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Tuesday, 18 December 2018

Rausschieben

Rausschieben, tschja, das mache ich viel.  Wieso mache ich das?



Ich möchte gerne ein Oberteil nähen das mir wirklich gut passt - ein "Template Top", also eine 'Schablone' die ich dann dann immer wieder benützen kann. Das bedeutet den einmaligen Einsatz am Mühe, Arbeit und Zeit um dann Dutzende an Schnitten davon ableiten zu können.

Die Kunst am Nähen ist dass man aus einem zweidimensionalen Stoff mit entsprechenden Abnähern in eine dreidimensionales Dimensionen abändert. Und bei meinen individuellen Körpermaßen ist das keine leichte Sache. Es ist also leider mit viel Frustration verbunden.

Ich hab mehrere Versionen genäht die immer besser werden sollten. Dummerweise hatte ich zwischen den zwei letzten nicht genug geändern und ausversehen nochmal fast dasselbe genäht. Der Grund war dass ich dazwischen zuviel Zeit verfliessen lassen hatte und nicht mehr wusste welche Änderungen schon in der letzte Version eingebaut waren. Deswegen wurde es fast die gleiche.

Ein anderes Oberteil, nicht das Template Top

Danach ging mir dann total die Puste aus um weitere als diese fünf Varianten zu nähen. Jetzt ist es so an die 4-5 Jahre später und ich habe meinen Wunsch immer noch nicht erfüllt obwohl ich einiges mehr genäht hatte.  Ich gebe viel zu schnell wieder auf.  Bis zum nächsten Mal weiss ich nichts mehr und fange deswegen von vorne an.  Immer wieder dasselbe Spiel. Das geht mir unwahrscheinlich auf die Nerven.

Warum schiebe ich Sachen raus?  Warum lass ich mich so leicht von Schwierigkeiten entmutigen? Hab ich Angst vor Versagen (was es ja soweit schon ist)?  Ist es das?

Wäre ein Versagen wirklich so schrecklich?  Nein.

Ich kann sehr gut damit leben etwas nicht hinzubekommen. Das ist es also nicht denke ich. Und "versagen" kann ich es ja auch nennen was bis jetzt noch nicht geklappt hat mit diesem Teil: ich hab viel gelernt.  Ist es vielleicht einfacher mir zu sagen dass ich nicht wieder "dazu gekommen bin" statt dass ich's nicht hin bekommen habe?  Vermutlich.

Es ist ganz schön entmutigend mein Template Top nicht weiter voran gebracht zu haben.  Ich könnte Strategien entwickeln die es mir ermöglichen beim nächsten Mal zu wissen wie weit ich kam: ich könnte es mir aufschreiben.  Genug Notizbücher hab ich ja, die wären super geeignet. Ich hatte auch schon mal eins von Mama geschenkt angefangen - so als Quelle an Inspiration über Projekte die mir vorschweben. Eine der Blusen hatte ich dort schon beschrieben, das kann ich gut in 'Progress Reports' umwandeln.

Eine hiflreiche Strategie hatte ich schon entwickelt und benütze sie immer wieder: Sachen in Winzlingsschrittchen zu machen. Es ist erstaunlich wie sehr es hilft die Schere schon mal auf den Stoff zu legen den ich dann später ausschneiden will. Der Anblick des Teils macht es wirklich leichter sie dann auch in die Hand zu nehmen.


Ein anderer Gedanke: ich muss aktiv Sachen machen wenn ich was lernen will.  Ob ich nun "versage" und etwas nicht hinkriege oder ob was gut läuft, das ist egal. Ich kann nur davon lernen was ich mache.

Wenn ich nachdenke dann kann ich auf Möglichkeiten kommen die ich ausprobieren kann, aber ich lerne dabei noch nicht ob's dann auch funktioniert. Ich kann wirklich nur lernen ob etwas funktioniert wenn ich es mache. Die Logik ist unausweichlich.

Wie sehr habe ich Angst davor etwas zu lernen?  Keine.  Ich freue mich zu lernen. Das ist es also auch nicht.

