Showing posts with label zufrieden. Show all posts
Showing posts with label zufrieden. Show all posts

Monday, 1 May 2017

So richtig schön ausbreiten...

Ich hatte einen Blogbetrag vorbereitet und noch nicht reingestellt, so was.  Hier ist er:


Also dieses Aufgeräumtsein hat doch echt was für sich: da ist doch glatt der Zimmerboden angenehm frei wenn ich mich mal wieder so richtig schön ausbreiten will!

Ich kann den Stoff für mein neuestes Nähprojekt auf dem Boden weit genug auslegen um die Box darauf abmessen zu können.



Ich möchte nämlich gerne, schon seit viiiiieeeelllll zu langer Zeit endlich den Karton auf dem mein Fernseher steht mit einer Stoffhülle versehen.  Ich hab im Moment einen Badestrand'schal' (wie heissen die Dinger denn? Ist das ein Sarong? Man wickelt es um sich rum wenn man einen Badeanzug anhat und am Strand etwas bedeckter sein will? Hm) - und ich hatte dann auch noch ein Stück Quiltstoff so irgendwie komisch drumrum genuschelt. Das hatte weder Hand noch Fuss.

Und ich hab doch so viel Stoff dass das eigentlich kein Problem sein sollte! Ä-hem, ja ja: "eigentlich"!  Das kennen wir doch. Pshaw!

Ich hab genug Platz in meinem jetzigen Zimmer dass ich mir auch einen richtigen TV Stand kaufen könnte, also so ein Schränkchen, aber ich hatte so eins schon mal und musste es bei einem Umzug loswerden und hab auch keine Videos mehr die da reingestellt werden könnten. Oder Sky Box oder sonst was. Es kann also auch gut einfach ein Karton sein.



Und diesen spezifischen Karton muss ich behalten weil er der Behälter für meinen Overlocker ist, die Nähmaschine mit der man schöne Säume macht. Den brauche ich.

Warum also nicht zwei Sachen vereinen so dass mir beides nützt?  Ich hab den Karton wenn der Overlocker mal wieder verstaut werden muss, und ich hab was auf das ich den Fernseher stellen kann ob der Overlocker nu drin ist oder auch nicht.  Ich werde mir einfach nur eine Hülle nähen die man über fünf der Seiten zieht, der Boden kann freibleiben.

Und ich brauche Stoff auf!!!  Ist das nicht absolut fantastisch?

Ich bin total begeistert von all diesen Elementen. Ist das gut.


Mein Kartonüberzug für den TV Stand der in seinem eigentlichen Leben der Karton für einen Overlocker ist.  Die weissen Styroporteile sind noch alle drin - der Überzug ist unten offen.  Ich glaube die ungesäumten Kanten hab ich einfach drunter gestopft.

So eine super Lösung gefällt mir total.

Ich könnte auch gut einen Behälter brauchen in dem ich Wollsachen vor Motten schützen kann, das wird eins meiner nächsten Projekte!

Wednesday, 1 October 2014

Ist Entrümpeln arrogant?



Ich hab also seit Monaten versucht mein sehr grosses Zimmer und Zuhause zu entrümpeln.  Es ist schon sehr wahr was man sagt: wieviel Platz man auch hat, man füllt ihn immer.  Genau so war’s bei mir auch.  Ich hatte viel Raum und dann nur noch wenig Platz weil ich es voll gestopft hatte.

Ich wusste ganz genau dass ich geradezu begierig darauf war Zeug loszuwerden um die schwere Bürde zu erleichtern.  Nicht mehr so viel “Zeugs“ in der Gegend rumliegen zu haben.  Es ist mir nur nicht gelungen.

Dann musste ich umziehen und die Wahl zwischen aufheben und dann eben auch diese Sachen mit umziehen müssen, oder wegwerfen (oder weg geben oder sonst irgendwie loswerden) und dann davon befreit sein?  Das hat schon recht gut mit einigem geklappt.  Ganz im Gegensatz zu dem was ich davor gemacht hatte: ich hab ein paar Sachen in die Hand genommen und versucht sie loszuwerden.  Das ging dann oft nicht weil ich doch zu sehr an diesen Teilen gehangen habe. 

