch gut einen Behälter brauchen in dem ich Wollsachen vor Motten schützen kann, das wird eins meiner nächsten Projekte!

Sunday, 23 April 2017

Wofür?

Ich bin heute früh auf eine sehr gute Frage gekommen: wofür mache ich das eigentlich?  Was bringt es mir und was bekomme ich im Austausch?



Es geht mir wieder ums Aufräumen mit der Anmerkung dass ich es doch tatsächlich in den letzten zwei Monaten geschafft habe ALLE meiner Papiere zu sortieren, einzuscannen und abzulegen.  Ich bin sehr stolz auf mich!

Auf diese 'wozu' Frage bin ich über etwas anderes gekommen: das Abnehmen. Nicht relevant aber so lief mein Gedankengang eben.

Ich mache seit 90 Tagen (das sind doch glatt drei Monate, wow!) das Kalorienzählen.  Es funktioniert sehr gut*: ich hab nachhaltig drei Kilos abgenommen und mein App sagt mir dass es 4.5 waren.  Das passt gut: ein halbes Kilo hin oder her kann die Waage sein, und um ein Kilo oder so schwankt man ja oft, das geht rauf und runter wie ein Yoyo.  Aber als Trend hab ich auf jeden Fall drei Kilo abgenommen. Ich bin sehr glücklich darüber.

* Ein paar Tage geht es sehr gut, und dann ist wieder für ein paar Tage der Hund drin. Das ist so ein Auf und Ab! Aber im Moment läuft es okay.

Mir war so ein Mann vor'm inneren Auge der es nicht einsieht Salat zu essen weil es keine "Männersache" sei.  Also ein zweidimensionales Symbol und keine wirkliche Person.  Manchmal kann man Ideen an solchen Einbildungen ganz gut 'abmessen'. So zu sagen. Abwägen und einstufen.

Ich hatte herumsinniert was ich jemandem raten würde der gar nicht empfangsbereit ist bei dem Gedanken seine Essgewohnheiten langzeitig zu ändern und stocksauer reagiert dass er da auf lange Sicht weniger essen soll (oder Salat!).  Ich hab mir diesen Kerl dann so vorgestellt dass er einen Flunsch zieht und kriegerisch wissen will wofür es so was machen sollte.  Was kriegt er dabei heraus?  Was bringt es ihm?

Und das hat die Idee ausgelöst: was bekommen wir im Austausch dafür dass wir viel Arbeit in etwas stecken, uns viel Mühe geben, Zeit und Energie verwenden.  Da muss was dabei herauskommen weil sonst macht man nix mühevolles.  Asketen sind wir keine.

Wenn man sagen würde dass das Ergebnis beim Abnehmen das Abnehmen ist, also das 'funktionelle', dann erschliesst sich einem nicht um was es einem dabei geht.  Nur schnödes 'Abnehmen' wird einen nie motivieren.

Diese eigentlichen, tiefergehenden Ziele sind vermutlich von Mensch zu Mensch verschieden.

Sicher, ich kann nach dem Abnehmen leichter einem Bus hinter herrennen und ihn noch erwischen aber das wird mich nicht so doll motivieren wie zu wissen, zum Beispiel, dass dann meine selbergenähten Klamotten sicher besser über meine Kurven drapieren als wenn ich so gedrungen aussehe.  Es gibt mir mehr Selbstbewusstsein (was ich grad gut gebrauchen kann) und es gibt bestimmt noch andere Vorteile and die ich grad nicht denke.

Und beim Aufräumen eben finde ich Vorteile heraus die mir vorher gar nicht eingefallen sind.  Dass kein loses Papier mehr in irgendwelchen Kartons versteckt liegt, dass ich eine bessere Ahnung habe was wo ist, und was ich habe... das ist ein wunderbares Gefühl!

Ich fühle mich so als ob ich endlich das Saumzeug an das Zeugs lege und mit den Zügeln schnalzen kann, während vorher das Wirrwarr und die Unordnung die Zügel an mir angelegt hatte und mit der Peitsche knallte jedesmal wenn ich was brauchte und danach suchen musste.

Es fühlt sich leichter und befreiend an, ich kann jetzt besser atmen.

Und nun muss ich herausfinden 'wofür' ich das mache.  Das ist mir noch nicht alles eingefallen.

Ich möchte gerne das unordentlich Aussehen meines Zimmers gegen mehr Harmonie eintauschen. Ich will dass das Bild meines äusseren Bereichs mich nicht so verhuscht aussehen und fühlen lässt sondern mir stattdessen eine Erleichterung bringt.

Mit mehr Ordnung (und Harmonie) um mich herum hab ich mehr gedanklichen Platz und auch physischen Raum in dem ich meine Hobbies leichter und besser ausüben kann - ob das nun nähen, stricken und quilten ist, oder am Computer Blogposts zu tippen oder meine geschichtliche Forschung ausüben.  Grade für letztere ist es sehr wichtig zu wissen wo man Dokumente und anderes Ausgedrucktes hat. Sonst macht man es sich recht schwer.

