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Sunday, 23 April 2017

Wofür?

Ich bin heute früh auf eine sehr gute Frage gekommen: wofür mache ich das eigentlich?  Was bringt es mir und was bekomme ich im Austausch?



Es geht mir wieder ums Aufräumen mit der Anmerkung dass ich es doch tatsächlich in den letzten zwei Monaten geschafft habe ALLE meiner Papiere zu sortieren, einzuscannen und abzulegen.  Ich bin sehr stolz auf mich!

Auf diese 'wozu' Frage bin ich über etwas anderes gekommen: das Abnehmen. Nicht relevant aber so lief mein Gedankengang eben.

Ich mache seit 90 Tagen (das sind doch glatt drei Monate, wow!) das Kalorienzählen.  Es funktioniert sehr gut*: ich hab nachhaltig drei Kilos abgenommen und mein App sagt mir dass es 4.5 waren.  Das passt gut: ein halbes Kilo hin oder her kann die Waage sein, und um ein Kilo oder so schwankt man ja oft, das geht rauf und runter wie ein Yoyo.  Aber als Trend hab ich auf jeden Fall drei Kilo abgenommen. Ich bin sehr glücklich darüber.

* Ein paar Tage geht es sehr gut, und dann ist wieder für ein paar Tage der Hund drin. Das ist so ein Auf und Ab! Aber im Moment läuft es okay.

Mir war so ein Mann vor'm inneren Auge der es nicht einsieht Salat zu essen weil es keine "Männersache" sei.  Also ein zweidimensionales Symbol und keine wirkliche Person.  Manchmal kann man Ideen an solchen Einbildungen ganz gut 'abmessen'. So zu sagen. Abwägen und einstufen.

Ich hatte herumsinniert was ich jemandem raten würde der gar nicht empfangsbereit ist bei dem Gedanken seine Essgewohnheiten langzeitig zu ändern und stocksauer reagiert dass er da auf lange Sicht weniger essen soll (oder Salat!).  Ich hab mir diesen Kerl dann so vorgestellt dass er einen Flunsch zieht und kriegerisch wissen will wofür es so was machen sollte.  Was kriegt er dabei heraus?  Was bringt es ihm?

Und das hat die Idee ausgelöst: was bekommen wir im Austausch dafür dass wir viel Arbeit in etwas stecken, uns viel Mühe geben, Zeit und Energie verwenden.  Da muss was dabei herauskommen weil sonst macht man nix mühevolles.  Asketen sind wir keine.

Wenn man sagen würde dass das Ergebnis beim Abnehmen das Abnehmen ist, also das 'funktionelle', dann erschliesst sich einem nicht um was es einem dabei geht.  Nur schnödes 'Abnehmen' wird einen nie motivieren.

Diese eigentlichen, tiefergehenden Ziele sind vermutlich von Mensch zu Mensch verschieden.

Sicher, ich kann nach dem Abnehmen leichter einem Bus hinter herrennen und ihn noch erwischen aber das wird mich nicht so doll motivieren wie zu wissen, zum Beispiel, dass dann meine selbergenähten Klamotten sicher besser über meine Kurven drapieren als wenn ich so gedrungen aussehe.  Es gibt mir mehr Selbstbewusstsein (was ich grad gut gebrauchen kann) und es gibt bestimmt noch andere Vorteile and die ich grad nicht denke.

Und beim Aufräumen eben finde ich Vorteile heraus die mir vorher gar nicht eingefallen sind.  Dass kein loses Papier mehr in irgendwelchen Kartons versteckt liegt, dass ich eine bessere Ahnung habe was wo ist, und was ich habe... das ist ein wunderbares Gefühl!

Ich fühle mich so als ob ich endlich das Saumzeug an das Zeugs lege und mit den Zügeln schnalzen kann, während vorher das Wirrwarr und die Unordnung die Zügel an mir angelegt hatte und mit der Peitsche knallte jedesmal wenn ich was brauchte und danach suchen musste.

Es fühlt sich leichter und befreiend an, ich kann jetzt besser atmen.

Und nun muss ich herausfinden 'wofür' ich das mache.  Das ist mir noch nicht alles eingefallen.

Ich möchte gerne das unordentlich Aussehen meines Zimmers gegen mehr Harmonie eintauschen. Ich will dass das Bild meines äusseren Bereichs mich nicht so verhuscht aussehen und fühlen lässt sondern mir stattdessen eine Erleichterung bringt.