Ich warte oft auf den Impuls aufzustehen und etwas praktisch zu machen. Wenn ich etwas ohne diesen Impuls mache dann fällt es mir einiges schwerer. Also bin ich nicht gut in Sachen Selbstdisziplin. Nicht gut darin meine Neigung meiner Absicht unterzujochen.

Darüber muss ich noch mal ein bisschen mehr nachdenken.

PS: Von 2D zu 3D ist nicht einfach - vielleicht geht es ja 'einfach' nur um Geduld?  Und wenn ich Winzlingsschritte plane, dann ist da auch klarerwiese einfacher Geduld für ein bisschen aufzubringen. Vielleicht ist das die Erkenntnis die ich suche?

Sunday, 16 December 2018

Anfänge

Ich will diesen Eintrag doch noch reinstellen obwohl er inzwischen leider überholt ist. Aber es geht ums nähen, und das ist mal was anderes.  Ich werde auch bald wieder über mein Handarbeiten reden.



Hurra!

Am 2. Tag des Jahres habe ich angefangen mein erstes Nähprojekt des Jahres auszuschneiden.

Ging zwar mit etwas Schwierigkeiten weil ich beim Ausschneiden des Papierschnitts, noch im letzten Jahr, noch nicht entschieden hatte welche der Grössen ich benützen will. (Mist, dass ich das nicht mehr wusste), deswegen habe ich mich heute etwas vertan.  Und die Ärmel sollen kürzer werden was bei diesem Schnitt nicht so leicht ist: man muss die Passe und die Ärmelstücke zusammen nähen und dann an die anderen Teile dranstückeln. Das kann man auf diesem Foto auch ganz gut sehen:

Burda 6230 Big blouse

Das ist auch genau das was mich an diesem Schnitt am meisten interessiert: dass es eben nicht Null Acht Fünfzehn ist, sondern was individuelleres.  Diese Art Überblusenmuster hab ich sonst nicht gefunden, und ich habe gesucht.  Aber das macht es dann auch schwerer das Muster abzuändern weil ich erst beim zusammennähen herausfinden werde wie die Stücke zusammen passen.

Nu ja, Herausforderungen sind gute -forderungen...  Die hoffentlich zu Förderung werden: der Förderung meines Wissens und meines Könnens.

Es fühlt sich wirklich total gut an schon so schnell am Anfang des Jahres mit dem zu beginnen was ich viel machen will.  Nicht nur dieses Jahr, sondern länger: es gibt sehr viel Stoff den ich aufbrauchen will (ich hab viel zu viel) und ich will dabei lernen. Ich will mir Wissen aneignen und mein Können erweitern - das bringt mir viel Freude.

Bis jetzt hatte ich noch nicht sehr viele Näherfolge, es gab ein paar Projekt die ganz gut waren aber nicht sehr viele.  Jedes bisschen das ich nähe ist eine Herausforderung auch an mein Durchhaltevermögen. Ich weiss nicht so recht wie's damit aussieht, ich hätte gern mehr davon.

Ich will mein Durchhaltevermögen entwickeln, und zwar viel mehr, und als verlässlicherere Fähigkeit  in mein Arsenal einfügen - meine 'Werkzeugskiste' (tool kit) von dem was ich kann und erreichen kann.

Ist schon mal ein sehr guter Anfang mit dem Ausschneiden.

Am nächsten Tag, 3. Januar, hab ich weitere Stücke ausgeschnitten und auch die Vliesline an die Kopflochleisten gebügelt.  Ich muss noch die Stücke für Kragen, Bündchen und Taschen ausschneiden.  Es ist 'nur' der Muslin aber wenn er was wird dann will ich ihn gern als dünne Überbluse über Sommerkleidung anziehen können.

Ich hab einen sehr hübschen weissen Stoff im Sinn den ich für das eigentliche Projekt nehmen will aber der ist was ganz besondere und deswegen will ich ihn auch nur verwenden wenn ich mir ziemlich sicher bin dass es das richtige Projekt dafür ist.  Das ist ja auch der Grund warum ich es so schwer finde meine Stoffe aufzubrauchen!  Ich mach wieder den alten Fehler es perfekt haben zu wollen. Darn.