Das was 'herumliegt' liegt da weil ich es doch glatt brauche, nicht ausversehen!  So kann ich leicher sehen was ich bald machen will oder muss.  Der Brief mit dem Arzttermin der hier immer noch lag hat heute endlich ausgelöst dass ich sah dass der Termin noch gar nicht im Kalender eingetragen war - ich dachte ich hätte schon.  Gut dass es erst am Dienstag ist!

Also hab ich bis jetzt drei Sachen entdeckt die ich gegen die Mühe des Aufräumens eintausche: Harmonie, Kontrolle und Übersicht.

Das sind wunderbare Sachen die ein prima Entgelt für meine Arbeit, Mühe und Zeit sind.

Ob es wohl auch eine direkte Auswirkung ist dass ich weiterhin Lust habe einen weiteren kleinen Bereich anzupacken?  Mein Auge fiel auf meine Nähschnittkollektion auf denen einiges draufliegt das ich da wirklich nicht dort lagert wollte...  Wer weiss was ich als nächstes anpacke und wann ich den Impuls dazu bekomme.  Aber ich hab jetzt eine viel bessere Idee warum ich das mache und was es mir nützt.

Ich hab das Gefühl dass das einen grossen Unterschied macht, und mir sehr viel bringt.  Ich bin gespannt was mir noch so einfällt das ich vom Aufräumen bekomme!

Hurra!

Wednesday, 14 December 2016

Mehr Harmonie: es klappt! Es klappt!

Hach, ist das toll: ich mache Winzlingsschrittchen die zu mehr Harmonie in meinem Lebensbereich führen. Ist das schön!


Weil Aufräumen so oft diese Riesenanstrengung ist, verleidet mir das es öfter zu machen. Ich muss dann wenn Besuch kommt, weil ich mich sonst schäme wie es bei mir aussieht.

Das wurde mir neulich wieder sehr bewusst als ein Mitbewohner mein Zimmer mit kritischem Blick betrachtete. Das hat sich gar nicht doll angefühlt, vor allem als ich mir vorgestellt hatte wie ich das selber mit den Augen eines anderen sehen würde (man ist sich selber gegenüber ja am kritischsten). Also nach Harmonie schaut es hier nicht wirklich aus.

Wie geht es sonst - wenn nicht als Kraftakt der Riesenaufräumerei?

Winzlingsschrittchen!

Und nu klappt es viel, viel besser!  Mir fällt immer wieder so eine Kleinigkeit auf die nicht dahin gehört wo sie gerade rumpflätzt und sich den Lenz des Lebens macht - sehr oft weiss ich sogar wo das stattt dessen hingehört und viel besser aufgehoben ist. Und wenn ich gar nicht weiss wohin mit dem störenden Teil: dann überlege ich mir wo ich es suchen würde wenn ich es das nächste Mal brauche - dann ist es oft sehr schnell klar wo es hin soll.

Ich kucke mich inzwischen auch immer wieder um um wahrzunehmen was mir sonst entgeht: was eben an kleinen Sachen rumliegt oder welche Ecken und Fleckchen vernachlässigt aussehen (es gibt noch einige davon, den Perfektionismus will ich mir abschminken - also gut so), und dann geh ich hin und trage es dahin weg wo es am Platz ist. Oder räum auch mal ein Fleckchen frei, wische, und verstau meine Besitztümmer wieder. Da kann auch mal was woanders hin. Hurra!

Dieses Übersehen war mir schon lange bewusst, aber wie lösen hatte sich mir nicht eröffnet. Deswegen ist es super prima und wunderbar aufbauend zu sehen dass mir diese Kleinigkeiten im Moment immer wieder auffallen.

Selbst wenn es nur ein Packen Tempos ist, oder ein paar Strickmarkierer - wenn ich es sehe und wahrnehme dann kann ich es an seinen Platz tragen. Und was da zum Teil mitten im Weg rumliegt ohne dass ich es sehe! Eiderdaus, es ist erstaunlich.

Ich hab gerade ein Knäul Wolle unterm Computermonitor 'gefunden' mit dem ich zuletzt gestrickt hatte. Das ist jetzt im selben Beutel mit der anderen Wolle für das selbe Projekt. Als ob man blind wäre?

Es ist das immer wieder anpacken das einen Unterschied macht. Was für eine Erleichterung das zu erleben! Das baut mich total auf. Ich hoffe das hält lange an. Ich will dem Perfektionismus vorbeugen, der ist ein Hindernis und wirkt damit genau in die falsche Richtung: hemmend.

Inzwischen schaut es schon viel besser aus bei mir - und es bleibt auch länger so als früher.  Die Ecken und Plätze die noch nicht salonfähig sind und die ich leicht übersehe, an die will ich mich peu a peu machen. Nur ja nicht wieder einen Kraftakt: nach denen ist viel zu lange Sendepause.

Ich hab auch Behälter von denen ich mir erhoffte dass in ihnen das Zeug gut aufgehoben ist, - aber die quellen oft über und haben sich so wie ich sie benütze noch nicht bewährt. Es ist halt auch ein Fleck an den ich näher hinkucken werde wenn er dran kommt: ich lege zu leicht Sachen obendrauf: auf den Tisch, oben auf den Drucker oder sonstwo ohne diesen Ramsch gleich wegräumen zu können: Wäsche, Bettwäsche, Papiere, Broschüren, "Abgestelltes"... ich weiss gar nicht was sich sonst noch so ansammelt.