Mit mehr Ordnung (und Harmonie) um mich herum hab ich mehr gedanklichen Platz und auch physischen Raum in dem ich meine Hobbies leichter und besser ausüben kann - ob das nun nähen, stricken und quilten ist, oder am Computer Blogposts zu tippen oder meine geschichtliche Forschung ausüben.  Grade für letztere ist es sehr wichtig zu wissen wo man Dokumente und anderes Ausgedrucktes hat. Sonst macht man es sich recht schwer.

Das was 'herumliegt' liegt da weil ich es doch glatt brauche, nicht ausversehen!  So kann ich leicher sehen was ich bald machen will oder muss.  Der Brief mit dem Arzttermin der hier immer noch lag hat heute endlich ausgelöst dass ich sah dass der Termin noch gar nicht im Kalender eingetragen war - ich dachte ich hätte schon.  Gut dass es erst am Dienstag ist!

Also hab ich bis jetzt drei Sachen entdeckt die ich gegen die Mühe des Aufräumens eintausche: Harmonie, Kontrolle und Übersicht.

Das sind wunderbare Sachen die ein prima Entgelt für meine Arbeit, Mühe und Zeit sind.

Ob es wohl auch eine direkte Auswirkung ist dass ich weiterhin Lust habe einen weiteren kleinen Bereich anzupacken?  Mein Auge fiel auf meine Nähschnittkollektion auf denen einiges draufliegt das ich da wirklich nicht dort lagert wollte...  Wer weiss was ich als nächstes anpacke und wann ich den Impuls dazu bekomme.  Aber ich hab jetzt eine viel bessere Idee warum ich das mache und was es mir nützt.

Ich hab das Gefühl dass das einen grossen Unterschied macht, und mir sehr viel bringt.  Ich bin gespannt was mir noch so einfällt das ich vom Aufräumen bekomme!

Hurra!

Friday, 10 February 2017

Ich forsche wieder: zurück zu einem alten Hobby

Ich hab so die Angewohnheit durch meine Hobbies und Interessen zu rangieren: mal das für eine Weile, dann wieder ein anderes Hobby, dann zurück zu einem Interesse dass mich for geraumer Zeit gefesselt hat.

Und hurra!

Ich bin wieder bei meinen Nachforschungen angelangt. Ich hatte drei Jahre reingesteckt zu versuchen über eine Mary Squire heraus mehr zu finden die im späten 18ten Jahrhundert Almshäuser in Walthamstow, Ost London (damals noch Essex) gegründet hat.

Ich hatte damals nicht die Kirchenbucheintragung ihrer Heirat finden können was das fehlende Dokument ist um ihren Mädchennamen zu erfahren.

Als letztes hatte ich das Testament ihres Mannes gefunden der 35 vor ihr gestorben war. Das hat mir dann die Pfarrei gegeben in der sie wohnten. Und das war was mir fehlte um zu wissen welche Heiratseintragung die richtige war!


Also hat's diesmal nicht viel bebraucht um es zu finden. Die Unterschriften waren nicht total gleich aber doch recht ähnlich. Deswegen hatte ich es auch verworfen dass das die richtigen Leute waren - jetzt weiss ich es weil der Pfarreiname es mir bestätigt.

Was für eine wunderbare Entdeckung: St Mary Walthamstow!
Und dann hab ich auch gleich noch (naja ein paar Tage später) die Taufe der Mary Barrow gefunden! Das war doch glatt, sage und schreibe, auch in Walthamstow!  Sie hatte doch tatsächlich selber eine  Verbindung und nicht nur über ihren verstorbenen Mann.  Das macht wirklich viel Sinn.

Ich hatte gestern abend eine halbe Stunde warten müssen um jemanden zu treffen und hatte meinen Kindle nicht mit dabei. Meinem Telefon ging der Saft aus also nix Lektüre oder sonst was zu tun haben. Das war langweilig. Also zog ich meinen Schreibblock raus den ich mit dabei hatte (ich war in der British Library recherchieren) und hab mir Notizen gemacht was ich noch also nachschauen, erforschen und herausfinden kann.

Da kam einiges zusammen (ich hab manches davon schon nur muss meine alten Notizen durchforschen um zu sehen was ich habe). Dann kann ich sehr bald damit anfangen alles nieder zu schreiben. Ich will es nicht als gesammeltes Werk machen weil ich nie fertig werden würde. Aber als Blog: das ist genau das richtige Format.