(Mit Muslin meine ich hier das englische Wort: ein "Entwurf" in Stoff bei dem man sehen kann ob das Muster was ist und einem passt. Das andere englische Wort ist 'Toile')

~ ~ ~ ~ ~

Dez 2018:

Dieser Eintrag ist nun schon von vor fast einem Jahr. Schnell reinstellen bevor er noch mehr veraltet!

Es ist auch interessant to sehen mit welchem Nähprojekt ich dieses Jahr angefangen hatte. Ich habe schon angefangen darüber nachzudenken was ich im neuen Jahr anfangen will.

Das ist der schönste und aufregendste Schritt bei Nähprojekten: wenn noch alles frisch und neu ist und man sich drauf freut was man herstellt - bevor es dann klar wird dass die Realität doch nicht so super ist wie man hoffte.

Ich habe leider einige Sachen genäht die einfach nicht so geworden sind wie ich hoffte. Ich will mehr darauf achten wie die Stofffaser sich für das Projekt eignet. Ich denke das ist mein grösster Fehler.

Der andere ist dass viele Kleidungsstücke die ich nähen will Form und Stil haben die mir nicht wirklich stehen. Diese Überbluse ist viel zu gross, breit und lang - ich ertrinke in ihr ziemlich. Wenn sie aber viel kleiner wäre dann ist das auch nichts bei meiner Körperform: eine sehr umfangreiche Taille mit schmalen Hüften.

Es ist bei dieser Bluse bei dem Stoffentwurf geblieben: ich habe sie einmal im Sommer getragen als es wirklich gegen Abend etwas frisch wurde. Ein leichter Überwurf über meiner Sommerbekleidung war dann tatsächlich super fürs Sitzen im Garten wie erhofft.

Immerhin ziehe ich einige meiner Röcke an. Das tröstet mich.

Auf ins neue Jahr hoffentlich mit einem Projekt das mehr Erfolg verspricht!  Ich bin ja mal gespannt ob ich inzwischen Formen wähle die mir besser stehen...

Frohes 2019 an alle!

Sunday, 5 October 2014

Das olle Zeug macht mich nicht an

Mir ist ein Grund eingefallen warum es so schädlich ist Altes aufzuheben um es aufzuheben anstelle es sich zu erlauben etwas Neues zu wollen und sich zugestehen. Olles, altes Zeug das es einfach nicht mehr tut für einen: das entzieht einem Energie und Freude. Neues das uns anmacht: da ist dieses Kribbeln da – da lebt einem die Seele auf in der prickelnden Begeisterung dass da etwas ist das einem gut tut und einen anspricht!

Warum auf diesen Energieschub verzichten?  Das wäre Bescheidenheit die einem Lebensfreude abzieht.



Mir ist das gerade aufgefallen nachdem ich in Gedanken meine Riesenansammlung an Wolle durchgegangen bin.  Eine Freundin hat der Strickgruppe ein Muster als Knit Along vorgeschlagen.  Hmm, was ist das auf Deutsch?  Da wird vermutlich der englische Ausdruck benützt. Ein “Strick-Entlang“ (ähem) ist wenn mehrere Leute zur gleichen Zeit etwas stricken, oft das gleiche Muster oder sonst etwas unter einem bestimmten Thema, sozusagen “nebeneinander her“, also ‘along‘.  Ich hoffe das macht Sinn.  Gibt es auch als Sew Along, oder Crochet Along usw.

Das Muster ist der Stitch Block Cowl (hier: Stitch Block Cowl bei Ravelry.com, ein Muster von Purl Bee) - für den braucht man drei Farben.  Ich kann einen Nackenwärmer sehr gut gebrauchen, die Muster schauen interessant aus und bei diesem Gruppenunternehmen teilzunehmen ist eine echt nette Idee.  Man will ja nicht unfreundlich sein!  Ich freu mich darauf den Schwierigkeitsgrad der Muster zu meistern.  Das kann ich mir nicht entgehen lassen!