Das Hauptproblem war dass ich alte Sachen zu tief verbuddelt hatte und einfach nicht mehr sehen konnte.  Die waren dann am leichtesten wegzuwerfen.  Ich war nur nie weit genug zu ihnen durch gekommen als ich nach loswerdbarem gesucht hatte.

Und bei diesem Kraftakt des Einpackens und gleichzeitig Loswerdens ist es mir dann klar geworden:
Wenn wir etwas aufheben dann behalten wir nicht Möglichkeiten, Potential and Versprechen – sondern wir handeln uns eine schmerzversprechende Bürde auf.  Es kann nie etwas gutes dabei herauskommen wenn man sich zuviel Zeug einhandelt, wenn man seinen Lebensraum vollstopft mit Dingen die da nur so rumstehen und liegen und Platz und Raum wegnehmen.

Ich hab ja sogar Sachen aufgehoben die der Ersatz für etwas werden sollten das ich schon hatte und auch benützt habe.  Als es dann endlich so weit war dass der erste Gegenstand abgenützt oder aufgebraucht war, da wollte ich aber dieses Ersatzteil auch nicht.

Ich hab inzwischen einen Einfall gehabt warum es uns so sehr schwer fällt Sachen loszuwerden die wir nicht mehr wollen.

Könnte es daran liegen dass wir uns nicht so recht trauen uns die Freiheit zu nehmen etwas abzulehnen und weg zu geben?  Uns eben nicht mit etwas begnügen?  Kommt uns das eben nicht wie eine Freiheit vor sondern als wie eine Frechheit sich so etwas zu erlauben?  Fühlt sich das für uns so an als ob wir uns erdreisten Anspruch auf etwas zu erheben wenn wir doch nur dann gute, brave Menschen wären wenn wir wirklich alles was wir in die Finger kriegen auch so gut benützen und ausnützen dass wir das letzte rausholen was dieses Ding zu geben hat?  Es wäre ja verschwenderisch und arrogant zu denken dass wir etwas vorzeitig weggeben wenn es doch noch einen Nutzen hat! Oder, äh, eventuell, vielleicht, mit viel Fantasie und überhaupt, noch irgendwie gerade noch so einen winzigen Nutzen haben könnte?  Eventuell?  Vielleicht?

Wir verdrehen und verknoten uns in Brezelformen um uns nur ja nicht unangenehm dabei zu fühlen dass wir verschwenderisch sein könnten und engen uns dabei den Raum zum durchatmen so richtig ein. Das ist gar nicht gut, auch für unsere Psyche.  Da fühlt man sich doch dabei als würde man ersticken, oder?

Das erstaunliche ist dann dass man sich so sehr viel besser fühtl wenn man anfängt Sachen aus dem eingeengten Raum zu entfernen und loszuwerden.  Freier und leichter.  Unbeschwerter!

Ein Anspruch auf gut zu leben ist doch viel besser als eine Foderung danach dass wir nur ja schön bescheiden sein sollen und genügsam sind.  Und bei diesem Aufheben und Festhalten handeln wir uns dann aber eine erdrückende Masse ein.  Das hat doch mit Bescheidenheit nichts zu tun, das fühlt sich viel mehr nach Arroganz an aus der man heraus nichts hergeben will, nix rausrücken!  Wenn aber ein paar dieser überflüssigen Sachen jemandem anderen dienen könnten dann ist es doch bescheidener wenn man sich entscheidet sie weiterzugeben!

Ist doch wahr.

Warum bin ich auf diesen Gedanken nicht schon vorher gekommen?  Das erschliesst mir jetzt ein bisschen was.  Wenn ich was weggebe dann hat das bei mir mit Selbstbewusstsein zu tun.  Das ich mir  >erlaube<  das zu machen.  Ich nehm mir die Freiheit, ja, ich bin so frech!