Ich werde mit dem Hause und der Plakette anfangen die mich damals drauf gebracht hat mehr über dieses Gebäude wissen zu wollen und als als "drei Monate" Projekt herzunehmen (Ha, als ob!). Das wird ein guter Anfang.

Dann kann ich über alle möglichen Themen schreiben über die ich was weiss. Und darauf freue ich mich total!

Hier ist the Blog Adresse:
http://localhistorylondon.blogspot.co.uk/ 
 

Wednesday, 1 October 2014

Ist Entrümpeln arrogant?



Ich hab also seit Monaten versucht mein sehr grosses Zimmer und Zuhause zu entrümpeln.  Es ist schon sehr wahr was man sagt: wieviel Platz man auch hat, man füllt ihn immer.  Genau so war’s bei mir auch.  Ich hatte viel Raum und dann nur noch wenig Platz weil ich es voll gestopft hatte.

Ich wusste ganz genau dass ich geradezu begierig darauf war Zeug loszuwerden um die schwere Bürde zu erleichtern.  Nicht mehr so viel “Zeugs“ in der Gegend rumliegen zu haben.  Es ist mir nur nicht gelungen.

Dann musste ich umziehen und die Wahl zwischen aufheben und dann eben auch diese Sachen mit umziehen müssen, oder wegwerfen (oder weg geben oder sonst irgendwie loswerden) und dann davon befreit sein?  Das hat schon recht gut mit einigem geklappt.  Ganz im Gegensatz zu dem was ich davor gemacht hatte: ich hab ein paar Sachen in die Hand genommen und versucht sie loszuwerden.  Das ging dann oft nicht weil ich doch zu sehr an diesen Teilen gehangen habe. 

Das Hauptproblem war dass ich alte Sachen zu tief verbuddelt hatte und einfach nicht mehr sehen konnte.  Die waren dann am leichtesten wegzuwerfen.  Ich war nur nie weit genug zu ihnen durch gekommen als ich nach loswerdbarem gesucht hatte.

Und bei diesem Kraftakt des Einpackens und gleichzeitig Loswerdens ist es mir dann klar geworden:
Wenn wir etwas aufheben dann behalten wir nicht Möglichkeiten, Potential and Versprechen – sondern wir handeln uns eine schmerzversprechende Bürde auf.  Es kann nie etwas gutes dabei herauskommen wenn man sich zuviel Zeug einhandelt, wenn man seinen Lebensraum vollstopft mit Dingen die da nur so rumstehen und liegen und Platz und Raum wegnehmen.

Ich hab ja sogar Sachen aufgehoben die der Ersatz für etwas werden sollten das ich schon hatte und auch benützt habe.  Als es dann endlich so weit war dass der erste Gegenstand abgenützt oder aufgebraucht war, da wollte ich aber dieses Ersatzteil auch nicht.

Ich hab inzwischen einen Einfall gehabt warum es uns so sehr schwer fällt Sachen loszuwerden die wir nicht mehr wollen.

Könnte es daran liegen dass wir uns nicht so recht trauen uns die Freiheit zu nehmen etwas abzulehnen und weg zu geben?  Uns eben nicht mit etwas begnügen?  Kommt uns das eben nicht wie eine Freiheit vor sondern als wie eine Frechheit sich so etwas zu erlauben?  Fühlt sich das für uns so an als ob wir uns erdreisten Anspruch auf etwas zu erheben wenn wir doch nur dann gute, brave Menschen wären wenn wir wirklich alles was wir in die Finger kriegen auch so gut benützen und ausnützen dass wir das letzte rausholen was dieses Ding zu geben hat?  Es wäre ja verschwenderisch und arrogant zu denken dass wir etwas vorzeitig weggeben wenn es doch noch einen Nutzen hat! Oder, äh, eventuell, vielleicht, mit viel Fantasie und überhaupt, noch irgendwie gerade noch so einen winzigen Nutzen haben könnte?  Eventuell?  Vielleicht?

Wir verdrehen und verknoten uns in Brezelformen um uns nur ja nicht unangenehm dabei zu fühlen dass wir verschwenderisch sein könnten und engen uns dabei den Raum zum durchatmen so richtig ein. Das ist gar nicht gut, auch für unsere Psyche.  Da fühlt man sich doch dabei als würde man ersticken, oder?

Das erstaunliche ist dann dass man sich so sehr viel besser fühtl wenn man anfängt Sachen aus dem eingeengten Raum zu entfernen und loszuwerden.  Freier und leichter.  Unbeschwerter!