Da stellte sich dann nur die Frage: welche Wolle nehme ich?  Und obwohl ich einen irrsinnigen Berg an “Möglichkeiten“ angesammelt hatte, hab ich trotzdem nicht total genau das Garn das ich gerne benützen wollte.  Jedenfalls nicht in drei Farben.  Ätzend. Und so nervig!
 

Aber ich bin wirklich absolut wild entschlossen nicht wieder neues Garn zu kaufen* - das hätte ich ungebremst gemacht bevor ich umgezogen bin.  Inzwischen hab ich einfach keinen Platz mehr für die Wolle die ich sowie so schon habe, also muss es was von diesem gebunkerten Vorrat sein.  Muss. Aber tierisch begeistert bin ich nicht.

Meine Idealvorstellung an Wolle hab ich nicht.  Ach.  Zwei Möglichkeiten gibt es aber bei beiden ist es nicht wirklich die Qualität an Wolle die man für einen Cowl braucht.  Ich hab sogar mit dem Gedanken gespielt ein naturbelassenes Garn in drei Farben zu färben (ich will das Garn aber für Schultertücher, also doch nicht) oder sogar einen wenig geliebten Pullover wieder aufzutrennen.  Was auch Unsinn ist.

Dann fiel mir eine dritte Möglichkeit ein: Uschi Sockengarn das ich in hellgrau, dunkelgrau und blau habe: drei Farben die mich tatsächlich begeistern (hallelujah. Das war dann auch der Auslöser für diesen Blog Post) nur ist es zu dünn, aber ich kann es auch doppelt nehmen!  Die Qualität ist auch gut für diese Art Cowl.

Ein weiterer Vorteil das Uschi Garn zu nehmen ist dass es zwar hervorragend für Socken ist aber nicht so super doll für Spitzenschals.  Aber für einen Cowl passt es prima!
Hurra!  Ich bin ja so froh dass mir dieses Garn eingefallen ist: ich kann es endlich für etwas benützen das mich tatsächlich begeistert (ist das herrlich!) und muss es nicht für etwas hernehmen nur damit ich es aufbrauche.

Und das macht mich an: Freude zu haben ein Projekt zu planen und auch noch vernünftig sein und was mit dem Wollgebirge anfangen damit es mich nicht erstickt.


Ausserdem hab ich ein paar Garne identifiziert bei denen ich nicht untröstlich wäre sie weiterzugeben.  Nix wie weg mit den Teilen!



[Nachsatz: ich hab leider doch eine neue Wolle gekauft. Das silber sah zu dem blau und dunkelgrau einfach zu leuchtend aus. Das neue Garn hat mehrere blaue Töne, auch nicht das total wahre aber leider muss ich jetzt noch mehr aufbrauchen also muss das genügen. Herrjeh aber auch!]



Friday, 23 May 2014

Meine Kleidung bin Ich

Das ergibt natürlich keinen Sinn, erst mal, und grammatisch falsch ist die Überschrift vermutlich auch.


 

Ich glaube ich bin endlich draufgekommen warum mich meine alten Klamotten in so eine stinkige Stimmung versetzen.  Es fiel mir wie aus dem Nichts ein: die Kleider die wir tragen sind Ausdruck unserere Persönlichkeit.
 
Olle, langeweilige, ausgewachsene, verformte Kleidung?  Was sagt das denn nicht nur über mich in Hinsicht auf die Gewohnheiten in die ich falle, sondern was sagt das über meine Persönlichkeit aus?  Ach herrje, das ist ja furchtbar!

Kein Wunder dass ich mich immer mehr stinkig fühle.
 
Ich hab nicht nur alte Klamotten, und die wenigst guten Exemplare zieh ich ja auch schon lange nicht mehr an – dass sie mich anöden muss auch der Grund sein warum ich sie nicht trage (aha!).  Aber so ein paar Sachen trage ich immer wieder und nicht nur weil sie mir gefallen.  Sondern weil sie praktisch sind: langärmlig wenn es zu kühl ist um etwas kurzärmeliges zu tragen, warm und kuschelig wenn’s zu kalt wäre für etwas aus Seide, schön kühl und dünn aus Baumwolle wenn’s zu heiss ist um etwas wolliges zu tragen...  Das ist es warum ich altes zu lange anziehe: schiere Gewohnheit.
 