Ist das herrlich!

Thursday, 3 July 2014

Erste Erfahrungen

Das ist schon so ein Ding.  Ich wollte schon seit Jahren (also wirklich absolut total: JAAAAAHRE!) mal eine Maniküre machen lassen.  So als Geschenk an mich selber zum Geburtstag vielleicht, oder mal wenn mir danach ist mich verwöhnen zu lassen.  Kommt ja immer wieder mal vor dass man solche Tage erlebt wenn man wirklich TOTAL was damit anfangen kann sich was gutes zu tun.  Und wie, nicht?  Und Maniküre ist eins dieser doll ‘erwachsen sein‘ Sachen die man nicht macht wenn man noch zu jung ist.  Also gibt’s irgendwann die erste Erfahrung.


Z.B. Autofahren (selber meine ich), oder erster Job.  Erste Beziehung, erster Umzug.  Erste eigene Wohnung... and was sonst noch so alles.  Einiges davon ist recht aufregend, anderes mehr mundän.  Manches macht einem auch so richtig Angst: wie z.B. das erste Mal in eine fremde Stadt ziehen und wissen dass man sich damit auf ein dort Fuss fassen einlässt.  Und alles sonstig neues drum herum.

Manches Mal lassen einen Ängste dazu verleiten etwas nicht zu machen.  Wie eine Maniküre.  Oder auch in meinem Fall: mal nach Brighton fahren und mich dort umkucken.

Eine Maniküre ist ja wirklich nichts weltbewegendes.  Sich mal in Brighton aufhalten auch nicht, aber trotzdem.  Dass ich mich davon habe abhalten lassen etwas zu machen das ich schon lange machen wollte, nur weil ich Schiss hatte?  Das ist doch zu dämlich.

Das mit Brighton ist eine Geschichte für ein anderes Mal (das dauert mir jetzt zu lange, ich würde zu lange ausholen) - aber das mit der Maniküre will ich erzählen.

Ich war mir bewusst dass ich mich nicht gerne in eine Situation begebe in der alle um mich herum bestimmtes Wissen und damit auch bestimmte und spezifische Erwartungen haben (wie es in einem Beauty Laden hätte sein können):  Fingernägel, und deren Pflege, - die ich nicht habe und um die ich mich auch zum grossen Teil nicht schere.

Aber mich behaupten wäre nicht ganz einfach gewesen wenn da wer mit gerümpfter Nase meine Nägel begutachtet hätte.  Und sich dann recht blöd erkundigt hätte was ich denn so mache um sie in Schuss zu halten.  Da hätte ich nichts entgegen zu setzen gehabt, das wär mir total unter die Haut gegangen.  Also brauchte ich auch verflixt viel Anlauf bevor ich mich einer Maniküre unterzogen habe.

Diese Ängste lassen einen nicht so leicht los, selbst wenn man sich sehr bewusst ist dass diese spezifische Stituation die diese Ängste heraufbeschwört vermutlich nicht eintreten wird.  Was wenn doch?  Und wenn man schon so ein dummes Gefühlt und in einer Stimmung ist in dem man sich niht auf ein in sich ruhendes Gleichgewicht verlassen kann...  Dann ist das ein Warnsignal auf das ich höre.  Das hat sich noch kein einziges Mal als unnutz herausgestellt, im Gegenteil: wenn mir nicht nach was ist, dann läuft das sehr oft sehr bescheiden ab.

Vorgestern abend bin ich dann los.  Es war Zeit.  Meine Nägel brauchten es, ich hatte Zeit und noch ausschlaggebender: ich wollte auch.  Also nix wie los und kucken ob ich wo ohne Termin bekomme das mir genehm ist.

Das hab ich auch gefunden.  War ein bisschen teurer als ich wollte, aber ich will mal nicht kleinlich sein.  Es war wichtiger über die Hemmschwelle wegzukommen.