Das kann ich noch nicht sein lassen, das passiert mir immer wieder. Da mache ich wohl einen Schritt und nicht den weiteren: die Sachen weiterbefördern bis sie am richtigen Platz sind. Mal sehen was da noch so dran ist.

Eine andere Sache die schon geholfen hat; ich hab einen schönen Beutel genäht für ein Paar Wildlederschuhe die ich nicht oft anziehe. Sie sind sehr hoch. Der hübsche Beutel schaut wie schmückende Innenausstattung aus, der kann bleiben. Die Idee will ich auf anderes auch anwenden.


Meine angefangenen Nähprojekte landen oft weiss der Teufel wo: unter dem Nähtisch, am Haken der Tür, neben einer Kommode, auf einer anderen Kommode und auch noch im Kleiderschrank. Ich möchte gerne einen schliessbaren Plastikbehälter (in denen grad meine Stoffe sind) dazu umfunktionieren in einem davon meine Nähprojekte aufzubewahren: an einem Ort (und die hängenden Sachen weiter rechts im Kleiderschrank. Also zwei Orte. Okay). Ich bin total scharf darauf soviel Stoffe wie nur möglich aufzubrauchen und hab das Gefühl dass ich mich von anderen trennen werden muss weil mir der ganze Haufen Stoff über den Kopf wächst. Und ich hab oft nicht genau den Art an Stoff (Dicke, Gewicht, Webart, Elastizität, Farbe, Muster usw) wie ich ihn brauche um ein neues Projet daraus zu nähen. Mist.

Ich hatte in den letzten zwei Wochen 3-4 Sachen genäht, darüber bin ich sehr happy.

PS: diese Schuhe die kleine Schritte symbolisieren sollen die hab ich seit letzter Woche nicht mehr: ich hatte das nagende Gefühl dass mit ihnen etwas nicht mehr stimmte und dass ich nur noch nicht entschieden hatte sie wegzuwerfen (warum? Häh?). Also bin ich kurz reingeschlüpft: ein Absatz hat sich an der Sohle gebogen hat und dann konnte ich sie kurzerhand in den Abfall befördert. Was für eine Erleichterung!

Thursday, 29 September 2016

Less is More

Ich muss mich immer wieder daran erinnern dass Weniger mehr ist als Mehr. Dass Weniger wesentlich besser ist als wahllos Mehr.

Vor allem beim schreiben: wenn ich mir die Mühe geben kann mir meine Worte so zu überlegen und so zu wählen dass ich meine Gedanken in weniger Worten ausdrücken kann, dann ist das gut für meine Leser und Zuhörer, und es ist auch besser für mich.

Es ist zwar Arbeit meine Worte zu reduzieren und meinen Wortschwall bearbeiten zu müssen, aber das dient auch dazu mir mehr klar zu werden um was es mir geht. Was mir an diesem Thema wichtig ist.

Ich komme mehr ins Reine wenn ich mich mit weniger Ausschmückungen ausdrücken konnte: ich erreiche mehr Klarheit, Erhellung und zum Teil auch mehr Gedankenanstösse die mich auf Neues oder in eine andere Richtung bringen.

In meiner Umgebung ist weniger ja auch so sehr viel mehr: wenn ich in Harmonie leben kann weil es aufgeräumt und ausgewogen aussieht, dann tut mir das so sehr gut.

Ich möchte auch gerne meine Art in Gedankenschwälle auszubrechen bearbeiten damit mein Hirn sich auch mehr aufgeräumt und damit ausgewogen anfühlt: wie im Äusseren so auch im Inneren.

Ich sollte mir das als Schild malen und es an die Wand hängen:

Less is More.


~ ~ ~

Carpe diem.

Wednesday, 1 June 2016

Harmonie tut mir gut

Was ich gelernt habe: ich bin nicht perfekt, und ich will auch nicht perfekt sein! (‘perfekt sein' ist mir ein Gräuel)
 
So bin ich an den Gedanken gekommen:
 
Ich schätze es sehr wenn die Harmonie um mich herum herscht und sich alles so schön ausgewogen anfühlt: ein aufgeräumter Lebensraum der unbelastet von Chaos des herumliegenden Gruschtes ist. Das ist ein schönes Leben!
 
Ich hab dieses Problem mit Sachen die liegen bleiben und das Problem ist dass das Zeug dann auch ewig liegen bleibt.  Als ob es angewurzelt ist an welchem Ort es auch immer mal zu liegen kam!  Furchtbar.  Ich wälze Sachen manchmal um, oft schiebe ich sie auch nur von einem Fleckchen zu anderen, oder ich beuge um.
 
Also eigentlich stecke ich ganz schön was an Arbeit rein um das Zeug rumliegen zu haben!
 
Was ist der Unterschied zwischen rumliegen und mir ein Grauen sein, und aufgeräumt zu sein und mir damit gut tun?
 
Wenn Sachen an ihrem richtigen Platz sind, dann sind sie aufgeräumt – sie fühlen sich harmonisch an.  Ich muss mir überlegen welcher Platz für eine Sache der richtige Platz ist, ohne geht das nicht.  Das ist der erste Schritt.  Gleiches zu gleichem fühlt sich auch sehr gut an: dann finde ich das Zeug auch leichter wieder und damit fällt auch ganz schön was an Last von mir ab.
 