Es gibt auch Lieblingsstücke die ich aufheben und auch tragen werde egal ob sie nicht mehr so doll sind, das ist mir dann egal.  Über was ich gerade hauptsächlich nachdenke das sind die Sachen die ich nicht wirklich “wähle“ anzuziehen: in die schlüpfe ich hinein in der Früh weil es sie gibt, weil sie passen, und weil sie den praktischen Grund erfüllen warm oder kühl genug zu sein.  Aber eine bewusste Entscheidung treffe ich eigentlich eher nicht. Ähem.
 
Ausmisten ist eine wirklich prima Gelegenheit mal zur Abwechslung zu überlegen und schauen ob mir ein Kleidungsstück gefällt wenn ich mir das in Hinsicht als Ausdruck meiner Persönlichkeit ansehe.
 
Da wird es dann hoffentlich weniger eine Rolle spielen mir zu denken dass ich etwas noch ‘gebrauchen‘ kann, ich meine damit: dass es noch einen praktischen Zweck hat.  Das hat ein Rupfensack auch aber den werde ich nicht tragen wollen – warum tue ich es mir dann an alltes Zeug noch aufzutragen selbst wenn es im figürlichen Sinn zum Sack geworden ist?
 
Das brav gestreifte wollige Oberteil? Ürgh, nee, das bin ich nicht.  Das mittelblaue Stück mit den Falten am Ausschnitt? Also das schaut zu matronenhaft aus, das bin ich auch nicht. Ein langweiliger schwarzer Faltenrock in einem rutschigen Material? Nee, auch nicht, weg damit.
 
Ich denke also dass ich nochmal eine Kategorie dazufügen kann wenn es ums aussortieren geht: nicht nur – passt es? – ist es noch gute Qualität? – sieht es gut aus? Und dann eben: – drückt es auch das über mich aus wie ich bin? Oder würde es viel besser an jemandem anderen aussehen der ganz anderst ist als ich?
 
Ja? Na dann weg damit.
 
Ohne schlechtes Gewissen.  Weil eine Verkleidung tragen zu müssen nur weil man sich von etwas noch nicht getrennt hat, das ist kein gutes Ding. 
 
Und diese Überlegung öffnet ein weiteres Fenster zu meinen Plänen mich mit wenigen guten Sachen einzudecken die meine neue, rundum brauchbare Garderobe bilden sollen (entweder durch kaufen oder selber nähen) – ich will nicht nur nach geeigneten Farben suchen (die mich anmachen und in denen ich mich wohlfühle) sondern auch Klamottenstile die ich daraufhin ausprobieren kann wie sie zu mir passen, ob ich sie als Ausdruck von mir als wohltuend empfinde.
 
Ich will mich nicht mit “ehrgeizigen“ Kleidungsstücken eindenken und dann feststellen dass ich sie nie trage.  Selbst wenn man nicht weiss warum einem etwas nicht gefällt – man trägt es trotzdem recht wenig.  Eine bessere Ahnung zu haben warum sollte mich aber ermuntern mich nach den best geeigneten Sachen umzusehen, nicht nach hochmodischem oder nach einem Stil den ich früher getragen habe, aus dem ich herausgewachsen bin.
 
Ich habe vor kurzem gekuckt was mir gut steht in Hinsicht auf meine Körperform (Apfel).  Es ist nett draufzukommen dass ich sehr gut kurze Röcke und tiefe aber schmale V-Ausschnitte tragen kann – nur nicht Klamotten die eine deutliche horizontale Linie an der Taille betonen, wie es ein Gürtel tut. Längeres Gewand wie eine Strickjacke die vorne offen ist aber in einem Wasserfall fällt, oder ein langes Tuch das über die Taille fällt – das ist gar nicht schlecht.  Überhaupt mehrere dünne Lagen.  Oder höhere Taillen, wie die Empire Dress Linie die viel höher sitzt: ich kann ausprobieren ob es mir auch gefällt.  Und vor allem Blickfang am Ausschnitt: ob es Schmuck ist (schön klotzig), oder etwas appliziertes am Oberteil, oder ein schöner Kragen, Konstrastfarbe oder einen anderen Stoff zwischen Busen und Hals, oder etwas strukturiertes – das kann ich alles ausprobieren.  Sehen wie’s aussieht und wie es mir gefällt.
 