Es war eine Erfahrung mit gemischtem Erfolg.

Ich hatte erwartet dass es sich entspannender anfühlt.  Dass man schön und angenehm verwöhnt wird.

Für ein Weilchen zu sitzen und die Fingernägel in warmem Wasser halten, das war nett.  Auch entspanned.  Das Angebot von einem Glas Wasser war auch sehr willkommen, - ich hab sogar auch was davon trinken können:  bevor die Behandlung anfing, und auch in einer Pause.  Schön regelmässig aussehen tun sie auch.

Aber die Nagelhäutchen lass ich mir nicht nochmal kürzen.  Das hat weh getan, schmerzte gestern immer noch etwas, und es sieht auch nicht so doll aus.  Irgendwie nackt und bloss.  Das nächste Mal lasse ich mir die Nägel nur feilen und polieren. 

Heute schauen die Stellen wo die Nagelhäutchen sein sollen etwas trocken und unregelmässig aus.  Das finde ich noch weniger gut als mir das schon gestern missfallen hat.  Mehrere Male am Tag Hautcreme auftragen zu müssen ist mir zu viel.  Zu mühsam und das sollte auch nicht so sein.  An die Dinger lasse ich so schnell keinen mehr ran.

Ich hätte auch Nagellack haben können, und die hatten auch schön aufregende Farben.  Ein dunkler Lila, ein knalliges Rot, ein leuchtendes Rosa oder ein sattiges Pink – das hätte mir schon gefallen.  Und wenn’s weniger Farbe hätte sein sollen (mir ist im Moment sehr nach Farbe) dann hätten sie auch grau oder ein gedecktes Rose anzubieten gehabt. Oder ein Beerenrosarot.  Oder andere dolle Farben wie Navyblau oder Braun.  Aber der Lack war mir zu teurer – ich hab mir einen Scherz daraus gemacht nach einer ‘Anfängersession‘ zu fragen.  Also nur Feilen und Polieren, und diese nicht geschätzte Nagelhäutchenaktion.

Das Ergebnis schaut gut aus, ich bin froh dass ich eine Maniküre hatte und jetzt weiss um was es geht und wie das für mich ist – und ich weiss auch was ich nicht nochmal will.

Auf dem Weg zu dem Laden in dem ich war hatte ich auch nochmal ein paar andere gesehen und dort nach einer Preisliste gefragt – ich kann also durchaus eine zweite Maniküre woanders machen lassen.

Oder wer weiss, vielleicht auch andere Sachen?  Eine Pediküre wäre mir recht. 

Aber etwas anderes weiss ich auch: wenn ich etwas machen will das wunderschön entspannend ist und nach dem ich mich super duper gut fühle – dann wird es weiterhin eine Behandlung bei der Osteopathin sein (ich schweb da raus wie auf Wolken laufend!) oder sonst meine wunderbare Friseuse bei der man nicht nur leckeren Kaffee bekommt (sie kann sich sogar dran erinnern wie ich ihn trinke!  Da staunt man) sondern sie macht auch eine wunderbare Skalpmassage beim Haarewaschen.  Wenn ich die Lotterie gewinnen würde dann wäre ich jede Woche mehrere Male beim Friseur nur zum Haarewaschen.  Hach.

Ist schon interessant dass ich mir eine Maniküre etwas anders vorgestellt habe.  Aber ich bin ja so was von froh dass ich es nicht weiter vor mir herschiebe!  Manche Sachen muss man einfach machen um zu wissen was was ist.

Friday, 25 April 2014

Minimalistische Garderobe?



Äh, nö, nicht für mich danke.

Vor kurzem habe ich diesen Blog Post gelesen von einer jungen Frau die ihre Klamottenanzahl äusserst gering hält, - eine wirklich sehr minimalistische Garderobe.  Sie hatte geschrieben wie sie es macht ihre Anziehsachen auf nur so sehr wenige Exemplare zu beschränken.  Es war wirklich faszinierened.