Ein Anspruch auf gut zu leben ist doch viel besser als eine Foderung danach dass wir nur ja schön bescheiden sein sollen und genügsam sind.  Und bei diesem Aufheben und Festhalten handeln wir uns dann aber eine erdrückende Masse ein.  Das hat doch mit Bescheidenheit nichts zu tun, das fühlt sich viel mehr nach Arroganz an aus der man heraus nichts hergeben will, nix rausrücken!  Wenn aber ein paar dieser überflüssigen Sachen jemandem anderen dienen könnten dann ist es doch bescheidener wenn man sich entscheidet sie weiterzugeben!

Ist doch wahr.

Warum bin ich auf diesen Gedanken nicht schon vorher gekommen?  Das erschliesst mir jetzt ein bisschen was.  Wenn ich was weggebe dann hat das bei mir mit Selbstbewusstsein zu tun.  Das ich mir  >erlaube<  das zu machen.  Ich nehm mir die Freiheit, ja, ich bin so frech!

Ist das herrlich!

Friday, 23 May 2014

Meine Kleidung bin Ich

Das ergibt natürlich keinen Sinn, erst mal, und grammatisch falsch ist die Überschrift vermutlich auch.


 

Ich glaube ich bin endlich draufgekommen warum mich meine alten Klamotten in so eine stinkige Stimmung versetzen.  Es fiel mir wie aus dem Nichts ein: die Kleider die wir tragen sind Ausdruck unserere Persönlichkeit.
 
Olle, langeweilige, ausgewachsene, verformte Kleidung?  Was sagt das denn nicht nur über mich in Hinsicht auf die Gewohnheiten in die ich falle, sondern was sagt das über meine Persönlichkeit aus?  Ach herrje, das ist ja furchtbar!

Kein Wunder dass ich mich immer mehr stinkig fühle.
 
Ich hab nicht nur alte Klamotten, und die wenigst guten Exemplare zieh ich ja auch schon lange nicht mehr an – dass sie mich anöden muss auch der Grund sein warum ich sie nicht trage (aha!).  Aber so ein paar Sachen trage ich immer wieder und nicht nur weil sie mir gefallen.  Sondern weil sie praktisch sind: langärmlig wenn es zu kühl ist um etwas kurzärmeliges zu tragen, warm und kuschelig wenn’s zu kalt wäre für etwas aus Seide, schön kühl und dünn aus Baumwolle wenn’s zu heiss ist um etwas wolliges zu tragen...  Das ist es warum ich altes zu lange anziehe: schiere Gewohnheit.
 
Es gibt auch Lieblingsstücke die ich aufheben und auch tragen werde egal ob sie nicht mehr so doll sind, das ist mir dann egal.  Über was ich gerade hauptsächlich nachdenke das sind die Sachen die ich nicht wirklich “wähle“ anzuziehen: in die schlüpfe ich hinein in der Früh weil es sie gibt, weil sie passen, und weil sie den praktischen Grund erfüllen warm oder kühl genug zu sein.  Aber eine bewusste Entscheidung treffe ich eigentlich eher nicht. Ähem.
 
Ausmisten ist eine wirklich prima Gelegenheit mal zur Abwechslung zu überlegen und schauen ob mir ein Kleidungsstück gefällt wenn ich mir das in Hinsicht als Ausdruck meiner Persönlichkeit ansehe.
 
Da wird es dann hoffentlich weniger eine Rolle spielen mir zu denken dass ich etwas noch ‘gebrauchen‘ kann, ich meine damit: dass es noch einen praktischen Zweck hat.  Das hat ein Rupfensack auch aber den werde ich nicht tragen wollen – warum tue ich es mir dann an alltes Zeug noch aufzutragen selbst wenn es im figürlichen Sinn zum Sack geworden ist?
 
Das brav gestreifte wollige Oberteil? Ürgh, nee, das bin ich nicht.  Das mittelblaue Stück mit den Falten am Ausschnitt? Also das schaut zu matronenhaft aus, das bin ich auch nicht. Ein langweiliger schwarzer Faltenrock in einem rutschigen Material? Nee, auch nicht, weg damit.
 
Ich denke also dass ich nochmal eine Kategorie dazufügen kann wenn es ums aussortieren geht: nicht nur – passt es? – ist es noch gute Qualität? – sieht es gut aus? Und dann eben: – drückt es auch das über mich aus wie ich bin? Oder würde es viel besser an jemandem anderen aussehen der ganz anderst ist als ich?
 
Ja? Na dann weg damit.
 