Hurra!

Friday, 25 April 2014

Minimalistische Garderobe?



Äh, nö, nicht für mich danke.

Vor kurzem habe ich diesen Blog Post gelesen von einer jungen Frau die ihre Klamottenanzahl äusserst gering hält, - eine wirklich sehr minimalistische Garderobe.  Sie hatte geschrieben wie sie es macht ihre Anziehsachen auf nur so sehr wenige Exemplare zu beschränken.  Es war wirklich faszinierened.


Sie schaut ihre Kleidung gegen Ende einer Jahreszeit durch: sie holt alles aus ihrem Schrank heraus (das ist nicht so schwierig, sie hat wirklich wenig Sachen) und prüft dann jedes einzelne Stück ob das auch wieder einen Platz im Schrank erhält, - oder nicht.


Wenn sie etwas für die gesamte Saison nicht getragen hat: weg damit. Wenn es etwas besonderes ist und sie es innerhalb des ganzen letzten Jahres nicht getragen hat: auch weg. Wenn es ein Erbstück ist das nicht weg kann: gut verpacken und im Dachboden verstauen (ich hab aber das Gefühl dass sie da auch nicht viel hat).  Wenn ein Stück Löcher oder Flecken aufweisst die nicht mehr rausgehen: weg.  Wenn etwas kaputt ist das gerichtet werden kann: in den Korb zum flicken. Wenn etwas nicht mehr passt (ausgebeult oder sonst verformt) oder ihr nicht wirklich steht: weg damit.


Wenn es andererseits ein Kleidungsstück ist das sie heiss und innig liebt, das ihr steht und das sie tragen will, - das aber nicht nicht mehr passt oder kaputt ist oder sonst was: dann geht sie los zum Einkaufen um es zu ersetzen.  Aber eben nicht zielloses einkaufen, sondern ganz eine ganz bewusste Suche nach diesem bestimmten Stück.  Irre, was? 

Und das fand ich faszinierend: die bewusste Planung durch die sie zu jedem Stück kam.  Dass alle Sachen ihren Platz in ihrem Schrank und ihrem Leben errungen haben.  Dass es da nichts gab dass nur rumhing und muffige Stimmung verbreitet.  Von daher macht mich diese Vorgehensweise an.  Nur wäre ich nie damit zufrieden nur so an die 15-20 hängende Klamotten und nur 12 zusammengefaltete Sachen zur Verfügung zu haben (das schliesst Unterwäsche nicht mit ein, die hat sie nicht mit fotographiert).  Das fand ich so richtig gut: alles was sie besitzt das passt und steht ihr.  Es ist ganz bestimmt etwas das ihr gefällt (sonst hätte sie nicht ausgerechnet diese bestimmte Klamotte wenn sie doch schon so wenig hat), oder das sie sogar sehr liebt.  Nichts hat Löcher oder peinliche Flecken, sonst wäre es aussortiert: da braucht man sich keine Gedanken machen was machen tragen kann: alles ist in Ordnung und man kann sich schnell eine Klamotte grabschen ohne lange kucken zu müssen.


Das ist eigentlich kein Luxus sondern etwas das einem sehr gut tut: keine Zeit mit langweiligem Kucken und Prüfen und Überlegen verbringen zu müssen.  Da kann man sich per Farbe aussuchen nach was einem grad ist, und bei so wenig Sachen weiss man auch genau was man hat und wie es kombinierbar ist.