Sie schaut ihre Kleidung gegen Ende einer Jahreszeit durch: sie holt alles aus ihrem Schrank heraus (das ist nicht so schwierig, sie hat wirklich wenig Sachen) und prüft dann jedes einzelne Stück ob das auch wieder einen Platz im Schrank erhält, - oder nicht.


Wenn sie etwas für die gesamte Saison nicht getragen hat: weg damit. Wenn es etwas besonderes ist und sie es innerhalb des ganzen letzten Jahres nicht getragen hat: auch weg. Wenn es ein Erbstück ist das nicht weg kann: gut verpacken und im Dachboden verstauen (ich hab aber das Gefühl dass sie da auch nicht viel hat).  Wenn ein Stück Löcher oder Flecken aufweisst die nicht mehr rausgehen: weg.  Wenn etwas kaputt ist das gerichtet werden kann: in den Korb zum flicken. Wenn etwas nicht mehr passt (ausgebeult oder sonst verformt) oder ihr nicht wirklich steht: weg damit.


Wenn es andererseits ein Kleidungsstück ist das sie heiss und innig liebt, das ihr steht und das sie tragen will, - das aber nicht nicht mehr passt oder kaputt ist oder sonst was: dann geht sie los zum Einkaufen um es zu ersetzen.  Aber eben nicht zielloses einkaufen, sondern ganz eine ganz bewusste Suche nach diesem bestimmten Stück.  Irre, was? 

Und das fand ich faszinierend: die bewusste Planung durch die sie zu jedem Stück kam.  Dass alle Sachen ihren Platz in ihrem Schrank und ihrem Leben errungen haben.  Dass es da nichts gab dass nur rumhing und muffige Stimmung verbreitet.  Von daher macht mich diese Vorgehensweise an.  Nur wäre ich nie damit zufrieden nur so an die 15-20 hängende Klamotten und nur 12 zusammengefaltete Sachen zur Verfügung zu haben (das schliesst Unterwäsche nicht mit ein, die hat sie nicht mit fotographiert).  Das fand ich so richtig gut: alles was sie besitzt das passt und steht ihr.  Es ist ganz bestimmt etwas das ihr gefällt (sonst hätte sie nicht ausgerechnet diese bestimmte Klamotte wenn sie doch schon so wenig hat), oder das sie sogar sehr liebt.  Nichts hat Löcher oder peinliche Flecken, sonst wäre es aussortiert: da braucht man sich keine Gedanken machen was machen tragen kann: alles ist in Ordnung und man kann sich schnell eine Klamotte grabschen ohne lange kucken zu müssen.


Das ist eigentlich kein Luxus sondern etwas das einem sehr gut tut: keine Zeit mit langweiligem Kucken und Prüfen und Überlegen verbringen zu müssen.  Da kann man sich per Farbe aussuchen nach was einem grad ist, und bei so wenig Sachen weiss man auch genau was man hat und wie es kombinierbar ist.

Die Autorin trägt alles im ‘Layer-look‘, wie heisst das noch auf deutsch?  Zwiebel-look ist es ja wohl nicht, oder?  Wenn man ein paar Lagen mehr trägt wenn es kalt ist, und etwas ausziehen kann wenn es einem zu warm wird.  Dieses.
 

Was mit dieser Verfahrensweise auch recht gut klappen müsste ist dass sich so langsam über Zeit weg zeigt was an Klamotten einem steht, gefällt und gut tut.  Wenn man Sachen nicht besonders oft trägt dann weiss man oft nicht dass es gar nicht mehr das richtige für einen ist.  Wenn ein Kleidungsstück eins von recht wenigen ist, dann muss es sich seinen Platz verdienen und auch wirklich was taugen. Das macht mich wirklich an dabei.