Das ‘aufräumen‘ scheitert oft daran dass es sich nach so einem Kraftakt anfühlt.  Dass man sich so verausgaben muss.  Aber die Sache ist die: wenn ich ein bisschen was auf einmal anpacke dann geht das viel leichter.  Dann fühlt es sich nicht nach brutal viel Arbeit an. 
 
Ich hatte am Samstag eine Freundin zu einer Nähsession eingeladen, - ich wollte mich nicht schämen, und auch den vorhandenden Raum gut nützen können. Es hat auch gut mit dem Aufräumen geklappt: ich hatte nicht alles bis zum letzten Drücker liegen gelassen sondern frühzeitig angefangen Sachen an ihren rechten Platz zu legen.  Das hat gut getan.
 
Wir haben zusammen genäht, abgemessen, den Schnitt abgeändert und Fotos aufgenommen.  Da hat es sich dann doch etwas gerächt dass ich das letzte Zeug doch nur in eine Ecke gestopft hatte: die Ecke hat es verhindert dass ich leicht die Schubladen meiner Nähkommode aufmachen konnte. Upps. Das merke ich mir fürs nächste Mal.
 
Es hat sich gut angefühlt dass wir uns in dem Zimmer rühren konnten. Die Nähmaschine, der Spiegel und das Bügelbrett waren alle gut zugänglich.  Da kann ich mir verzeihen dass es die Nähkommode nicht war. Drei Sachen von vieren ist schon ganz schön gut!
 
Nun ist die Nähsession vorbei und das Zimmer ist noch (relativ) gut aufgeräumt.  Ich möchte es so gerne auch so halten!  Dass es weiterhin harmonisch ist und ich nicht in Chaos untergehe.
 
Aber der Mensch ist ein Gewohnheitstier und natürlich hab ich gleich wieder angefangen Sachen rauszuziehen die dann fast alle wieder liegen geblieben sind.  Manche weil ich sie nicht richtig aufgeräumt hatte und etwas brauchte und dann wieder nicht wusste wohin damit (aha, Schritt 1: ich muss mich entscheiden: wo ist der richtige Platz!?) und anderes weil ich es nicht gleich wieder weg tun wollte.
 
Ich hab Bücher mit Strickmustern, Wolle, Nadeln und andere Strickangaben rausgezogen.  Ich konnte mich nicht recht entscheiden welches Garn ich in welchem Muster stricken wollte.  Dass die Sachen erstmal offen rumlagen hat mir für kurze Zeit auch gut getan: ich konnte alles anschauen was mich angemacht hat – es war alles schön in meienm Blickfeld damit ich mich entscheiden konnte.
 
Leider passiert dann dieses Dings – ich merke nicht wann der Zeitpunkt ist wenn das Zeug rumliegt obwohl ich es nicht mehr im Blickfeld gebrauchen kann.  Es ist mir wohl auch nicht klar wann ich mich etwas anderem zugewendet habe und aufgehört habe diese Sache zu machen.  Das fällt mir erst nach einer ganzen Weile auf.
 
Und ich muss ja auch nicht von mir verlangen dass ich alles aufräume sobald die Minute da ist in der ich Zeugs nicht mehr brauche!  Es reicht doch auch wenn mein Blick auf etwas fällt und mir einfällt dass ich das nicht rumliegen haben brauche.
 
Und dann räume ich ein oder zwei Sachen auf einmal auf.  Es muss wirklich nicht gleich alles in einem Schwung sein!  Das ist zuviel Kraftakt.
 
Und dann gibt’s noch eine Überlegung auf die ich mit meinem Strickzeugs dem rausgezogenen gekommen bin: wenn ich sofort aufräume sobald mir auffällt dass was da liegt – bis alles wieder wie in einem Showhaus in der Ausstellung aussieht – da würde ich mich auch nicht wohlfühlen.  Es muss okay sein wenn ein bisschen was rumliegt, das lässt den Raum dann wohnlich aussehen.  Wenn alles weggesperrt ist dann ist das auch nicht doll.
 
Aber den Anspruch zu haben dass immer gleich wieder alles weggekommt, und dass es dann der Riesenaufwand an Kraft ist: nein, das ist mir zu blöd. Perfekt bin ich nun mal nicht, und ich will es auch gar nicht sein!
 
Das wäre ja gräuslich.
 
 
Fazit:
 
  1. Mich für den richtigen Platz für etwas entscheiden
  2. Immer wieder mal gescheit hinschauen um zu sehen was Chaos ist und weg kann (und was schön wohnlich aussieht)
  3. ...und dann nur ein paar Sachen auf einmal aufräumen.  Ich kann sowas auch auf mehrere Male anpacken, so geht es auch!
     
  4. Und freuen!  Dass es so schön aussieht und ich mich wohlfühle!

Thursday, 24 March 2016

Harmonie ist schöner!