Die Autorin trägt alles im ‘Layer-look‘, wie heisst das noch auf deutsch?  Zwiebel-look ist es ja wohl nicht, oder?  Wenn man ein paar Lagen mehr trägt wenn es kalt ist, und etwas ausziehen kann wenn es einem zu warm wird.  Dieses.
 

Was mit dieser Verfahrensweise auch recht gut klappen müsste ist dass sich so langsam über Zeit weg zeigt was an Klamotten einem steht, gefällt und gut tut.  Wenn man Sachen nicht besonders oft trägt dann weiss man oft nicht dass es gar nicht mehr das richtige für einen ist.  Wenn ein Kleidungsstück eins von recht wenigen ist, dann muss es sich seinen Platz verdienen und auch wirklich was taugen. Das macht mich wirklich an dabei.


Was mir nicht so gut gefallen hat, und warum ich denke dass eine minimalistische Garderobe nichts für ist: mir wurde beim Anblick richtig bange zumute: wo sind denn die ganzen Farben? Die Frau hatte nur so drei: ein Hemd war wunderbar hellblau, etwas anderes hatte diese golden grüne Farbe, also schön satt, und alles andere war “Farbe“ neutral – also weiss, grau, bräunlich, beige, dunkel und schwarz.  Sonst hatte sie keine tatsächlichen Farben. Kein violett, blau, rot, rosa, gelb, orange oder andere Grüns. Das wäre mir zu beschränkt, zu einengend.  Wenn mir nach einer anderen Farbe zumute ist dann möchte ich gern nach dem T-Shirt in dieser Farbe greifen.  Schön wäre natürlich wenn ich etwas anderes als ein T-Shirt in farbigen Farben hätte.  Leider sind die meisten meiner Klamotten schwarz.  Auch sehr langweilig.


Das möchte ich ändern.  Ich will mehr Farbe in meinen tragbaren Klamotten, und ich will weniger haben: keine überwältigende Masse an Zeugs das mir über den Kopf gewachsen ist und einfach nur noch Wust darstellt, eine beschwerende Last.

In der Hinsicht war der Blog Post wirklich sehr interessant: es gibt mir ein paar Ideen auf was ich Acht geben kann wenn es darum geht Kleidung auszusortieren bei denen ich mir im Zweifel bin ob ich sie noch will.

Wollen schon, aber brauchen?

Sunday, 16 March 2014

Die Farben in meiner Garderobe

Zum Thema des letzten Blogbeitrags fällt mir ein dass ich schon darüber geschrieben habe was ich an guten Farben schon in meiner Garderobe habe.

Ich will das nicht alles wiederholen oder übersetzen weil es leider auf englisch ist, der Beitrag hat zuviele Bilder die ich nicht noch mal raufladen will.

Also am besten durchklicken um die Bilder zu bewundern.

Es ist dieser Eintrag hier...

Ich hab schon ein paar schöne Farben?  Herausforderung: was trag ich dazu?


Die "Mood Boards" Auslagemontagen müssen her.




Wednesday, 12 March 2014

Meine Klamotten und was ich mit ihnen will



Wenn ich mir Kleidung zulege, dann kaufe ich was mir gefällt – manchmal nähe oder stricke ich mir auch etwas zum tragen.  Das mache ich vom Bauchgefühl heraus: was mich auch immer anspricht.  Das ist es was mir an meiner Vorgehensweise gefällt und gut tut. 

Was mir daran nicht wirklich passt und nicht gut tut, ist dass ich mir Klamotten einhandle die sich in ihrer Gesamtheit irgendwie so zusammen gewürfelt anfühlen.  Da hat nichts so wirklich Hand und Fuss, es ist alles so recht zufällig und unüberlegt.  Einiges passt zu nichts anderem, anderes trage ich ständig aber vieles nimmt einfach nur Platz im Schrank weg ohne sich den zu verdienen.  Ich hab es satt.  Das passt mir einfach nicht mehr.

Ich möchte meine Garderobe etwas mehr planen - ohne die Spantanität zu verlieren.  Ich denke dass ich beides auch ganz gut miteinander vereinen kann. 