Was mir nicht so gut gefallen hat, und warum ich denke dass eine minimalistische Garderobe nichts für ist: mir wurde beim Anblick richtig bange zumute: wo sind denn die ganzen Farben? Die Frau hatte nur so drei: ein Hemd war wunderbar hellblau, etwas anderes hatte diese golden grüne Farbe, also schön satt, und alles andere war “Farbe“ neutral – also weiss, grau, bräunlich, beige, dunkel und schwarz.  Sonst hatte sie keine tatsächlichen Farben. Kein violett, blau, rot, rosa, gelb, orange oder andere Grüns. Das wäre mir zu beschränkt, zu einengend.  Wenn mir nach einer anderen Farbe zumute ist dann möchte ich gern nach dem T-Shirt in dieser Farbe greifen.  Schön wäre natürlich wenn ich etwas anderes als ein T-Shirt in farbigen Farben hätte.  Leider sind die meisten meiner Klamotten schwarz.  Auch sehr langweilig.


Das möchte ich ändern.  Ich will mehr Farbe in meinen tragbaren Klamotten, und ich will weniger haben: keine überwältigende Masse an Zeugs das mir über den Kopf gewachsen ist und einfach nur noch Wust darstellt, eine beschwerende Last.

In der Hinsicht war der Blog Post wirklich sehr interessant: es gibt mir ein paar Ideen auf was ich Acht geben kann wenn es darum geht Kleidung auszusortieren bei denen ich mir im Zweifel bin ob ich sie noch will.

Wollen schon, aber brauchen?

Wednesday, 12 March 2014

Meine Klamotten und was ich mit ihnen will



Wenn ich mir Kleidung zulege, dann kaufe ich was mir gefällt – manchmal nähe oder stricke ich mir auch etwas zum tragen.  Das mache ich vom Bauchgefühl heraus: was mich auch immer anspricht.  Das ist es was mir an meiner Vorgehensweise gefällt und gut tut. 

Was mir daran nicht wirklich passt und nicht gut tut, ist dass ich mir Klamotten einhandle die sich in ihrer Gesamtheit irgendwie so zusammen gewürfelt anfühlen.  Da hat nichts so wirklich Hand und Fuss, es ist alles so recht zufällig und unüberlegt.  Einiges passt zu nichts anderem, anderes trage ich ständig aber vieles nimmt einfach nur Platz im Schrank weg ohne sich den zu verdienen.  Ich hab es satt.  Das passt mir einfach nicht mehr.

Ich möchte meine Garderobe etwas mehr planen - ohne die Spantanität zu verlieren.  Ich denke dass ich beides auch ganz gut miteinander vereinen kann. 

Es macht auch Spass mir zu überlegen was ich gerne hätte dass dann gut zu meinem anderen Gewand passt, eine Ergänzung, ein gute Zufügung.   Das würde mir wirklich in den Plan passen, das gefällt mir. 

Dann fängt’s an interessant zu werden: was möchte ich denn gerne?  Weiss ich das überhaupt? 

Es ist wirklich ulkig, aber da bin ich mir gar nicht so sicher. 

Was steht mir denn?  Es gibt vieles das nicht super doll an mir aussieht, und diese Stil Klamotten trage ich dann auch sehr wenig.  Ist ja klar.  Nur war es mir nicht klar dass sie mir nicht super-duper stehen würden als ich sie mir zugelegt habe.  Da ist ein Plan eine wirklich gute Sache: ein paar Regeln die es einfacher machen zu entscheiden ob es sich lohnt etwas zu kaufen (oder sogar zu nähen!) oder eben nicht.  Da fühl ich mich dann auch im Hirn und im Bauch nicht so furchtbar hin- und hergerissen weil ich dann weiss warum mir etwas gut tut, und warum nicht.

Wenn ich nur so loslege dann kann das daneben gehen.  Und das ist besonders schade wenn ich mir sogar die Mühe mache etwas zu schneidern – wenn es dann nicht wirklich das richtige ist (Farbe, Schnitt, Stil, sonst was) dann macht meine Stimmung Flaute, und ich wusste nicht mal genau warum eigentlich.  Das ist eine Wohltat mir das mal klar zu machen – ich hab wirklich das Gefühl dass sich das lohnt.