Na so was, diesen Post hier wollte ich schon vor den vier oder so vorigen reinstellen und hab es wohl nicht als beendet betrachet, oder so? Keine Ahnung. Mit Verspätung aber trotzdem:


Diese Woche hatte ich mit einer Freundin gesprochen die ich sehr darüber bewundere dass sie zu einer Therapeutin gegangen ist um einiges durchzusprechen.
Sie hat mir nicht viel darüber gesagt was so im argen lag bei ihr aber sie erzählte einer dritten Freundin was auslöste dass sie hin ging: sie fühlt sich von einigem in ihrem Leben überwältigt und vielleicht auch etwas bedrängt.

Sie hat dann die Therapeutin nicht als solche, in dieser Rolle eben, gesehen sondern nannte sie immer 'die Frau mit der sie Zeugs besprechen geht'. Das hat ihr glaube ich gut getan, dass es sich auch nicht so bierernst angefühlt hat.
Daraus hat sich dann am Ende herausgeschält dass meine Bekannte gerne Hilfe damit hätte dass sie so sehr viel zuhause ansammelt und es nicht den Kram und Gruscht wieder loszuwerden.

Die Therapeutin hat ihr dann Gruppen empfohlen und nun geht sie zu einer dieser Gesprächsrunden. Es war sehr interessant mit ihr darüber zu reden was da bei vielen los ist dass sie zum "Messi" werden. Es sind oft Krisen die das auslösen, es geht um emotionelles das in einem angesprochen ist und das man nicht leicht von alleine lösen kann. Oft ist das Festhalten an diesem ganzen Kram ein Versuch Kontrolle zu behalten oder zu erlangen (und darin liegt die Ironie: genau die Kontrolle verliert man wenn man zuviel Zeug um noch den Überblick zu behalten. Ertrinken in Gerümpel hat nun absolut nichts mehr mit Kontrolle zu tun). Manchmal sind es Erinnerungen an glückliche und gute Zeiten die man versucht festzuhalten... Da ist so einiges los.

Ich hab oft gefunden dass ich soviel Zeug herumstehen und liegen habe weil ich jeden freien Raum so sah dass da nun Platz ist um was reinzuquetschen. Und dann ist es ja auch kein Wunder dass ich nichts losgeworden bin, weil damit diese komische Sache freiwurde: leerer Platz!

Inzwischen finde ich dass leerer Platz einen sehr wichtigen Zweck hat: der Platz um ein Objekt herum hebt den Wert des Objekt weil wir es besser sehen können, dass es dort glänzen kann.
Das Widersinnige ist ja auch dass um so mehr man an Zeug loswird, um so mehr schätzt man die Sachen die übrig bleiben.

Und das schaut dann auch so schön harmonisch aus! Platz und weniger Sachen.



Der andere Grund warum ich über dieses Thema (schon) wieder reden wollte ist mein Stash, beides an Wolle und an Stoffen. 'Stash' is das schön kurze englische Wort für eine Anhäufung an Zeugs aus dem man schöpfen will wie einem Schatz, - und wenn es der übermässige Stash geworden ist, dann fühlt sich das schon nicht mehr als eine Sammlung an, aber dann zu einem Übermass an Sachen gewachsen ist mit dem man nicht mehr so wirklich zurecht kommt. Stash is allerdings einfach nur die Ansammlung selber, und das übermässig Angehäufte und dann der Stash der ins uferlose angewachsen ist.

So 'n Ding.

Ich habe Schwierigkeiten mit der Unzahl an Wolle und Stoffen die ich besitze. Ich dachte schon dass ich das alles mehr in Griff bekommen hätte (schön wär's), aber leider hab ich seither nochmal einige Behälter gefunden in der NOCH mehr von dem Zeug drin ist!
Ich glaube nicht dass ich das alles jemals aufbrauchen können werde, und noch trauriger ist dass ich es nicht vor mir selber verantworten kann mir etwas neues an Stoff oder Wolle kaufen, schnief! Ich mache das trotzdem und das Gefühl NOCH mehr in mein Zuhause zu stopfen ist gar nicht gut. Das fühlt sich sogar recht mies an.

Ich bin schon einiges losgeworden wenn mir bewusst wurde dass ich diesen Stoff oder dieses Garn nie verwenden werde weil er mir doch nicht gut genug gefällt, oder was ich sonst an Gründen finden konnte. Ich suche angestrengt nach guten Gründen! Das verspreche ich.
Ich hab immer noch viel zu viel.

Eine Methode zum viel verbrauchen ist einfach mit einem Stoff oder Garn loszulegen und draufzu zu machen. Da kann dann keine Organisationsversuche Verzögerungen einführen. Da tut sich schon mal was.



(Ich mache ein anderes Mal weiter, das wurde hier schon zu lange!)

Monday, 7 July 2014

Tausch

 

 
Es ist ja so befreiend wenn man olles Zeug los wird und mit etwas brauchbarem ersetzt!
 
Ich hab gestern meine alte Handtasche geleert und alles in eine neue gepackt.  Ich benütze nur eine (weil ich zu faul bin alles immer wieder umräumen zu müssen, bzw mir nicht sicher genug bin dass ich dann auch alles zur Hand hätte – ich hätte zu sehr Schiss dass etwas wichtiges zuhause bleibt: Geldbeutel, Ubahnfahrkarte, Hausschlüssel...).
 