Ohne schlechtes Gewissen.  Weil eine Verkleidung tragen zu müssen nur weil man sich von etwas noch nicht getrennt hat, das ist kein gutes Ding. 
 
Und diese Überlegung öffnet ein weiteres Fenster zu meinen Plänen mich mit wenigen guten Sachen einzudecken die meine neue, rundum brauchbare Garderobe bilden sollen (entweder durch kaufen oder selber nähen) – ich will nicht nur nach geeigneten Farben suchen (die mich anmachen und in denen ich mich wohlfühle) sondern auch Klamottenstile die ich daraufhin ausprobieren kann wie sie zu mir passen, ob ich sie als Ausdruck von mir als wohltuend empfinde.
 
Ich will mich nicht mit “ehrgeizigen“ Kleidungsstücken eindenken und dann feststellen dass ich sie nie trage.  Selbst wenn man nicht weiss warum einem etwas nicht gefällt – man trägt es trotzdem recht wenig.  Eine bessere Ahnung zu haben warum sollte mich aber ermuntern mich nach den best geeigneten Sachen umzusehen, nicht nach hochmodischem oder nach einem Stil den ich früher getragen habe, aus dem ich herausgewachsen bin.
 
Ich habe vor kurzem gekuckt was mir gut steht in Hinsicht auf meine Körperform (Apfel).  Es ist nett draufzukommen dass ich sehr gut kurze Röcke und tiefe aber schmale V-Ausschnitte tragen kann – nur nicht Klamotten die eine deutliche horizontale Linie an der Taille betonen, wie es ein Gürtel tut. Längeres Gewand wie eine Strickjacke die vorne offen ist aber in einem Wasserfall fällt, oder ein langes Tuch das über die Taille fällt – das ist gar nicht schlecht.  Überhaupt mehrere dünne Lagen.  Oder höhere Taillen, wie die Empire Dress Linie die viel höher sitzt: ich kann ausprobieren ob es mir auch gefällt.  Und vor allem Blickfang am Ausschnitt: ob es Schmuck ist (schön klotzig), oder etwas appliziertes am Oberteil, oder ein schöner Kragen, Konstrastfarbe oder einen anderen Stoff zwischen Busen und Hals, oder etwas strukturiertes – das kann ich alles ausprobieren.  Sehen wie’s aussieht und wie es mir gefällt.
 
Hurra!

Friday, 21 February 2014

Da muss was her!

Ich wollte diesen Blog Post schon als 'Da muss was weg!' betiteln, aber das ist mir zu negativ.  Das was her muss ist Harmonie und die Abwesenheit von Gerümpel.

Ich hab es ja sowas von satt dieses ganze 'Zeugs' im Weg liegen und stehen zu haben - es reicht!



Es war grad am Mittwoch, den 19. dass ich so darüber nachgedacht hatte was mich im Moment am meisten beschäftigt.  Und das ist 'das Aufräumen'.

Das klingt nach nicht sehr viel und nichts weltbewegendem, aber für mich ist es sehr wichtig.  Das ist das was jetzt grad dran kommt, dran ist, und das ich einfach hinkriegen will.

Muss, auch!

Auf Englisch nennt sich diese Sache die man als Gerümpel, Zeugs, Sachen, das kunterbunt herumliegende Allerlei nennen kann: 'Clutter'.  Und wenn was cluttert dann ist das dieses vollmüllen des Lebensraums - lauter Gegenstände von denen man mal dachte dass man sie haben will, und die inzwischen zu einem Hindernis geworden sind der verhindert dass man seinen Wohnbereich geniesen kann.

Ich denk da schon sehr lange drüber nach - und vor allem rede ich immer wieder wie absolut besessen davon dass ich so wahnsinnig gerne aufräumen will (vermutlich eher: alles aufgeräumt haben will) und wie ich das bewerkstelligen kann.

Bis jetzt scheint es nämlich damit absolut nicht zu klappen.  Was Ursache totalen Ärgers für mich ist. 

Warum kann ich das nicht?  Oder eher: warum räume ich nicht mehr auf und halte es dann aufgeräumt?  Ist mir das zu steril wenn alles schön an seinem Platz ist?  Ist das das Problem?


Ich hab neulich was entdeckt - das macht mich sehr happy.