So, was hätte ich den nun gerne? 

Der andere Gesichtspunkt der da sehr mit reinspielt ist die massige Anzahl an Stoffen und Wolle die ich mir gesammelt habe über die letzte paar Jahre.  Ich spüre den Drang diesen Vorrat so weit es möglich ist aufzubrauchen: in dem ich nähe und stricke.  Was aber wenn es Materalien sind in denen ich gar nichts haben will? 

Es ist eindeutig: der Plan muss her sonst wird das weiterhin ganz schön unzufriedenstellend.  Und wie. 

Am besten ist es mir zu überlegen welche bestimmten Klamotten mir gut gefallen, gut stehen und die eine super Basis für die geplante Garderobe bilden.  Und mit Garderobe meine ich nicht den Schrank sondern die Ausstattung an Anziehsachen die den Kern bilden werden auf die ich weitere Klamotten beziehen kann – so eine Kerngarderobe an Sachen die ich wirklich mag und die ich ergänzen kann. 

Zuletzt hatte ich mir einen schön kräftig pinkfarbenen Mini Rock genäht.  In einem Schottenkaro bei dem mir die Farbe so gut gefällt und dass es ein Muster ist.  Ich hab auch die Seitennähte gut gemacht: die Karos laufen fast zusammen (die zweite Seitennaht lief schon viel besser als die erste!). Er ist ein kleines bisserl kurz herausgekommen, so 2-3 cm kürzer als ich wollte, aber ich kann ihn trotzdem anziehen.  Da zeig ich halt mal ein bisschen mehr Bein, die sind nicht schlecht, die kann ich schon herzeigen. 

Ich kann schwarz dazu anziehen, und grau. Weiss auch. Ein mittleres Blau ist okay, grün ginge auch. Andere Schattierungen rosa und pink (ich meine eigentlich wie hell oder dunkel die Farbe ist, nicht den ton selber) die gingen auch.  Ach und violett!

Ich kann meine Sachen durchforsten um zu schauen was zu diesem Rock passt. 

Ich habe einige Sachen die schwarz sind.  Andere neutrale Farben auch.  Die wirkliche Herausforderung wird darin liegen farbige Farben zu finden und zu wissen zu welchen bestimmten Klamotten ich sie tragen können werde.

Vielleicht muss ich mir eine Liste mit Fotos machen?  Im Computer am besten.  Vielleicht als ‘mood board‘?  Ich meine eine bildliche Darstellung in der alles mögliche zu sehen ist.

 

Das ist ne Idee...

 

 

Saturday, 25 January 2014

Wochen(glück)

Das ist aber ne wirklich gute Idee - genau das richtige um positive Energie ins Leben zu holen

Da mach ich doch äusserst gerne mit!

Die Idee kommt von diesem wunderbaren Blog: Fräulein Ordnung der mir überhaupt sehr gut gefällt.  Funktionierende Ordnung im Leben, die brauche ich und hätte ich gerne.

Was hat mir diese Woche besonders gut getan und mich glücklich gemacht?

Ich habe mir eine zweite Leselampe zugelegt und als sie sich doch dann zuhause als Anklemmlampe rausstellte (auch gut), da hab ich sie an mein Regal gezwickt und hab nun wieder gutes Licht zum stricken oder lesen - so richtig schön über meine Schulter wo es auch am meisten nützt.  So liebe ich das, wenn die Sachen Hand und Fuss haben, und was taugen.



Ich hab meinen Mantel entfusselt.  Das hat mich schon ne Weile gestört dass vom Stricken so fast ein Schleier aus dünnen Fusseln und Fasern auf meinem schwarzen Mantel zu liegen kam. (Und als ich schon dabei war hab ich glatt auch meine Kleiderbürste wieder gefunden: als ob ich eine Blockade entfernt hatte und es auf einmal funktioniert! Total prima.)