Diese ‘neue‘ hab ich auch schon eine Weile, weil ich zwei gekauft hatte.  Dieses Umräumen ist einfach so nervig dass ich gerne mehr als ein Modell habe damit ich eine abgenützte Tasche deren ich mich schämen würde gegen eine austauschen kann die okay ist.  Und bei dem super guten Preis den diese Handtasche gekostet hatte, da wär es sträflich gewesen es bei nur einer Ausgabe zu lassen!  Deswegen ist die Handtasche auch nicht wirklich total neu, ich hatte sie nur noch nie benützt.
 
Mit Schuhen hab ich das auch schon gemacht.  Ich hab mir ein zweites Paar gekauft als ich merkte dass das erst wirklich gut passte und super aussah.  Nur hab ich dann leider beide Paare wechselmässig getragen, und die hatten sich dann auch zur selben Zeit abgetragen.  Das war nicht die ursprüngliche Idee: ich wollte das zweite Paar wenn ich das erste loswerden muss.
 
Mit anderen Schuhen später hat es dann nicht so gut geklappt: ich hab mir freudig ein zweites Paar zugelegt, und erst dann festgestellt dass die nicht so super zu tragen waren wie ich dachte. Erfahrungswert.
 
Auf was ich auch gekommen bin: manchmal ist es gar nicht so gut sich Sachen aufzuheben. Nicht nur auf Vorrat haben (wie Lebensmittel die dann prompt ablaufen) sondern zur Seite legen damit man sich weiter darauf freuen kann sie zu benützen.  Vermutlich um’s nicht so schnell ‘leer‘ zu machen.
 
Ich habe wunderschöne Papierservietten, zum Teil von wunderbaren Freunden und Familie geschenkt bekommen, ein oder zwei auch selbst gekauft. Bis ich drauf kam dass ich mich zwar jedes Mal freue wenn ich sie sehe, aber benützt hab ich sie nicht.  Weil ich sie nicht aufbrauchen wollte. Also so was verrücktes!  Wieviele von denen will ich denn haben, so zum nur Bewundern?  Vielleicht sollte ich sie in einem Setzkasten als Ausstellungstück an der Wand hängend zur Schau stellen?  Das meine ich ironisch.
 
Als mir das auffiel hab ich mir dann zwei Packs gegriffen und mit in die Arbeit genommen.  Ich leg oft eine auf das Sandwich das ich esse, oder über mein Telefon.  Das schaut auch so hübsch aus.  Da freu ich mich dann jeden Tag daran die Serviette zu sehen, und nicht nur die paar Male die ich sie sonst gefunden hatte.  Viel besser etwas zu benützen als eben nicht.  Und schöner vom rumliegen werden sie ja auch nicht.
 
Es ist eine wirklich gute Sache sich Sachen ins tägliche Leben zu holen an denen man sich freuen kann.  Das macht Spass, es hebt die Lebensgeister und regt auch noch an andere positive Sachen zu machen.
 
Alles immer wieder mal gegen etwas neues eintauschen!  Gerade dann wenn etwas altes am auseinanderfallen ist.


Saturday, 5 July 2014

Ein paar Fotos

 
Einfach ein paar Bilder von Sachen die mich anmachen.  Aus Lust und Laune, so als Sammelsurium, eben mal so.

Hier sind sie:


 

Dieses Art Muster oben an diesem Fenster finde ich wunderschön. Das spricht etwas tief in mir an.





Diese Farbe ist genial: echt rot.  Kein gelb, kein braun, nichts anderes drin als nur rot.  Wunderschön.  Das will ich als Stoff und mir dann eine Jacke oder Bluse draus nähen.  Ach, seufz!




Tihi, ich glaube nicht dass ich dieses Foto absichtlich aufgenommen habe (kann ich mich jedenfalls nicht mehr genau erinnern), aber witzig finden tue ich's!




Ich liebe Cafes, vor allem die mit Sesseln und dunklem Holz.  Das muss von einem früheren Leben kommen, wenn etwas dunkles Holz um mich herum ist dann fühle ich mich wohl und geborgen.




Super dass mein Sandwichladen so schöne Blumen hat.  Das hebt die Lebensgeister.  Eine doll satte Farbe.




Mehr Muster.  Ich glaube das war im Victoria und Albert Museum.  Dort nehme ich überhaupt einige Fotos auf.  Ich sollte auch Freunde dort in einer Weile treffen heute, also nix wie fertig machen damit ich rechtzeitig los kann.

Wie stellen sich Sachen in Fotos dar die euch gefallen?  Was macht euch an, was macht gute Laune?





Wednesday, 21 May 2014

Sockenschublade

(Die hier meine ich nicht*)

Heute früh hat mich der Rappel gepackt und ich hab meine gesamte Sockenschublade geleert (na, ich will nicht übertreiben: ich hab die meisten Socken rausgenommen aber da hat’s noch welche die sich in die Ecken geklemmt haben).

Ich konnte kein Paar auf Anhieb finden das zusammen gehört.  So was absolut nerviges.  Ich geb mir immer wieder Mühe die Teile zusammen zu bündeln und schön aufgereiht in dieser Schublade aufzubewahren.  Das klappt nur nicht immer und zuletzt müssen sie tierisch durcheinander gekommen sein.  Ich kann mich auch nicht mehr erinnern warum.  Vermutlich hab ich schnell aufräumen wollen – andererseits trockne ich die Paare zusammen wenn sie aus der Maschine kommen und deswegen verstehe ich noch weniger warum die so zusammen gewurschelt sein konnten.