Es macht auch Spass mir zu überlegen was ich gerne hätte dass dann gut zu meinem anderen Gewand passt, eine Ergänzung, ein gute Zufügung.   Das würde mir wirklich in den Plan passen, das gefällt mir. 

Dann fängt’s an interessant zu werden: was möchte ich denn gerne?  Weiss ich das überhaupt? 

Es ist wirklich ulkig, aber da bin ich mir gar nicht so sicher. 

Was steht mir denn?  Es gibt vieles das nicht super doll an mir aussieht, und diese Stil Klamotten trage ich dann auch sehr wenig.  Ist ja klar.  Nur war es mir nicht klar dass sie mir nicht super-duper stehen würden als ich sie mir zugelegt habe.  Da ist ein Plan eine wirklich gute Sache: ein paar Regeln die es einfacher machen zu entscheiden ob es sich lohnt etwas zu kaufen (oder sogar zu nähen!) oder eben nicht.  Da fühl ich mich dann auch im Hirn und im Bauch nicht so furchtbar hin- und hergerissen weil ich dann weiss warum mir etwas gut tut, und warum nicht.

Wenn ich nur so loslege dann kann das daneben gehen.  Und das ist besonders schade wenn ich mir sogar die Mühe mache etwas zu schneidern – wenn es dann nicht wirklich das richtige ist (Farbe, Schnitt, Stil, sonst was) dann macht meine Stimmung Flaute, und ich wusste nicht mal genau warum eigentlich.  Das ist eine Wohltat mir das mal klar zu machen – ich hab wirklich das Gefühl dass sich das lohnt.

So, was hätte ich den nun gerne? 

Der andere Gesichtspunkt der da sehr mit reinspielt ist die massige Anzahl an Stoffen und Wolle die ich mir gesammelt habe über die letzte paar Jahre.  Ich spüre den Drang diesen Vorrat so weit es möglich ist aufzubrauchen: in dem ich nähe und stricke.  Was aber wenn es Materalien sind in denen ich gar nichts haben will? 

Es ist eindeutig: der Plan muss her sonst wird das weiterhin ganz schön unzufriedenstellend.  Und wie. 

Am besten ist es mir zu überlegen welche bestimmten Klamotten mir gut gefallen, gut stehen und die eine super Basis für die geplante Garderobe bilden.  Und mit Garderobe meine ich nicht den Schrank sondern die Ausstattung an Anziehsachen die den Kern bilden werden auf die ich weitere Klamotten beziehen kann – so eine Kerngarderobe an Sachen die ich wirklich mag und die ich ergänzen kann. 

Zuletzt hatte ich mir einen schön kräftig pinkfarbenen Mini Rock genäht.  In einem Schottenkaro bei dem mir die Farbe so gut gefällt und dass es ein Muster ist.  Ich hab auch die Seitennähte gut gemacht: die Karos laufen fast zusammen (die zweite Seitennaht lief schon viel besser als die erste!). Er ist ein kleines bisserl kurz herausgekommen, so 2-3 cm kürzer als ich wollte, aber ich kann ihn trotzdem anziehen.  Da zeig ich halt mal ein bisschen mehr Bein, die sind nicht schlecht, die kann ich schon herzeigen. 

Ich kann schwarz dazu anziehen, und grau. Weiss auch. Ein mittleres Blau ist okay, grün ginge auch. Andere Schattierungen rosa und pink (ich meine eigentlich wie hell oder dunkel die Farbe ist, nicht den ton selber) die gingen auch.  Ach und violett!

Ich kann meine Sachen durchforsten um zu schauen was zu diesem Rock passt. 

Ich habe einige Sachen die schwarz sind.  Andere neutrale Farben auch.  Die wirkliche Herausforderung wird darin liegen farbige Farben zu finden und zu wissen zu welchen bestimmten Klamotten ich sie tragen können werde.

Vielleicht muss ich mir eine Liste mit Fotos machen?  Im Computer am besten.  Vielleicht als ‘mood board‘?  Ich meine eine bildliche Darstellung in der alles mögliche zu sehen ist.

 

Das ist ne Idee...