Bei der Idee über meine Woche zu schreiben kann man auch mogeln in dem man etwas macht das man schon lange machen wollte (man muss den Impuls hernehmen wo man ihn auch immer bekommt! Und warum nicht? Dieses Gefühl etwas schnell erledigt zu haben zu dem ich lange brauchte: das ist wunderbar was auch immer der Auslöser sein mag. Und ausserdem fühlt sich mogeln auch einfach gut an. Tihi...)

Ich hab's geschafft vom Schultertuch wie auf der linken Seite (man beachte die sich rollenden Ränder des abgeketteten Rands) - zu der schön glatten Nummer auf der rechten Seite (komplett mit viel, viel, viel, vielen Stecknadeln zum spannen) - und das I-Tüpferle! Ich hab doch glatt schnell den Anfangs- und Endfaden vernäht!

Man höre und staune (ich tue es jedenfalls, und zwar ausgiebig: ich mach alles, und sehr gerne, nur das blöde, nervige Vernähen nicht. Grumel)

Ist zwar noch nass, aber das bleibt nicht lange so.

 



Ich hab es geschafft dieses untaugliche Ding wegzuschmeissen, und zwar mit Genuss:


Ich hatte schon ein nicht gutes Gefühl dabei als ich es gekauft habe: das Ende auf der linken Seite ist nicht lang genug.  Dieses obrige Stück des Multihakens soll man über eine Kleiderschranktür hängen können.  Kann man auch, nur mit viel Gewicht dran passiert was dieses Foto zeigt: das Klammerteil verbiegt sich und bleibt sogar verbogen wenn man es abnimmt. Damit ist es untauglich.  Und ich hab es geschafft es auch gleich wegzutun!  ich bin nämlich Weltmeister im "Man kann's ja vielleicht doch noch mal gebrauchen, irgendwie, ich weiss auch nicht genau wie, aber... Ach, ich heb's nochmal auf"  Das ist eine Garantie Gerümpel anzusammeln aber nicht Sachen um sich herum zu haben die einem gut tun. Nee, nee, nee: das Ding musste weg.  Und es ist weg!  Ach, freut mich das.  Ohne Verzögerung!

Und ich hab sogar nochmal gekuckt und gedacht: "Vielleicht kann man..." aber dann sofort: "Nein! Total und schon gar nicht. Das muss weg." - und nu isses wech.  Ach, so eine Freude!

Und was mir noch sehr, sehr gut tut: neue Frisur.  Das wird mir in den nächsten Tagen immer wieder gut tun: ein Schnitt der frecher ist, das ungeliebte warme Gebausche im Nacken losgeworden ist, und mir einfach Auftrieb gibt weil es geplegt aussieht und so als ob mir der Ausdruck meiner Individualität wichtig ist.  Und das ist es.  Das hat für mich nicht nur mit Aussehen zu tun.  Nicht nur mit Äusserlichen sondern da steckt für mich mehr als nur etwas Oberflächliches drin.




Ach, und jetzt hätte ich fast vergessen was mich diese Woche auch noch beglückt: ich habe beschlossen mal einen Blog auf deutsch zu schreiben, und hier ist er!

Beispielsbild (wenn ich das in Zukunft mal ändern sollte):



Das Schema stammt nicht von mir aber als ich das unter den Templates gesehen habe, da musste es sein.  Die Farben und der Stil des Hintergrunds: macht mich sehr an.  Immerhin kann ich die Schriftarten und noch so anderes wählen.

* * *

Es gibt soviel das einem Spass macht, bei dem man sich erleichtert fühlt, das einen in Zufriedenheit versetzt - und das gut für die Seele ist.  Es tut ja so gut an die Sachen zu denken die einen glücklich gemacht haben in letzter Zeit.  Und es immer noch tun.

Es lebe die Positivität.  Das Leben 'in positiv' zu leben, das ist viel wert.