Es ist verblüffend.  Als ob man sich selber ein Bein stellt.

Warum ich das so bemerkesnwert finde und beschreibe:  ich hab dieses Rumgehunze mit diesen ollen alten Socken und dem Tohuwabohu ja so was von satt!  Ich will einfach nicht mehr diesen webgeschobenen Ort haben an dem die Socken hingehen um ignoriert zu werden.  In die abseitigen Windungen des Gedächtnisses verbannt zu werden.

Ich hab es satt: diese dämlichen ollen Dinger müssen weg!

Ich hatte heute früh nicht genug Zeit.  Aber mein Plan ist heute abend mit Genugtuung alle mich beleidigenden Socken wegzuschmeissen.

Ich bin schon immer wieder welche losgeworden die nicht mehr gut genug waren: unstopfbare Löcher, verblichen, verfilzt, nicht mehr in Form, was auch immer: die sind schon weg.

Was ich aber immer noch aufgehoben hatte (und was mich auch so tierisch grantig gemacht hatte heute morgen) das waren die ganzen einzelnen Socken die ich heute rausgefischt hatte und von denen ich wusste dass ich deren anderen noch nicht wieder gefunden hatte.  Die hat bestimmt die Waschmaschine gegessen! Wo die sonst hingekommen sein könnten, ist mir ein absolutes Rätsel.

Ich hab mir sogar was drauf eingebildet (machen wir das nicht zu oft?) dass ich diese einzelnen aufhebe: es gibt kein besseres Gefühl als wenn man zwei “einzelne“ Socken miteinander vereinen kann.  So ein dolles Gefühl aber auch!

Nur ist mir dabei nicht eingefallen dass ich das vereinte Paar  vielleicht gar nicht mehr tragen will?  Ich meine: wie schauen die denn aus?  Sie sind ewig alt und wo sich der zweite auch immer versteckt, der wurde da auch nicht schöner.

Ich brauche es nicht zu erwarten dass ich irgendwann mal wenigstens ein Paar vereinen kann.  Ich kann es nicht gebrauchen alle einzelnen die gesamte Zeit mit mir rumzuschleppen bis ich dann mal irdendwann einen Socken finde.  Das ist doch total dämlich.

Was ich heute abend machen werde ist alle einzelnen Socken wegzuwerfen: und zwar ALLE ohne Ausnahme.  Total alle.  Und einige von den Paaren auch: ich werde mir die besten Paare aufheben, vor allem diejenigen die ich erst vor kurzem gekauft hatte.  Dann lege ich mir einen Packen oder zwei an mehreren Socken zu – und damit hat sich die Sache.

Dann sind sie alle schön neu, wunderbar gebrauchbar, und vor allem zusammen: kein Rumsuchen mehr das nur in Frustration und Ärger über mich selber auswächst.

Eine gesamte Kommodenschublade die total aufgeräumt ist und NUR neue Sachen drin hat: das fühlt sich wie absoluter Luxus an und das zum Preis von ein paar Multipacks an neuen Socken!  Also das leiste ich mir!  Da tue ich mir was gutes.

Warum bin ich auf so was nicht schon früher gekommen?  Warum geb ich mich so oft mit etwas zufrienden das nervt, nicht mehr schön ist und einfach nicht mehr passt?

Verblüffend.

Ich hasse in alten Gewohnheiten zu versinken und mir dessen zu wenig bewusst zu sein.  Das ist auch die Absicht dieses Blogs: aufmerksamer zu sein und mir bewusst zu werden damit ich ein paar Sachen lösen kann. Mein Lebensumfeld zu verbessern indem ich ein bisschen drüber nachdenke was da so alles unbemerkt abläuft.  Bissel mehr Aufmerksamkeit drauf geben mir was gutes zu tun.

Hurra!

Ich kann’s nicht erwarten nachhause zu kommen und die ollen Dinger loszuwerden.

So, und nu recherchiere ich was die Multipacksocken kosten!

Hollereiderljö...
 
 
*: Und die Socken die ich meine sind alle gekauften, nicht meine selbergemachten - die will ich nicht wegschmeissen.  Von denen hab ich auch alle Paare zusammen und die sind nicht in derselben Schublade.  Das dumme ist nur das ich diese Woche eine Motte in deren Nähe gesehen habe.  Wenn die meine schönen Socken gefressen haben, dann bin ich aber sauer!  (Ich hab noch nicht gekuckt, ich hab zu sehr Schiss davor was ich finden werde)

Friday, 25 April 2014

Minimalistische Garderobe?



Äh, nö, nicht für mich danke.

Vor kurzem habe ich diesen Blog Post gelesen von einer jungen Frau die ihre Klamottenanzahl äusserst gering hält, - eine wirklich sehr minimalistische Garderobe.  Sie hatte geschrieben wie sie es macht ihre Anziehsachen auf nur so sehr wenige Exemplare zu beschränken.  Es war wirklich faszinierened.