Ich habe bemerkt dass ich mein Badezimmerregal (auf dem viele meiner Badezimmersachen stehen) so gut entrümpelt habe dass dort kein Gegenstand mehr ist den ich nicht benütze. Glaube ich jedenfalls mal.  Hundert pro bin ich noch nicht überzeugt weil ich immerhin vor kurzem ein Stück alter Seife gefunden habe die ich wirklich nicht mehr nehme und auch schon lang nicht mehr benützt habe.  Die passt da also nicht rein.  Es könnte schon sein dass da unbemerkt noch so 1-2 Sachen rumlauern... Unbedingt bald nachkucken!

Was mich daran so gut stimmt: es tut ja so wahnsinning, tierisch gut zu sehen und wissen und zu merken dass da kein Gerümpel in dem Bereich mehr rumlungert und mir das Leben schwer macht!  Da ist alles okay!  Alles ist an seinem Platz, ich gebrauche alles, und ich weiss dass ich mich erstmal nicht drum kümmern brauche ob da irgendwas ist bei dem ich mir den Kopf zerbrechen muss ob ich's mir erlauben kann es aufzuheben, oder ob es doch weg kann.  So eine Wohltat!

Ist das vielleicht herrlich.

Und so will ich es im Rest meines Bereiches auch haben.  Meine Strategie ist es dieses Prinzip des Badezimmerregals auf einen anderen Bereich anzuwenden.  Es muss auch gar kein riesig grosser Bereich sein, ich will da ganz bescheiden weitermachen und mich dann über Erfolge freuen können.  Ich brauch echt nicht auf das Grosse schielen und mich niedermachen solange ich noch nicht alles erledigt habe.

Das hört vermutlich nie auf, weil da immer wieder was dazu kommt.

Ist es das vielleicht was mich da so abhält?  Dass es sich als endlos und undankbar anfühlt?  So als ob da nie was endgültiges draus wird, dass es immer nur zeitweilig bleiben wird?  Ist das das Problem - nervt mich das schon so an dass ich's nicht mal anfange um zu sehen wie weit ich komme?

Hm, das stimmt nun auch wieder nicht so ganz.  Anfangen tue ich immer wieder.  Und es freut mich auch dass ich immer wieder mal anpacke und was wegräume.

Es tut mir auch sehr gut dass ich nicht nur mit einem kleinen Teil in der Gegend rumrenne um es wegzulegen, und dann erst ein Zweites finde dass ich da auch hätte hinbringen können - die meiste Zeit gehe ich da schon eher effizienter vor.  Nicht zu viel kopfloses Rumrennen.

Aber dass ich mir meinen Lebensraum auch immer wieder so schnell vollstelle!  Das ist schon total frustrierend.

Ich glaube ich benütze meinen Bereich nicht so gut und effektiv wie ich das gerne tun möchte.

Ich stopfe die Plätze voll an denen man etwas aufbewahren kann (Regale, unterm Bett, Möbel) und rage dann in den Bereich rein den ich eigentlich aktiv benützen möchte anstelle dort den Rest des Zeugs aufzubewahren (der ja dann eindeutig zu viel ist).  Eine ganzer Stapel Kartons sollte aber eigentlich ins Regal - nur ist das leider schon voll.

Ich kuck auch immer wieder ob ich Bücher wegtun kann.  Ich bin schon so viele Videos losgeworden - voran geht was, aber halt absolut nicht genug.

Es hift auch nichts dass sich meine Leidenschaften immer wieder ändern: wenn ich sehr viel von einer Sache gesammelt habe (z.B. Strickwolle), dann schwenke ich auf einmal auf nähen und viel zu viele Stoffe um.  Herrje.  So was blödes.

Ich hab noch ein praktisches Problem bemerkt: ich habe viele meiner Handarbeitssachen in zu kleinen Kartons die dann unglaublich unordentlich aussehen weil sie nicht einheitlich genug sind, und ihre aufgestapelte Anhäufung ist total kunterbunt. Kein schöner gesamtheitlicher Eindruck.

Sobald ich diese Sachen in die neue Nähkommode einräumen kann, bekomme ich erstens Platz und ich weiss dann auch was ich habe.  Sieben mal elastischen schwarzen Faden brauche ich nicht, da kann ich was davon loswerden.  Und das braucht dann alles so viel Zeit!

Ich bin schon ein paar alte Näh- und Strickzeitschriften losgeworden, unzählige Knäule Wolle, Stoffe die ich nicht benützen werde, usw usf.  Ich hab sehr viel an alten Klamotten aussortiert, und Schnickschnack auch.  Diese beiden Sachen sind die einfachsten.

Am schwersten fällt es mir mich von Sachen zu trennen die ich aufhebe einfach weil sie mir gehören, das ist tierisch schwierig.

Bald mehr!