Sie schaut ihre Kleidung gegen Ende einer Jahreszeit durch: sie holt alles aus ihrem Schrank heraus (das ist nicht so schwierig, sie hat wirklich wenig Sachen) und prüft dann jedes einzelne Stück ob das auch wieder einen Platz im Schrank erhält, - oder nicht.


Wenn sie etwas für die gesamte Saison nicht getragen hat: weg damit. Wenn es etwas besonderes ist und sie es innerhalb des ganzen letzten Jahres nicht getragen hat: auch weg. Wenn es ein Erbstück ist das nicht weg kann: gut verpacken und im Dachboden verstauen (ich hab aber das Gefühl dass sie da auch nicht viel hat).  Wenn ein Stück Löcher oder Flecken aufweisst die nicht mehr rausgehen: weg.  Wenn etwas kaputt ist das gerichtet werden kann: in den Korb zum flicken. Wenn etwas nicht mehr passt (ausgebeult oder sonst verformt) oder ihr nicht wirklich steht: weg damit.


Wenn es andererseits ein Kleidungsstück ist das sie heiss und innig liebt, das ihr steht und das sie tragen will, - das aber nicht nicht mehr passt oder kaputt ist oder sonst was: dann geht sie los zum Einkaufen um es zu ersetzen.  Aber eben nicht zielloses einkaufen, sondern ganz eine ganz bewusste Suche nach diesem bestimmten Stück.  Irre, was? 

Und das fand ich faszinierend: die bewusste Planung durch die sie zu jedem Stück kam.  Dass alle Sachen ihren Platz in ihrem Schrank und ihrem Leben errungen haben.  Dass es da nichts gab dass nur rumhing und muffige Stimmung verbreitet.  Von daher macht mich diese Vorgehensweise an.  Nur wäre ich nie damit zufrieden nur so an die 15-20 hängende Klamotten und nur 12 zusammengefaltete Sachen zur Verfügung zu haben (das schliesst Unterwäsche nicht mit ein, die hat sie nicht mit fotographiert).  Das fand ich so richtig gut: alles was sie besitzt das passt und steht ihr.  Es ist ganz bestimmt etwas das ihr gefällt (sonst hätte sie nicht ausgerechnet diese bestimmte Klamotte wenn sie doch schon so wenig hat), oder das sie sogar sehr liebt.  Nichts hat Löcher oder peinliche Flecken, sonst wäre es aussortiert: da braucht man sich keine Gedanken machen was machen tragen kann: alles ist in Ordnung und man kann sich schnell eine Klamotte grabschen ohne lange kucken zu müssen.


Das ist eigentlich kein Luxus sondern etwas das einem sehr gut tut: keine Zeit mit langweiligem Kucken und Prüfen und Überlegen verbringen zu müssen.  Da kann man sich per Farbe aussuchen nach was einem grad ist, und bei so wenig Sachen weiss man auch genau was man hat und wie es kombinierbar ist.

Die Autorin trägt alles im ‘Layer-look‘, wie heisst das noch auf deutsch?  Zwiebel-look ist es ja wohl nicht, oder?  Wenn man ein paar Lagen mehr trägt wenn es kalt ist, und etwas ausziehen kann wenn es einem zu warm wird.  Dieses.
 

Was mit dieser Verfahrensweise auch recht gut klappen müsste ist dass sich so langsam über Zeit weg zeigt was an Klamotten einem steht, gefällt und gut tut.  Wenn man Sachen nicht besonders oft trägt dann weiss man oft nicht dass es gar nicht mehr das richtige für einen ist.  Wenn ein Kleidungsstück eins von recht wenigen ist, dann muss es sich seinen Platz verdienen und auch wirklich was taugen. Das macht mich wirklich an dabei.


Was mir nicht so gut gefallen hat, und warum ich denke dass eine minimalistische Garderobe nichts für ist: mir wurde beim Anblick richtig bange zumute: wo sind denn die ganzen Farben? Die Frau hatte nur so drei: ein Hemd war wunderbar hellblau, etwas anderes hatte diese golden grüne Farbe, also schön satt, und alles andere war “Farbe“ neutral – also weiss, grau, bräunlich, beige, dunkel und schwarz.  Sonst hatte sie keine tatsächlichen Farben. Kein violett, blau, rot, rosa, gelb, orange oder andere Grüns. Das wäre mir zu beschränkt, zu einengend.  Wenn mir nach einer anderen Farbe zumute ist dann möchte ich gern nach dem T-Shirt in dieser Farbe greifen.  Schön wäre natürlich wenn ich etwas anderes als ein T-Shirt in farbigen Farben hätte.  Leider sind die meisten meiner Klamotten schwarz.  Auch sehr langweilig.


Das möchte ich ändern.  Ich will mehr Farbe in meinen tragbaren Klamotten, und ich will weniger haben: keine überwältigende Masse an Zeugs das mir über den Kopf gewachsen ist und einfach nur noch Wust darstellt, eine beschwerende Last.

In der Hinsicht war der Blog Post wirklich sehr interessant: es gibt mir ein paar Ideen auf was ich Acht geben kann wenn es darum geht Kleidung auszusortieren bei denen ich mir im Zweifel bin ob ich sie noch will.

Wollen schon, aber brauchen?